{"id":5373,"date":"2020-11-20T17:09:02","date_gmt":"2020-11-20T16:09:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=5373"},"modified":"2020-11-23T14:14:28","modified_gmt":"2020-11-23T13:14:28","slug":"8-internationaler-franz-schmidt-orgelwettbewerb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2020\/11\/20\/8-internationaler-franz-schmidt-orgelwettbewerb\/","title":{"rendered":"8. Internationaler Franz-Schmidt-Orgelwettbewerb"},"content":{"rendered":"Alle zwei Jahre findet der <a href=\"https:\/\/www.orgelwettbewerb.at\/\">Internationale Franz-Schmidt-Orgelwettbewerb<\/a> statt, heuer bereits zum achten Mal. 25\u00a0junge Organist_innen aus 12 Nationen konnten sich f\u00fcr den Wettbewerb, der in Kooperation mit der mdw veranstaltet wird, qualifizieren, um sich vom 11. bis 19. September 2020 in drei Kirchen der Wiener Innenstadt in ihrem K\u00f6nnen zu messen.<\/p>\n<p>Die Spannung \u00fcber den Ausgang pr\u00e4gt jeden Wettbewerb. Diesmal war es jedoch mehr die Spannung \u00fcber den Beginn \u2013 genauer gesagt die Frage, ob er in dieser speziellen Zeit \u00fcberhaupt stattfinden und dann sicher bis zum Schluss durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnte. Die Freude war nicht nur unter den Teilnehmer_innen entsprechend gro\u00df, als feststand, dass der Wettbewerb stattfinden konnte. Coronabedingt kam es nat\u00fcrlich zu einigen Absagen \u2013 auch von einer Jurorin aus Russland \u2013, doch der Mehrzahl der Teilnehmer_innen war es m\u00f6glich, anzureisen.<\/p>\n<p>So unsicher die Vorzeichen f\u00fcr den Wettbewerb waren, so sicher und wortgewandt konnte Peter Hrncirik bei der Er\u00f6ffnung mit seiner Kenntnis von (nicht nur) Vorzeichen im Festvortrag <i>W\u00fcrzig sch\u00f6ne Orgelt\u00f6ne, Franz Schmidts Emanzipation der Dissonanz<\/i> begeistern.<\/p>\n<p>Abstand halten, Mund-Nasen-Schutz tragen, Tasten reinigen, all das konnte nicht vom Wesentlichen, von der Konzentration auf die Musik, auf die bestm\u00f6gliche Leistung, aber auch auf das Kn\u00fcpfen von Kontakten, das Lernen durch das Feedback der Jury und das Erweitern des eigenen musikalischen Horizonts ablenken. In drei teilweise \u00f6ffentlichen Runden auf drei stilistisch v\u00f6llig unterschiedlichen Instrumenten galt es, mit einem Repertoire aus vier Jahrhunderten zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>Die erste Runde fand in der Kirche der mdw, St. Ursula, statt. Auf der neobarock gepr\u00e4gten Orgel von 1968 mit ihrem markanten, transparenten und strahlenden Klang waren Werke von Johann Sebastian\u00a0Bach und Georg Muffat sowie mit <i>Victimae paschali laudes<\/i> von Anton Heiller auch Musik aus derem direkten Entstehungsumfeld zu interpretieren. Die zweite Runde f\u00fchrte in die Jesuitenkirche zu einem Instrument, das sich an der franz\u00f6sischen Romantik orientiert. Zumindest ein Werk eines lebenden Komponisten oder einer lebenden Komponistin steht immer am Programm des Franz-Schmidt-Orgelwettbewerbs. So wurde heuer in der zweiten Runde neben Werken aus dem 19. Jahrhundert <i>Sicut Ros Hermon<\/i> von Thomas Daniel Schlee verlangt. F\u00fcnf Teilnehmer_innen schafften es schlie\u00dflich ins Finale, wo sie auf der Orgel der Schottenkirche neben Johann Sebastian Bach insbesondere von den <i>Fredigundis-<\/i>Variationen, einem der gr\u00f6\u00dften Orgelwerke des Namensgebers des Wettbewerbs, Franz Schmidt, gefordert wurden.<\/p>\n<p>Die Anforderungen bei diesem Wettbewerb sind gro\u00df. Es gilt, sich in kurzer Zeit auf die klanglich, wie auch in ihrem baulichen Konzept und der Mechanik v\u00f6llig unterschiedlichen Orgeltypen einzustellen. Gleichzeitig muss die Jury in dem so breitgef\u00e4cherten Programm nicht nur durch technisches K\u00f6nnen und musikalische Pers\u00f6nlichkeit, sondern auch durch die F\u00e4higkeit der stilistischen Differenzierung \u00fcberzeugt werden.<\/p>\n<p>Die Teilnehmer_innen zeigten sehr unterschiedliche Qualit\u00e4ten und musikalische Herangehensweisen und stellten die Jury, bestehend aus Helmut Binder, Bernhard Haas, Margareta H\u00fcrholz (kurzfristig eingesprungen f\u00fcr Liubov Shishkhanova), Robert Kov\u00e1cs sowie dem k\u00fcnstlerischen Leiter Peter Planyavsky, vor die gro\u00dfe Herausforderung, in den zur G\u00e4nze anonym durchgef\u00fchrten Wertungsspielen die besten und vielversprechendsten K\u00fcnstler_innen zu ermitteln. Die Preise gingen schlie\u00dflich an:<\/p>\n<p><b>Magdalena Moser<\/b>\u00a0(\u00d6sterreich): 1. Preis<br \/>\n<b>Daniele Mecchia<\/b>\u00a0(Italien, mdw-Studierender): 2. Preis<br \/>\n<b>Karolina Juodelyte<\/b> (Litauen): 3. Preis<\/p>\n<p>Nicht zuletzt mit ihrer Schmidt-Interpretation \u00fcberzeugte die Gewinnerin des 1. Preises die Jury und begeisterte gemeinsam mit dem Gewinner des zweiten und der Gewinnerin des dritten Preises auch das Publikum beim Preistr\u00e4ger_innenkonzert im sch\u00f6nen Ambiente der Schottenkirche.<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-5373 gallery-columns-1 gallery-size-large'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/post-1_image1-jpg-73\/'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"850\" height=\"487\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/post-1_image1-3-1024x587.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-5376\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/post-1_image1-3-1024x587.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/post-1_image1-3-300x172.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/post-1_image1-3-768x440.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/post-1_image1-3-1536x880.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/post-1_image1-3-384x220.jpg 384w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/post-1_image1-3-850x487.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/post-1_image1-3.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-5376'>\n\t\t\t\tF. l. t. r.: Karolina Juodelyte, Magdalena Moser, Daniele Mecchia \u00a9 Clemens Kneringer\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle zwei Jahre findet der Internationale Franz-Schmidt-Orgelwettbewerb statt, heuer bereits zum achten Mal. 25\u00a0junge Organist_innen aus 12 Nationen konnten sich f\u00fcr den Wettbewerb, der in Kooperation mit der mdw veranstaltet wird, qualifizieren, um sich vom 11. bis 19. 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