{"id":3081,"date":"2019-09-27T13:30:58","date_gmt":"2019-09-27T11:30:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=3081"},"modified":"2019-12-10T10:35:43","modified_gmt":"2019-12-10T09:35:43","slug":"der-theaterrealitaet-stellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2019\/09\/27\/der-theaterrealitaet-stellen\/","title":{"rendered":"Der Theaterrealit\u00e4t stellen"},"content":{"rendered":"<b>Studierende des Max Reinhardt Seminars in einer Inszenierung von Nicolas Charaux im Vestib\u00fcl<\/b><\/p>\n<p>Das Burgtheater startete vor Kurzem in die erste Saison unter der Leitung von Martin Ku\u0161ej. Schon bei der Programmpr\u00e4sentation vor dem Sommer betonte das Team rund um den neuen k\u00fcnstlerischen Direktor die Verantwortung des Hauses f\u00fcr die Nachwuchsf\u00f6rderung. Eine Kooperation mit dem Max Reinhardt Seminar ist hier ein wichtiger Schritt \u2013 vor allem f\u00fcr den Schauspielnachwuchs der mdw.<\/p>\n<p>Im Zuge der Ausbildung am Max Reinhardt Seminar sind Koproduktionen und Kooperationen mit Theatern mittlerweile fixer Bestandteil im Rahmen der Ausbildung. Mit der Inszenierung von <i>Der (vor)letzte Panda oder die Statik<\/i> von Dino Pe\u0161ut unter der Regie von Gastregisseur Nicolas Charaux stehen nun Studierende des Seminars auf der B\u00fchne des Vestib\u00fcls. Nicolas Charaux, selbst Regie-Absolvent des Max Reinhardt Seminars (2014), freute sich im Vorfeld sehr auf die Zusammenarbeit: \u201eIch habe noch eine gute Erinnerung an meine damaligen Produktionen als Seminarist und z\u00e4hle sie immer noch zu den interessantesten Produktionen, die ich gemacht habe. Ich spreche nicht nur von den Ergebnissen, sondern auch von der Arbeitsdynamik. Es herrschten ein Vertrauen, eine Freiheit und eine Lust am Probieren \u2013 Dinge, die ein Stadttheater nicht immer erm\u00f6glicht.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_3085\" aria-describedby=\"caption-attachment-3085\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-3085\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/post-1_image2-3-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3085\" class=\"wp-caption-text\">Nicolas Charaux \u00a9 privat<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wenn er gerade in der Stadt ist, sieht sich der Regisseur auch immer wieder Inszenierungen am Max Reinhardt Seminar an. \u201eDas Studium ist noch ein gesch\u00fctzter Raum. Man kann sich einer Sache vollkommen widmen. Man ist frei zu probieren, was man m\u00f6chte, und man darf auch scheitern. Das ist sehr wichtig. Es ist eine wunderbare Voraussetzung, um Theater zu machen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dino Pe\u0161uts St\u00fcck handelt von vier jungen Menschen, die alle 1990 in Sisak, einer Kleinstadt in Kroatien, geboren sind und deren Kindheit vom Krieg gepr\u00e4gt war. Der kroatische Autor, selbst Jahrgang 1990, erhielt 2018 den deutschen Jugendtheaterpreis f\u00fcr sein St\u00fcck. \u201eEs schafft einen wunderbaren \u00dcberblick \u00fcber eine Jugend auf Identit\u00e4tssuche und \u00fcber eine sich immer weiter gespaltene Gesellschaft. Es geht um vier Menschen, die die frischen Traumata eines noch nicht verarbeiteten Krieges in sich tragen und uns aber in vielen Punkten trotzdem sehr \u00e4hnlich sind\u201c, verriet der Regisseur im Vorfeld. Bei der Arbeit mit Schauspieler_innen sind Charaux vor allem \u201eVertrauen, spielerische Lust und Lust an Pr\u00e4zision\u201c wichtig.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3083\" aria-describedby=\"caption-attachment-3083\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-3083 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/post-1_image0-15-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3083\" class=\"wp-caption-text\">Tamara Metelka \u00a9 Binh Truong<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auch Tamara Metelka und Florian Reiners, Teil des Leitungsteams des Max Reinhardt Seminars, blickten der neuen Produktion schon im Vorfeld positiv entgegen: \u201eEs gab in der Vergangenheit immer wieder Zusammenarbeiten mit dem Burgtheater und wir freuen uns besonders auf die kommende Produktion im Vestib\u00fcl. Solche Auff\u00fchrungen bieten den Studierenden die M\u00f6glichkeit, sich der Theaterrealit\u00e4t zu stellen. Die Studierenden erleben den professionellen Inszenierungsablauf an einem gro\u00dfen Haus und werden so auf ihren zuk\u00fcnftigen Arbeitsalltag vorbereitet.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_3084\" aria-describedby=\"caption-attachment-3084\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-3084\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/post-1_image1-7-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-3084\" class=\"wp-caption-text\">Florian Reiners \u00a9 Marcus Gaertner<\/figcaption><\/figure>\n<p>In Absprache zwischen dem Theater und dem Gastregisseur wurden die Studierenden f\u00fcr die Inszenierung ausgew\u00e4hlt. \u201eF\u00fcr das Seminar steht bei der Entscheidung auch der Ausbildungsstand der Studierenden im Fokus\u201c, erkl\u00e4ren Metelka und Reiners. \u00dcber den gesamten Probenprozess hinweg werden die Studierenden von den Lehrenden des Max Reinhardt Seminars begleitet: \u201eDie Lehrenden befinden sich immer im Arbeitsdialog mit den Studierenden und unterst\u00fctzen sie sowohl bei den Vorbereitungen als auch w\u00e4hrend der Proben in Absprache mit der Regie.\u201c Sowohl f\u00fcr Schauspiel- als auch Regiestudierende sind solche Kooperationen oft auch der m\u00f6gliche Beginn einer Karriere an den Theaterh\u00e4usern in Wien. So f\u00fchrt in der kommenden Saison beispielsweise die noch junge Regie-\u00adAbsolventin Mira Stadler Regie, und Max Gindorff, Schauspielabsolvent von 2018, wechselt ebenso ans Burgtheater. \u201eF\u00fcr die beiden ist mit den Engagements ein idealer \u00dcbergang vom Studium in den Beruf gelungen. Wie auf alle Absolvent_innen des Max Reinhardt Seminars, sind wir sehr stolz auf Mira Stadler und Max Gindorff und freuen uns, bald ihre Auff\u00fchrungen zu erleben\u201c, freut sich das Leitungsteam \u00fcber die Erfolge der Absolvent_innen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burgtheater.at\/production\/production\/14\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><i>Der (vor)letzte Panda<\/i><\/a> (deutschsprachige Erstauff\u00fchrung, Premiere war am 26.\u20099.) kann im Rahmen der Schiene \u201eBurgtheater Studio\u201c, mit der man explizit junges Publikum ansprechen will \u2013 in diesem Fall f\u00fcr alle ab 14 \u2013 erlebt werden.<b><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Studierende des Max Reinhardt Seminars spielen in einer Inszenierung von Nicolas Charaux im Vestib\u00fcl.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":3175,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"gallery","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[808,834,625,283,555,44,833,832,556],"class_list":["post-3081","post","type-post","status-publish","format-gallery","has-post-thumbnail","hentry","category-drama","tag-2019-3","tag-astrid-meixner","tag-burgtheater","tag-drama","tag-florian-reiners","tag-max-reinhardt-seminar","tag-nachwuchs","tag-nicolas-charaux","tag-tamara-metelka","post_format-post-format-gallery"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3081","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3081"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3081\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3709,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3081\/revisions\/3709"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3175"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3081"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3081"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3081"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}