{"id":6329,"date":"2021-09-27T16:58:14","date_gmt":"2021-09-27T14:58:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=6329"},"modified":"2021-09-29T16:22:15","modified_gmt":"2021-09-29T14:22:15","slug":"der-ecma-spirit-live-und-online","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2021\/09\/27\/der-ecma-spirit-live-und-online\/","title":{"rendered":"Der ECMA-Spirit: live und online"},"content":{"rendered":"Endlich wieder eine Live-Session! Die Euphorie, endlich wieder eine \u201eechte\u201c ECMA-Session zu erleben, war den Mitgliedern der sechs Ensembles, die Ende Mai in Grafenegg zusammenkamen, anzusehen. Eine Woche lang probten sie intensiv mit internationalen Lehrenden und kr\u00f6nten die Session mit einem Best-of-Konzert vor fast 200 Zuh\u00f6rer_innen. Seit 2004 veranstaltet die ECMA \u2013 European Chamber Music Academy mehrmals j\u00e4hrlich intensive mehrt\u00e4gige Trainingssessions f\u00fcr junge Kammermusikensembles in Partnerinstitutionen in ganz Europa.<\/p>\n<p>Auch w\u00e4hrend der langen Durststrecke ohne Reisen und gemeinsames Spielen hielt die ECMA engen Kontakt mit den \u00fcber 30 aktiven Ensembles und veranstaltete online w\u00f6chentliche ECMA-Jours-fixes, die bis zu 60\u00a0Personen zusammenbrachten und mit Vortr\u00e4gen und Diskussionen Denkanst\u00f6\u00dfe boten. Lilia Jekova und Kalina Miteva vom bulgarischen Ensemble Silhouettes verpassten kaum einen Jour fixe: \u201eDiese Treffen haben f\u00fcr uns wirklich den ECMA-Spirit am Leben erhalten. Es waren so vielf\u00e4ltige Vortr\u00e4ge; wir haben immer die ganze Woche lang diskutiert, wie wir diese Ideen f\u00fcr unser Ensemble umsetzen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Die Artistic Directors der ECMA, Hatto Beyerle, Johannes Meissl und Patrick J\u00fcdt, arbeiteten online auch individuell mit einigen Gruppen, was erstaunlich gut funktionierte \u2013 am besten \u00fcber das <i>Lo<\/i>w <i>La<\/i>tency Audio Visual Streaming System, kurz LOLA, das die mdw seit einigen Jahren erfolgreich nutzt, aber auch \u00fcber kombinierte Set-ups von Streaming und Zoom oder auch nur die High-Fidelity-Erweiterung von Zoom. \u201eDas Um und Auf f\u00fcr alle Formen von Live-Onlineunterricht ist nat\u00fcrlich eine stabile und schnelle Internetverbindung auf beiden Seiten. Je besser dann noch die Ausstattung von Mikrofonierung, Kamera und Kopfh\u00f6rer, desto n\u00e4her k\u00f6nnen wir einer Arbeitssituation wie in Pr\u00e4senz kommen. Das hei\u00dft nat\u00fcrlich, dass die Bandbreite der Erfahrungen sehr gro\u00df ist \u2026\u201c, so Johannes Meissl. Diese Technologien nutzten auch die ECMA-Sessions in Den Haag, Paris und Oslo, die im Pandemie-Modus online oder hybrid \u2013 mit lokalen Ensembles vor Ort und online zugeschalteten Gruppen \u2013 stattfanden.<\/p>\n<blockquote><p>Das Um und Auf f\u00fcr alle Formen von Live-Onlineunterricht ist nat\u00fcrlich eine stabile und schnelle Internetverbindung auf beiden Seiten. Je besser dann noch die Ausstattung von Mikrofonierung, Kamera und Kopfh\u00f6rer, desto n\u00e4her k\u00f6nnen wir einer Arbeitssituation wie in Pr\u00e4senz kommen. Das hei\u00dft nat\u00fcrlich, dass die Bandbreite der Erfahrungen sehr gro\u00df ist \u2026<\/p>\n<p>Johannes Meissl, Vizerektor f\u00fcr Internationales und Kunst<\/p><\/blockquote>\n<p>Nun gibt es aber wieder Live-Sessions, und das mit erweitertem Angebot durch das vom \u201eCreative Europe\u201c-Programm der EU gef\u00f6rderte Kooperationsprojekt <i>ECMA Pro \u2013 International Career Development and Socially Engaged Outreach in Chamber Music<\/i>: Karriereentwicklungstrainings und das Erarbeiten neuer Konzertformate wurden in Grafenegg und Fiesole nahe Florenz erstmals umgesetzt. Ein Online-Workshop mit Musiker_innen-Coach Kirsten Peters leitete die mdw-Session in Grafenegg ein; und die erfolgreichen ECMA-Alumnae Minna Pensola und Karla Haltenwanger stellten mit ihren Ensembles entwickelte neue Konzertformate vor. Der Perkussionist und Regisseur Thomas Toppler animierte die Ensembles in seinem Workshop <i>Let\u2019s play<\/i> dazu, das Spielerische f\u00fcr das musikalische und das zwischenmenschliche Zusammenarbeiten zu nutzen: \u201eMit Spiel ist nichts anderes gemeint als zu schauen: Was steht im Text?\u201c, beschreibt Toppler sein Konzept: \u201eWie leise k\u00f6nnen wir spielen, wie sehr k\u00f6nnen wir der F\u00fchrungsstimme dienen, wie stark k\u00f6nnen wir auf die Intonation h\u00f6ren? Weil ich das als Spiel definiere, bin ich offener, mutiger, es gibt keine Angst vor dem Scheitern, wir probieren aus, und wenn uns das Spiel gef\u00e4llt, dann wissen alle, was zu tun ist.\u201c<\/p>\n<p>Bei der ECMA-Session in Fiesole diskutierten der Pianist und k\u00fcnstlerische Leiter Alexander Lonquich und der brasilianische Pianist Ricardo Castro mit den Ensembles individuelle Konzertformate und Schwerpunktsetzungen. Diese Trainings sollen die Ensembles dabei unterst\u00fctzen, ein einzigartiges Profil zu entwickeln, das neben ihrer k\u00fcnstlerischen Qualit\u00e4t hilft, Konzertveranstalter_innen zu \u00fcberzeugen, sie zu Auftritten einzuladen.<\/p>\n<p>Auch im Herbst reisen die ECMA-Ensembles \u2013 finanziell unterst\u00fctzt durch ECMA Pro \u2013 wieder: zu Showcases nach Gent und Budapest und zu Sessions nach Den Haag und Oslo. Die Pandemie hat zwar gezeigt, dass Lehre auch online gut funktioniert \u2013 aber den direkten pers\u00f6nlichen Austausch nicht ersetzen kann.<\/p>\n<p>Mehr Informationen unter <a href=\"http:\/\/ecma-music.com\/en\/ecmapro\">ecma-music.com\/en\/ecmapro<\/a>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Endlich wieder eine Live-Session! Die Euphorie, endlich wieder eine \u201eechte\u201c ECMA-Session zu erleben, war den Mitgliedern der sechs Ensembles, die Ende Mai in Grafenegg zusammenkamen, anzusehen. 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