{"id":3872,"date":"2020-02-24T16:53:46","date_gmt":"2020-02-24T15:53:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=3872"},"modified":"2020-02-27T12:27:08","modified_gmt":"2020-02-27T11:27:08","slug":"eine-reise-nach-trier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2020\/02\/24\/eine-reise-nach-trier\/","title":{"rendered":"Eine Reise nach Trier"},"content":{"rendered":"Ende Oktober 2019 machten sich 20 Studierende der Studienrichtung Kirchenmusik am Institut f\u00fcr Orgel, Orgelforschung und Kirchenmusik auf die Reise nach Trier, die \u00e4lteste Stadt Deutschlands. Dort w\u00fcrden sie bei den Pontifikal\u00e4mtern an Allerheiligen und Allerseelen sowie bei einem Konzert am 3. November 2019 mitwirken. Bereits zum dritten Mal hatte Thomas Kiefer, Professor f\u00fcr Chorleitung an der mdw, der zugleich Domkapellmeister am Hohen Dom zu Trier ist, eine solche Reise inklusive Mitwirkung der Studierenden bei einem gro\u00dfen Domkonzert angeregt und zusammen mit der Institutsleitung erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Im Zentrum des Konzerts standen zwei deutsche Komponisten und deren Auseinandersetzung mit dem Tod: Johannes Brahms mit seinem <i>Deutschen Requiem<\/i> und der Trierer Komponist Joachim Reidenbach mit seinem <i>Requiem aeternam<\/i>. Schon in Wien wurden die beiden Werke geprobt und besprochen, sodass die Studierenden bestens vorbereitet nach Trier reisen konnten. Nach der Ankunft und der Unterbringung bei Gastfamilien stand am Abend auch gleich die erste Probe mit dem Trierer Domchor und dem Kathedraljugendchor Trier an. Die Woche war generell von Proben bestimmt, da die mdw-Studierenden in den Pontifikal\u00e4mtern zu Allerheiligen und Allerseelen den Domchor und den Kathedraljugendchor leiten durften. Besonders die <i>Messe pour deux ch\u0153urs <\/i>von Charles-Marie Widor stellte wegen der gro\u00dfen Distanz des Chors zur Domorgel und der damit einhergehenden klanglichen Verz\u00f6gerung eine besondere Herausforderung dar. Aber auch f\u00fcr die <i>Messe cum Jubilo<\/i> von Maurice Durufl\u00e9 war einiges an Probenarbeit n\u00f6tig, da die akustischen Verh\u00e4ltnisse in dem gro\u00dfen Dom f\u00fcr die meisten Studierenden anfangs sehr ungewohnt waren. Weitere H\u00f6hepunkte der Reise bildeten zwei F\u00fchrungen: Im deutschen liturgischen Institut bekamen die Studierenden Einsicht in die Publikationen, Arbeitshilfen f\u00fcr den gottesdienstlichen Gebrauch und Fortbildungsm\u00f6glichkeiten. Unter der F\u00fchrung des Domorganisten Josef Still wurde au\u00dferdem die Domorgel in Trier besichtigt. Die 30 Tonnen schwere Schwalbennestorgel mit ihren rund 5600 Pfeifen, die im Jahr 1974 von der Firma Klais erbaut wurde, schwebt direkt unter dem Gew\u00f6lbe, hoch \u00fcber dem Kirchenschiff und beeindruckt schon durch ihre Haltekonstruktion. Die mdw Studierenden durften die Orgel auch selbst ausprobieren \u2013 sofern sie schwindelfrei waren, um den Weg bis zur Orgelbank zu wagen. Joachim Reidenbach, der Komponist des <i>Requiem aeternam<\/i>, f\u00fchrte die Beteiligten in seine Komposition und deren Entstehungsgeschichte ein. Auch die Chorproben waren sehr lehrreich, da f\u00fcr das St\u00fcck von Reidenbach ein Fernchor, die gro\u00dfe Orgel, eine Solistin, eine Sprecherin, der 120 Stimmen starke Chor und das ganze Orchester aufeinander abgestimmt werden mussten. Das Konzert im mit 1300 Menschen vollbesetzten Dom bildete den kr\u00f6nenden Abschluss einer \u00fcberaus interessanten und bewegten Woche, von der alle mit vielen neuen Eindr\u00fccken und Erfahrungen zur\u00fcckgekehrt sind. Alle Studierenden sind sich einig: Die n\u00e4chste Trier-Reise folgt bestimmt!","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ende Oktober 2019 machten sich 20 Studierende der Studienrichtung Kirchenmusik am Institut f\u00fcr Orgel, Orgelforschung und Kirchenmusik auf die Reise nach Trier, die \u00e4lteste Stadt Deutschlands.<\/p>\n","protected":false},"author":186,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[924,652,942,941],"class_list":["post-3872","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-music","tag-2020-1","tag-orgel","tag-reisebericht","tag-trier"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3872","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/186"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3872"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3872\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4089,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3872\/revisions\/4089"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3872"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3872"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3872"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}