{"id":1460,"date":"2017-12-01T09:17:38","date_gmt":"2017-12-01T08:17:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=1460"},"modified":"2017-12-01T09:17:38","modified_gmt":"2017-12-01T08:17:38","slug":"diese-inspirierende-atmosphaere-einatmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2017\/12\/01\/diese-inspirierende-atmosphaere-einatmen\/","title":{"rendered":"\u201eDiese inspirierende Atmosph\u00e4re einatmen\u201c"},"content":{"rendered":"<strong>In \u00d6sterreich kennt man seinen Namen sp\u00e4testens seit er von 2009 bis 2015 Chefdirigent des Tonk\u00fcnstler-Orchesters war. Andr\u00e9s Orozco- Estrada hat danach seine Karriere zielstrebig weiterverfolgt. Seit der Spielzeit 2014\/15 ist er Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt und Music Director beim Houston Symphony. Au\u00dferdem ernannte ihn das London Philharmonic Orchestra im September 2015 zum Ersten Gastdirigenten.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_1461\" aria-describedby=\"caption-attachment-1461\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1461\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Andres_Orozco_c_Werner_Kmetitsch.jpg\" alt=\"Andres Orozco-Estrada\" width=\"1000\" height=\"691\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Andres_Orozco_c_Werner_Kmetitsch.jpg 1000w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Andres_Orozco_c_Werner_Kmetitsch-300x207.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Andres_Orozco_c_Werner_Kmetitsch-768x531.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Andres_Orozco_c_Werner_Kmetitsch-320x220.jpg 320w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Andres_Orozco_c_Werner_Kmetitsch-850x587.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1461\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9Werner Kmetitsch<\/figcaption><\/figure>\n<p>Andr\u00e9s Orozco-Estrada dirigiert viele der f\u00fchrenden Orchester weltweit, darunter die Wiener Philharmoniker, die Berliner Philharmoniker, das Orchestra dell\u2019Accademia Nazionale di Santa Cecilia, das Orchestre National de France, die Staatskapelle Dresden, das Gewandhausorchester Leipzig, die Wiener Symphoniker und das Mahler Chamber Orchestra ebenso wie die US amerikanischen Orchester in Philadelphia, Pittsburgh, Cleveland und Chicago. Im Sommer 2014 war er erstmals beim <em>Glyndebourne Festival<\/em> mit <em>Don Giovanni<\/em> zu Gast und nach seinem begeisternden Deb\u00fct bei den <em>Salzburger Festspielen<\/em> kehrte er im Sommer 2016 mit Nicolais Oper <em>Il templario<\/em> dorthin zur\u00fcck.<\/p>\n<p>In der aktuellen Spielzeit 2017\/18 wird Andr\u00e9s Orozco-Estrada erstmals mit zwei Konzerten bei den <em>Osterfestspielen Salzburg<\/em> am Pult der Staatskapelle Dresden stehen und gibt sein Deb\u00fct beim Tonhalle-Orchester Z\u00fcrich. Danach wird er erneut beim Gewandhausorchester Leipzig sowie bei den Wiener Philharmonikern zu erleben sein, die er auch auf der Tournee nach Paris und Budapest begleiten wird. Mit seinem hr-Sinfonieorchester Frankfurt wird er zudem zwei Wochen in Asien auf Tournee sein. Im Dezember 2017 kehrt er als Dirigent des Tonk\u00fcnstler-Orchesters in den Musikverein Wien zur\u00fcck, wo er drei Auff\u00fchrungen von Gustav Mahlers <em>8. Symphonie<\/em> leiten wird.<\/p>\n<p>Seine musikalische Ausbildung begann Andr\u00e9s Orozco-Estrada zun\u00e4chst mit dem Violinspiel. Als 15-J\u00e4hriger erhielt er seinen ersten Dirigierunterricht. 1997 ging er schlie\u00dflich nach Wien, wo er an der damaligen Hochschule f\u00fcr Musik und Darstellende Kunst in die Dirigierklasse von Uro\u0161 Lajovic, einem Sch\u00fcler des legend\u00e4ren Hans Swarowsky, aufgenommen wurde. Orozco-Estrada schloss sein Studium an der mdw 2003 ab.<\/p>\n<p>Bereits 2014 realisierte der in Wien lebende Dirigent mit dem Webern Symphonie Orchester dessen j\u00e4hrlich wiederkehrendes gro\u00dfes Konzert im Gro\u00dfen Musikvereinssaal und blieb damit der Universit\u00e4t auch nach seinem Studienabschluss innig verbunden. Anl\u00e4sslich seines 40. Geburtstags richtet die mdw gemeinsam mit dem Tonk\u00fcnstler-Orchester am 18. Dezember eine Feierstunde aus und gratuliert einem ihrer erfolgreichsten Absolventen. Ein kurzes Interview mit dem Maestro verdeutlicht die gegenseitige Verbundenheit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sie haben an der mdw bei Uro\u0161 Lajovic Dirigieren studiert. Welche sind f\u00fcr Sie die pr\u00e4gendsten Inhalte, die Sie f\u00fcr Ihre Karriere mitgenommen haben?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Andr\u00e9s Orozco-Estrada (AO):<\/strong> Das gesamte Studium an sich war sehr pr\u00e4gend, vor allem die Vielf\u00e4ltigkeit der F\u00e4cher. Bei Professor Lajovic habe ich sehr viel Wichtiges gelernt, darunter eine klare Strukturierung und Analyse der Partitur, eine effiziente Probentechnik und die F\u00e4higkeit, sich dann mit den erlernten Werkzeugen auf die Suche nach einer eigenen Interpretation zu machen und eine eigene Pers\u00f6nlichkeit als Interpret zu entwickeln. Genauso wichtig wie die Dirigierkurse bei Uro\u0161 Lajovic waren jedoch auch das Operndirigieren, die Erfahrungen in der Opernabteilung, der Kompositionsunterricht, die Opernkunde usw.<\/p>\n<p><strong>An welche Erlebnisse Ihrer Studienzeit in Wien erinnern Sie sich am liebsten?<\/strong><\/p>\n<p><strong>AO:<\/strong> An das Lernend\u00fcrfen. Das t\u00e4gliche Spazieren an der mdw, in einem Haus mit zahlreichen Geschichten und Erinnerungen an gro\u00dfartige MusikerInnen, die dort studiert und den Ruf dieses Hauses aufgebaut haben. Die Freude, diese inspirierende Atmosph\u00e4re einzuatmen und die gleichen Schritte gehen zu d\u00fcrfen wie so wichtige Pers\u00f6nlichkeiten wie Zubin Mehta und Claudio Abbado vor mir. Und nat\u00fcrlich auch an die Stadt selbst und das gro\u00dfe Gl\u00fcck, in Wien klassische Musik zu erleben, in Proben gehen zu d\u00fcrfen und bedeutende Orchester wie die Wiener Philharmoniker, die Wiener Symphoniker, das RSO Wien und das Tonk\u00fcnstler-Orchester zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p><strong>Sie haben im M\u00e4rz 2014 mit Studierenden der mdw gearbeitet und das Webern Symphonie Orchester mit Gustav Mahlers 2. Symphonie im Gro\u00dfen Musikvereinssaal geleitet. Was m\u00f6chten Sie jungen Studierenden vor allem vermitteln?<\/strong><\/p>\n<p><strong>AO:<\/strong> Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen: Das Wichtigste ist, eine Balance zu finden zwischen den technischen Aspekten des Musizierens, dem Wissen und den Emotionen beziehungsweise der Musikalit\u00e4t, der Individualit\u00e4t und einer eigenen Interpretation. Die richtige Mischung aus diesen Faktoren ergibt ein besonderes musikalisches Erlebnis. Diese wichtige Lektion durfte ich lernen und nun versuche ich sie als Dirigent weiterzugeben. Wenn ich vor einem jungen Orchester stehe, versuche ich genau das zu vermitteln und hoffe, dass junge MusikerInnen so auch ihren Weg finden.<\/p>\n<p><strong>Mitte Dezember 2017 sind Sie mit Mahlers 8. Symphonie und dem Tonk\u00fcnstler-Orchester im Gro\u00dfen Musikvereinssaal, im September leiteten Sie seine 4. Symphonie in Houston, im April 2018 dirigieren Sie die 5. Symphonie in der Schweiz und in Vorarlberg. Kann man von einer zuf\u00e4lligen H\u00e4ufung sprechen oder steckt mehr dahinter?<\/strong><\/p>\n<p><strong>AO:<\/strong> Ich glaube nicht an Zuf\u00e4lle. Das meiste im Leben ist vielmehr eine Konsequenz aus dem, was man sich vornimmt, den Visionen, die man f\u00fcr sein Leben hat, und woran man arbeitet. Wichtig sind der gro\u00dfe Kontext und die MusikerInnen. Man k\u00f6nnte sagen, dass diese Anh\u00e4ufung ein \u201egeplanter Zufall\u201c ist, denn es sind Werke, die ich sehr sch\u00e4tze und sehr gern dirigiere. Nur die 8. Symphonie ist f\u00fcr mich eine Premiere. \u00dcber Mahler k\u00f6nnten wir das gesamte Magazin f\u00fcllen, kurz gesagt ist Mahler einer der spannendsten, wichtigsten und anspruchsvollsten Komponisten. Er geh\u00f6rt einfach dazu. Ihn und seine Musik zu entdecken, seine Bedeutung f\u00fcr Wien und die Verbindung zur Stadt und ihren Orchestern kennen zu lernen, geh\u00f6rt zu den unglaublichsten und wertvollsten Erlebnissen, die ich in Wien machen durfte.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In \u00d6sterreich kennt man seinen Namen sp\u00e4testens seit er von 2009 bis 2015 Chefdirigent des Tonk\u00fcnstler-Orchesters war. Andr\u00e9s Orozco- Estrada hat danach seine Karriere zielstrebig weiterverfolgt. 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