{"id":2347,"date":"2018-11-29T09:18:44","date_gmt":"2018-11-29T08:18:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=2347"},"modified":"2018-11-29T09:26:43","modified_gmt":"2018-11-29T08:26:43","slug":"oesterreichs-einzigartige-einrichtung-fuer-orgelforschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2018\/11\/29\/oesterreichs-einzigartige-einrichtung-fuer-orgelforschung\/","title":{"rendered":"\u00d6sterreichs einzigartige Einrichtung f\u00fcr Orgelforschung"},"content":{"rendered":"<strong>Tausende Dias, Fotos, Dokumente und andere Exponate rund um Orgeln umgeben Wolfgang Kreuzhuber in der Lothringerstra\u00dfe 18. Dort ist das Zentrum f\u00fcr Orgelforschung, \u00d6sterreichs einzige wissenschaftliche Institution f\u00fcr Organologie, untergebracht, das der Ober\u00f6sterreicher leitet.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_2350\" aria-describedby=\"caption-attachment-2350\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2350\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/orgelforschung.jpg\" alt=\"Orgelforschung\" width=\"1000\" height=\"403\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/orgelforschung.jpg 1000w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/orgelforschung-300x121.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/orgelforschung-768x310.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/orgelforschung-850x343.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2350\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9Stefanie Petelin<\/figcaption><\/figure>\n<p>Breit gef\u00e4chert ist das Arbeitsgebiet des Zentrums f\u00fcr Orgelforschung der mdw \u2013 neben der Feldforschung, der Sicherung und Aufarbeitung von Best\u00e4nden und Nachl\u00e4ssen, der Publikation zu Themen des \u00f6sterreichischen Orgelbaus oder der Abhaltung von Symposien fallen auch der Archiv- und der Lehrbetrieb in den Aufgabenbereich der \u00f6sterreichweit einzigartigen Einrichtung, die der Musikwissenschaftler und Organist Wolfgang Kreuzhuber seit 2003 leitet.<\/p>\n<p><strong>Entwicklung der Orgelforschung<\/strong><\/p>\n<p>Die Geschichte der Orgelforschung an der mdw reicht weit zur\u00fcck: 1971 wurde das Institut f\u00fcr Organologische Forschung und Dokumentation an der damaligen Hochschule f\u00fcr Musik und darstellende Kunst in Wien gegr\u00fcndet, ab\u00a01972 wirkte Karl Sch\u00fctz als einziger hauptamtlicher Mitarbeiter am Aufbau einer Datensammlung zu Orgelbau und in der Lehre.<br \/>\nEin Schritt mit vielen strukturellen Ver\u00e4nderungen erfolgte 2002: Das bestehende Institut wurde als Zentrum f\u00fcr Orgelforschung in das Institut f\u00fcr Orgel, Orgelforschung und Kirchenmusik an der mdw integriert. 2003 \u00fcbernahm Wolfgang Kreuzhuber die Agenden der Orgelforschung. Heute wird er bei der wissenschaftlichen Forschung von Sepp Strobl und im Sekretariat von Andrea Palecek unterst\u00fctzt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2351\" aria-describedby=\"caption-attachment-2351\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2351\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/wolfgang_kreuzhuber.jpg\" alt=\"Wolfgang Kreuzhuber\" width=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/wolfgang_kreuzhuber.jpg 600w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/wolfgang_kreuzhuber-229x300.jpg 229w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2351\" class=\"wp-caption-text\">Wolfgang Kreuzhuber \u00a9Stefanie Petelin<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Dias, Dokumente, B\u00fccher und Anschauungsmaterialien<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber 20.000 Dias, 1.500 Fotos, unz\u00e4hlige Dokumente \u2013 von Dispositionsentw\u00fcrfen \u00fcber technische Zeichnungen bis hin zu Kostenvoranschl\u00e4gen \u2013 und zahlreiche Anschauungsmaterialien \u2013 vom Orgelmodell bis zum Stimmwerkzeug \u2013 kann man im Zentrum f\u00fcr Orgelforschung entdecken. \u00dcber einige Sch\u00e4tze, wie eine Prinzipalpfeife aus der R\u00f6mer-Orgel von 1720, freut sich das Zentrum dabei besonders.<\/p>\n<p>Neben Nachl\u00e4ssen von Hans Heiling, Arnulf Klebel oder Ferdinand Molzer beherbergt es auch eine Handbibliothek \u2013<br \/>\nu. a. mit organologischer Literatur, wissenschaftlichen Abschlussarbeiten und den bislang drei Publikationen zum Orgelbau aus der von Wolfgang Kreuzhuber angeregten und vom Institut f\u00fcr Orgel, Orgelforschung und Kirchenmusik herausgegebenen Reihe <em>Wiener Beitr\u00e4ge zu Orgel und Kirchenmusik<\/em>.<\/p>\n<p><strong>Unersetzlich f\u00fcr Restaurierungsprojekte<\/strong><\/p>\n<p>Mit seiner Arbeit unterst\u00fctzt das Zentrum f\u00fcr Orgelforschung Restaurierungen verschiedener Orgeln, wie zum\u00a0Beispiel der W\u00f6ckherl-Orgel in der Wiener Franziskanerkirche oder der Pfliegler-Orgel im nieder\u00f6sterreichischen Hafnerberg. Die Orgelforschung ist unersetzlich f\u00fcr Orgelprojekte und es ist jedes Mal eine Besonderheit, wenn dank der Unterst\u00fctzung des Zentrums eine Orgel angemessen restauriert werden kann.<\/p>\n<p><strong>Orgeldatenbank als Unterst\u00fctzung bei Anfragen<\/strong><\/p>\n<p>Die Forschungseinrichtung hat seit ihrer Gr\u00fcndung unz\u00e4hlige schriftliche und m\u00fcndliche Anfragen aus ganz \u00d6sterreich und seinen Nachbarl\u00e4ndern bearbeitet: Anfragen zu Orgelbauten in \u00d6sterreich, Unterst\u00fctzung bei Nachforschungen zu orgelbautechnischen Details und Ausk\u00fcnfte hinsichtlich der Disposition von bestimmten Instrumenten sind nur einige der Aufgabenbereiche. Eine rasche Beantwortung erm\u00f6glicht die computergest\u00fctzte, auf wissenschaftlicher Basis erstellte Datenbank, an der seit Jahren intensiv gearbeitet wird. Nach der Erfassung aller Orgeln in \u00d6sterreich wird diese Datenbank mehr als 6.000 Instrumente umfassen \u2013 eine beeindruckende Zahl.<\/p>\n<p>Viel Zeit und Kraft verlangte dieses Projekt dem Team der Orgelforschung in den letzten Jahren ab \u2013 und auch k\u00fcnftig gibt es viel zu tun: Bei aller Freude \u00fcber das bereits vorhandene Material zum Orgelbau in \u00d6sterreich darf nicht unerw\u00e4hnt bleiben, dass es f\u00fcr eine fl\u00e4chendeckende Ersterfassung aller Instrumente in \u00d6sterreich noch viel zu erforschen und aufzuarbeiten gibt. Ein wichtiges Ziel ist die Fertigstellung der Datenbank zum \u00f6sterreichischen Orgelbau, auch wenn dies mit den sehr knappen personellen und finanziellen Ressourcen nicht einfach zu erreichen ist.<\/p>\n<p><strong>(Inter-)Nationale Kontakte und Kooperationen<\/strong><\/p>\n<p>Der Orgelbau in \u00d6sterreich in seiner historischen Dimension kann nur durch die Zusammenarbeit aller Beteiligten \u2013 Orgelbauer_innen, Orgelreferent_innen, Organist_innen sowie Orgelliebhaber_innen \u2013 weiterhin gut dokumentiert und fortgef\u00fchrt werden. So beheimatet das Zentrum f\u00fcr Orgelforschung seit 2004 auch das \u00d6sterreichische Orgelforum. Die enge Kooperation zwischen beiden Einrichtungen sorgt dabei f\u00fcr wertvolle Synergien. Ein gro\u00dfes Anliegen ist daher auch die Pflege und Intensivierung von Kontakten zu nationalen und internationalen Institutionen \u2013 von Goteborg Organ Art Center (GOArt) bis zur International Association for Organ Documentation (IAOD) \u2013 sowie die Mithilfe am Aufbau von Orgelforschungsgremien in den neuen EU-Staaten.<\/p>\n<p><strong>Praxisorientierte und interdisziplin\u00e4re Angebote f\u00fcr Studierende<\/strong><\/p>\n<p>Ziel ist es, die Studierenden zum wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Orgelforschung zu animieren und den Praxisbezug zum Orgelbau selbst zu intensivieren. Es werden auch regelm\u00e4\u00dfig Lehrveranstaltungen zu Orgelbau und Orgelkunde angeboten. Exkursionen zu Orgelbauer_innen, Pfeifenmachern_innen und bedeutenden Instrumenten in Wien und Umgebung sowie Seminaren zur Orgelpflege erm\u00f6glichen den Orgel- und Kirchenmusikstudierenden an der mdw einen praxisorientierten Zugang zu diesem Fach. Einsichten in orgelbautechnische Details erschlie\u00dfen den Organist_innen neue Erkenntnisse, die sich auch nachhaltig auf die Interpretation von Orgelwerken auswirken. Die Verbindung von Orgelbau und Orgelspiel wird so st\u00e4rker ins Bewusstsein ger\u00fcckt.<\/p>\n<ul>\n<li>Website des Zentrums f\u00fcr Orgelforschung:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/iok\/zfo\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.mdw.ac.at\/iok\/zfo\/<\/a><\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tausende Dias, Fotos, Dokumente und andere Exponate rund um Orgeln umgeben Wolfgang Kreuzhuber in der Lothringerstra\u00dfe 18. Dort ist das Zentrum f\u00fcr Orgelforschung, \u00d6sterreichs einzige wissenschaftliche Institution f\u00fcr Organologie, untergebracht, das der Ober\u00f6sterreicher leitet. 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