{"id":305,"date":"2016-09-28T14:17:03","date_gmt":"2016-09-28T12:17:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=305"},"modified":"2017-12-11T14:33:07","modified_gmt":"2017-12-11T13:33:07","slug":"man-badet-in-beethovens-musik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2016\/09\/28\/man-badet-in-beethovens-musik\/","title":{"rendered":"Man \u201ebadet\u201c in Beethovens Musik"},"content":{"rendered":"<strong>Im Fr\u00fchsommer 2017 treffen sich an der mdw bereits zum 15. Mal junge PianistInnen, um ihre Beethoven-Expertise vor einer internationalen Jury und dem Wiener Publikum unter Beweis zu stellen: Der Internationale Beethoven Klavierwettbewerb Wien steht vor der T\u00fcr.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_307\" aria-describedby=\"caption-attachment-307\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-307\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/beethoven_finale_musikverein-1.jpg\" alt=\"Goldener Saal Musikverein Wien\" width=\"800\" height=\"462\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/beethoven_finale_musikverein-1.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/beethoven_finale_musikverein-1-300x173.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/beethoven_finale_musikverein-1-768x444.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-307\" class=\"wp-caption-text\">Das Finale findet auch 2017 wieder im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins statt \u00a9Nancy Horowitz<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Auseinandersetzung mit dem Werk Beethovens z\u00e4hlt zum Herausforderndsten, dem sich junge MusikerInnen in ihrem Reifungsprozess stellen m\u00fcssen: \u201eBeim Studium des Klavierwerks Beethovens st\u00f6\u00dft man auf Schwierigkeiten, Fragen und Probleme, deren \u00dcberwindung nicht nur einen Teil der pianistischen, sondern der gesamten k\u00fcnstlerischen, ja menschlichen Erziehung eines Musikers bildet.\u201c (Edwin Fischer)<\/p>\n<p>So wird es auch 2017 wieder ein spezielles Erlebnis sein, wenn sich die in internationalen Vorspielen ausgew\u00e4hlten 36 besten PianistInnen von 28. Mai bis 8. Juni in Wien mit ihren Interpretationen der Klavierwerke Beethovens vorstellen. F\u00fcr das interessierte Publikum ergibt sich somit in der Wahlheimat Beethovens die M\u00f6glichkeit, eine junge internationale Elite in konzentrierter Form dabei zu beobachten, wie sie sein Klavierwerk begreift und interpretiert; das umfangreiche Repertoire dieses einzigartigen Wettbewerbs umfasst ausschlie\u00dflich Werke Beethovens aus allen Schaffensphasen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_308\" aria-describedby=\"caption-attachment-308\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-308\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Beethoven_Finale_Maria_Mazo.jpg\" alt=\"Maria Mazo\" width=\"800\" height=\"590\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Beethoven_Finale_Maria_Mazo.jpg 800w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Beethoven_Finale_Maria_Mazo-300x221.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Beethoven_Finale_Maria_Mazo-768x566.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-308\" class=\"wp-caption-text\">Maria Mazo, Gewinnerin des Internationalen Beethoven Klavierwettbewerbs 2013 \u00a9Nancy Horowitz<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Wettbewerb, der nur alle vier Jahre stattfindet und ein weltweit einzigartiges Renommee genie\u00dft, macht im J\u00e4nner und Februar 2017 f\u00fcr eine internationale Vorauswahl Station in New York City, Tokio, London, Berlin, Bonn und Wien. Daraus werden bis zu 36 Talente eingeladen, die sich in Wien einem dreistufigen Wettbewerb stellen: W\u00e4hrend die erste Runde im Joseph Haydn-Saal\u00a0der mdw ausgetragen wird, \u00fcbersiedelt der Wettbewerb f\u00fcr die zweite Runde in den Brahms-Saal des Wiener Musikvereins. Die drei FinalistInnen spielen danach die dritte und letzte Runde mit Orchester, traditionellerweise im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. 2017 wird sie dabei das ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter Alejo Perez begleiten.<\/p>\n<p>F\u00fcr diese Bew\u00e4hrungsprobe vor einer internationalen Jury und dem Wiener Publikum wird die Gewinnerin\/ der Gewinner mit einem B\u00f6sendorfer Konzertfl\u00fcgel (Modell 200) sowie einem Preisgeld von 10.000 Euro belohnt.<\/p>\n<ul>\n<li>Website des Wettbewerbs: <a href=\"http:\/\/www.beethoven-comp.at\" target=\"_blank\">www.beethoven-comp.at<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Jan Jiracek von Arnim, k\u00fcnstlerischer Leiter des Internationalen Beethoven Klavierwettbewerbs Wien, Professor am Institut f\u00fcr Konzertfach Klavier der mdw im Gespr\u00e4ch<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_311\" aria-describedby=\"caption-attachment-311\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-311\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Jan_Jiracek_von_Arnim.jpg\" alt=\"Jan Jiracek von Arnim\" width=\"300\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Jan_Jiracek_von_Arnim.jpg 600w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Jan_Jiracek_von_Arnim-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-311\" class=\"wp-caption-text\">Jan Jiracek von Arnim \u00a9privat<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Welchen Stellenwert hat der Internationale Beethoven Klavierwettbewerb Wien gemessen an anderen internationalen Wettbewerben?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist der \u00e4lteste internationale Musikwettbewerb \u00d6sterreichs. Wir sehen es unter anderem an der hohen Zahl der Bewerbungen aus allen Teilen der Welt: Dieser Wettbewerb \u2013 \u00fcbrigens der einzige, der sich ganz auf das Klavierwerk Beethovens konzentriert \u2013 genie\u00dft h\u00f6chstes internationales Ansehen. Es zeichnet die mdw aus, dass wir mit diesem Wettbewerb alle vier Jahre eine weltweit einzigartige Plattform bieten, damit junge Talente nach Wien kommen und sich mit den Besten der Besten vergleichen. Und welcher Wettbewerb bietet schon einen solchen Rahmen \u2013 in der Musikstadt Wien, im Finale auf der B\u00fchne des vielleicht ber\u00fchmtesten Konzertsaals der Welt zu stehen, dem Goldenen Saal im Musikverein Wien? Das ist tats\u00e4chlich einzigartig. Ganz zu schweigen davon, dass mir kein anderer Klavierwettbewerb bekannt ist, bei dem man einen Fl\u00fcgel gewinnen kann. Dabei sind wir unserem Partner B\u00f6sendorfer f\u00fcr die gro\u00dfartige Unterst\u00fctzung seit vielen Jahren besonders zu Dank verpflichtet.<\/p>\n<p><strong>Welche Bedeutung haben Klavierwettbewerbe allgemein f\u00fcr die Karriere junger PianistInnen und wie ordnet sich hier in weiterer Folge ein Wettbewerb ein, der sich ausschlie\u00dflich auf das Werk Beethovens konzentriert?<\/strong><\/p>\n<p>In der heutigen Zeit brauchen junge MusikerInnen mehr denn je die M\u00f6glichkeit, Geh\u00f6r zu finden und Aufmerksamkeit f\u00fcr ihr K\u00f6nnen zu erzeugen. Ein Wettbewerb kann hier wichtige Hilfestellung leisten, nicht nur f\u00fcr die Talente, die am Ende gewinnen. In jedem Fall bietet die Vorbereitung zu einem Wettbewerb die M\u00f6glichkeit, bis\u00a0zum letzten Detail an Werken zu feilen, die einem dann quasi in \u201eFleisch und Blut\u201c \u00fcbergehen. Es kommt auch hinzu, dass die intensive Besch\u00e4ftigung mit Kompositionen Beethovens aus allen Etappen seines Schaffens den Weg zur interpretatorischen Reife erm\u00f6glicht \u2013 dieser Weg ist das Ziel!<\/p>\n<p><strong>Sie leiten den Wettbewerb nun schon zum zweiten Mal. Gibt es eine besondere Erinnerung an 2013, als der Wettbewerb das letzte Mal stattfand?<\/strong><\/p>\n<p>Nun, die Tage sind von fr\u00fch bis sp\u00e4t mit Musik Beethovens erf\u00fcllt \u2013 das ist also auch f\u00fcr diejenigen, die \u201enur\u201c zuh\u00f6ren, eine Herausforderung und gleichzeitig auch ein Gl\u00fcck: Man \u201ebadet\u201c quasi in Beethovens Musik. Und es ist spannend, Interpretationen zu vergleichen.<\/p>\n<p><strong>Aus welchem Grund sollte man sich den Wettbewerb im kommenden Jahr nicht entgehen lassen? <\/strong><\/p>\n<p>Es ist eine tolle Gelegenheit f\u00fcr das Publikum und nat\u00fcrlich f\u00fcr unsere eigenen Studierenden, eine junge Generation von internationalen Musiktalenten zu erleben, die sich mit all ihrem K\u00f6nnen dem Klavierwerk Beethovens widmet. Wir werden in diesen ca. zehn Tagen unterschiedlichste Interpretationsans\u00e4tze erleben, teilweise Werke mehrmals h\u00f6ren und dadurch umso direkter vergleichen k\u00f6nnen. Nach meiner Erfahrung ist der Effekt am Ende, dass man sich als ZuschauerIn Beethoven n\u00e4her f\u00fchlt. In den drei Runden erlebt man einen Komponisten, der Zeit seines Lebens immer wieder auf der Suche nach neuen Wegen war und der in seinem Schaffen nie \u201estehen geblieben\u201c ist. Ganz anders als in einem einzelnen Konzert oder auch Konzertzyklus kann man sich der Intensit\u00e4t der Musik Beethovens innerhalb dieser von seiner Musik durchtr\u00e4nkten Tage gar nicht entziehen. Das kam beim Feedback des Publikums nach unserem Wettbewerb 2013 immer wieder durch. Durch die strengen internationalen Vorauswahlen ist gesichert, dass tats\u00e4chlich herausragende MusikerInnen in Wien vorspielen. Das wird definitiv h\u00f6renswert!","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Fr\u00fchsommer 2017 treffen sich an der mdw bereits zum 15. Mal junge PianistInnen, um ihre Beethoven-Expertise vor einer internationalen Jury und dem Wiener Publikum unter Beweis zu stellen: Der Internationale Beethoven Klavierwettbewerb Wien steht vor der T\u00fcr. 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