{"id":5415,"date":"2020-11-24T13:57:00","date_gmt":"2020-11-24T12:57:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=5415"},"modified":"2020-11-25T10:20:50","modified_gmt":"2020-11-25T09:20:50","slug":"aufnahmesaal-und-regieraeume","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2020\/11\/24\/aufnahmesaal-und-regieraeume\/","title":{"rendered":"Aufnahmesaal und Regier\u00e4ume"},"content":{"rendered":"Der Aufnahmebereich ist jener Bereich im Untergeschoss des FAL, in dem Studierende des Tonmeister_innenstudiums mit ihrem Instrument, dem Tonstudio, \u00fcben k\u00f6nnen. Er umfasst neben dem Aufnahmesaal zwei kleinere Iso-Booths, in denen f\u00fcr die Aufnahmesituation problematisch laute oder leise Instrumente oder S\u00e4nger_innen vom Ensemble akustisch isoliert werden k\u00f6nnen sowie drei direkt am Saal angeschlossene Regier\u00e4ume. Vom Aufnahmebereich abgesetzt gibt es im Untergeschoss noch sechs weitere Regier\u00e4ume sowie zwei weitere Aufnahmer\u00e4ume f\u00fcr unterschiedliche Anwendungen \u2013 von Filmton \u00fcber Medienkomposition bis Live-Elektronik und elektroakustischer Komposition.<\/p>\n<p>Der Aufnahmesaal bietet mit seinen knapp 120 m2 den n\u00f6tigen Platz f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Ensembles. F\u00fcr Aufnahmen mit akustisch hohen Qualit\u00e4tsanspr\u00fcchen nutzbar macht ihn aber erst seine enorme Raumh\u00f6he von 9,6 m und dadurch bedingt sein gro\u00dfes akustisch wirksames Volumen von 1.110 m3.<\/p>\n<p>Der Akustik s\u00e4mtlicher Regie- und Aufnahmer\u00e4ume des FAL wurde bei der Planung die h\u00f6chste Priorit\u00e4t einger\u00e4umt. F\u00fcr die Akustik der S\u00e4le waren daher die Konzertsaalspezialist_innen von M\u00fcller-BBM (siehe Alumni im Fokus, S. 75) verantwortlich, deren Arbeit viele bereits in Raiding, Grafenegg oder der Felsenreitschule in Salzburg geh\u00f6rt haben. F\u00fcr die Akustik der Regier\u00e4ume sowie die gesamte technische Planung kam die amerikanisch-schweizerische Firma WSDG zum Zug, die seit ihrem Erstlingswerk, den legend\u00e4ren Electric Lady Studios in New York City bereits f\u00fcr die Planung von Tausenden Tonstudiokomplexen weltweit verantwortlich war.<\/p>\n<p>Da das Institut von Anfang an in s\u00e4mtlichen Phasen aktiv eingebunden war, wurden viele Anregungen und W\u00fcnsche im Bau ber\u00fccksichtigt. Dadurch sind Arbeitsabl\u00e4ufe im FAL effizienter geworden: Wege, wie zum Beispiel in der Anlieferung gro\u00dfer Instrumente, wurden optimiert und es konnten die f\u00fcr eine bessere \u00dcbersichtlichkeit in Aufnahmesituationen wichtigen Sichtlinien ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>Das Resultat kann sich sehen lassen. So ist es m\u00f6glich, von allen drei Regier\u00e4umen das Geschehen im Aufnahmesaal und dem gr\u00f6\u00dferen der beiden Iso-Booths durch gro\u00dfe Studiofenster zu verfolgen. Dar\u00fcber hinaus haben zwei Regier\u00e4ume ein weiteres Sichtfenster in den direkt angrenzenden Veranstaltungssaal, das Klangtheater, um Konzerte mitzuschneiden.<\/p>\n<p>Auf der technischen Seite wurde vorerst \u00fcberall, wo es m\u00f6glich war, auf kostspielige Neuanschaffungen wie Mischpulte verzichtet, um in eine zukunftssichere Infrastruktur investieren zu k\u00f6nnen. Der Bestand aus den alten Tonstudios der Rien\u00f6\u00dflgasse wurde gewartet, recycelt und im FAL nahezu vollst\u00e4ndig wiederverwertet. Im Bereich der Infrastruktur konnte durch diese Einsparungen eines der gr\u00f6\u00dften in Tonstudiokomplexen weltweit existierenden Audionetzwerke installiert werden, \u00fcber das s\u00e4mtliche der 12 Regier\u00e4ume und sieben Aufnahmer\u00e4ume des FAL, das Arthouse-Kino und grunds\u00e4tzlich jeder Raum am Campus \u00fcber unz\u00e4hlige Audiokan\u00e4le miteinander verbunden werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr gro\u00dfe Produktionen zum Beispiel mit Orchester, Chor, Big Band und Solist_innen bedeutet das, dass man aus einer Regie alle Aufnahmer\u00e4ume gleichzeitig nutzen kann. In \u00dcbungssituationen k\u00f6nnen wiederum mehrere Studierende unabh\u00e4ngig voneinander dieselbe Performance aus einem Aufnahmeraum gleichzeitig in mehreren Regier\u00e4ume aufnehmen und mischen.<\/p>\n<p>Dazu kommt, dass in jedem Regieraum ein technisch unterschiedlicher, aktuell relevanter Workflow abgebildet ist und entsprechend auch ge\u00fcbt werden kann. Von Stereo \u00fcber Surround bis hin zu 3D- und Immersive-Audio-Formaten wie Dolby Atmos kann in digitaler wie analoger Technik auf Festplatte oder Bandmaschine nahezu jede Arbeitsweise realisiert und gelehrt werden.<\/p>\n<p>Wie man sieht, sind hier unz\u00e4hlige sinnvolle neue M\u00f6glichkeiten entstanden \u2013 die interessantesten liegen aber weder im akustischen noch im technischen Bereich: Sie ergeben sich dadurch, dass die Studierenden und Lehrenden des Instituts f\u00fcr Komposition, Elektroakustik und Tonmeister_innen-Ausbildung nun am Campus angekommen sind, f\u00fcr andere dadurch besser sichtbar werden und sich in weiterer Folge hoffentlich viele Synergien und neue Formen der Zusammenarbeit entwickeln werden.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Aufnahmebereich ist jener Bereich im Untergeschoss des FAL, in dem Studierende des Tonmeister_innenstudiums mit ihrem Instrument, dem Tonstudio, \u00fcben k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"author":223,"featured_media":5397,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[1080,1097,1098,1120,854],"class_list":["post-5415","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-special","tag-2020-4","tag-fal","tag-futureartlab","tag-recording","tag-special"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5415","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/223"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5415"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5415\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5631,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5415\/revisions\/5631"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5397"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5415"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5415"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5415"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}