{"id":1588,"date":"2018-02-28T08:34:07","date_gmt":"2018-02-28T07:34:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=1588"},"modified":"2018-02-28T08:34:07","modified_gmt":"2018-02-28T07:34:07","slug":"rezension-analyzing-black-metal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2018\/02\/28\/rezension-analyzing-black-metal\/","title":{"rendered":"Rezension: Analyzing Black Metal"},"content":{"rendered":"<strong><em>Analyzing Black Metal \u2013 Transdisziplin\u00e4re Ann\u00e4herungen an ein d\u00fcsteres Ph\u00e4nomen der Musikkultur<\/em>. Sarah Chaker, Jakob Schermann und Nikolaus Urbanek (Hg.), transcript, Reihe: Studien zur Popularmusik, 180 S., 2017<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1589\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/analyzing_black_metal.png\" alt=\"Analyzing Black Metal\" width=\"400\" height=\"608\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/analyzing_black_metal.png 474w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/analyzing_black_metal-198x300.png 198w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/>Im Zentrum des gest\u00fcrzten Pentagramms steht Black Metal als Musik(sub)-Kultur, an die sich die AutorInnen dieses Buches aus historischen, soziologischen, \u00e4sthetischen, inhaltlich-ideologischen und musikanalytischen Perspektiven ann\u00e4hern. Ausgangspunkt der Publikation war ein Studientag an der mdw im April 2016, in dessen Zentrum die Wissensvermittlung \u00fcber das H\u00e4ssliche, B\u00f6se und vielleicht sogar Falsche in der Musik stand.<\/p>\n<p>Nach den von den HerausgeberInnen zusammengefassten Ideen zu den Metal Studies und einer historischen Einf\u00fchrung in die Musikszene, setzen sich Florian Heesch und Reinhard Kopanski mit dem Black Metal als medien\u00e4sthetischem Ph\u00e4nomen auseinander. Sie untersuchen Intermedialit\u00e4t im Hinblick auf den Mythos der Wilden Jagd in Klang, Text und Alben-Covers mit dem Fokus auf die Textanalyse des Songs <em>Oskorei<\/em> der Band Khold. Anna-Katharina H\u00f6pflinger versucht auf die Frage, weshalb Religion eine gro\u00dfe Rolle im Black Metal spielt, anhand ihrer Feldforschungen\u00a0mehrere Antworten zu geben. Diese Feldforschungen fokussierten auf die (nicht nur) religi\u00f6sen Codes der SzenevertreterInnen und ihre Weltanschauungen, die sie zur wichtigen Schluss\u00fcberlegung f\u00fchrten, was ein solcher Umgang mit der Religion bedeutet.<\/p>\n<p>Ralf von Appen liefert einen kritischen Bericht zum Workshop sowie eine musikanalytische Auseinandersetzung mit dem in dessen Rahmen ausgearbeiteten Beispiel <em>Mother North<\/em> der Band Satyricon. Er geht in der Analyse, wie er selbst sagt, \u201eemotionslos und neutral\u201c vor, bringt dann aber auch seine pers\u00f6nlichen Erfahrungen mit diesem St\u00fcck ein. Ein solcher emotionsloser Zugang gelingt Jan G. Gr\u00fcnwald in seinem Beitrag leider nicht. An dasselbe Beispiel geht er \u00fcberkritisch heran und trifft einige Beobachtungen zwar zum Teil zu Recht, schl\u00e4gt aber mit einigen Kritikpunkten etwas \u00fcber die Str\u00e4nge und ber\u00fccksichtigt andere visuell-musikalische Beispiele dieser sowie der ebenfalls in seinem Beitrag untersuchten Band Immortal wenig.<\/p>\n<p>Jakob Schermann und Florian Walch setzen sich jeweils aus musikanalytischer Sicht mit dem Klanglichen im Black Metal auseinander. Man erkennt sofort die (beneidenswerten) Kenntnisse, aber f\u00fcr diejenigen, die mit dieser Musik nicht allzu vertraut sind, ist die Lesart \u201emit Bleistift und Google bzw. Youtube\u201c erforderlich. Schermann setzt sich mit Inter- (und Hyper-)Textualit\u00e4t auseinander, wobei er Covers, Samplings und Riffs (fast zu) zahlreicher Beispiele untersucht. Walch zieht Parallelen zwischen Subgenres des Extreme Metal, ihren Spieltechniken und \u00e4sthetischen Herangehensweisen. Darauf folgend geht Dietmar Elflein der Analyse der musikformalen Strukturen nach und zieht \u00e4hnliche Parallelen zwischen unterschiedlichen Subgenres.<\/p>\n<p>Dieser Sammelband l\u00e4sst sich auch von einer breiteren Leserschaft gut lesen. Da er teilweise andere Subkulturen des Extreme Metal umfasst, d\u00fcrften auch Death-, Thrash- oder Heavy-Metal-ForscherInnen, sowie PopularmusikforscherInnen oder Popularmusikinteressierte, die sich mit solcher Musik (wenn auch nur theoretisch) besch\u00e4ftigen wollen, dadurch viel gewinnen k\u00f6nnen.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Analyzing Black Metal \u2013 Transdisziplin\u00e4re Ann\u00e4herungen an ein d\u00fcsteres Ph\u00e4nomen der Musikkultur. 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