{"id":2044,"date":"2018-09-27T12:36:46","date_gmt":"2018-09-27T10:36:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=2044"},"modified":"2018-09-27T12:36:46","modified_gmt":"2018-09-27T10:36:46","slug":"rezension-wissenskulturen-im-dialog","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2018\/09\/27\/rezension-wissenskulturen-im-dialog\/","title":{"rendered":"Rezension: Wissenskulturen im Dialog"},"content":{"rendered":"<strong>Doris Ingrisch, Marion Mangelsdorf, Gert Dressel, Hg., <em>Wissenskulturen im Dialog. Experimentalr\u00e4ume zwischen Wissenschaft und Kunst<\/em> (Edition Kulturwissenschaft 120), Bielefeld: transcript 2017, 270 Seiten, ISBN: 978-3-8376-3698-7.<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2048\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/wissenskulturen_im_dialog.png\" alt=\"Wissenskulturen im Dialog\" width=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/wissenskulturen_im_dialog.png 600w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/wissenskulturen_im_dialog-197x300.png 197w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/>Das Buch stellt das Dialogische als zentrales Prinzip in den Mittelpunkt des Denkens \u00fcber Kunst und Wissenschaft. Erst der Dialog \u2013 verstanden als Kunst des ergebnisoffenen gemeinsamen Denkens \u2013 schaffe einen M\u00f6glichkeitsraum, in dem Kunst und Wissenschaft ihre Potenziale entfalten k\u00f6nnen, um zur L\u00f6sung gesellschaftlicher Probleme beizutragen.<\/p>\n<p>Der wissenschaftliche Sammelband ist in drei Themenbl\u00f6cke gegliedert: <em>Experimentalr\u00e4ume als epistemologische und methodische Herausforderungen, Dialogkulturen erproben <\/em>und<em> Experimentalr\u00e4ume er\u00f6ffnen und gestalten<\/em>. Herstellungslogiken von Wissensgenerierungsprozessen werden hinterfragt, Organisationsformen von Wissen(schaften) und Kunst thematisiert und es wird den jeweils unterschiedlichen \u201eWirklichkeiten\u201c und \u201eWahrheiten\u201c nachgegangen. Der hegemoniale Modus der Wissensgenerierung, der nach Entweder-oder-Kategorien und bipolaren beziehungsweise dichotomen Trennlinien funktioniert, wird infrage gestellt.<\/p>\n<p>Das Buch zeichnet sich nicht zuletzt auch durch das breit aufgestellte transdisziplin\u00e4re Team der Herausgeber_innen und Autor_innen aus: Sozial- und Kulturwissenschaftler_innen, Historiker_innen, Journalist_innen, Erwachsenenbildner_innen, Kunst-Kurator_innen, Genderforscher_innen, Theater-, Medien- und Filmwissenschaftler_innen, Dramaturg_innen, Performance-K\u00fcnstler_innen und -forscher_innen, Choreograf_innen, T\u00e4nzer_innen, K\u00fcnstler_innen und Kunstfiguren aus Deutschland, \u00d6sterreich, der Schweiz und den USA.<\/p>\n<p>Die einzelnen Beitr\u00e4ge sind u. a. auch Ergebnis eines mehrj\u00e4hrigen Experimentierens und Austauschens und der Tagungstrilogie <em>Wissenskulturen im Dialog<\/em> (Versuchsanordnungen \u2013 Umkreisungen \u2013 Interferenzen), wobei die Tagungen selbst als experimentelles Forschungsformat und auch methodologisch genutzt wurden. Der klassische Wissenschaftsband setzt an einigen Stellen kreative Gedanken grafisch-bildtechnisch experimentell um und verweist auch mit der Cover-Grafik von Lisette Rosenthal gelungen auf das \u201eDazwischen\u201c, das Begegnen, das In-der-Schwebe-Halten des Dialogischen zwischen Kunst und Wissenschaft.<\/p>\n<p>Die theoretischen, praktischen und experimentellen Angebote bieten ein gro\u00dfes Potenzial f\u00fcr eine kritische Weiterentwicklung der in die Krise gekommenen Gesellschaft; f\u00fcr das Handling des die Wissenschaft unterminierenden \u201ePostfaktischen\u201c und gegen die Beliebigkeit des \u201eanything goes\u201c, die auch den K\u00fcnsten ihren Stachel zu nehmen droht. Das Buch bietet dabei keine simplifizierend-eindimensionalen Handlungsanleitungen, sondern vielmehr eine lohnende Lekt\u00fcre, Angebote zum Weiterdenken, zum Widersprechen und zum Eintreten in einen Dialog mit Bekanntem und Unbekanntem.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Doris Ingrisch, Marion Mangelsdorf, Gert Dressel, Hg., Wissenskulturen im Dialog. Experimentalr\u00e4ume zwischen Wissenschaft und Kunst (Edition Kulturwissenschaft 120), Bielefeld: transcript 2017, 270 Seiten, ISBN: 978-3-8376-3698-7. Das Buch stellt das Dialogische als zentrales Prinzip in den Mittelpunkt des Denkens \u00fcber Kunst und Wissenschaft. 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