{"id":4061,"date":"2020-02-24T11:37:16","date_gmt":"2020-02-24T10:37:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=4061"},"modified":"2020-02-27T14:31:09","modified_gmt":"2020-02-27T13:31:09","slug":"herta-und-kurt-blaukopf-award-2019-zur-praemierung-herausragender-dissertationen-an-der-mdw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2020\/02\/24\/herta-und-kurt-blaukopf-award-2019-zur-praemierung-herausragender-dissertationen-an-der-mdw\/","title":{"rendered":"Herta und Kurt Blaukopf-Award 2019"},"content":{"rendered":"<h1>Zur Pr\u00e4mierung herausragender Dissertationen an der mdw<\/h1>\n<p>Am 16. Dezember 2019 verlieh die Rektorin der mdw erstmals den \u201eHerta und Kurt Blaukopf-Award f\u00fcr herausragende Dissertationen an der mdw\u201c. Somit setzt die mdw ein starkes Zeichen im Bereich wissenschaftlicher Exzellenz.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4063\" aria-describedby=\"caption-attachment-4063\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-4063\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/post-1_image0-26-1024x616.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"511\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/post-1_image0-26-1024x616.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/post-1_image0-26-300x180.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/post-1_image0-26-768x462.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/post-1_image0-26-1536x924.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/post-1_image0-26-850x511.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/post-1_image0-26.jpg 1904w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4063\" class=\"wp-caption-text\">V. l. n. r.: Anke Schad, Katharina Pecher-Havers, Marko K\u00f6lbl, Nejla Melike Atalay \u00a9 Anna Konrath<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die vier Preistr\u00e4ger_innen des Herta und Kurt Blaukopf-Awards 2019 sind Marko K\u00f6lbl (Ethnomusikologie), Katharina Pecher-Havers (Musikwissenschaft), Anke Schad (Kulturbetriebslehre) und Nejla Melike Atalay (Musikwissenschaft). Alle Preise waren mit 2.000 Euro dotiert. In seiner Dissertation <i>Burgenlandkroatische und kroatische Totenklagen<\/i> erforschte K\u00f6lbl in D\u00f6rfern im Burgenland, in Kroatien und der Herzegowina, wie Frauen mit der musikalischen Ausdrucksform der Totenklage auf den Tod geliebter Menschen reagieren. Dabei bezog er sich auf Minderheitenforschung, anthropologische Theorien \u00fcber den Tod sowie performative Geschlechterforschung. Musikhistorisch angelegt ist die Arbeit <i>Der Salon des Proletariats \u2013 Die Narrative der Zitherkultur und ihre Erz\u00e4hlr\u00e4ume<\/i> von Pecher-Havers, die das kulturhistorische Ph\u00e4nomen der Zither in den Blick nimmt, um zu zeigen, wie durch narrative Aufwertung einer musikalischen Praxis Anschluss an eine vermeintliche Bildungselite gesucht wurde. Anke Schad besch\u00e4ftigte sich in ihrer Arbeit <i>Doing Politics \u2013 Making Democracy? Cultural Governance in der kommunalen Kulturpolitik<\/i> mit der Analyse partizipativer Prozesse und insbesondere mit der Frage, warum die gemeinsame Strategieentwicklung von Kulturorganisationen und den Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung gerade beim Thema Kulturfinanzierung so herausfordernd ist. Der vierte Preis wurde f\u00fcr besondere gesellschaftspolitische Relevanz vergeben. Atalays Dissertation <i>Women Composers\u2019 Creative Conditions Before and During the Turkish Republic<\/i> befasst sich mit t\u00fcrkischen Komponistinnen, die trotz widriger Produktionsbedingungen nicht aufh\u00f6rten, Musik zu machen.<\/p>\n<p>Die feierliche Verleihung fand im Bankettsaal der mdw in Anwesenheit der Familie Blaukopf statt und wurde von einem stimmungsvollen Musikprogramm begleitet. Johanna Wallroth sang <i>Das himmlische Leben<\/i> aus der <i>4. Symphonie<\/i> von Gustav Mahler. Die Wahl fiel nicht zuf\u00e4llig auf dieses Werk: Herta Singer-Blaukopf hat wichtige Beitr\u00e4ge zur Mahlerforschung geleistet und zeichnet u. a. f\u00fcr die Herausgabe von Mahlers Briefen verantwortlich. Kurt Blaukopf gilt als Begr\u00fcnder der Wiener Musiksoziologie. Gemeinsam war dem Ehepaar Blaukopf allerdings nicht nur die Leidenschaft f\u00fcr Musik, sondern auch die Erfahrung des erzwungenen Exils 1938 aufgrund des Nationalsozialismus, wie Rosa Reitsamer, Professorin f\u00fcr Musiksoziologie an der mdw, in ihrem Vortrag zu den Forschungen von Herta und Kurt Blaukopf ausf\u00fchrte. Das Programm wurde durch einen k\u00fcnstlerischen Beitrag der Komponistin Katharina Klement abgerundet.<\/p>\n<p>Der Herta und Kurt Blaukopf-Award wurde von der Stabstelle Forschungsf\u00f6rderung initiiert und dient der Sichtbarmachung besonderer Leistungen im Rahmen des wissenschaftlichen Doktoratsstudiums an der mdw und der F\u00f6rderung von Early-Stage-Researcher_innen f\u00fcr ihre weitere akademische Laufbahn. Die Vergabe erfolgt alle zwei Jahre durch eine transdisziplin\u00e4re interne Jury auf Basis externer Gutachten unter dem Vorsitz der Studiendekanin f\u00fcr wissenschaftliche Studien.<\/p>\n<p><b>N\u00e4chste Ausschreibung: Fr\u00fchjahr 2021<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 16. 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