{"id":596,"date":"2016-12-14T12:00:37","date_gmt":"2016-12-14T11:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=596"},"modified":"2020-03-10T11:40:24","modified_gmt":"2020-03-10T10:40:24","slug":"popnet-austria-popularmusikforschung-in-oesterreich-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2016\/12\/14\/popnet-austria-popularmusikforschung-in-oesterreich-2016\/","title":{"rendered":"PopNet Austria \u2013 Popularmusikforschung in \u00d6sterreich 2016"},"content":{"rendered":"<strong>Nach der Gr\u00fcndung des \u00f6sterreichischen Forschungsnetzwerks PopNet Austria im Rahmen des gleichnamigen <a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/625\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Symposions 2015<\/a>, fand von 1. bis 3. Dezember 2016 erneut eine Tagung zur Popularmusikforschung in \u00d6sterreich statt.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_598\" aria-describedby=\"caption-attachment-598\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-598\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/eva_crisp_quintett.jpg\" alt=\"Eva Crisp Qintett\" width=\"800\" height=\"534\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/eva_crisp_quintett.jpg 1000w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/eva_crisp_quintett-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/eva_crisp_quintett-768x513.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/eva_crisp_quintett-850x568.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-598\" class=\"wp-caption-text\">Eva Crisp Qintett \u00a9Daniel Willinger Photographie<\/figcaption><\/figure>\n<p>In den letzten Jahren wurden an einer Vielzahl von Instituten unterschiedlichster Disziplinen Arbeiten im Bereich \u201ePopular Music Studies\u201c geschrieben. Aufgabe des PopNet Austria ist es unter anderem einen <strong>Einblick in diese Vielfalt<\/strong> zu gew\u00e4hren. Das <a href=\"http:\/\/mdw.ac.at\/ipop\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Institut f\u00fcr Popularmusik<\/a> (ipop) lud WissenschaftlerInnen ein, ihre Forschungsarbeiten im Rahmen von PopNet Austria an der mdw vorzustellen.<\/p>\n<p>Popularmusikforschung konstituiert sich interdisziplin\u00e4r durch Beitr\u00e4ge aus verschiedensten Forschungsans\u00e4tzen. Sie betrifft Genres der Musik wie Jazz\/improvisierte Musik, Folk\/World Music, Dance\/HipHop\/Elektronik, Rock\/Pop Musik, Schlager\/volkst\u00fcmliche Musik etc., sowie alle Prozesse die mit Popularit\u00e4t von Musik generell verkn\u00fcpft sind (Produktion, Distribution, Konsumation, &#8230;). PopNet Austria bezieht sich auf Musik weltweit, die Popularmusik aus \u00d6sterreich stellt dabei ein speziell zu f\u00f6rderndes Interessensgebiet dar.<\/p>\n<p>Ziel ist es, die Kommunikation zwischen allen Personen in und aus \u00d6sterreich zu f\u00f6rdern, die in irgendeiner Form zur Popularmusikforschung beitragen. Zu diesem Zweck wurden unter anderem Ma\u00dfnahmen, wie die Veranstaltung von Symposien, die j\u00e4hrlich erneuerte Bestandsaufnahme von Publikationen und Abschlussarbeiten, die Einrichtung und Wartung von Kommunikationsforen im Internet und die Erstellung eines Netzes von Kontaktpersonen aus allen fachbezogenen Universit\u00e4tsinstituten und \u00f6ffentlichen Medien, ergriffen. Zum ersten Geburtstag des PopNet Austria pr\u00e4sentierten die Mitinitiatorinnen Iris Winter und Michaela Wandl ein Update der Bestandsaufnahme zur Popularmusikforschung in \u00d6sterreich. Gefeiert wurde anschlie\u00dfend mit einem Auftritt der Band <em>Eva Crisp Quintett<\/em> bestehend aus Eva Krisper (vocals, comp., arr.), Viola Hammer (piano, arr.), Max Deineko (guitar), Alvis Reid (bass) und Hans Peter Kirbisser (drums).<\/p>\n<figure id=\"attachment_601\" aria-describedby=\"caption-attachment-601\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-601\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/wandl_winter_huber.jpg\" alt=\"Michaela Wandl, Iris Winter und Harald Huber; im Hintergrund das symbolische &quot;PopNet Austria&quot; \u00a9Daniel Willinger Photographie\" width=\"800\" height=\"534\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/wandl_winter_huber.jpg 1000w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/wandl_winter_huber-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/wandl_winter_huber-768x513.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/wandl_winter_huber-850x568.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-601\" class=\"wp-caption-text\">Michaela Wandl, Iris Winter und Harald Huber; im Hintergrund das symbolische &#8222;PopNet Austria&#8220; \u00a9Daniel Willinger Photographie<\/figcaption><\/figure>\n<p>Beim Symposion pr\u00e4sentierten zehn Vortragende aus unterschiedlichen Fachgebieten verschiedener Institutionen ihre aktuellen Forschungsprojekte. Kritisches Feedback aus dem Publikum sorgte f\u00fcr intensive Diskussionen und ein ausfu\u0308hrlicher Erfahrungsaustausch war m\u00f6glich. Dem interdisziplina\u0308ren Forschungsfeld der Popularmusik entsprechend, waren die Beitra\u0308ge thematisch breit gefa\u0308chert.<\/p>\n<p>Er\u00f6ffnet wurde das Symposion mit einem Vortrag von Roman Duffner (Institut f\u00fcr Soziologie, Universit\u00e4t Wien), der sich der musik- und techniksoziologischen Untersuchung des Gitarrengurtes gewidmet hat. Sowohl in der musikalischen Praxis als auch f\u00fcr die Inszenierung von Musikschaffenden spielt der Gitarrengurt eine wesentliche Rolle, denn erst durch seine Beteiligung k\u00f6nnen H\u00e4nde und Arme von der Tragefunktion befreit und das Spielen im Stehen gew\u00e4hrleistet werden. Ohne ihn w\u00e4re die mobile, ekstatische und virtuose Selbstinszenierung von (Rock-)GitarristInnen praktisch unvorstellbar und damit auch die Zuschreibungen der Gitarre als Instrument der \u201eFreiheit\u201c und \u201eIndividualit\u00e4t\u201c.<\/p>\n<p>Sebastian Parzer (SR-Archiv <a href=\"http:\/\/www.sra.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00f6sterreichischer Popularmusik<\/a>) zeigte in seiner Studie zu \u00d6sterreichs Musikschaffenden und anhand von Facebook-Likes auf, dass \u00d6sterreichs beliebteste Musikschaffende auf Facebook heterogen sind. Sie setzen sich aus verschiedenen Formationen zusammen &#8211; vom DJ bis zur mehrk\u00f6pfigen Band &#8211; und decken viele etablierte Genres ab, von Schlager \u00fcber Pop und diversen Spielarten elektronischer Musik bis Black Metal. Chart-Erfolge h\u00e4ngen nicht unbedingt mit der Anzahl von Facebook-Likes zusammen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_599\" aria-describedby=\"caption-attachment-599\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-599\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/kristina_pia_hofer.jpg\" alt=\"Kristina Pia Hofer bei der Keynote &quot;Zum Spannungsverh\u00e4ltnis von Musikjournalismus und Wissenschaft&quot; \u00a9Daniel Willinger Photographie\" width=\"800\" height=\"534\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/kristina_pia_hofer.jpg 1000w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/kristina_pia_hofer-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/kristina_pia_hofer-768x513.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/kristina_pia_hofer-850x568.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-599\" class=\"wp-caption-text\">Kristina Pia Hofer bei der Keynote &#8222;Zum Spannungsverh\u00e4ltnis von Musikjournalismus und Wissenschaft&#8220; \u00a9Daniel Willinger Photographie<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die OrganisatorInnen, Harald Huber und Magdalena F\u00fcrnkranz (ipop, mdw) stellten ausgew\u00e4hlte Ergebnisse ihres Forschungsprojekts <a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/index.php\/2016\/09\/29\/performing-diversity-clash-concerty\/\">Performing Diversity<\/a> vor.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Magisterarbeit-Pr\u00e4sentation von Eva Krisper (<a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/ims\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Institut f\u00fcr Musiksoziologie<\/a>, mdw) wurden Aspekte der Berufseinstiegsphase von Pop- und Jazz-GesangsabsolventInnen der Universit\u00e4ten f\u00fcr Musik und darstellende Kunst Graz und der mdw besprochen. So konnte ein Einblick in die Komplexit\u00e4t und Vielfalt der M\u00f6glichkeiten zur pers\u00f6nlichen Berufsfeldgestaltung sowie damit einhergehende Anforderungen an ben\u00f6tigte Kompetenzen im \u00f6sterreichischen Musikarbeitsmarkt gew\u00e4hrt werden.<\/p>\n<p>Die von Bernhard Steinbrecher (<a href=\"https:\/\/musikwissenschaft.univie.ac.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Institut f\u00fcr Musikwissenschaft<\/a>, Universit\u00e4t Wien) vorgestellte Dissertation befasst sich mit dem Klingenden in popul\u00e4rer Musik und damit, wie musikwissenschaftliche Analysemethoden zum besseren Verst\u00e4ndnis von Musik und des Umgangs mit ihr beitragen k\u00f6nnen. Die Arbeit systematisiert Interpretationsrichtungen, aus denen sich das Klanggeschehen deuten l\u00e4sst. F\u00fcr aufschlussreiche Analysen muss der Kontext der untersuchten Musik miteinbezogen werden. Deskriptive Aussagen zum Klanggeschehen sind mit dessen Verstehenshorizonten zu verkn\u00fcpfen.<\/p>\n<p>M\u00e1rton Szegedi (<a href=\"https:\/\/www.kug.ac.at\/studium-weiterbildung\/studium\/institute\/institut-16-jazzforschung\/start.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Institut f\u00fcr Jazzforschung<\/a>, Universit\u00e4t f\u00fcr Musik und darstellende Kunst Graz) stellte das Forschungsprojekt <em>Prototypen und performative Variabilit\u00e4t in popularmusikalischen Begleitpatterns<\/em> vor. Hauptziel dieses Projekts ist es, wesentliche Begleitpatterns prototypischer Musikst\u00fccke aus ausgew\u00e4hlten Bereichen der Popularmusik zu systematisieren und in detaillierten Transkriptionen zu verschriftlichen. Die dar\u00fcber hinausgehende performative Variabilit\u00e4t wird f\u00fcr jedes der Patterns in Form eines musikanalytischen Kommentars er\u00f6rtert.<\/p>\n<figure id=\"attachment_600\" aria-describedby=\"caption-attachment-600\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-600\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/popnet_podiumsdiskussion.jpg\" alt=\"ExpertInnen bei der Podiumsdiskussion (v.l.n.r.): Katharina Seidler, Stefan Niederwieser, Astrid Exner, Kristina Pia Hofer, Juri Giannini, Heinrich Deisl und Moderator Harald Huber \u00a9Daniel Willinger Photographie\" width=\"800\" height=\"534\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/popnet_podiumsdiskussion.jpg 1000w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/popnet_podiumsdiskussion-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/popnet_podiumsdiskussion-768x513.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/popnet_podiumsdiskussion-850x568.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-600\" class=\"wp-caption-text\">ExpertInnen bei der Podiumsdiskussion (v.l.n.r.): Katharina Seidler, Stefan Niederwieser, Astrid Exner, Kristina Pia Hofer, Juri Giannini, Heinrich Deisl und Moderator Harald Huber \u00a9Daniel Willinger Photographie<\/figcaption><\/figure>\n<p>Jasmin Linzers Vortrag <em>Musikalisches Unterhaltungstheater in der Wiener Kleinkunst der 1930er Jahre: Das Mittelst\u00fcck \u201eMarie oder Der Traum ein Film\u201c<\/em> pr\u00e4sentierte einen Ausschnitt ihrer noch in Arbeit befindlichen Dissertation, die derzeit am <a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/imi\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Institut f\u00fcr Musikwissenschaft und Interpretationsforschung<\/a> der mdw entsteht. Stilistisch zwischen Volkstheater, \u201eDreigroschenoper\u201c und Musical verortet, spielt im Mittelst\u00fcck popul\u00e4re Musik immer wieder eine ma\u00dfgebliche Rolle. Mit \u201eMarie oder Der Traum ein Film\u201c wurde eine Form des Mittelst\u00fcckes \u2013 als musikalisches Unterhaltungstheater \u2013 vorgestellt, sowie Herausforderungen der historischen Auseinandersetzung mit diesem Ph\u00e4nomen der Unterhaltungskultur thematisiert.<\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/www.akbild.ac.at\/Portal\/institute\/kunst-und-kulturwissenschaften\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Institut f\u00fcr Kunst- und Kulturwissenschaften<\/a> der Akademie der bildenden K\u00fcnste Wien war mit Katharina Hausladen und Anna Barfuss vertreten. Den Fokus von Hausladens Vortrag bildete Gesellschaftskritik durch Popmusik. In einem genealogischen Nachvollzug unterschiedlicher Kritikbem\u00fchungen seit der Geburt von Popmusik (1950er-Jahre) sollte eine Popkritik plausibel gemacht werden, die die Differenz zwischen theoretischer und praktischer Kritik anerkennt, um weder die Theorie zur privilegierten Praxis zu erkl\u00e4ren, noch sich von den Ph\u00e4nomenen die Kategorien diktieren zu lassen. <em>Zur Politisierung von Sound und Performance in Gegenwart von Black Lives Matter. Widerst\u00e4ndige, politische Strategien neuer Pop Acts und Formationen<\/em> lautete der Titel von Anna Barfuss\u2019 Vortrag. Das Kollektiv <a href=\"http:\/\/non.com.co\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">NON Worldwide<\/a> versammelt afroamerikanische, afrikanische und in Europa lebende MusikerInnen mit afrikanischen Wurzeln unter der Forderung \u201eden Dancefloor zu dekolonialisieren\u201c wie mit dem Musikbeispiel \u201eIsifundo Sokuqala\u201c von Faka\u00a0demonstriert wurde.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/hj8b-b4qKOY\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber pr\u00e4sentierte Barfuss die sich davon unterscheidende Position der Cellistin und Singer\/Songwriterin Kelsey Lu. Musikalisch eine experimentelle Spielart von Folk mit ephemeren Cello-Loops im Zentrum, weist die Inszenierung der Musikerin deutlich politische Aspekte auf, wie beispielsweise in den Musikvideos \u201eDream\u201c und \u201eMorning after Coffee\u201c.<br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/OGqykMgi8g4\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><br \/>\nVerbindungen zu postkolonialer Theorie und Gender Studies \u00fcber Revision und Subversion wei\u00dfer Herrschaftsgeschichte, beziehungsweise die Inszenierung queerer Beziehungen wurden mit diesen beiden Beispielen hergestellt.<\/p>\n<p>Einen inhaltlichen Schwerpunkt der Veranstaltung bildete der Musikjournalismus. Andreas Felber, promovierter Musikwissenschaftler und Leiter der \u00d61-Jazzredaktion, gab Einblicke in die Arbeit der \u00d61-Jazzredaktion, die f\u00fcr die Programmierung der Sendungen \u201eJazznacht\u201c, \u201eJazztime\u201c und \u201eOn stage\u201c sowie die Aufnahme von Jazzkonzerten in \u00d6sterreich zust\u00e4ndig ist. Als Impulsgeberin f\u00fcr die nachfolgende Podiumsdiskussion <em>Zum Spannungsverh\u00e4ltnis von Musikjournalismus und Wissenschaft<\/em> fungierte die Keynote von Kristina Pia Hofer, Musikerin, Journalistin und Wissenschaftlerin (Abteilung Kunstgeschichte, Universit\u00e4t f\u00fcr angewandte Kunst Wien). Der Beitrag ging der Frage nach, welche politischen Handlungsspielr\u00e4ume die unterschiedlichen Herangehensweisen, wissenschaftliche und journalistische, jeweils er\u00f6ffnen, und wie sie diese eventuell produktiv verb\u00fcnden k\u00f6nnen. Es diskutierten Astrid Exner (Musikblog \u201eWalzerk\u00f6nig\u201c), \u00a0Stefan Niederwieser (Chefredakteur \u201eThe Gap\u201c, derzeit karenziert), Kristina Pia Hofer (\u201edie versorgerin\u201c), Juri Giannini (\u201eConcerto\u201c), Heinrich Deisl (ex-Chefredakteur \u201eskug\u201c) und Katharina Seidler (\u201eFalter\u201c\/\u201eSkug\u201c\/\u201eThe Gap\u201c \/Redakteurin bei Radio FM4). Alle DiskutantInnen haben ein wissenschaftliches Studium absolviert und sind fast alle auch in wissenschaftlichen Bereichen t\u00e4tig, was im Musikjournalismus eher als Ausnahmeerscheinung gilt.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Gr\u00fcndung des \u00f6sterreichischen Forschungsnetzwerks PopNet Austria im Rahmen des gleichnamigen Symposions 2015, fand von 1. bis 3. Dezember 2016 erneut eine Tagung zur Popularmusikforschung in \u00d6sterreich statt. 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