{"id":3109,"date":"2019-09-27T13:33:34","date_gmt":"2019-09-27T11:33:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=3109"},"modified":"2019-12-10T10:31:04","modified_gmt":"2019-12-10T09:31:04","slug":"41-internationale-epta-konferenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2019\/09\/27\/41-internationale-epta-konferenz\/","title":{"rendered":"41. Internationale EPTA-Konferenz"},"content":{"rendered":"<b>Unter dem Motto <i>Piano &amp; More \u2013 Facets of a \u00adversatile Instrument<\/i> findet vom 24. bis 27. Oktober 2019 die \u00adinternationale Konferenz der EPTA (European Piano Teachers\u2019 Association) an der mdw statt.<\/b><\/p>\n<p>Die internationalen Konferenzen der EPTA gelten als etwas Besonderes und erfreuen sich gro\u00dfer Beliebtheit in der pianistischen Welt. Zur diesj\u00e4hrigen Veranstaltung, die in Zusammenarbeit zwischen EPTA Austria und dem Ludwig van Beethoven Institut f\u00fcr Klavier und Cembalo in der Musikp\u00e4dagogik organisiert wird, erwartet die Universit\u00e4t Referent_innen aus den USA, Kanada und vielen L\u00e4ndern Europas. Etwa 250 Teilnehmer_innen (Lehrende von Universit\u00e4ten, Hochschulen, Konservatorien und Musikschulen) finden sich zum p\u00e4dagogischen wie k\u00fcnstlerischen Austausch ein. <i>Piano &amp; More<\/i> \u2013 ein Titel, der inspiriert und dementsprechend unterschiedliche wie anregende Beitr\u00e4ge verspricht. Bedeutet das \u201eMore\u201c ein \u201eMehr\u201c an Spieler_innen? Ein \u201eMehr\u201c an Instrumenten? Ein \u201eMehr\u201c als nur die Tastatur? Ein \u201eMehr\u201c als \u201enur\u201c klassische Musik? Ein \u201eMehr\u201c als nur den Klavierton? Ein \u201eMehr\u201c als T\u00f6ne nur zu h\u00f6ren? Ein \u201eMehr\u201c an Erfolg unter Miteinbeziehung von Lernverst\u00e4rkern? Ein \u201eMehr\u201c als komponierte T\u00f6ne zu spielen? Oder ein \u201eMehr\u201c, unter dem das Klavier zum Resonator werden kann?<\/p>\n<p>Die Offenheit der Themengebung erm\u00f6glicht viel und inkludiert all dies. So wird Carol Gingerich (USA) zu <i>Time and Space \u2013 The Piano as Resonator<\/i> sprechen, w\u00e4hrend Jessica Johnson (USA) den Raum des p\u00e4dagogischen Spielfelds erweitert, um mit dem Tanz in <i>Exploring Sound Through Musical Embodiment and \u201eCon-Dancing\u201c<\/i> zu r\u00e4sonieren. Jessica Johnson geht Wegen nach, um Geist, K\u00f6rper und Empfindung auch abseits des Klaviers in den Unterricht und in das \u00dcben zu integrieren. Multisensorische und ganzheitliche Erfahrungen werden als ma\u00dfgeblich aufgezeigt im Finden einer jeweils ad\u00e4quaten Klanglichkeit. Als \u201eCon-Dancing\u201c bezeichnet sie eine Verbindung von Dirigieren und Tanz; Videozuschnitte und Interaktivit\u00e4t erg\u00e4nzen ihr Konzept, das darauf abzielt, freies Agieren, nat\u00fcrlich gef\u00fchrten Atem und Spontanit\u00e4t als Grundparameter jeder musikalischen Aktion zu schaffen. <i>\u201eThe Piano is Too Loud!\u201c<\/i> \u2013 so der Ausruf von Miha Haas (SI) und Gal Faganel (USA) in den Ausf\u00fchrungen zu <i>Acoustical Considerations and Practical Solutions for Performance of Duo Sonatas with Cello and Piano<\/i>. \u00dcber Analysen von Aufnahmen ausgew\u00e4hlter Literatur f\u00fcr Violoncello und Klavier (Beethoven, Brahms, Prokofjew) werden zuerst akustische Probleme im Zusammenspiel der Instrumente gesammelt, um dann \u00fcber die Situation des \u201eZuh\u00f6rens ohne Sehen\u201c dem Publikum verschiedene Sitzpositionen der Musizierenden zueinander vorzustellen. Die Ergebnisse der Analysen und die Einsichten in das \u201eH\u00f6ren ohne die Augen\u201c finden eine Gegen\u00fcberstellung und m\u00f6gen R\u00fcckschl\u00fcsse auf Strategien in der Nutzung des B\u00fchnenraums zulassen. Ganz anders wiederum nimmt sich die Frage nach der Lautst\u00e4rke bei den von Mathilde Hoursiangou (AT) vorgestellten Kompositionen f\u00fcr den Fl\u00fcgelinnenraum aus. Es wird ein \u201eMehr\u201c in vielerlei Hinsicht geben.<\/p>\n<p>Auch das veranstaltende Ludwig van Beethoven Institut wird mit Beitr\u00e4gen vertreten sein: Elisabeth Aigner-Monarth mit <i>TWOgether \u2013 Piano and \u2013 \u2026 An innovative approach to Chamber Music for young pianists<\/i>, Albert Sassmann mit einem Blick in Richtung eines besonderen Wettbewerbs mit <i>The Mauricio Kagel Composition Competition: putting contemporary piano works for young learners to the test<\/i> und Konstantin Semilakovs mit <i>Colour \u2013 music by Scriabin and Messiaen: Revealing the phenomenon of synaesthesia<\/i>. Im letztgenannten Beitrag werden sowohl \u00fcber den Klaviervortrag von zwei k\u00fcrzeren St\u00fccken Skrjabins und Messiaens als auch \u00fcber theoretische Betrachtungen Aspekte zum Ph\u00e4nomen \u201eSyn\u00e4sthesie\u201c deutlich. Obwohl beide Komponisten verschiedene Traditionen zum Ausgangspunkt hatten und unterschiedliche \u00c4sthetiken verfolgten, weisen ihre Konzepte von \u201eFarbmusik\u201c durchaus Gemeinsamkeiten auf. Unabh\u00e4ngig voneinander verwendeten Skrjabin und Messiaen \u00e4hnliche Akkord-Grundstrukturen und beriefen sich auf eine Beziehung zwischen der Wahrnehmung von Farbe und der Verwendung von Konsonanzen. Konstantin Semilakovs wird dazu eine Studie vorstellen, in der Musiker_innen wie Nicht-Musiker_innen \u00fcber die Wahrnehmung von Farben in der Musik berichten. Daraus werden interpretatorische Schl\u00fcsse f\u00fcr Pianist_innen zu ziehen sein. Das Beethoven Institut pr\u00e4sentiert weiters seine Arbeit als \u201ePiano Pedagogical Lab\u201c.<\/p>\n<p>Der Standort Wien ist attraktiv f\u00fcr die Internationalit\u00e4t und dies l\u00e4sst sich durch das Schlosstheater Sch\u00f6nbrunn als Veranstaltungsort ganz besonders bekr\u00e4ftigen: Im Konzert <i>Stefan Gottfried &amp; Friends<\/i> unternimmt der Nachfolger von Nikolaus Harnoncourt und Leiter des Concentus Musicus mit Florian Boesch, Andrea Bischof und Dorothea Sch\u00f6nwiese einen Zeitsprung zu Wiener Klassik im \u201eOriginalsound\u201c. Neben den Vortr\u00e4gen, Recitals und dem Roundtable sind die Abendkonzerte wichtige Fixpunkte der EPTA-Kongresse. Mit Spieler_innen der Musikschule Wien und der Johann Sebastian Bach Musikschule zum einen und mit Ensembles verschiedener Universit\u00e4ten und Konservatorien \u00d6sterreichs zum anderen tritt der Nachwuchs auf die B\u00fchne. Es ist ein besonderes Zeichen des positiven Austauschs, Studierende unterschiedlicher Institutionen als konzertierende K\u00fcnstler_innen an die mdw zu holen. In dieser offenen Haltung sieht sich der gesamte Kongress: Als Kooperation zwischen EPTA Austria und dem Beethoven Institut bzw. der mdw, als Kommunikationsfeld f\u00fcr die l\u00e4nderorganisierten EPTA-Sektionen und als gro\u00dfer Treffpunkt und Tummelplatz f\u00fcr interessierte Lehrer_innen, K\u00fcnstler_innen und Studierende.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/veranstaltung\/?v=2494736\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><b>EPTA-Kongress<\/b><\/a><br \/>\n<b>24. bis 27.\u200910.<\/b><br \/>\nAnton-von-Webern-Platz 1<br \/>\n1030 Wien<\/p>\n<p>Das gesamte Programm finden Sie unter <a href=\"http:\/\/www.epta-austria.at\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">epta-austria.at<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Motto Piano &#038; More \u2013 Facets of a \u00adversatile Instrument findet vom 24. bis 27. 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