{"id":1843,"date":"2018-04-30T09:13:20","date_gmt":"2018-04-30T07:13:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=1843"},"modified":"2018-05-17T12:27:33","modified_gmt":"2018-05-17T10:27:33","slug":"das-erasmus-projekt-inclusive-pedagogy-in-arts-europe-ipa-e","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2018\/04\/30\/das-erasmus-projekt-inclusive-pedagogy-in-arts-europe-ipa-e\/","title":{"rendered":"Das Erasmus+ Projekt Inclusive Pedagogy in Arts \u2013 Europe (IPA-E)"},"content":{"rendered":"<strong>Ausgangspunkt<\/strong><\/p>\n<p>Die mdw ist in Bezug auf Diversit\u00e4t, Intersektionalit\u00e4t, Barrierefreiheit und Inklusion sehr gut aufgestellt. Neben dem Vizerektorat f\u00fcr Organisationsentwicklung, Gender &amp; Diversity, der Stabstelle Gleichstellung, Gender Studies und Diversit\u00e4t und den Behindertenbeauftragten gibt es eine Senatsarbeitsgruppe Barrierefrei. In den Lehrveranstaltungen, vor allem in denen der musikp\u00e4dagogischen Studien, bekommt die inklusive Musikp\u00e4dagogik Raum. Die Fachtagungen f\u00fcr inklusives Musizieren und die inklusiven Soundfestivals werden gut besucht. Die mdw-Band All Stars Inclusive wurde 2016 der Staatspreis Diversitas verliehen. Einen f\u00fcr alle verpflichtenden Kulturwandel zugunsten sozialer Inklusion und Diversit\u00e4t geben die<br \/>\nUN-Behindertenrechtskonvention, der 2012 verabschiedete Nationale Aktionsplan Behinderung wie auch der gesamt\u00f6sterreichische Universit\u00e4tsentwicklungsplan 2016\u20132021 vor.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1844\" aria-describedby=\"caption-attachment-1844\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1844\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/inclusive_pedagogy.jpg\" alt=\"Inclusive Pedagogy\" width=\"1000\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/inclusive_pedagogy.jpg 1000w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/inclusive_pedagogy-300x110.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/inclusive_pedagogy-768x280.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/inclusive_pedagogy-850x310.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1844\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9Beate Hennenberg<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Teilnehmende ProjektpartnerInnen<\/strong><\/p>\n<p>Deshalb lag es auf der Hand, der Anfrage der finnischen KollegInnen zuzustimmen und gemeinsam den Antrag f\u00fcr das Erasmus+ Projekt Inclusive Pedagogy in Arts \u2013 Europe zu formulieren. Mitwirkende Institutionen sind das Kuopio Conservatory Finland mit Direktor Esko Kauppinen und den beiden Instrumentalp\u00e4dagoginnen Annukka Knuuttila und Elina Vetoniemi, die Savonia University of Applied Sciences Music and Dance in Kuopio mit Tanzp\u00e4dagogin Hanna Turunen, die Siauliai 1st Music School Litauen mit den Instrumentalp\u00e4dagoginnen Kristina Kupryte und Jurgita Bubiene, die Siauliai University in Litauen mit den Wissenschaftlerinnen Diana Strak\u0161ien\u0117 und Edita Musneckien\u0117, die Universit\u00e4t Vechta in Deutschland mit Bildungswissenschaftler Roland Hafen und Dissertantin der Musikp\u00e4dagogik Heidi Zacheja-D\u00fcvel, die Kreismusikschule Vechta mit Musikschullehrer und Popularmusiker Rainer W\u00f6rdemann sowie die mdw in \u00d6sterreich mit der Musikp\u00e4dagogin und Musikwissenschaftlerin Beate Hennenberg.<\/p>\n<p><strong>Rahmendaten<\/strong><\/p>\n<p>Das Projekt aus dem Bereich strategische Partnerschaften, Key Action 2, begann im September 2017 und hat eine Dauer von knapp zwei Jahren. Das Programm gibt bildungspolitische Priorit\u00e4ten vor, etwa das Erstellen von Curricula, durch die \u00fcber L\u00e4nder und Sektoren hinweg gelernt werden kann. Weitere Priorit\u00e4ten sind die Ann\u00e4herung der Bildungsinhalte der neuen Curricula an die Erfordernisse der beruflichen Praxis, etwa im Bereich von Instrumentalp\u00e4dagogik, Tanzp\u00e4dagogik und Musikerziehung, die Erprobung und Implementierung neuer Lehr- und Lernmethoden sowie die Vereinfachung der grenz\u00fcberschreitenden Anerkennung von Wissen und mehr Chancengleichheit f\u00fcr benachteiligte Gruppen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1845\" aria-describedby=\"caption-attachment-1845\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1845\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/inclusive_pedagogy2.jpg\" alt=\"Inclusive Pedagogy\" width=\"1000\" height=\"593\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/inclusive_pedagogy2.jpg 1000w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/inclusive_pedagogy2-300x178.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/inclusive_pedagogy2-768x455.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/inclusive_pedagogy2-850x504.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/inclusive_pedagogy2-413x244.jpg 413w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1845\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9Beate Hennenberg<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Vorgehensweise und Ziele<\/strong><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst werden einzelne Module auf Basis von innovativen Lehr- und Lernmethoden entwickelt. Das Herzst\u00fcck an der mdw ist die inklusive Band All Stars Inclusive, an der die Studierenden durch Mitmusizieren sowie das Belegen von didaktischen oder theoretischen Seminaren teilnehmen k\u00f6nnen. Am Institut f\u00fcr musikp\u00e4dagogische Forschung, Musikdidaktik und Elementares Musizieren (IMP) wird die Website <a href=\"http:\/\/www.musik-inklusiv.at\" target=\"_blank\">www.musik-inklusiv.at<\/a> gehostet, die \u2013 auch in leicht lesbarer Sprache \u2013 einen \u00dcberblick \u00fcber weitere inklusive Ensembles in ganz \u00d6sterreich gibt. Die finnische Expertise liegt einerseits im Bereich der kreativen Tanzp\u00e4dagogik und andererseits auf adaptivem, situativem Musizieren mit Kleinst- und Kleinkindern, sowohl am Konservatorium als auch auf einer Fr\u00fchchenstation. An der Normalschule Kuopion bekommen Sch\u00fclerInnen mit Trisomie 21 w\u00f6chentlich mehrere Stunden Blechblasunterricht in Kleingruppen, um demn\u00e4chst im Schulorchester mitzuspielen. Die Universit\u00e4t Vechta nutzt den Gewinn des f\u00e4cherverbindenden Unterrichts f\u00fcr den Regelschulunterricht. Nicht unbekannt sind dort die B\u00fcrgerwissenschaften, Citizen Science. Rainer W\u00f6rdemann von der Kreismusikschule Vechta bietet Instrumentalunterricht f\u00fcr Menschen mit Behinderung an, was jedoch f\u00fcr eine Musikschule im Verband deutscher Musikschulen gl\u00fccklicherweise \u2013 nach der Potsdamer Erkl\u00e4rung von 2014 \u2013 nichts Besonderes mehr ist.<\/p>\n<p><strong>Inklusive Musizierprojekte in Europa<\/strong><\/p>\n<p>Innovative Projekte inklusiven Musizierens inspirieren unsere Arbeit: An der TU Dortmund lehrt Susanne Quinten zur Trias Bewegung, Tanz und Inklusion. Forschungsschwerpunkt von Juliane Gerland an der TU Siegen ist die Musikp\u00e4dagogik als Motor inklusiver Entwicklung. Robert Wagner, Vorsitzender des Bundesfachausschusses des Verbandes deutscher Musikschulen f\u00fcr Inklusion und Leiter des berufsbegleitenden Lehrganges Instrumentalspiel mit Menschen mit Behinderung an Musikschulen an der Akademie Remscheid, entwickelt diskriminierungsfreie, aufsuchende Angebote f\u00fcr alle Musiksch\u00fclerInnen. Antonella Coppi von der Freien Universit\u00e4t Bozen forscht zu Music Education, Legality and Social Inclusion. Eva K\u00f6niger, Lehrende am IMP, untersucht ELEMU, das Kooperationsprojekt der Musikschule Wien mit dem Stadtschulrat, in dem es um die M\u00f6glichkeit geht, ausgebildete Musikschullehrkr\u00e4fte gemeinsam mit Volksschullehrkr\u00e4ften in Volksschulen zusammenzubringen. Adriana Di Lorenzo Tillborg beforscht die Beziehung zwischen Leadership und Inklusion als Herausforderung f\u00fcr Schwedens Kunst- und Musikschulen. Shirley Day-Salmon vom Orff-Institut Salzburg koordiniert den Schwerpunkt Musik und Tanz in sozialer Arbeit und integrativer P\u00e4dagogik.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1846\" aria-describedby=\"caption-attachment-1846\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1846\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/inclusive_pedagogy3.jpg\" alt=\"Inclusive Pedagogy\" width=\"1000\" height=\"586\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/inclusive_pedagogy3.jpg 1000w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/inclusive_pedagogy3-300x176.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/inclusive_pedagogy3-768x450.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/inclusive_pedagogy3-850x498.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1846\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9Beate Hennenberg<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Unterst\u00fctzende Agenden<\/strong><\/p>\n<p>Die erneuerte EU-Agenda f\u00fcr Hochschulbildung, 2017 vom Wissenschaftsministerium entwickelt und f\u00fcr alle \u00f6sterreichischen Universit\u00e4ten verbindlich, untermauert den Ansatz dieses Projekts: Hochschuleinrichtungen sollen zur Innovation in der Gesellschaft beitragen, Wissensallianzen schmieden, Kooperationen mit Bildungseinrichtungen aller Stufen eingehen und die Talente aller Studierenden f\u00f6rdern. M\u00f6glicherweise werden wir k\u00fcnftig mehr Studierende mit individuellen Lernwegen haben und der Bedarf an flexiblen Studienprogrammen oder digitaler Technologie wird steigen. Aber, so schwer zu bew\u00e4ltigen sind diese Herausforderungen nicht. Im Gegenteil: Befragt auf die Umstellung des Unterrichts mit unseren blinden Studierenden, berichten die Lehrenden schon jetzt von Vorteilen der E-Accessibility im Vergleich zu \u00e4lteren Lehrbehelfen.<\/p>\n<p><strong>Das Ziel im Blick<\/strong><\/p>\n<p>Es ist zu fr\u00fch, um \u00fcber Auswirkungen zu sprechen. Was Lehrende \u2013 unabh\u00e4ngig davon, wo sie unterrichten \u2013 anbelangt, so werden sie k\u00fcnftig auf eine Reihe bew\u00e4hrter Beispiele im inklusiven Instrumental- und Gesangsunterricht zur\u00fcckgreifen und diese f\u00fcr sich adaptieren und differenziert sowie diversit\u00e4tssensibel weiterentwickeln. Individuell gestaltete Curricula \u2013 Beispiel Projektvariante \u2013 werden wichtiger. Eine flexiblere Gestaltung des Unterrichts, etwa durch Open Distance Learning f\u00fcr Lehrveranstaltungen, in denen keine Pr\u00e4senzpflicht besteht, k\u00f6nnte angedacht werden. F\u00fcr Studierende soll es ein breiteres professionelles Angebot f\u00fcr inklusive didaktische oder k\u00fcnstlerische F\u00e4cher geben. Alternative Pr\u00fcfungsmethoden sind dabei ebenso ein Thema wie auch die Weiterbildung in Geb\u00e4rdensprache \u2013 f\u00fcr Studierende der Musikerziehung ein beruflicher Startvorteil. Vielf\u00e4ltig sind die Aufgaben. Fest steht, dass eine Teilhabe an hochwertiger musikalischer Bildung jeder und jedem Interessierten erm\u00f6glicht und die notwendige Unterst\u00fctzung bereitgestellt werden soll, wobei angemessene Vorkehrungen f\u00fcr eine den Bed\u00fcrfnissen entsprechende F\u00f6rderung zu treffen sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen auf der Projektwebsite:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/918\" target=\"_blank\">www.mdw.ac.at\/918<\/a><\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausgangspunkt Die mdw ist in Bezug auf Diversit\u00e4t, Intersektionalit\u00e4t, Barrierefreiheit und Inklusion sehr gut aufgestellt. Neben dem Vizerektorat f\u00fcr Organisationsentwicklung, Gender &amp; Diversity, der Stabstelle Gleichstellung, Gender Studies und Diversit\u00e4t und den Behindertenbeauftragten gibt es eine Senatsarbeitsgruppe Barrierefrei. 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