{"id":2785,"date":"2019-04-30T08:18:48","date_gmt":"2019-04-30T06:18:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=2785"},"modified":"2020-03-09T16:20:38","modified_gmt":"2020-03-09T15:20:38","slug":"beatles-reimagined","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2019\/04\/30\/beatles-reimagined\/","title":{"rendered":"Beatles: Reimagined"},"content":{"rendered":"<strong>Konzipieren, Arrangieren, Produzieren und Performen unter der Leitung eines international renommierten K\u00fcnstlers: Diese Gelegenheit nutzen aktuell Studierende des Instituts f\u00fcr Popularmusik der mdw.<\/strong><\/p>\n<p>Am Anfang stand, wie so oft, der Zufall. Bei einem Jeff-Buckley-Tribute im Jahr 2012 stand ein gewisser Steve Sidwell am Pult des niederl\u00e4ndischen Metropole Orkest und dirigierte Arrangements aus der Feder von Gerd Hermann Ortler, Lehrender am Institut f\u00fcr Popularmusik der mdw. Man lernte einander kennen und sch\u00e4tzen, und schnell war klar: Als international renommierter und h\u00f6chst erfolgreicher Komponist, Arrangeur, Produzent und Dirigent war Steve Sidwell wie geschaffen f\u00fcr eine Zusammenarbeit mit dem Institut.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2788\" aria-describedby=\"caption-attachment-2788\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2788\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Steve_Sidwell.jpg\" alt=\"Steve Sidwell\" width=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Steve_Sidwell.jpg 600w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Steve_Sidwell-290x300.jpg 290w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2788\" class=\"wp-caption-text\">Steve Sidwell \u00a9zur Verf\u00fcgung gestellt<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Liste seiner musikalischen Leistungen und Kollaborationen ist scheinbar endlos \u2013 neben dem Gewinn eines Grammys in der Kategorie \u201eBest Musical Theatre Album\u201c f\u00fcr das Carole-King-Musical <em>Beautiful<\/em> arrangierte er f\u00fcr Stars wie Shirley Bassey und Robbie Williams, war musikalischer Leiter der Abschlusszeremonie der Olympischen Sommerspiele in London 2012 und koproduzierte die Musik des Queen-Kinofilms <em>Bohemian Rhapsody<\/em>.<\/p>\n<p>\u201eIn der Musikindustrie lernst du viele Leute kennen \u2013 und du n\u00fctzt jede Gelegenheit, \u00f6fter mit Menschen zusammenzuarbeiten, die dich inspirieren und mit denen du harmonierst\u201c, beschreibt Steve Sidwell seine Beweggr\u00fcnde f\u00fcr die Zusage zum Projekt <em>Beatles: Reimagined<\/em>. \u201eEs ist spannend, die Studierenden kennenzulernen und mit ihnen zu arbeiten. Aber genauso wichtig war mir der Kontakt zu Gerd. Ich lerne von ihm genauso, wie ich von den Studierenden lerne \u2013 und sie hoffentlich auch von mir.\u201c<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zur musikalischen und k\u00fcnstlerischen Expertise stellt die Zusammenarbeit mit Steve Sidwell f\u00fcr die Studierenden eine Chance dar, den konkreten Arbeitsprozess im Business der Unterhaltungsmusik kennenzulernen. Das Projekt bietet die M\u00f6glichkeit, alle Erfordernisse von der ersten Arrangement-Idee bis zum Applaus nach dem letzten Ton der Auff\u00fchrung hautnah zu erfahren. In enger Zusammenarbeit arrangieren die Studierenden in Kleingruppen bekannte Songs und versteckte Perlen aus dem Beatles-Repertoire f\u00fcr Big Band und Streicher, und zwar jeweils ma\u00dfgeschneidert f\u00fcr einen \u201eperforming artist\u201c \u2013 ganz so, wie das bei einer Auftragsarbeit der Fall w\u00e4re. Dabei haben sie die M\u00f6glichkeit, Instrumental- und Effektspuren sowie Clicktracks f\u00fcr die Auff\u00fchrung vorzuproduzieren.<\/p>\n<p>Zu einer realit\u00e4tsnahen Arbeitssituation tr\u00e4gt au\u00dferdem bei, dass einige der St\u00fccke in Tonlage und Stil auf die Stimme der s\u00fcdafrikanischen S\u00e4ngerin Tertia Botha zugeschnitten werden m\u00fcssen, die gerade beim Musical <em>Bodyguard<\/em> in Wien auftritt und als Gaststar f\u00fcr das Projekt gewonnen werden konnte.<\/p>\n<p>\u201eDu schreibst und arrangierst, und dein St\u00fcck funktioniert wirklich gut und die Tonart passt \u2013 und dann triffst du die K\u00fcnstlerin bzw. den K\u00fcnstler und musst einsehen: Sie oder er wird das so nicht singen k\u00f6nnen. Du musst die Tonart wechseln. Und pl\u00f6tzlich passen deine Stimmf\u00fchrungen nicht mehr, und die Dynamik ver\u00e4ndert sich \u2026\u201c, so beschreibt Steve Sidwell im Gespr\u00e4ch das t\u00e4gliche Gesch\u00e4ft als Arrangeur f\u00fcr S\u00e4nger_innen, wie zum Beispiel als musikalischer Direktor der ersten beiden Staffeln von <em>The Voice UK<\/em> der <em>BBC<\/em>. \u201eIch versuche, eine realistische Situation f\u00fcr die Studierenden zu simulieren.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_2863\" aria-describedby=\"caption-attachment-2863\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2863\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/campusfest18_stp.jpg\" alt=\"Campus Fest 2018\" width=\"1000\" height=\"667\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/campusfest18_stp.jpg 1000w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/campusfest18_stp-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/campusfest18_stp-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/campusfest18_stp-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2863\" class=\"wp-caption-text\">Campus Fest 2018 \u00a9Stephan Polzer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Den eigenen kreativen Prozess im Arbeitsalltag gezielt und \u00f6konomisch vorteilhaft n\u00fctzen zu k\u00f6nnen \u2013 das bezeichnet Steve Sidwell als eine seiner wichtigsten Botschaften: \u201eEs ist ein hartes Gesch\u00e4ft. Wir lernen in unserer Ausbildung, gut zu spielen oder gut zu komponieren und zu arrangieren; aber es ist wieder etwas anderes, diese Skills in der echten Welt umzusetzen. Wenn du mit wenig Geld auskommst oder reiche Eltern oder Sponsoren hast, ist das noch halb so wild: Dann kannst du dich kreativ verwirklichen. Aber wenn du Karriere machen m\u00f6chtest, wenn du eine Familie ern\u00e4hren m\u00f6chtest, dann musst du die\u00a0F\u00e4higkeit entwickeln, zur Zufriedenheit anderer Leute zu arbeiten. Das ist eine Kunst f\u00fcr sich.\u201c<\/p>\n<p>Einen spannenden Aspekt des Projektes stellt die Arbeit in Kleingruppen dar. Komponieren, Arrangieren und Produzieren sind T\u00e4tigkeiten, die gerade Studierende h\u00e4ufig allein in Angriff nehmen \u2013 im sp\u00e4teren Arbeitsleben ist das Einzelk\u00e4mpfer_innentum jedoch eher selten anzutreffen. So k\u00f6nnen die Teilnehmer_innen als wertvolle Erfahrung erleben wie es sich anf\u00fchlt, der eigenen Kreativit\u00e4t ein Qu\u00e4ntchen Kompromissbereitschaft beizumengen \u2013 immer mit dem gemeinsamen Ziel vor Augen.<\/p>\n<p>Und dieses gemeinsame Ziel kann sich sehen und h\u00f6ren lassen: Den Abschluss der hochkar\u00e4tigen Kooperation bildet ein Konzert unter dem Titel <em>CUBE: Beatles neu interpretiert<\/em> am Di, 21. Mai, 19.30 Uhr im MuTh, dem Konzertsaal der Wiener S\u00e4ngerknaben am Augartenspitz. Eine edle Location f\u00fcr die Vollendung eines spannenden Projekts \u2013 und nach dem langen und intensiven Lern- und Arbeitsprozess endlich gen\u00fcgend Raum f\u00fcr tolle Musik!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Veranstaltungshinweis<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/1134\/\">CUBE: Beatles neu interpretiert<\/a><br \/>\n21. Mai 2019, 19.30 Uhr<\/p>\n<p>Im Studienjahr 18\/19 greift CUBE als Ausgangspunkt und Inspirationsquelle f\u00fcr die k\u00fcnstlerische Auseinandersetzung die Musik der \u201eBeatles\u201c auf. Die Songs dieser legend\u00e4ren Popband haben auch f\u00fcnfzig Jahre nach \u201eYellow Submarine\u201c nichts an ihrer Magie eingeb\u00fc\u00dft. Ein imposanter Klangk\u00f6rper, bestehend aus Big Band, Streichorchester, Vokalist_innen und Solist_innen, wird die neu entstandenen Arrangements im MuTh zum Leben erwecken.<\/p>\n<p>MuTh<br \/>\nAm Augartenspitz 1<br \/>\n1020 Wien","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konzipieren, Arrangieren, Produzieren und Performen unter der Leitung eines international renommierten K\u00fcnstlers: Diese Gelegenheit nutzen aktuell Studierende des Instituts f\u00fcr Popularmusik der mdw. Am Anfang stand, wie so oft, der Zufall. 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