{"id":5381,"date":"2020-11-25T09:00:06","date_gmt":"2020-11-25T08:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=5381"},"modified":"2021-02-22T13:38:25","modified_gmt":"2021-02-22T12:38:25","slug":"fal-am-campus-a-star-is-born","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2020\/11\/25\/fal-am-campus-a-star-is-born\/","title":{"rendered":"Das Future Art Lab am mdw-Campus\ufeff: A Star Is Born"},"content":{"rendered":"<h5>Rektorin Ulrike Sych und Vizerektor Johannes Meissl geben aus Sicht des Rektorats einen Einblick in die Zukunft des neuen Geb\u00e4udes und stellen Hintergr\u00fcnde, Erwartungen und M\u00f6glichkeiten dar.<\/h5>\n<p>Das Future Art am mdw-Campus in Wien Landstra\u00dfe hat zu Beginn des Wintersemesters den Betrieb aufgenommen. Welche Funktionen erf\u00fcllt das neue Geb\u00e4ude f\u00fcr die Universit\u00e4t?<\/p>\n<p><b>Ulrike Sych (US):<\/b> Das Future Art Lab ist eine optimale Verbindung von \u00c4sthetik und Funktionalit\u00e4t. Das Geb\u00e4ude ist eine architektonische Komposition, ein Kunstwerk auch in der Tonsprache, die dieser Bau spricht: Er steht im Dialog mit dem bestehenden Ensemble am Campus, belebt ihn und spiegelt auf produktive Weise die Heterogenit\u00e4t der mdw wider.<\/p>\n<p><b>Johannes Meissl (JM):<\/b> F\u00fcr ganz wesentlich halte ich das Er\u00f6ffnen von M\u00f6glichkeiten, die sich durch die r\u00e4umliche Zusammenf\u00fchrung von verschiedenen Bereichen der Universit\u00e4t am Campus ergeben: Wir bekommen ein Kino, mit dem die Filmakademie nun im eigenen Haus ihre Produkte der \u00d6ffentlichkeit vorstellen kann. Wir freuen uns schon sehr darauf, dass wir jetzt als mdw nicht nur Veranstalterin f\u00fcr Musik, Sprech- und Musiktheater, sondern auch f\u00fcr Film sind. Das wird f\u00fcr alle eine neue Erfahrung sein und wohl auch ein breiteres Publikum an den Campus bringen.<\/p>\n<p><b>US:<\/b> Das Besondere am Kino ist auch, dass den Studierenden eine direkte Rezeption ihrer Arbeiten m\u00f6glich ist. Auch f\u00fcr den Filmton gibt es ein eigenes Studio, das wie ein kleines Kino konzipiert ist. F\u00fcr alle Studierenden im Tonmeister_innen- und im Film-Bereich ist es damit zur G\u00e4nze m\u00f6glich, die berufliche Realit\u00e4t zu simulieren. Ich setze auf starke Synergien zwischen dem Institut f\u00fcr Komposition, Elektroakustik und Tonmeister_innen-Ausbildung und der Filmakademie, sei es im Bereich Filmton, sei es in der Aufnahme und in vielen anderen Themenbereichen. Es ist wunderbar, dass die darstellenden K\u00fcnste im Future Art Lab auch eine enge Verbindung mit der Musik eingehen k\u00f6nnen: Im Geb\u00e4ude findet das Institut f\u00fcr Konzertfach Klavier ebenso Platz wie Kammermusik und Artistic Research. Dies bedeutet einen wichtigen Mehrwert f\u00fcr die mdw, vor allem, da das Haus technisch State of the Art ausger\u00fcstet ist und die besten Rahmenbedingungen f\u00fcr die Studierenden dieser Studienrichtungen zur Verf\u00fcgung stellt.<\/p>\n<p>M\u00f6gliche Synergien wurden bereits angesprochen. Sind gemeinsame Projekte in Planung?<\/p>\n<p><b>JM: <\/b>Es wird sicher gemeinsame Projekte geben. Jetzt geht es einmal darum, unter den derzeit erschwerten Bedingungen alles funktionsf\u00e4hig zu machen. Aufgrund der durch Covid-19 bedingten Verz\u00f6gerungen ist die Etablierung und das Einleben in die neuen Umst\u00e4nde vorrangig. Es gibt gro\u00dfe Potenziale f\u00fcr k\u00fcnftige Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Disziplinen und die Ideen dazu, die wir gern unterst\u00fctzen und begleiten, werden aus den Instituten kommen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5384\" aria-describedby=\"caption-attachment-5384\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5384 size-large\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/post-1_image1-4-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/post-1_image1-4-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/post-1_image1-4-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/post-1_image1-4-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/post-1_image1-4-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/post-1_image1-4-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/post-1_image1-4-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5384\" class=\"wp-caption-text\">V. l. n. r.: Johann Bergmann , Ulrike Sych &amp; Johannes Meissl \u00a9 Stephan Polzer<\/figcaption><\/figure>\n<p><b>US:<\/b> Interdisziplin\u00e4re Studien wie etwa Filmton und Filmschauspiel k\u00f6nnen angedacht werden. Wir gehen davon aus, dass durch die neue Leistungsvereinbarung gen\u00fcgend Budgetmittel zur Verf\u00fcgung gestellt werden, um die Synergien dieses neuen Hauses, f\u00fcr das wir sehr dankbar sind, in all ihren Belangen optimal n\u00fctzen zu k\u00f6nnen, sei es hinsichtlich Curricula, sei es bei Projekten. Dar\u00fcber hinaus verst\u00e4rken sich interdisziplin\u00e4re Wechselwirkungen mit den anderen, bereits am Campus angesiedelten Instituten. Das Haus bietet auch per se viel Raum f\u00fcr Austausch und f\u00fcr Synergien. Es gibt Terrassen, viele R\u00e4ume und Begegnungsinseln \u2013 eine bauliche Einladung zur Kommunikation. Das Architekturb\u00fcro Pichler &amp; Traupmann hat mit diesem Geb\u00e4ude sein K\u00f6nnen unter Beweis gestellt und sich hervorragend in die Notwendigkeiten einer Kunst- und Musikuniversit\u00e4t eingef\u00fchlt. Auch die Abwicklung von Wettbewerb und Planung bis zur Fertigstellung war von einer guten Zusammenarbeit zwischen dem Bauherrn, der Bundesimmobiliengesellschaft, den ausf\u00fchrenden Firmen und den Angeh\u00f6rigen der mdw gepr\u00e4gt \u2013 wie ein Prolog der guten Kommunikation, die wir durch die Bespielung des Hauses fortsetzen werden.<\/p>\n<p>Um Vizerektor Bergmann zu zitieren: \u201eEine gro\u00dfe Herausforderung bestand in der Einhaltung der Baukosten. Das vom Ministerium vorgegebene enge Finanzierungskonzept verlangte w\u00e4hrend der Bauzeit eine besonders akribische Kostenverfolgung und eine permanente \u00dcberpr\u00fcfung des Baufortschritts. Dass es trotz anf\u00e4nglicher Verschiebungen und aufgrund der aktuellen Einschr\u00e4nkungen gelungen ist, das Haus in seiner gesamten Qualit\u00e4t ohne Kosten\u00fcberschreitung fertigzustellen, erf\u00fcllt mich mit gro\u00dfer Zufriedenheit. Mein Dank gilt auch dem Projektteam, das sich intensiv und unerm\u00fcdlich eingebracht hat. Es ist ein gro\u00dfer Schritt in der Umsetzung des r\u00e4umlichen Masterplans der mdw und eine Bereicherung des Standortes.\u201c<\/p>\n<p>Welcher Zusammenhang mit den Visionen und der Zukunftsstrategie der mdw soll sich im neuen Geb\u00e4ude verwirklichen?<\/p>\n<p><b>JM:<\/b> Im Future Art Lab wird auch das Zentrum f\u00fcr Artistic Research angesiedelt sein, es ist damit auch ein Wahrzeichen f\u00fcr diesen wichtigen Entwicklungsbereich der mdw. Die St\u00e4rkung der Entwicklung und Erschlie\u00dfung der K\u00fcnste in all ihren Ausformungen und der Artistic Research ist ein erkl\u00e4rtes Ziel der mdw. Wir denken aber auch an Verbindungen mit der naturwissenschaftlichen Forschung, etwa mit dem Institut f\u00fcr musikalische Akustik \u2013 Wiener Klangstil. Im K\u00fcnstlerischen ist die Tatsache, dass auch das Institut f\u00fcr Konzertfach Klavier jetzt am Campus angesiedelt ist, f\u00fcr die weitere Entwicklung in allen Ensembleformen ein gro\u00dfer Gewinn. Es sind nun alle instrumentalen Konzertfach-Institute am Campus vereint, und wir hoffen, dass auch das kammermusikalische und sonstige Ensemblegeschehen mehrheitlich am Campus zusammengef\u00fchrt werden kann.<\/p>\n<p><b>US:<\/b> Das Future Art Lab steht auch f\u00fcr Qualit\u00e4t. Die mdw wird seit Jahren in internationalen Rankings ganz vorne gereiht. Um diesen Status zu erhalten, ist es entscheidend, dass wir unseren Studierenden die bestm\u00f6glichen Rahmenbedingungen f\u00fcr das Studium bieten. Neben Faktoren wie etwa der h\u00f6chsten fachlichen Expertise durch die Lehrenden und individuelle Begleitung der Studierenden, z\u00e4hlt dazu auch eine entsprechend zeitgem\u00e4\u00dfe bauliche und technische Infrastruktur.<\/p>\n<p>Wie kann die mdw das neue Geb\u00e4ude f\u00fcr ihre Au\u00dfenwirkung nutzen? Ist damit auch ein verst\u00e4rktes Wirken in die Gesellschaft hinein geplant?<\/p>\n<p><b>JM: <\/b>Das Haus bietet sehr viele M\u00f6glichkeiten, um auf eine Art und Wiese zu arbeiten und zu produzieren, die uns noch st\u00e4rker \u00f6ffentlich sichtbar machen kann. Zus\u00e4tzlich zur Nutzung aller fachlichen Verbreitungskan\u00e4le k\u00f6nnen wir mit diesem neuen Schmuckst\u00fcck am Campus sicher auch die Attraktivit\u00e4t f\u00fcr eine lokale und regionale st\u00e4rkere Wahrnehmung erh\u00f6hen. Unser Campus soll ein kommunikativer Ort sein, den man gern besucht, und das nicht nur, um an Veranstaltungen teilzunehmen. Die Vision ist die Etablierung einer Art transdisziplin\u00e4ren Grundgef\u00fchls.<\/p>\n<p><b>US:<\/b> Jeder Veranstaltungsraum, sei es das Klangtheater, sei es der Konzertsaal, ist mit Tonstudios verbunden. Man kann aus allen R\u00e4umen per Audio und Video direkt in die Welt hinaus \u00fcbertragen. Das Klangtheater bietet die M\u00f6glichkeit, ganz neue Formate zu entwickeln. Ich bin selbst schon sehr neugierig auf die Ergebnisse. Die exzellenten Facilitys im Future Art Lab k\u00f6nnen den Studierenden noch mehr M\u00f6glichkeiten geben und sie dabei unterst\u00fctzen, ihren individuellen Weg zu finden. Ich freue mich ganz besonders, all diese Innovationen, Erfahrungen und M\u00f6glichkeiten nach der Corona-Krise mit einem breiten Publikum im Future Art Lab teilen zu k\u00f6nnen.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rektorin Ulrike Sych und Vizerektor Johannes Meissl geben aus Sicht des Rektorats einen Einblick in die Zukunft des neuen Geb\u00e4udes und stellen Hintergr\u00fcnde, Erwartungen und M\u00f6glichkeiten dar.<\/p>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":5383,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[1080,1097,1098,196,872,28],"class_list":["post-5381","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-special","tag-2020-4","tag-fal","tag-futureartlab","tag-interview","tag-rectorate","tag-rektorin"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5381","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5381"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5381\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5828,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5381\/revisions\/5828"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5383"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5381"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5381"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5381"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}