{"id":1891,"date":"2018-04-30T09:11:05","date_gmt":"2018-04-30T07:11:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=1891"},"modified":"2018-05-02T09:45:12","modified_gmt":"2018-05-02T07:45:12","slug":"erlebniswelt-musik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2018\/04\/30\/erlebniswelt-musik\/","title":{"rendered":"Erlebniswelt Musik"},"content":{"rendered":"<strong>Was w\u00e4re, wenn es die M\u00f6glichkeit g\u00e4be zu musizieren, um zu musizieren? Wir m\u00fcssten nicht kl\u00fcger oder sozialer werden, es g\u00e4be keinen Druck, denn das Musizieren selbst st\u00fcnde im Mittelpunkt und w\u00e4re Mittel und Zweck zugleich. Eine befreiende, nat\u00fcrliche Art Musik zu machen \u2013 das Elementare Musizieren.<\/strong><\/p>\n<p>Der Fachbereich Elementare Musikp\u00e4dagogik, kurz EMp, stellt einen Bereich des Instituts f\u00fcr musikp\u00e4dagogische Forschung, Musikdidaktik und Elementares Musizieren (IMP) der mdw dar und besch\u00e4ftigt sich mit Forschung, Lehre und Praxis des elementaren Musizierens. Aufgebaut und gepr\u00e4gt wurde der Fachbereich von Ruth Schneidewind und Johann Bucher. \u201eWir bringen die Musik mit anderen Ausdrucksformen wie Sprache, Bewegung und darstellendes Spiel in eine positive Wechselwirkung und nutzen diese Verbindung, um das Musizieren zu intensivieren, zu vertiefen und den ganzen Menschen mit seinen Sinneswahrnehmungen miteinzubeziehen\u201c, erkl\u00e4rt Veronika Kinsky, Fachbereichsleiterin der EMp. \u201eDadurch wird ein intensives Wahrnehmen, Erleben und Begreifen der Musik in ihrer Vielfalt erm\u00f6glicht.\u201c<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/DWmRitE8M_4\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<figure id=\"attachment_1898\" aria-describedby=\"caption-attachment-1898\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1898\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/elementares_musizieren_april18_5.jpg\" alt=\"Elementares Musizieren\" width=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/elementares_musizieren_april18_5.jpg 600w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/elementares_musizieren_april18_5-293x300.jpg 293w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1898\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9Thomas Weichselbaum<\/figcaption><\/figure>\n<p>Elementares Musizieren ist f\u00fcr Menschen jeden Alters und aller Niveaus zug\u00e4nglich und ist nicht etwa einfach oder trivial, sondern stellt vielmehr einen breiten Zugang f\u00fcr Laien wie f\u00fcr Profis gleicherma\u00dfen dar. Kleinkinder erfahren einen Weg ihre Empfindungen mit ihren eigenen M\u00f6glichkeiten musikalisch zu gestalten und entwickeln ihre\u00a0sch\u00f6pferische Ausdruckskraft, Profis finden einen erg\u00e4nzenden, vertiefenden Zugang zu ihrem Instrument und begeben sich auf ihre eigene Klangsuche. \u201eProfessionelle MusikerInnen sch\u00e4tzen diese andere Musizierform sehr. Sie werden keinem extremen Leistungsdruck ausgesetzt und finden dadurch einen Weg, sich mit dem eigenen Instrument entspannter und eigenst\u00e4ndiger auszudr\u00fccken\u201c, so Kinsky.<\/p>\n<p>Die T\u00e4tigkeitsfelder der EMp sind weit gestreut. Neben instrumentalem Einzel-, Gruppen- und Ensembleunterricht, Inklusion, Musikkunde und im Schulunterricht, ist die Musikvermittlung im Konzert ein wichtiger Bestandteil. Veronika Mandl, Lehrende im Fachbereich EMp, entwickelt innovative Konzepte, u. a. Agathes Wunderkoffer f\u00fcr junges Publikum ab drei Jahren im Wiener Musikverein. Agathe ist eine Figur, die durch das Programm f\u00fchrt und sich gemeinsam mit den Kindern und deren Begleitpersonen an die Musik des jeweiligen Konzerts herantastet. \u201eMein Fokus bei der Konzeption eines Konzertes liegt nicht auf einem kognitiven Wissenserwerb beim Publikum. Manche Kinder merken sich Details, zum Beispiel, welches Mundst\u00fcck eine Posaune hat und wie man sie anbl\u00e4st, andere Kinder sind einfach fasziniert vom Klang der Instrumente, von der Geschichte und der Musik. Es geht um Kunst.\u201c Wichtig ist auch die Beziehungsebene, nicht nur zwischen Agathe und dem Publikum, sondern auch zwischen den MusikerInnen und dem Publikum. \u201eDie Beziehungsarbeit ist ein wichtiger Faktor, um sich in das Ph\u00e4nomen Musik vertiefen zu k\u00f6nnen. Deswegen beschreibe ich ein Konzert f\u00fcr junges\u00a0Publikum als Beziehungskunst.\u201c Auch f\u00fcr den sp\u00e4teren Wunsch, ein Instrument zu erlernen, ist die Bezugsebene neben dem Klang und der Motorik ausschlaggebend. Diese Bezugsebene kann nicht nur in einem Konzert hergestellt werden, sondern beispielsweise durch die Gitarre spielenden Kindergartenp\u00e4dagogInnen.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Ah8Qu7hcQw4\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Besonders erfreulich sind daher auch vermehrte Kooperationen mit Kinderg\u00e4rten und Volksschulen sowie die Arbeit in der Musikschule und dem Schulunterricht. Entsprechende Fortbildungen f\u00fcr P\u00e4dagogInnen wie der berufsbegleitende Weiterbildungslehrgang f\u00fcr EMp am IMP machen es m\u00f6glich, die Teilnehmenden dahingehend zu schulen, Musik selbstverst\u00e4ndlich in den Unterricht, bzw. im Falle von Sozialp\u00e4dagogInnen in den Berufsalltag zu integrieren.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1896\" aria-describedby=\"caption-attachment-1896\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1896\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/elementares_musizieren_april18_7.jpg\" alt=\"Der tapfere Ritter\" width=\"1000\" height=\"408\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/elementares_musizieren_april18_7.jpg 1000w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/elementares_musizieren_april18_7-300x122.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/elementares_musizieren_april18_7-768x313.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/elementares_musizieren_april18_7-850x347.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1896\" class=\"wp-caption-text\">Der tapfere Ritter, musikalisches Erz\u00e4hltheater nach dem Roman Don Quixote de la Mancha von Miguel de Cervantes \u00a9Peter Lindner<\/figcaption><\/figure>\n<p>Grundlegend beim Elementaren Musizieren ist, dass jeder Mensch angenommen wird, wie er ist \u2013 es geht um einen achtsamen Umgang, Sensibilit\u00e4t und Offenheit.\u00a0\u201eIch durfte einmal bei unserer Kollegin Katharina Ruf in einem Pflegeheim der Caritas hospitieren\u201c, erinnert sich Veronika Mandl. \u201eIn der Elementaren Musizierstunde ging es um das Thema Sonnwendfeuer. Die PatientInnen im Pflegeheim sind sehr betagt, manche sitzen im Rollstuhl. Alle konnten an das Thema ankn\u00fcpfen und haben sich darauf eingelassen. Mit unterschiedlichen Instrumenten wurde das Lagerfeuer musiziert: das Knistern des Holzes, das Anschwellen der Flammen&#8230;<\/p>\n<figure id=\"attachment_1897\" aria-describedby=\"caption-attachment-1897\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1897\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/elementares_musizieren_april18_6.jpg\" alt=\"Elementares Musizieren\" width=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/elementares_musizieren_april18_6.jpg 600w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/elementares_musizieren_april18_6-235x300.jpg 235w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1897\" class=\"wp-caption-text\">Astrids Ideen, ein musikalischer Streifzug durch das Leben Astrid Lindgrens \u00a9Peter Lindner<\/figcaption><\/figure>\n<p>Eine Frau begann pl\u00f6tzlich in Erinnerung an ihre Jugend ein Lied zu singen. Die Leiterin der Elementaren Musizierstunde griff das Lied auf, das daraufhin gemeinsam gesungen wurde. In solchen Momenten wird im Dialog mit den Teilnehmenden das Lebendige im Menschen wachgerufen und wertgesch\u00e4tzt.\u201c<\/p>\n<p>Um mit den Teilnehmenden in Dialog treten zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen sich elementare Musikp\u00e4dagogInnen als MusikerInnen selbst ausdr\u00fccken k\u00f6nnen, Improvisation ist eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit und die k\u00fcnstlerische Identifikation als MusikerIn von gro\u00dfer Bedeutung. \u201eIch muss Impulse aus der Gruppe aufgreifen k\u00f6nnen, etwas anbieten, aber auch annehmen k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt Veronika Kinsky. Das Handwerkzeug ist eine gro\u00dfe Schatzkiste an methodischen M\u00f6glichkeiten und Spielideen, die man lernt und erweitert. Dazu kommt die Bereitschaft, sich gern zu bewegen sowie eine Offenheit m\u00f6glichst vielen Musikstilen gegen\u00fcber. \u201eDas Musizieren steht immer im Vordergrund. Wir musizieren, um zu musizieren.\u201c","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was w\u00e4re, wenn es die M\u00f6glichkeit g\u00e4be zu musizieren, um zu musizieren? Wir m\u00fcssten nicht kl\u00fcger oder sozialer werden, es g\u00e4be keinen Druck, denn das Musizieren selbst st\u00fcnde im Mittelpunkt und w\u00e4re Mittel und Zweck zugleich. Eine befreiende, nat\u00fcrliche Art Musik zu machen \u2013 das Elementare Musizieren. 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