{"id":6321,"date":"2021-09-30T15:07:41","date_gmt":"2021-09-30T13:07:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=6321"},"modified":"2021-09-30T15:10:05","modified_gmt":"2021-09-30T13:10:05","slug":"datenmanagementandermdwunddasmdwrepository","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2021\/09\/30\/datenmanagementandermdwunddasmdwrepository\/","title":{"rendered":"XML, TEI, MEI, DOI, DMP \u2026: Datenmanagement an der mdw \ufeffund das mdwRepository"},"content":{"rendered":"Kennen Sie die K\u00fcrzel im Titel? Manche Leser_innen werden mit diesen vielleicht vertraut sein. An der mdw gibt es daf\u00fcr Expert_innen, wie beispielsweise David\u00a0M. Weigl f\u00fcr die <i>Music Encoding Initiative<\/i> (MEI), die sich den nachhaltigen Austausch und die Nutzung des Notenmaterials und anderer musikalischer Schriften zur Aufgabe gemacht hat. Die meisten kennen diese Abk\u00fcrzungen vermutlich nur ganz allgemein, obwohl w\u00e4hrend der Corona-Pandemie verst\u00e4rkt Informationstechnologien zum Einsatz gekommen sind und ein allgemeiner Trend zur Digitalisierung in allen Lebensbereichen, auch in der Forschung, verzeichnet wird. Und wenn Sie die im Titel genannten Begriffe nicht kennen, dann befinden Sie sich in guter Gesellschaft, da entsprechende Kompetenzen an Universit\u00e4ten nicht gleich schnell mit der fortschreitenden Digitalisierung aufgebaut werden konnten.<span id='easy-footnote-1-6321' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2021\/09\/30\/datenmanagementandermdwunddasmdwrepository\/#easy-footnote-bottom-1-6321' title='Laut Bericht der European University Association (EUA) vom Juli 2021 geben mehr als die H\u00e4lfte der befragten europ\u00e4ischen Universit\u00e4ten an, dass Forschungsdatenkompetenzen entweder nicht oder nicht ausreichend vorhanden sind (From principles to practices: Open Science at Europe\u2019s universities. 2020\u20132021 EUA Open Science Survey results).'><sup>1<\/sup><\/a><\/span>\n<p>Als zentrales digitales Informationssystem f\u00fcr Datenmanagement an der mdw steht das <i>mdwRepository<\/i> f\u00fcr die nachhaltige Speicherung und Zug\u00e4nglichmachung von digitalen Medienobjekten zur Verf\u00fcgung. Es ist im international anerkannten Register re3data gelistet und bietet verschiedene Services an: derzeit Forschungsdatenmanagement inklusive Services f\u00fcr digitale Archive und Sammlungen sowie Publikationsservices wie pub.mdw und mdwPress. Forschende sind prim\u00e4r an der Nutzung von Daten interessiert, etwa an der Volltextsuche in einer Interviewreihe oder am Zugang zu seltenem Notenmaterial, wobei oft nicht gleich ersichtlich ist, was sich dahinter versteckt, z.\u2009B. dass der Text m\u00f6glicherweise im Datenformat der <i>Text Encoding Initiative<\/i> (TEI) existiert, die Noten aber im Format der MEI, beides jedoch auf der Basis der <i>Extensible Markup Language <\/i>(XML). Sobald man dann selbst Daten produziert, wird vertieftes Verst\u00e4ndnis im Umgang mit XML &amp; Co. notwendig. Dann k\u00f6nnen die unter Einsatz von IT-Technologien im Internet pr\u00e4sentierten Objekte (Texte, Bilder, Videos, Tabellen mit Messergebnissen etc.) viel schneller und in besserer Qualit\u00e4t verbreitet und genutzt werden, ohne den Arbeitsplatz verlassen zu m\u00fcssen. Zudem k\u00f6nnen Datenbest\u00e4nde sukzessive, zum Teil von unterschiedlichen Forschungsgruppen, bearbeitet und erweitert werden, wie z.\u2009B. die Best\u00e4nde des Arnold-Sch\u00f6nberg-Archivs, das gerade im Rahmen des neuen FWF-gef\u00f6rderten Projekts am Wissenschaftszentrum Arnold Sch\u00f6nberg und die Wiener Schule des Instituts f\u00fcr Musikwissenschaft und Interpretationsforschung (IMI) vergr\u00f6\u00dfert wird.<span id='easy-footnote-2-6321' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2021\/09\/30\/datenmanagementandermdwunddasmdwrepository\/#easy-footnote-bottom-2-6321' title='&lt;a href=&quot;https:\/\/www.mdw.ac.at\/imi\/?PageId=4141&quot;&gt;https:\/\/www.mdw.ac.at\/imi\/?PageId=4141&lt;\/a&gt;'><sup>2<\/sup><\/a><\/span>\n<p>In diesem Zusammenhang ist die Unterscheidung zwischen der Datenproduktion als Methode und als Modus wichtig, wobei der Modus die Art der Datenerstellung betrifft, z.\u2009B. Video- und Audioaufnahmen, und die Methode nach den Standards und Regeln von einzelnen Disziplinen angewendet wird, z.\u2009B. qualitative Interviews oder Herzfrequenzmessungen.<span id='easy-footnote-3-6321' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2021\/09\/30\/datenmanagementandermdwunddasmdwrepository\/#easy-footnote-bottom-3-6321' title='Vgl. Kowalczyk, Stacy T.: &lt;i&gt;Modelling the Digital Research Data Lifecycle.&lt;\/i&gt; In: International Journal of Digital Curation, Vol.\u00a012 No.\u00a02 (2017), S.\u00a0341. DOI: &lt;a href=&quot;https:\/\/doi.org\/10.2218\/ijdc.v12i2.429&quot;&gt;https:\/\/doi.org\/10.2218\/ijdc.v12i2.429&lt;\/a&gt;'><sup>3<\/sup><\/a><\/span> Der Zusammenhang zwischen der Methode und dem Modus der Datenproduktion kann nur von Expert_innen im jeweiligen Fach hergestellt und insbesondere in der Beschreibung der Daten (sogenannte Metadaten) sichtbar gemacht werden.<\/p>\n<p>Was die Modi betrifft, so gehen sie gemeinsam mit neuen Aufgaben, Strukturen und Standards sowohl in der Forschung als auch im Forschungsmanagement einher. Diese sind teils disziplinenspezifisch (z.\u2009B. Klassifikationen und Taxonomien), teils \u00fcbergreifend g\u00fcltig, wie beispielsweise die Verwendung von persistenten Identifikatoren f\u00fcr digitale Objekte, wie <i>Digital Object Identifier<\/i> (DOI), die die Daten erst zitierbar und auffindbar machen, oder strukturierte Datenmanagementpl\u00e4ne (DMP), die die Forschenden mit der besseren \u00dcbersicht von technischen, rechtlichen und ethischen Aspekten unterst\u00fctzen und das Datenmanagement dokumentieren. In den Forschungseinrichtungen werden neue Kompetenzen aufgebaut, die allgemein unter dem Begriff der Data Stewardship zur fachspezifischen Unterst\u00fctzung von Forschenden diskutiert werden.<\/p>\n<p>An der mdw wird bereits an den neuen Bereichen f\u00fcr die Leistungserfassung inklusive Forschungsinformationssystem (FIS) gearbeitet. Auf der zentralen Ebene der Universit\u00e4t wird dazu Unterst\u00fctzung angeboten, vor allem vom Zentralen Informatikdienst und durch die Forschungsf\u00f6rderung sowie zu den Publikationsservices durch die Universit\u00e4tsbibliothek. Dezentral gibt es \u00dcberlegungen zur Etablierung von Datenbeauftragten <i>(Data Stewards)<\/i> an einzelnen Instituten und Organisationseinheiten, denn je besser die Daten aufgearbeitet und dokumentiert sind, desto besser stehen die Chancen, dass sie auch auf lange Sicht auffindbar und nutzbar bleiben \u2013 auch, aber nicht nur f\u00fcr die Produzent_innen der Daten selbst.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kennen Sie die K\u00fcrzel im Titel? Manche Leser_innen werden \ufeffmit diesen vielleicht vertraut sein. 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