{"id":2729,"date":"2019-04-30T08:15:30","date_gmt":"2019-04-30T06:15:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=2729"},"modified":"2019-04-30T08:15:30","modified_gmt":"2019-04-30T06:15:30","slug":"alumni-im-fokus-giulia-brinckmeier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2019\/04\/30\/alumni-im-fokus-giulia-brinckmeier\/","title":{"rendered":"Alumni im Fokus \u2013 Giulia Brinckmeier"},"content":{"rendered":"<strong>Durch Zufall entdeckte die au\u00dfergew\u00f6hnliche Violinistin Giulia Brinckmeier ihr Talent f\u00fcr den Beruf der Konzertmeisterin. Heute beeinflusst sie durch ihr Engagement und ihre Energie den Klang des Bilbao Orkestra Sinfonikoa ma\u00dfgeblich.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_2731\" aria-describedby=\"caption-attachment-2731\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2731\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Giulia_Brinckmeier_c_Raimund_Appel.jpg\" alt=\"Giulia Brinckmeier\" width=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Giulia_Brinckmeier_c_Raimund_Appel.jpg 800w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Giulia_Brinckmeier_c_Raimund_Appel-224x300.jpg 224w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Giulia_Brinckmeier_c_Raimund_Appel-768x1027.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Giulia_Brinckmeier_c_Raimund_Appel-766x1024.jpg 766w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2731\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9Raimund Appel<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u201eEs ist die einfachste Geschichte der Welt\u201c, so beschreibt Giulia Brinckmeier ihre Anf\u00e4nge in der Musik. Die Mutter ist Pianistin, der Vater Geiger, sie selbst musste nur ausw\u00e4hlen \u2013 eine Entscheidung war schnell getroffen: \u201eIch war kaum drei, als mir mein Vater das erste Geigen-Spielzeug in die Hand gegeben hat. Geige zu spielen war f\u00fcr mich selbstverst\u00e4ndlich.\u201c Ebenso wie die Musik an sich, die seit ihrer Kindheit einen Gro\u00dfteil ihres Lebens ausmacht. An eine Stelle als Orchestermusikerin dachte sie jedoch lange nicht. \u201eMit neunzehn Jahren habe ich in Italien mein erstes Diplomstudium abgeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt kannte ich das Orchesterspiel gar nicht und es war f\u00fcr mich auch nicht interessant.\u201c Das sollte sich jedoch \u00e4ndern, als sie ihr Weg dank ihres Lehrenden und Mentors Anton Sorokow nach Wien f\u00fchrte. 2009 begann sie ihr Studium am Konservatorium Wien Privatuniversit\u00e4t (heute MUK), zwei Jahre sp\u00e4ter wechselte sie an die mdw. \u201eIn Wien habe ich entdeckt, was es wirklich bedeutet, in einem Orchester zu spielen.\u201c Bereits zu Beginn des Studiums wird den Studierenden die Wichtigkeit einer fundierten Ausbildung im Bereich Kammermusik und Orchester vermittelt. Diese Professionalit\u00e4t in der Lehre ist, laut Giulia Brinckmeier, einer der gr\u00f6\u00dften Unterschiede zu einem Studium an einer italienischen Hochschule und f\u00fchrt in weiterer Folge auch zu einem klaren qualitativen Unterschied der Orchester. \u201eDas Lehrangebot der mdw, wie beispielsweise der\u00a0k\u00fcnstlerische Einzelunterricht bei dem Konzertmeister der Wiener Symphoniker oder aber auch Orchesterliteratur bei dem Ersten Geiger der Wiener Philharmoniker, bringt nat\u00fcrlich zahlreiche Vorteile mit sich. In Italien und auch in Spanien, wo ich jetzt lebe, ist es den Orchestermitgliedern nicht erlaubt, eine Lehrprofessur zu \u00fcbernehmen. Hier k\u00f6nnte \u00d6sterreich ein Vorbild f\u00fcr andere L\u00e4nder sein.\u201c<\/p>\n<p>Durch Zufall hat die geb\u00fcrtige Schweizerin ihr Talent zur Konzertmeisterin entdeckt. \u201eDamals war es nicht mein Ziel, in einem ber\u00fchmten Orchester zu spielen, im Mittelpunkt stand f\u00fcr mich stets meine eigene k\u00fcnstlerische Entwicklung.\u201c Besonders motiviert wurde sie dabei durch das hohe Vorbereitungsniveau der Professor_innen an der mdw und das hohe Niveau der Studierenden. Vorbilder sucht sie sich nicht bei unerreichbaren Stars, vielmehr orientiert sie sich an ihren Studienkolleg_innen und Lehrenden, deren Qualit\u00e4ten sie bewundert. Auch die Wiener Konzertmeister_innen haben sie in ihrer k\u00fcnstlerischen Entwicklung beeinflusst und geben ihr selbst heute noch den Ansporn, eine bessere Konzertmeisterin zu werden.<\/p>\n<p>Der Erfolg gibt ihr recht. Bis heute steht die Fokussierung auf ihr Instrument, die Vertiefung ihres K\u00f6nnens sowie die M\u00f6glichkeit sich laufend weiterzuentwickeln im Mittelpunkt. Genau das beweist ihre T\u00e4tigkeit im Bilbao Orkestra Sinfonikoa: \u201eAls Konzertmeisterin kann und muss ich im Repertoire tiefer gehen als ein_e Tuttist_in. Aber ich mag die Verantwortung, und dass mein Tun und meine Energie das Orchesterspiel beeinflussen. Die Herausforderungen sind fast unendlich, aber das gef\u00e4llt mir und es wird mir helfen, eine vollst\u00e4ndigere Musikerin zu werden.\u201c Was sie zudem am Orchesterspiel fasziniert, ist die Magie w\u00e4hrend des Zusammenspielens. \u201eHundert Leute m\u00fcssen einer Geste oder einem Atemzug folgen und das Gleiche sp\u00fcren, fast das Gleiche denken. Wie so viele Menschen gemeinsam ein perfektes Pizzicato zupfen k\u00f6nnen, ist f\u00fcr mich immer noch ein R\u00e4tsel. Diese Magie und Verbundenheit ist wirklich das Beste, was dir das Orchesterspielen geben kann.\u201c<\/p>\n<p>Das einzig wahre k\u00fcnstlerische Ziel f\u00fcr die talentierte Geigerin ist dabei ihre eigene Entwicklung und Verbesserung. \u201eSolange ich eine Position habe, die es mir erm\u00f6glicht, musikalisch zu wachsen, bin ich zufrieden.\u201c Dennoch tr\u00e4umt sie von einer Zusammenarbeit mit Orchestern und Ensembles wie dem Spira Mirabilis oder dem Chamber Orchestra of Europe sowie von einer Vertiefung in verschiedene Musikstile, wie etwa der Barockmusik auf Originalinstrumenten. Gefragt ist alles, was Inspiration bringt. Das r\u00e4t sie auch den Konzertmeister_innen von morgen: \u201eMan sollte versuchen, seine Augen und Ohren in alle Richtungen offen zu halten und den Dialog mit anderen K\u00fcnstler_innen suchen. Und nat\u00fcrlich sollte man seinen Beruf als Musiker_in sch\u00e4tzen und sich gl\u00fccklich und privilegiert f\u00fchlen, sein Leben mit Musik und Kunst verbringen zu d\u00fcrfen.\u201c","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch Zufall entdeckte die au\u00dfergew\u00f6hnliche Violinistin Giulia Brinckmeier ihr Talent f\u00fcr den Beruf der Konzertmeisterin. Heute beeinflusst sie durch ihr Engagement und ihre Energie den Klang des Bilbao Orkestra Sinfonikoa ma\u00dfgeblich. \u201eEs ist die einfachste Geschichte der Welt\u201c, so beschreibt Giulia Brinckmeier ihre Anf\u00e4nge in der Musik. Die Mutter ist Pianistin, der Vater Geiger, sie &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":86,"featured_media":2733,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[7,13],"tags":[749,74,26,750,75,59,693],"class_list":["post-2729","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-music","category-report","tag-2019-2","tag-absolvent","tag-alumni","tag-giulia-brinckmeier","tag-graduate","tag-mdw-club","tag-violine"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2729","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/86"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2729"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2729\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2732,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2729\/revisions\/2732"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2733"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2729"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2729"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2729"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}