{"id":139,"date":"2016-11-22T10:54:46","date_gmt":"2016-11-22T09:54:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=139"},"modified":"2017-12-11T14:43:22","modified_gmt":"2017-12-11T13:43:22","slug":"wir-gefuehl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2016\/11\/22\/wir-gefuehl\/","title":{"rendered":"Wir-Gef\u00fchl"},"content":{"rendered":"<strong>Nach abgeschlossenen Studien der Theater-, Film- und\u00a0<\/strong><strong>Medienwissenschaft sowie Publizistik hat sich Lixi\u00a0<\/strong><strong>Frank f\u00fcr ein Produktionsstudium an der Filmakademie\u00a0<\/strong><strong>Wien entschieden. Heute, kurz vor ihrem Abschluss,\u00a0<\/strong><strong>blickt sie schon auf erfolgreiche Kurzfilmproduktionen\u00a0<\/strong><strong>wie etwa <em>Die Last der Erinnerung<\/em> (R: Albert Meisl) oder\u00a0<\/strong><strong><em>Vergeben und Vergessen<\/em> (R: Michael Ramsauer) zur\u00fcck.\u00a0<\/strong><strong>Au\u00dferdem hat sie mit ihrem Kollegen Rudi Takacs 2016\u00a0<\/strong><strong>ihren ersten Langfilm, die Dokumentation <em>Paradies!\u00a0<\/em><\/strong><strong><em>Paradies!<\/em> (R: Kurdwin Ayub), produziert. \u00dcber die Faszination\u00a0<\/strong><strong>der Produktion, Teamarbeit, Produktionsbedingungen\u00a0<\/strong><strong>und das Kino erz\u00e4hlt sie im Gespr\u00e4ch mit\u00a0<\/strong><strong>dem <em>mdw-Magazin<\/em>.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_141\" aria-describedby=\"caption-attachment-141\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-141\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_paradies_paradies.jpg\" alt=\"Paradies! Paradies!\" width=\"800\" height=\"456\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_paradies_paradies.jpg 1000w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_paradies_paradies-300x171.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_paradies_paradies-768x438.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_paradies_paradies-384x220.jpg 384w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_paradies_paradies-850x485.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-141\" class=\"wp-caption-text\">Paradies! Paradies! \u00a9Takacs Filmproduktion<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Was ist das Faszinierende daran, Filme zu produzieren?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Lixi Frank (LF):<\/strong> Am Faszinierendsten finde ich, dass ich als Produzentin mit so vielen verschiedenen Bereichen zu tun habe. Neben der Organisation besch\u00e4ftige ich mich als Produzentin auch mit vielen kreativen Bereichen: Ich lese und analysiere Drehb\u00fccher, bespreche mit der Regie die Besetzung oder gebe im Schnitt zu verschiedenen Versionen Feedback. Es macht Spa\u00df mit Kreativen zu arbeiten, Filme zu analysieren und etwa zu verstehen, warum dramaturgisch das eine funktioniert und das andere nicht. Ich muss aber auch die Finanzierung aufstellen, Kalkulationen erstellen oder mit Leuten verhandeln. Diese Abwechslung finde ich sehr spannend.<\/p>\n<p><strong>Wie sieht die Zusammenarbeit mit der\/dem RegisseurIn aus?<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_142\" aria-describedby=\"caption-attachment-142\" style=\"width: 200px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-142\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_lixi_frank.jpg\" alt=\"Lixi Frank\" width=\"200\" height=\"217\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_lixi_frank.jpg 400w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_lixi_frank-276x300.jpg 276w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-142\" class=\"wp-caption-text\">Lixi Frank \u00a9Lixi Frank<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>LF:<\/strong> Idealerweise beginnt die Zusammenarbeit sehr fr\u00fch, in vielen F\u00e4llen sogar schon bei der Idee oder dem ersten Konzept. Vom Feedback zu Drehbuch oder Konzept bis hin zur Herstellung versuche ich viel mit der Regie zu kommunizieren, um Ideen und M\u00f6glichkeiten auszuloten. Am sch\u00f6nsten sind die Projekte, bei denen mit der Regie ein Wir-Gef\u00fchl entsteht und wir gemeinsam an der kreativen Idee arbeiten. Schlie\u00dflich bin ich mit der Regie am l\u00e4ngsten am Projekt beteiligt. Oft nimmt der Weg von Entwicklung \u00fcber Herstellung bis Verwertung Jahre in Anspruch. Am wichtigsten ist mir in der Zusammenarbeit das gegenseitige Vertrauen, in organisatorischer, aber auch in kreativer Hinsicht. Ich m\u00f6chte von der Regie nicht nur als organisatorische Person gesehen werden, sondern auch als kreative Mitstreiterin.<\/p>\n<p><strong>Und mit dem restlichen Team?<\/strong><\/p>\n<p><strong>LF:<\/strong> Auch mit dem restlichen Team versuche ich so viel wie m\u00f6glich zu kommunizieren. Es ben\u00f6tigt viel Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen, denn jede Person im Team hat eigene Bed\u00fcrfnisse und W\u00fcnsche, die man versucht zu erf\u00fcllen. Gleichzeitig muss ich als Produzentin auch oft Grenzen setzen, unangenehme Entscheidungen treffen oder bei Konflikten schlichtend eingreifen. Dabei eine gute Mischung zu finden und trotzdem fair zu bleiben, ist mir sehr wichtig.<\/p>\n<p><strong>Wie denkst du, werden sich die Produktionsbedingungen in der Zukunft \u00e4ndern \u2013 unter anderem auch mit neuen Anbietern wie Netflix oder Amazon?<\/strong><\/p>\n<p><strong>LF:<\/strong> Momentan ist es noch schwer abzusehen, wohin es sich entwickelt, da es in \u00d6sterreich noch zu wenig Erfahrungswerte gibt. Grunds\u00e4tzlich wird sich dadurch nat\u00fcrlich Einiges ver\u00e4ndern, etwa in der Verwertung: Wenn ein Film von Netflix oder Amazon finanziert wird, gibt es beispielsweise keine Festival-Auswertung (oder nur gezielte Screenings au\u00dfer Konkurrenz), aber keine Festival-Tour im klassischen Sinne und nat\u00fcrlich auch keine Kinoauswertung. Das bedeutet, dass Produktion und Regie bei der Vermarktung so gut wie kein Mitspracherecht haben, denn das Produkt ist fertig, sobald es abgeliefert wird. Dessen muss sich vor allem die Regie bewusst sein, denn in \u00d6sterreich profitieren ja viele FilmemacherInnen von den k\u00fcnstlerischen Erfolgen auf Festivals. Andererseits erm\u00f6glichen die Plattformen nat\u00fcrlich andere Erz\u00e4hlstrukturen und vor allem ein serielles Erz\u00e4hlen, das in der Form in \u00d6sterreich abseits des ORF nicht wirklich m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p><strong>Gehst du selbst gerne ins Kino? Wenn ja, warum?<\/strong><\/p>\n<p><strong>LF:<\/strong> Ja, sehr gerne. Im Kino einen Film zu sehen, ist einfach anders, die Konzentration auf den Film und das \u201eErlebnis\u201c ist nicht dasselbe wie daheim vor dem Fernsehger\u00e4t oder gar vor dem Laptop. Ich kann mich auf einen Film im Kino oft ganz anders einlassen, es gibt auch keine Ablenkung wie zu Hause, wo man sich oft selbst dabei ertappt, dass man auf das Handy sieht.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach abgeschlossenen Studien der Theater-, Film- und\u00a0Medienwissenschaft sowie Publizistik hat sich Lixi\u00a0Frank f\u00fcr ein Produktionsstudium an der Filmakademie\u00a0Wien entschieden. 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