{"id":2541,"date":"2019-02-25T16:05:51","date_gmt":"2019-02-25T15:05:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=2541"},"modified":"2020-03-09T16:05:45","modified_gmt":"2020-03-09T15:05:45","slug":"was-ist-open-science-und-zu-welchem-ende-ist-science-open","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2019\/02\/25\/was-ist-open-science-und-zu-welchem-ende-ist-science-open\/","title":{"rendered":"Was ist Open Science und zu welchem Ende ist science open?*"},"content":{"rendered":"<strong>\u201eOpen Science [is] just science done right.&#8220;<\/strong><span id='easy-footnote-1-2541' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2019\/02\/25\/was-ist-open-science-und-zu-welchem-ende-ist-science-open\/#easy-footnote-bottom-1-2541' title='&lt;a href=&quot;https:\/\/zenodo.org\/record\/1285575#.XmZYEm5FyfB&quot;&gt;https:\/\/zenodo.org\/record\/1285575#.XmZYEm5FyfB&lt;\/a&gt;'><sup>1<\/sup><\/a><\/span><strong>: So erkl\u00e4ren Melanie Imming und Jon Tennant eine disziplinenunabh\u00e4ngige und mittlerweile zunehmend institutionalisierte Str\u00f6mung der Forschung im digitalen Raum, die unter dem Begriff \u201eoffene Wissenschaft\u201c zusammengefasst wird.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_2542\" aria-describedby=\"caption-attachment-2542\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2542\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Vanessa_Hannesschlaeger.jpg\" alt=\"Vanessa Hannesschlaeger\" width=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Vanessa_Hannesschlaeger.jpg 600w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Vanessa_Hannesschlaeger-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2542\" class=\"wp-caption-text\">Vanessa Hannesschl\u00e4ger \u00a9privat<\/figcaption><\/figure>\n<p>Diese \u201eRichtigkeit\u201c der offenen, das hei\u00dft in allen Phasen des Forschungsprozesses f\u00fcr alle zug\u00e4ngliche Forschung hat eine praktische und eine ideologische Komponente. Wenn nicht nur Endergebnisse in durch Verlage ver\u00f6ffentlichte Aufs\u00e4tze in k\u00e4uflich zu erwerbenden B\u00fcchern und analogen oder digitalen Zeitschriften zug\u00e4nglich sind, sondern auch alle Materialien und Unterlagen, die auf dem Weg zu diesen Ergebnissen entstehen (etwa Forschungsdaten, aber auch vorl\u00e4ufige und sp\u00e4ter vielleicht falsifizierte Hypothesen), dann m\u00fcssen diese Nebenprodukte wesentlich besser ausgearbeitet und dokumentiert werden, als Forschende das bei der Arbeit \u201eim stillen K\u00e4mmerlein\u201c f\u00fcr gew\u00f6hnlich tun. Daher muss die Arbeit \u201edone right\u201c \u2013 oder auf \u00f6sterreichisch \u201eg\u2019scheit gemacht\u201c werden. \u201eRight\u201c ist an offener Wissenschaft aber auch, dass ein mit \u00f6ffentlichen Geldern finanzierter Prozess und seine Ergebnisse allen, die daf\u00fcr bezahlt haben, zug\u00e4nglich sein sollten \u2013 jenen also, die Steuern bezahlen, also: allen.<\/p>\n<p>Das Open Science Network Austria (OANA)<span id='easy-footnote-2-2541' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2019\/02\/25\/was-ist-open-science-und-zu-welchem-ende-ist-science-open\/#easy-footnote-bottom-2-2541' title='&lt;a href=&quot;https:\/\/oana.at\/&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener noreferrer&quot;&gt;https:\/\/oana.at&lt;\/a&gt;'><sup>2<\/sup><\/a><\/span> definiert f\u00fcnf Dimensionen von Open Science. Dazu geh\u00f6ren Open Research Data, also frei verf\u00fcgbare Forschungsdaten (die in den Geisteswissenschaften viele Formen annehmen k\u00f6nnen, sei es als gescannte Handschriften, fotografierte Kunstobjekte, maschinenlesbare Texte, Geodaten, Personenlisten oder Literaturdatenbanken), das Konzept von Open Evaluation (die Ver\u00f6ffentlichung von Beurteilungen von Forschungsarbeiten, z. B. die in Peer-Review-Prozessen entstandenen Kommentare zu Aufs\u00e4tzen), die als Citizen Science bezeichnete \u00d6ffnung des Forschungsprozesses f\u00fcr fachfremde Personen sowie Open Methodology, also Transparentmachung der Schritte, die zu Forschungsergebnissen gef\u00fchrt haben (dazu z\u00e4hlt man im Wissenschaftskontext auch die Open-Source-Bewegung, die die freie Zurverf\u00fcgungstellung von Software schon seit Jahrzehnten betreibt).<\/p>\n<p>Kern und Ursprung der Open-Science-Bewegung ist neben diesen im Verh\u00e4ltnis noch weniger gel\u00e4ufigen Dimensionen der \u00d6ffnung aber vor allem die Idee von Open Access, also offenem und freiem (also gratis) Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen. Das erm\u00f6glicht nicht nur Lai_innen, sich \u00fcber von der Forschung behandelte Themen qualifiziert zu informieren, sondern revolutioniert auch die Arbeitsweisen der Forschung selbst. F\u00fcr Forschende bedeutet Open Access eine zweifache Horizonterweiterung: Bislang teure oder in der lokalen Bibliothek schlicht nicht verf\u00fcgbare Forschungsliteratur kann nun jederzeit und \u00fcberall abgerufen werden, wodurch ein informierterer Forschungsprozess und schlussendlich auch pr\u00e4zisere, qualit\u00e4tsvollere Ergebnisse erreicht werden. Doch auch die eigene Arbeit gewinnt durch Open Access an Bedeutung und Sichtbarkeit. Sie ist nun nicht mehr nur Abonnent_innen von Zeitschriften und Benutzer_innen von gut ausgestatteten Bibliotheken zug\u00e4nglich, sondern allen, immer.<\/p>\n<p>Wenn etwas wirklich allen wirklich immer zug\u00e4nglich sein soll, dann gibt es im 21. Jahrhundert erstmals in der Geschichte der Menschheit einen Ort, an dem das (zumindest theoretisch) m\u00f6glich ist: das Internet. So erkl\u00e4rt sich, dass die Open-Science-Bewegung integral mit der Digitalisierung zusammenh\u00e4ngt, was speziell die Geisteswissenschaften vor neue Herausforderungen stellt. Der erste Schritt zur \u00d6ffnung besteht daher im Aufbau der digitalen Infrastruktur, die diese \u00d6ffnung erm\u00f6glicht. Mit dem Launch des hauseigenen Publikationsservers pub.mdw hat die mdw hier ein wichtiges Zeichen gesetzt \u2013 nun liegt es an den Forschenden, diesen offenen Ort mit Erkenntnissen zu f\u00fcllen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>* Dieser Beitrag ist unter der Lizenz CC BY 4.0 International verf\u00fcgbar: <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0<\/a><\/em>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eOpen Science [is] just science done right.&#8220;: So erkl\u00e4ren Melanie Imming und Jon Tennant eine disziplinenunabh\u00e4ngige und mittlerweile zunehmend institutionalisierte Str\u00f6mung der Forschung im digitalen Raum, die unter dem Begriff \u201eoffene Wissenschaft\u201c zusammengefasst wird. 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