{"id":1583,"date":"2018-02-28T08:38:14","date_gmt":"2018-02-28T07:38:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=1583"},"modified":"2018-03-01T10:47:10","modified_gmt":"2018-03-01T09:47:10","slug":"save-our-data-zum-umgang-mit-forschungs-daten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2018\/02\/28\/save-our-data-zum-umgang-mit-forschungs-daten\/","title":{"rendered":"Save Our Data. Zum Umgang mit (Forschungs-)Daten"},"content":{"rendered":"Vor einiger Zeit habe ich Kassetten mit Interviews zu meiner Diplomarbeit, die ich vor vielen Jahren geschrieben habe, entdeckt. Da fiel mir ein, dass ich schon seit L\u00e4ngerem kein Ger\u00e4t mehr besitze, mit dem ich diese Interviews h\u00e4tte abspielen k\u00f6nnen und die Transkripte dazu sind auf einer Floppy Disk (kann sich noch jemand erinnern?) in einem Format gespeichert, bei dem es fraglich ist, ob die Dateien \u00fcberhaupt noch lesbar sind. Nicht, dass sich jemand f\u00fcr meine B\u00e4nder interessiert h\u00e4tte, aber mein Schicksal d\u00fcrften andere Forschende teilen, die ihre Forschungsdaten auf Floppy Disks, CDs, DVDs, USB-Sticks, Laptops etc. in der Hoffnung aufbewahren, dass diese immer gelesen werden k\u00f6nnen. Nur \u201eimmer\u201c \u2013 das ist so eine Sache: Wie lange wollen wir \u00fcberhaupt Forschungsdaten aufbewahren? Ewig? Muss wirklich alles aufbewahrt werden? Und vor allem, wie wird sichergestellt, dass die Daten l\u00e4ngere Zeit wiedergegeben und wom\u00f6glich mit anderen Forschenden geteilt werden k\u00f6nnen?<\/p>\n<figure id=\"attachment_1584\" aria-describedby=\"caption-attachment-1584\" style=\"width: 679px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1584\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/disketten.jpg\" alt=\"Disketten\" width=\"679\" height=\"430\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/disketten.jpg 679w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/disketten-300x190.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 679px) 100vw, 679px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1584\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9iStock<\/figcaption><\/figure>\n<p>Diese und \u00e4hnliche \u00dcberlegungen stellen nicht nur Forschende, sondern auch Universit\u00e4ten, F\u00f6rdergeber, Regierungen und Unternehmen an, insbesondere angesichts der fortschreitenden Digitalisierung in der Forschung. Mittlerweile gibt es ganze Forschungszweige, die sich auf die Analyse digitaler Forschungsdaten ausrichten \u2013 die sogenannten Digital Humanities.<\/p>\n<p>Auch an der mdw sind digitale Forschungsdaten l\u00e4ngst ein Thema. Aus der Perspektive der Forschenden der mdw erscheinen Forschungsdaten in unterschiedlichen Formaten etwa als Texte, Bilder, Audio- und Videodateien (z. B. Digitalisate von Bildern, Fotos, Programmen, Plakaten oder diverse Formen der Musiknotation). Im Kontext der mdw k\u00f6nnen sich Forschungsdaten sowohl auf die Genese k\u00fcnstlerischer Produktion (Scans von Skizzen, Entw\u00fcrfen, audiovisuelle oder software-m\u00e4\u00dfige Dokumentation von k\u00fcnstlerischen Produktionsschritten, Dokumentation von experimentellen Hard- und Software-Konfigurationen etc.) als auch auf deren Resultate (Noten, Audio- und Videoaufnahmen, interaktive Software) beziehen.<\/p>\n<p>Vor allem f\u00fcr Forschende selbst ist es wichtig, diese Daten verl\u00e4sslich zu speichern, bearbeiten, archivieren, analysieren und eventuell mit anderen KollegInnen teilen zu k\u00f6nnen. Aber auch F\u00f6rdergeber, wie die EU im Rahmen des Forschungsprogramms Horizon 2020 oder der \u00f6sterreichische Wissenschaftsfonds FWF, stellen diesbez\u00fcglich immer h\u00f6here Anforderungen. So sollen Daten, die im Rahmen von FWF-gef\u00f6rderten Projekten erhoben beziehungsweise analysiert werden, frei (Open Access) zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Selbstverst\u00e4ndlich sollen dabei urheberrechtliche Bestimmungen und andere verwandte Schutzrechte beziehungsweise legitime, z. B. wirtschaftliche Interessen beachtet werden. Zu diesem Thema werden zahlreiche Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen angeboten, z. B. im Rahmen des Zentrums f\u00fcr Weiterbildung der mdw oder des Wissenstransferzentrums Ost (<a href=\"http:\/\/www.wtz-ost.at\/\" target=\"_blank\">www.wtz-ost.at<\/a>). So widmet sich eine Veranstaltung des WTZ Ost unter dem Titel <em>Meine Forschung = meine Daten?<\/em> am 20. M\u00e4rz 2018 dem Thema Eigent\u00fcmerschaft und Nutzung von Forschungsdaten.<\/p>\n<p>Um den st\u00e4ndig steigenden Anforderungen gerecht zu werden, wurde im Zentralen Informatikdienst der mdw (ZID) die den internationalen Standards entsprechende Infrastruktur, ein institutionelles Repositorium, aufgebaut. Dazu wurden unter der Federf\u00fchrung der Stabstelle Forschungsf\u00f6rderung auch \u201eSpielregeln\u201c ausgearbeitet, vor allem die Nutzungsbedingungen des mdw-Repositoriums, die mit Unterst\u00fctzung eines internen Rechtsexperten entwickelt wurden, und die mdw-Policy, die in Form von Richtlinien des Rektorats zum Forschungsdatenmanagement am 6. Dezember 2017 verabschiedet wurde. Das Leitmotiv der Richtlinie ist das grunds\u00e4tzliche Bekenntnis dazu, dass Forschende selbst \u00fcber die von ihnen generierten Forschungsdaten zu Forschungszwecken inhaltlich frei verf\u00fcgen sollen. Die andere Seite dieser Freiheit ist die Verantwortung der Forschenden f\u00fcr die Einhaltung rechtlicher Bestimmungen und mdw-interner \u201eSpielregeln\u201c. In Kombination soll ein System entstehen, das sichere und verl\u00e4ssliche Arbeit mit Forschungsdaten erm\u00f6glicht, damit keine Daten das Schicksal der alten Kassetten erleiden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/upload\/MDWeb\/forschungsfoerderung\/downloads\/FDM_Policy_mdw_DE_20171128endR_MB.pdf\" target=\"_blank\">Forschungsdatenmanagement-Policy der mdw<\/a>\u00a0(pdf)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/forschungsfoerderung\/?PageId=4209\" target=\"_blank\">mdw-Service Forschungsdatenmanagement<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/repo.mdw.ac.at\/\" target=\"_blank\">Institutionelles Repositorium der mdw<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.fwf.ac.at\/de\/forschungsfoerderung\/open-access-policy\/\" target=\"_blank\">Open Access Policy f\u00fcr vom FWF gef\u00f6rderte Projekte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/research\/participants\/data\/ref\/h2020\/grants_manual\/hi\/oa_pilot\/h2020-hi-oa-data-mgt_en.pdf\" target=\"_blank\">Horizon 2020: Guidelines on Data Management<\/a> (pdf)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Veranstaltungshinweis<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Meine Forschung = meine Daten?&#8220;<br \/>\n20. M\u00e4rz 2018, 18.00 \u2013 20.30 Uhr<br \/>\nmdw \u2013 Universit\u00e4t f\u00fcr Musik und darstellende Kunst Wien<br \/>\nLesesaal der mdw.Bibliothek<br \/>\nAnton-von-Webern-Platz 1<br \/>\n1030 Wien<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.wtz-ost.at\/veranstaltungen\/meine-forschung-meine-daten\/\" target=\"_blank\">www.wtz-ost.at\/veranstaltungen\/meine-forschung-meine-daten\/<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Eintritt frei!","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einiger Zeit habe ich Kassetten mit Interviews zu meiner Diplomarbeit, die ich vor vielen Jahren geschrieben habe, entdeckt. 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