{"id":2846,"date":"2019-04-30T08:17:18","date_gmt":"2019-04-30T06:17:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=2846"},"modified":"2019-04-30T08:17:18","modified_gmt":"2019-04-30T06:17:18","slug":"just-play-music-as-labour","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2019\/04\/30\/just-play-music-as-labour\/","title":{"rendered":"Just P(l)ay! Music as Labour"},"content":{"rendered":"<strong>Das Thema der <em>isaScience19<\/em> als wissenschaftliche Reinterpretation von Just Play!?<\/strong><\/p>\n<p>Was haben indische T\u00e4nzerinnen mit dem britischen Musikbusiness zu tun und was zeitgen\u00f6ssische DIY-Kulturen mit der Etablierung alternativer Musikkanons im 19. Jahrhundert? Sie alle leben auf die eine oder andere Weise von Musik als Arbeit. Diesen und anderen gesellschaftsrelevanten Fragen geht die <em>isaScience 2019<\/em> als interdisziplin\u00e4re Wissenschaftskonferenz im Vorfeld zur und in Kooperation mit der <em>isa<\/em> \u2013 Internationale Sommerakademie der mdw nach.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2848\" aria-describedby=\"caption-attachment-2848\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2848 size-full\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/isascience19.jpg\" alt=\"isaScience19\" width=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/isascience19.jpg 600w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/isascience19-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/isascience19-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2848\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9Shutterstock<\/figcaption><\/figure>\n<p>Dagmar Abfalter, Marko K\u00f6lbl, Rosa Reitsamer und Fritz Tr\u00fcmpi bilden seit 2018 das wissenschaftliche Leitungsteam der <em>isaScience<\/em>. Der Call for Papers richtet sich an Wissenschaftler_innen und Vortragende auf unterschiedlichen akademischen Karrierestufen und zeichnet ein historisch gewachsenes Bild von Musik als Arbeit. Die Geschichte der spezifischen Arbeitsbedingungen von Musiker_innen zu verschiedenen Zeiten und an unterschiedlichen Orten weltweit sowie von ihren Arbeitsm\u00e4rkten entstand aus heterogenen Prozessen der Institutionalisierung, Globalisierung und Digitalisierung von Musik sowie aus den daraus hervorgehenden Kollaborationen. Im Laufe des 19. Jahrhunderts haben sich diese Prozesse beschleunigt, immer zahlreicher wurden Akteur_innen und Institutionen darin involviert. Dazu z\u00e4hlen die Musik- und Medienindustrien, Musikkonservatorien oder auch lokale Community-Music-Initiativen, welche von spezifischen Konventionen und geteilten \u00dcberzeugungen\u00a0USA(\u201eArt Worlds\u201c) ebenso gepr\u00e4gt sind wie von oftmals konkurrierenden \u00f6konomischen Interessen. Die daraus resultierenden Konflikte f\u00fchrten und f\u00fchren zu Widerstand und Machtk\u00e4mpfen sowie zu divergierenden Praktiken der Musikproduktion. Die \u201eProduction-of-Culture-Perspektive\u201c stellte Werkzeuge bereit, um diese Prozesse in Hinblick auf die sich ver\u00e4ndernden Musikberufe und musikp\u00e4dagogische Institutionen, auf Gatekeeper- sowie auf Inklusions- und Exklusionsmechanismen zu erforschen. Doch auch abseits von Arbeitsmarkt und Musikproduktion kann Musik als Arbeit verstanden werden \u2013 die Szenarien sind vielf\u00e4ltig und reichen von traditionellen rituellen Anl\u00e4ssen bis hin zu diversen Formen nichtkommerziellen Gebrauchs von Musik als Dienstleistung.<\/p>\n<p>Die Geschichte von Musik als Arbeit ist von sozialen Ungleichheiten gepr\u00e4gt, die auf Gender, Sexualit\u00e4ten, \u201eRace\u201c, Ethnizit\u00e4t, Klasse oder Dis\/ability zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. In der Folge entstanden zahlreiche Initiativen wie u. a. die #MeToo-Debatte oder \u201eWe Have Voice\u201c, welche es sich zum Ziel setzten, Diskriminierung und Fehlverhalten zu bek\u00e4mpfen und einen sozialen Wandel in den Musikarbeitsm\u00e4rkten und der breiteren Gesellschaft voranzutreiben. Schlie\u00dflich bleibt Musik bestimmend f\u00fcr menschliche Interaktionen und tr\u00e4gt Z\u00fcge emotionaler und affektiver Arbeit. Der \u201eAffective Turn\u201c steht f\u00fcr die Betonung von Emotionen, Affekten und dem K\u00f6rper in Hinblick auf die Erforschung von Musik als sozialem und kulturellem Ph\u00e4nomen. In dieser Hinsicht kann Musik auch als \u201eLabour of Love\u201c, als Identit\u00e4tstechnologie oder als Enactment von Emotionen und (F\u00fcr-)Sorge interpretiert werden \u2013 eine Arbeit, die immer auf den menschlichen K\u00f6rper und seine geschlechtliche, sexualisierte und ethnisierte K\u00f6rperlichkeit rekurriert.<\/p>\n<p>Die Konferenz ist entlang von drei \u00dcberthemen organisiert, zu denen jeweils Keynotes und Vortr\u00e4ge geplant sind: Arbeitsm\u00e4rkte der Musik, Machtk\u00e4mpfe und politischer Aktivismus, Emotionale und affektive Musikarbeit. Weitere Informationen zum Call for Papers sowie zum Konferenzprogramm finden Sie unter <a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/isa\/isascience\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mdw.ac.at\/isa\/isascience<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Veranstaltungshinweis<\/strong><\/p>\n<p>isaScience-Konferenz<br \/>\n7. bis 11. 8. 2019<br \/>\nHotel Marienhof<br \/>\nReichenau\/Rax<\/p>\n<p>Mit Keynotes von:<\/p>\n<ul>\n<li>William Cheng, Dartmouth College, USA<\/li>\n<li>Sally-Anne Gross, Westminster School of Arts, UK<\/li>\n<li>Rumya S. Putcha, Texas A&amp;M University, USA<\/li>\n<li>William Weber, California State University Long Beach, USA<\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Thema der isaScience19 als wissenschaftliche Reinterpretation von Just Play!? Was haben indische T\u00e4nzerinnen mit dem britischen Musikbusiness zu tun und was zeitgen\u00f6ssische DIY-Kulturen mit der Etablierung alternativer Musikkanons im 19. Jahrhundert? 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