{"id":313,"date":"2016-09-28T15:29:25","date_gmt":"2016-09-28T13:29:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=313"},"modified":"2017-12-11T14:34:17","modified_gmt":"2017-12-11T13:34:17","slug":"optimistin-durch-und-durch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2016\/09\/28\/optimistin-durch-und-durch\/","title":{"rendered":"Optimistin durch und durch"},"content":{"rendered":"<strong>Barbara Strack-Hanisch hat im vergangenen Herbst die Leitung des Leonard Bernstein Instituts f\u00fcr Konzertfach Blas- und Schlaginstrumente \u00fcbernommen. Im Interview spricht sie \u00fcber ihre Eindr\u00fccke sowie Pl\u00e4ne und erkl\u00e4rt, warum die Liebe zur Musik und Optimismus essenziell sind.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_571\" aria-describedby=\"caption-attachment-571\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-571\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/institut6.jpg\" alt=\"Leonard Bernstein Instituts f\u00fcr Konzertfach Blas- und Schlaginstrumente\" width=\"800\" height=\"330\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/institut6.jpg 1000w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/institut6-300x124.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/institut6-768x316.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/institut6-850x350.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-571\" class=\"wp-caption-text\">Die Mitglieder des Leonard Bernstein Instituts f\u00fcr Konzertfach Blas- und Schlaginstrumente \u00a9Sabine Hauswirth<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sie haben im vergangenen Herbst die Leitung des Instituts \u00fcbernommen. Wie lautet Ihr erstes Res\u00fcmee?<\/strong><\/p>\n<p>Es macht mir unheimlich Spa\u00df. Die Arbeit tut mir gut und es ist sch\u00f6n, positives Feedback vonseiten der Studierenden, der Verwaltung und der Lehrenden zu bekommen. Es ist mir ein Anliegen, eine korrekte Linie zu fahren, somit Ansprechpartnerin f\u00fcr alle zu sein und im Sinne m\u00f6glichst aller zu handeln. Dabei habe ich oft das Bild von Asterix erobert Rom im Kopf. Die Leitung des Instituts f\u00e4llt durch die nun herrschende sehr gute Kommunikation und Transparenz mit dem neuen Rektorat viel leichter.<\/p>\n<p><strong>Wie sieht Ihre Linie im Detail aus?<\/strong><\/p>\n<p>Ich versuche gerecht zu sein und will niemanden bevorzugen. Au\u00dferdem ist es wichtig, eine Anlaufstelle f\u00fcr alle zu sein. Gibt es einen Konflikt, ist es wesentlich, sich beide Seiten anzuh\u00f6ren und an einen Tisch zu bringen. Das ist zwar zeitintensiv, macht aber Sinn und ist meiner Meinung nach besser, als schnelle Urteile zu f\u00e4llen.<\/p>\n<p><strong>Was hat sich f\u00fcr Sie ver\u00e4ndert, seit Sie das Institut leiten?<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist Zeitmanagement jetzt ein riesiges Thema. Zuallererst muss man zu Hause ein Management aufstellen. Au\u00dferdem hatte ich Angst, dass ich weniger im Unterricht sein kann, um f\u00fcr meine eigenen Studierenden da zu sein. Dem ist aber nicht so, denn es ist alles eine Einteilungssache. Die MitarbeiterInnen\u00a0am Institut unterst\u00fctzen mich dabei sehr.<\/p>\n<p><strong>Welche Faktoren sind aus Ihrer Sicht wichtig, abgesehen von gutem Zeitmanagement, um das alles zu schaffen?<\/strong><\/p>\n<p>Optimismus. Mir gibt das alles so viel positive Energie, wenn ich zum Beispiel merke, dass die Studierenden und Lehrenden zufrieden sind und somit gute Leistungen erbringen. Oder wenn durch meine Mithilfe Dinge gl\u00fccken. Durch das, was da zur\u00fcckkommt, ergibt sich der Sinn und spornt zu neuen Taten an. Ich bin halt so wahnsinnig (lacht). Aber ich stehe dazu.<\/p>\n<p><strong>Das Konzertfach bekommt neue Studienpl\u00e4ne. K\u00f6nnen Sie schon sagen, was sich f\u00fcr die Studierenden \u00e4ndert?<\/strong><\/p>\n<p>Zuerst machen wir aus den derzeit drei Studienabschnitten wieder zwei. Eine gro\u00dfe Neuerung ist zudem, dass wir durch die Schaffung von Profilen im zweiten Abschnitt versucht haben, Spezialisierungen zu erm\u00f6glichen. Der erste Abschnitt ist in den Grundz\u00fcgen f\u00fcr alle gleich, sprich ein einheitlicher Plan. Nat\u00fcrlich gibt es instrumentenspezifische Lehrveranstaltungen, bei denen aber R\u00fccksicht darauf\u00a0genommen wird, dass die theoretischen F\u00e4cher besser mit den k\u00fcnstlerischen vernetzt sind. Die Gruppengr\u00f6\u00dfe wird teilweise reduziert, womit es individueller und eine bessere Verbindung zum zentralen k\u00fcnstlerischen Fach geschaffen wird. Wir wollen die Studierenden dort abholen, wo sie stehen und ihnen einen Ausblick geben, wohin es beruflich gehen k\u00f6nnte. Aber auch herausarbeiten, wo ihre St\u00e4rken liegen. In Zukunft wird es au\u00dferdem ein berufsbegleitendes Profil geben, um den Studierenden einen Abschluss neben einem Engagement zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><strong>Welche Pl\u00e4ne haben Sie dar\u00fcber hinaus f\u00fcr das Institut? Haben Sie Visionen?<\/strong><\/p>\n<p>Ja, absolut. Sogar \u201eleider\u201c sehr viele (lacht). Eine Vision ist sch\u00f6n, wenn man sie f\u00fcr f\u00fcnf, sechs Jahre hat. Ich bin dann aber immer so wahnsinnig und will alles sofort umsetzen. Dazu muss es auch noch perfekt sein. Zum 200-Jahr-Jubil\u00e4um der mdw wollen wir uns mit einigen Veranstaltungen einbringen. Au\u00dferdem ist ein eigener Leonard Bernstein Wettbewerb in Kooperation mit dem Institut f\u00fcr Komposition, Elektroakustik und TonmeisterInnen-Ausbildung angedacht. Das steckt aber noch in den Kinderschuhen. Der neue Wettbewerb soll f\u00fcr Frauen und M\u00e4nner zug\u00e4nglich sein und es wird darum gehen, f\u00fcr eine neugeschaffene Kategorie im Rahmen von Prima la musica Werke zu schaffen. Die dritte wichtige Sache ist die Nachwuchsf\u00f6rderung. Hier besteht eine Kooperation mit der Johann Sebastian Bach Musikschule Wien. Au\u00dferdem liegt mir die F\u00f6rderung der Wiener Tradition sehr am Herzen, vor allem der speziellen Wiener Instrumente, wie der Wiener Oboe und dem Wiener Horn.<\/p>\n<p><strong>Was raten Sie jemandem, der ein Studium bei Ihnen beginnen will? Welche \u00dcberlegungen sollte man im Vorfeld anstellen und was muss man mitbringen?<\/strong><\/p>\n<p>Sie brauchen Talent, Flei\u00df, Enthusiasmus und Optimismus, Widerstandsf\u00e4higkeit und eine gewisse Portion an Realit\u00e4tsbezug. Gleichzeitig muss man die Kunst und die Musik derma\u00dfen lieben \u2212 dann zahlt es sich aus. Man muss sich wirklich \u00fcberlegen, wohin man will und ob es vielleicht eine Nische gibt, die genau die eigenen Interessen und St\u00e4rken abdeckt. Einige Studierende w\u00e4hlen mittlerweile ein zus\u00e4tzliches, nicht k\u00fcnstlerisches Studium, um zur Sicherheit ein zweites Standbein zu haben. Ich selbst habe parallel Fl\u00f6te und Saxophon, jeweils Konzertfach und P\u00e4dagogik studiert, ganz nach dem Motto \u2013 sicher ist sicher.<\/p>\n<p><strong>Sie haben gerade eine neue Saxophonschule publiziert. Was ist das Besondere daran?<\/strong><\/p>\n<p>Das Neue an der Saxophonschule ist, dass Jazz, Klassik und Neue Musik miteinander verbunden werden und sehr ausgeglichen darin vorkommen. Sie ist nicht zu kindhaft, aber es sind immer wieder Tipps, Tricks und Anregungen zur kontinuierlichen Kontrolle vorhanden. Fast jedes St\u00fcck gibt es entweder mit Klavierbegleitung oder Playalong, da es vorwiegend um die Schulung des Geh\u00f6rs und das Zusammenspiel geht. Die Saxophonschule ist derzeit zweib\u00e4ndig, mit jeweils einem Spielband dazu. In Arbeit sind ein Duo- und ein Trio-Buch sowie ein weiterer Playalong-Band f\u00fcr 2017\/18 (lacht). Die eigenen solistischen Auftritte und die T\u00e4tigkeit in den gro\u00dfen Orchestern sind daneben ebenso wichtig, inspirierend und ein wunderbarer Ausgleich.<\/p>\n<p><strong>Was hat sich seit Ihrer eigenen Studienzeit ver\u00e4ndert?<\/strong><\/p>\n<p>Vieles hat sich meiner Meinung nach vereinfacht. Die Studierenden k\u00f6nnen sich online f\u00fcr alles anmelden. Sie sind auch sehr gut vernetzt. Heute geht vieles \u00fcber Computer von zu Hause aus. Das hat sich meiner Meinung nach verbessert. Gleichzeitig sind die Studierenden aber einer viel st\u00e4rkeren Schnelllebigkeit und Konkurrenz ausgesetzt, da das Niveau und die Anforderungen permanent steigen.<\/p>\n<p><strong>Womit wird Ihr Institut beim mdw Festival \u201916 im Herbst vertreten sein? <\/strong><\/p>\n<p>Da nordische Kompositionen im klassischen Standardrepertoire unserer Instrumente nicht stark vertreten sind, hatte ich die Idee, dies als unsere Chance und M\u00f6glichkeit zur Suche nach neuem Repertoire zu nutzen. Jedes unserer Instrumente wird sich mit einem St\u00fcck, von Solo bis zur Kammermusik, einbringen. Geplant ist weiters eine Urauff\u00fchrung eines Werks zum Thema \u201eNorden\u201c f\u00fcr alle Instrumente. Den Saxophonherbst kann man sich wie zwei Tage der offenen T\u00fcr am 18. und 19. November vorstellen, wobei es um die F\u00f6rderung des Nachwuchses in Klassik und Jazz geht. Dazu finden Workshops mit allen unseren Saxophonlehrenden statt. Die Musikschulen mit ihren Sch\u00fclerInnen und die uns bekannten SaxophonistInnen sind eingeladen, vorbeizukommen<br \/>\nund mitzumachen.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Barbara Strack-Hanisch hat im vergangenen Herbst die Leitung des Leonard Bernstein Instituts f\u00fcr Konzertfach Blas- und Schlaginstrumente \u00fcbernommen. Im Interview spricht sie \u00fcber ihre Eindr\u00fccke sowie Pl\u00e4ne und erkl\u00e4rt, warum die Liebe zur Musik und Optimismus essenziell sind. &nbsp; Sie haben im vergangenen Herbst die Leitung des Instituts \u00fcbernommen. Wie lautet Ihr erstes Res\u00fcmee? 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