{"id":2397,"date":"2018-11-29T09:09:54","date_gmt":"2018-11-29T08:09:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=2397"},"modified":"2018-11-29T09:09:54","modified_gmt":"2018-11-29T08:09:54","slug":"gendern-mit-unterstrich-warum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2018\/11\/29\/gendern-mit-unterstrich-warum\/","title":{"rendered":"Gendern mit Unterstrich \u2013 warum?"},"content":{"rendered":"<strong>Unterstrich_Gendergap: Eine von vielen geschlechtergerechten Schreibweisen im Deutschen<\/strong><\/p>\n<p>Der sogenannte Gendergap, der sich als Unterstrich in genderfairen Bezeichnungen wie Student_in, Professor_in oder Rektor_in wiederfindet, ist eine von vielen m\u00f6glichen geschlechtergerechteren Schreibweisen im Deutschen. Sie bietet durch den Raum \u00fcber dem Unterstrich die M\u00f6glichkeit, die Vielfalt von geschlechtlichen Identit\u00e4ten mitabzubilden.<\/p>\n<p><strong>Was bedeutet das genau?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist inzwischen hinreichend belegt und auch durch die \u00f6sterreichische Rechtsprechung best\u00e4tigt, dass es nicht nur die zwei gesellschaftlich vorherrschenden Geschlechter (m\u00e4nnlich und weiblich) gibt, sondern viele Formen des M\u00f6glichen dazwischen und dar\u00fcber hinaus. Transidente, Intersexuelle oder Menschen, die nicht dem g\u00e4ngigen Zweigeschlechtersystem entsprechen, kommen in einer Sprache, die nur m\u00e4nnlich und weiblich kennt, meist nicht vor. Um diese Vielfalt sichtbar zu machen, braucht es daher auch sprachlich neue Wege. Der Gendergap ist einer dieser neuen Wege, das Sternchen *, die Tilde ~ oder auch experimentellere Formen wie das x in Profx sind weitere.<\/p>\n<p><strong>Warum ist das heute, im Jahr 2018, von Bedeutung?<\/strong><\/p>\n<p>Weil die Art und Weise, wie wir sprechen und Menschen bezeichnen, die Welt, in der wir leben, mitgestaltet. Und anders als beispielsweise vor 50 Jahren reicht es heute eben nicht mehr aus, unsere Gesellschaft auf der Basis von zwei Geschlechtern zu beschreiben. Viele Personen finden sich in dieser zweigeschlechtlichen\/bin\u00e4ren Beschreibung nicht wieder. Sie werden sprachlich unsichtbar gemacht und dadurch ausgegrenzt. Auf der Beibehaltung von bin\u00e4ren Sprachformen zu beharren, hie\u00dfe also, wissenschaftliche Erkenntnisse, vor allem aber die Bed\u00fcrfnisse von Mitb\u00fcrger_innen zu ignorieren.<\/p>\n<p>Der Gendergap schafft daher eine Welt, in der Raum f\u00fcr die Vielfalt menschlichen Seins ist!<\/p>\n<p>Die Redaktion des <em>mdw-Magazins<\/em> hat sich aus den oben genannten Gr\u00fcnden dazu entschlossen, den Unterstrich\/Gendergap als ihre erste geschlechtergerechte Schreibform zu w\u00e4hlen. Den eingeladenen Autor_innen des <em>mdw-Magazins<\/em> steht aber die Verwendung von s\u00e4mtlichen genderfairen Schreibweisen offen, damit sich die Pluralit\u00e4t der Gesellschaft auch in einer Vielfalt an geschlechtergerechten Schreibweisen zeigen kann.<\/p>\n<p>In der Stabstelle f\u00fcr Gleichstellung, Gender Studies und Diversit\u00e4t der mdw liegt die Brosch\u00fcre <em>Fair in Wort und Bild. Ein Leitfaden f\u00fcr die mdw<\/em> zur freien Entnahme auf.<\/p>\n<ul>\n<li>Mehr Infos unter <a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/gender\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mdw.ac.at\/gender<\/a><\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unterstrich_Gendergap: Eine von vielen geschlechtergerechten Schreibweisen im Deutschen Der sogenannte Gendergap, der sich als Unterstrich in genderfairen Bezeichnungen wie Student_in, Professor_in oder Rektor_in wiederfindet, ist eine von vielen m\u00f6glichen geschlechtergerechteren Schreibweisen im Deutschen. Sie bietet durch den Raum \u00fcber dem Unterstrich die M\u00f6glichkeit, die Vielfalt von geschlechtlichen Identit\u00e4ten mitabzubilden. Was bedeutet das genau? 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