{"id":4584,"date":"2020-05-30T17:12:47","date_gmt":"2020-05-30T15:12:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=4584"},"modified":"2020-06-03T13:47:10","modified_gmt":"2020-06-03T11:47:10","slug":"universitaetsbetrieb-mit-fairem-oekologischem-fussabdruck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2020\/05\/30\/universitaetsbetrieb-mit-fairem-oekologischem-fussabdruck\/","title":{"rendered":"Universit\u00e4tsbetrieb mit fairem \u00f6kologischem Fu\u00dfabdruck"},"content":{"rendered":"Optimale Auftritts- und \u00dcbesituationen f\u00fcr junge K\u00fcnstler_innen, ideale Lagerbedingungen f\u00fcr wertvolle Instrumente und perfekt ausgeleuchtete Filmstudios \u2013 die Vereinbarkeit der speziellen Anforderungen einer Kunstuniversit\u00e4t mit den Nachhaltigkeitszielen der mdw ist oft ein Drahtseilakt, der die Mitarbeiter_innen der mdw jeden Tag aufs Neue vor Herausforderungen stellt.<\/p>\n<p>\u201eUnsere Kernaufgabe ist die Schaffung von bestm\u00f6glichen Rahmenbedingungen f\u00fcr Lehre, Forschung und Erschlie\u00dfung der K\u00fcnste. Dabei m\u00f6chten wir einen fairen \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck hinterlassen\u201c, erkl\u00e4rt Berthold Huber, Leiter der <a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/agt\/\">Abteilung f\u00fcr Geb\u00e4ude und Technik<\/a> an der mdw, kurz AGT. Eine Zielsetzung, die auch im Entwicklungsplan der Universit\u00e4t verankert ist. Demnach bekennt sich die mdw zum Prinzip der Nachhaltigkeit und verpflichtet sich zu einem respektvollen Umgang mit \u00f6kologischen, \u00f6konomischen, sozialen und k\u00fcnstlerischen Ressourcen.<\/p>\n<p>F\u00fcr ihr Engagement f\u00fcr den Klimaschutz wurde die mdw in den vergangenen Jahren bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet, etwa mit dem <a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/index.php\/2018\/09\/27\/auszeichnungen-fuer-die-mdw\/\">Sustainability Award 2018<\/a>, einer nationalen Auszeichnung f\u00fcr nachhaltige Hochschulen, sowie der Auszeichnung \u201eBildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung \u2013 BEST OF AUSTRIA\u201c im Jahr 2017.<\/p>\n<p>Gro\u00dfen Erfolg brachte die Zusammenarbeit mit <i>\u00d6koprofit<\/i>, einem Beratungsprogramm der Stadt Wien, bei dem der Energieverbrauch, das Abfallmanagement und die Senkung der Betriebskosten durch den effizienten Einsatz von Ressourcen im Vordergrund stehen. \u201eMit <i>\u00d6koprofit<\/i> haben wir ein tolles Nachhaltigkeitsprogramm auf die Beine gestellt\u201c, freut sich Silvia Erdik, Institutssekret\u00e4rin am Franz Schubert Institut f\u00fcr Blas- und Schlaginstrumente in der Musikp\u00e4dagogik und Gr\u00fcnderin der <a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/gruene-mdw\/\"><i>gr\u00fcnen mdw<\/i><\/a>. \u201eEine Umweltgruppe wurde eingerichtet und es gibt Ansprechpartner_innen f\u00fcr die verschiedenen Bereiche, wie etwa M\u00fclltrennung, Mobilit\u00e4t oder Beschaffung.\u201c Einen weiteren gro\u00dfen Vorteil des Programms bringt die Vergleichbarkeit der Bilanzen der letzten Jahre, was die Erfolge noch deutlicher sichtbar macht. Bereits das zweite Jahr in Folge wurde der mdw nun schon f\u00fcr den erfolgreichen Abschluss des Programms die \u00d6koprofit-Auszeichnung verliehen. Als n\u00e4chster Schritt ist die Teilnahme an dem europ\u00e4ischen \u00c4quivalent, der EMAS, ein EU-System f\u00fcr Umweltmanagement und Umweltbetriebspr\u00fcfung, geplant.<\/p>\n<blockquote><p>Ich w\u00fcnsche mir, dass Nachhaltigkeit bei jeder zu treffenden Entscheidung mitgedacht wird.<\/p>\n<p>Silvia Erdik, Gr\u00fcnderin der <i>gr\u00fcnen mdw<\/i><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Arbeitsplattform <i>gr\u00fcne mdw<\/i> setzt sich seit sieben Jahren f\u00fcr nachhaltige Themen im Universit\u00e4tsmanagement ein. Silvia Erdik erinnert sich an die Anf\u00e4nge der Initiative im Jahr 2013: \u201eBei den Berufungsverfahren wurde fr\u00fcher sehr viel Material ausgedruckt, diese Papierverschwendung hat mich unglaublich gest\u00f6rt. Dagegen wollte ich etwas unternehmen.\u201c Mittlerweile laufen solche Prozesse ressourcenschonend \u00fcber das Online-Bewerbungsportal der mdw, die mdwBox erm\u00f6glicht der Berufungskommission dar\u00fcber hinaus den Online-Zugriff auf die entsprechenden Unterlagen. Der tats\u00e4chliche Papierverbrauch konnte mit diesen Ma\u00dfnahmen betr\u00e4chtlich gesenkt werden, zudem wurde an der gesamten mdw der Anteil von verwendetem Recyclingpapier auf rund 98 Prozent gesteigert.<\/p>\n<p>Mit den <i>Green Meetings<\/i>, zu deren Durchf\u00fchrung die mdw seit 2017 zertifiziert ist, setzt die Universit\u00e4t ein weiteres Zeichen im Sinne der Nachhaltigkeit. Die richtige M\u00fclltrennung und das Verwenden von Mehrweggeschirr tragen ma\u00dfgeblich zur Ressourcenschonung bei. Als N\u00e4chstes wurden die Veranstaltungen der mdw neu und fair gedacht. \u201eDie mdw hat ca. 1300 Veranstaltungen im Jahr. Wenn die Leute kommen und sehen, dass wir Gl\u00e4ser und Mehrweggeschirr verwenden und auf die M\u00fclltrennung achten, hat das eine wichtige Vorbildwirkung\u201c, erkl\u00e4rt Silvia Erdik. Die Idee zu den sogenannten <i>FAIRanstaltungen<\/i> kam von Brigitte Rechberger, stellvertretende an der mdw, f\u00fcr die Umsetzung zeichnet Birgit Huebener von der Stabstelle Gleichstellung, Gender Studies und Diversit\u00e4t verantwortlich. Immer mehr Mitarbeiter_innen, wie Joanna Guilarte-Tomic und Hannes Berner vom Veranstaltungsb\u00fcro, unterst\u00fctzen die Bestrebungen der <i>gr\u00fcnen mdw<\/i> und engagieren sich f\u00fcr das Thema Klimaschutz. \u201eDie Klimakrise kann nicht von Einzelnen bew\u00e4ltigt werden, das schaffen wir nur alle gemeinsam\u201c, stellt Silvia Erdik fest.<\/p>\n<p>Mit Michael D\u00f6rfler-Kneihs konnte ein weiterer Verb\u00fcndeter im Senat gewonnen werden. Die Arbeitsgruppe <i>Klimaschutz<\/i> soll bereits in die Wege geleitete Prozesse am Haus unterst\u00fctzen und Themen wie Beschaffung, Mobilit\u00e4t und Energie ins Haus tragen. \u201eWir wollen, dass sich die Kolleg_innen mit wichtigen Fragen rund um den Energiehaushalt der mdw besch\u00e4ftigen. Man kann sich oft nicht vorstellen, was wie viel Energie verbraucht.\u201c<\/p>\n<p>Die elektrische Energie, die den Hauptanteil von etwa zwei Drittel des Energieverbrauchs ausmacht, ist der Spitzenreiter im CO2-Aussto\u00df. Zentrale Komponenten wie L\u00fcftungs- und K\u00fchlanlagen von Veranstaltungs- und Technikr\u00e4umen sowie die Infrastruktur des Hauses ziehen einen relativ hohen Grundverbrauch von Energie nach sich. Wichtige Ma\u00dfnahmen zur Optimierung der Energiebilanz stellen beispielsweise die modernisierten K\u00fchlsysteme des Hauptserverraums am Campus dar. \u201eDurch die neuen Systeme ist es nicht mehr notwendig, den gesamten Raum zu k\u00fchlen. Die Server befinden sich in geschlossenen Schr\u00e4nken, wonach die K\u00fchlung auf einzelne Komponenten konzentriert werden kann\u201c, beschreibt Berthold Huber die neue Anlage. Auch die Umr\u00fcstung von g\u00e4ngigen Lichtschaltern auf Pr\u00e4senzmelder sowie ein zentral verwaltetes und witterungsgesteuertes Gang- und Stiegenlicht stellen wichtige Ma\u00dfnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs dar.<\/p>\n<blockquote><p>Wenn es gelingt, dass etwas langfristig gut funktioniert und gleichzeitig nachhaltig ist, freue ich mich besonders.<\/p>\n<p>Berthold Huber<\/p><\/blockquote>\n<p>Ein zentrales Thema hinsichtlich des Klimawandels ist die K\u00fchlung der schalldichten Musikr\u00e4ume. \u201eNoch wird nicht gek\u00fchlt, irgendwann wird es aber nicht mehr anders gehen\u201c, wei\u00df der Leiter der AGT. \u201eMit regul\u00e4rem L\u00fcften \u00fcber die Raumfenster ist es bald nicht mehr getan und Wohnrauml\u00fcftungen oder Klimaanlagen sind effektiv, aber schalltechnisch ein Problem, da sie die Schallausbreitung f\u00f6rdern.\u201c Auch wenn der Markt von technischen M\u00f6glichkeiten \u00fcberschwemmt wird, entsprechen die wenigsten Entwicklungen den Anforderungen an der mdw. Neuerungen gegen\u00fcber kritisch zu bleiben und Ideen auf ihre langfristige Nachhaltigkeit zu \u00fcberpr\u00fcfen, stellt f\u00fcr den gelernten Techniker eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen der n\u00e4chsten f\u00fcnf bis zehn Jahre dar.<\/p>\n<p>Bei der wichtigsten Ma\u00dfnahme f\u00fcr eine gr\u00fcne Zukunft sind sich Silvia Erdik und Berthold Huber allerdings einig: \u201eDie Leute m\u00fcssen wachger\u00fcttelt werden, denn im Grunde ist eine gro\u00dfe Ver\u00e4nderung nur dann m\u00f6glich, wenn jede_r bereit ist Kompromisse einzugehen.\u201c<\/p>\n<div class=\"bdaia-separator se-shadow\" style=\"margin-top:30px !important;margin-bottom:30px !important;\"><\/div>\n<p class=\"p1\">Die mdw ist seit 2017 Mitglied der Allianz nachhaltiger Universit\u00e4ten. Am 28. Juni unterzeichnete Vizerektorin Gerda M\u00fcller das Memorandum of Understanding im Beisein des damaligen Rektors der BOKU Martin Gerzabek.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits seit zwei Jahren nutzt die mdw als eine der ersten Universit\u00e4ten \u00f6sterreichweit \ufeffzu \ufeff\ufeff100\u200a% \u00d6kostrom. 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