{"id":13810,"date":"2026-09-28T12:07:55","date_gmt":"2026-09-28T10:07:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=13810"},"modified":"2026-09-28T12:07:55","modified_gmt":"2026-09-28T10:07:55","slug":"alumna-im-fokus-anke-schad-spindler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2026\/09\/28\/alumna-im-fokus-anke-schad-spindler\/","title":{"rendered":"Alumn\ufeffa im Fokus\ufeff: Anke Schad-Spindler"},"content":{"rendered":"\u201eWenn ich heute zur\u00fcckblicke, frage ich mich manchmal, woher ich die Sicherheit hatte, in die gro\u00dfe Welt zu gehen\u201c, lacht Anke Schad-Spindler, heute Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin und wissenschaftliche Leiterin bei EDUCULT sowie selbstst\u00e4ndige Unternehmerin. Die mdw-Alumna studierte in Deutschland, Italien, England und \u00d6sterreich, ihre Dissertation zu Cultural Governance wurde mit dem Staatspreis des damaligen Bundesministeriums f\u00fcr Bildung, Wissenschaft und Forschung ausgezeichnet. \u201eIch war die erste in meiner Familie, die an einer Universit\u00e4t studiert hat. In meinem Elternhaus wurde gro\u00dfer Wert auf Bildung gelegt und ihr dementsprechend viel Aufmerksamkeit geschenkt. Alles, was mich interessiert hat, wurde mir erm\u00f6glicht\u201c, erinnert sich die heutige Universit\u00e4tslektorin. In Deutschland besucht sie ein klassisches Gymnasium und erh\u00e4lt in der Oberstufe die M\u00f6glichkeit einen Kunst-Leistungskurs zu besuchen. \u201eWir haben in kleinen Gruppen in einem Atelier gearbeitet. Das war eine sehr kreative Zeit, f\u00fcr die ich sehr dankbar bin.\u201c<\/p>\n<blockquote><p>Ich war als Kind ein B\u00fccherwurm und habe alles gelesen, was ich in die Finger bekommen habe.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ihre akademische Laufbahn startet Schad-Spindler an der Universit\u00e4t Augsburg. Ihre Studien zur Kulturgeschichte verbindet sie mit einem Erasmus-Aufenthalt an der Universit\u00e4t Pisa. Im Masterstudium European Cultural Policy and Management an der Universit\u00e4t Warwick, England, findet die junge Wissenschaftlerin schlie\u00dflich ihre heutige Berufung. Um die hohen Studiengeb\u00fchren daf\u00fcr aufbringen zu k\u00f6nnen, jobbt die angehende Wissenschaftlerin ein Jahr lang in verschiedenen Bereichen. 2006 folgt ein Arbeitsangebot als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei dem unabh\u00e4ngigen Forschungsinstitut EDUCULT, das seinen Schwerpunkt auf Kultur, Bildung und Vermittlung setzt. \u201eIch hatte dort von Anfang an viel Verantwortung und habe schnell Kontakte gekn\u00fcpft. Es war herausfordernd, aber ich habe auch viel gelernt.\u201c Nach etwa sechs Jahren m\u00f6chte sich die Akademikerin wissenschaftlich weiterentwickeln und entscheidet sich f\u00fcr das Studium der Kulturbetriebslehre an der mdw.<\/p>\n<figure id=\"attachment_13813\" aria-describedby=\"caption-attachment-13813\" style=\"width: 200px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-13813 size-medium\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ankeschadspindler-2-c-petra-rautenstrauch-1-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ankeschadspindler-2-c-petra-rautenstrauch-1-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ankeschadspindler-2-c-petra-rautenstrauch-1-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ankeschadspindler-2-c-petra-rautenstrauch-1-768x1151.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ankeschadspindler-2-c-petra-rautenstrauch-1-1025x1536.jpg 1025w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ankeschadspindler-2-c-petra-rautenstrauch-1-1366x2048.jpg 1366w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ankeschadspindler-2-c-petra-rautenstrauch-1-850x1274.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ankeschadspindler-2-c-petra-rautenstrauch-1.jpg 1423w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-13813\" class=\"wp-caption-text\">Die mdw-Absolventin wurde f\u00fcr ihre Doktorarbeit Cultural Governance in \u00d6sterreich mit dem Award of Excellence sowie dem Herta &amp; Kurt Blaukopf Award der mdw ausgezeichnet. \u00a9 Petra Rautenstrauch<\/figcaption><\/figure>\n<blockquote><p>Unser Anspruch in der Forschung ist es, auch immer die Vermittlung mitzudenken und Auftraggebende sowie Teilnehmende in Projekte miteinzubeziehen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Mit Tasos Zembylas findet sie einen PhD-Betreuer, der ihr neue Horizonte er\u00f6ffnet und zeigt, wie man kulturpolitische Forschung weiterdenken, vertiefen und methodisch verfeinern kann. Auch in ihrer zweiten Betreuerin, Monika Mokre von der Akademie der Wissenschaften, findet sie eine empowernde Unterst\u00fctzerin. \u201eDank dieser zwei Betreuenden bin ich gut durch diese anstrengende und stressige Zeit gekommen. Dieses Netzwerk und vor allem die Unterst\u00fctzung zu haben, hat mir viel bedeutet.\u201c W\u00e4hrend des Doktoratsstudiums kommt es zu einem beruflichen Umbruch. Anke Schad-Spindlers Tochter ist vier Jahre alt, als die angehende Doktorandin mit dem PhD startet. Als Alleinerzieherin lassen sich Studium und Beruf oft schwer vereinen, eine Bildungskarenz und ein Leistungsstipendium der mdw helfen, sich auf das Doktorat zu fokussieren. Kurz nach der Verteidigung ihrer Doktorarbeit im November 2017 kommt in ihrer neuen Partnerschaft ihr Sohn zur Welt. Als hochqualifizierte Wissenschaftlerin und Mutter ist es nicht leicht, im Post-Doc-Bereich Fu\u00df zu fassen, daher entschlie\u00dft sie sich zur Selbstst\u00e4ndigkeit. \u201eEhemalige Auftraggebende haben mich gefragt, ob ich auch selbstst\u00e4ndig arbeiten w\u00fcrde und so habe ich mein eigenes Forschungsunternehmen aufgebaut.\u201c Als die mdw-Absolventin im Jahr 2024 als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin zu EDUCULT zur\u00fcckkehrt, haben sich die Themen und Projekte stark ver\u00e4ndert, vor allem in ihrer Gr\u00f6\u00dfe. Ihre Schwerpunkte liegen auf Wirkungsanalysen von Programmen und Projekten, internationaler Kulturarbeit in Konfliktkontexten sowie Kulturpolitik und Demokratieentwicklung. \u201eUnsere Aufgabe in der angewandten Forschung ist es, passende Methoden zu finden, die zum Kultur- und Bildungsbereich und seinen Spezifika passen. Unsere Empfehlungen sollen anwendbar und praxisrelevant sein, da wir oft angefragt werden, wenn Programme noch laufen und entsprechend ver\u00e4ndert bzw. angepasst werden k\u00f6nnen.\u201c Besonders wichtig sei es, die Auftraggebenden dabei in die Projekte miteinzubeziehen und auf eine fachgerechte, aber verst\u00e4ndliche Sprache zu achten. In der Vermittlung von Forschung sieht die erfahrene Wissenschaftlerin noch einige Entwicklungsm\u00f6glichkeiten, wie etwa den Einsatz von diversen Medien oder datenbasiertes Storytelling. \u201eEs ist wichtig, f\u00fcr neue Methoden offen zu bleiben, sei es in der Erhebung, der Analyse oder der Darstellung. Routinen und Standards bilden eine wichtige Grundlage, sollten jedoch Raum f\u00fcr kreative Ideen lassen.\u201c<\/p>\n<blockquote><p>Ich m\u00f6chte junge Leute zum Forschen bringen und ihnen den Spa\u00df daran vermitteln.<\/p><\/blockquote>\n<figure id=\"attachment_13814\" aria-describedby=\"caption-attachment-13814\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-13814\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ankeschadspindler-c-markuswaches-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ankeschadspindler-c-markuswaches-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ankeschadspindler-c-markuswaches-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ankeschadspindler-c-markuswaches-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ankeschadspindler-c-markuswaches-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ankeschadspindler-c-markuswaches-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ankeschadspindler-c-markuswaches-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-13814\" class=\"wp-caption-text\">Seit 2006 bearbeitet Anke Schad-Spindler internationale Forschungs- und Beratungsprojekte an der Schnittstelle von Kultur, Bildung und Politik. \u00a9 Markus Waches<\/figcaption><\/figure>\n<p>Als erfahrene Forscherin und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin engagiert sich Anke Schad-Spindler nicht nur in fachlichen Gremien, wie der \u00f6sterreichischen UNESCO-Kommission, sondern gibt ihr Wissen auch an nachfolgende Generationen weiter. Bereits seit 2023 leitet die kompetente Lektorin am Institut f\u00fcr Kulturmanagement der mdw ein Modul zum Thema Publikumsforschung. Dabei versucht sie Studierende zu ermutigen, eigene Forschung zu betreiben und sich dabei von ihrer Schwellenangst zu l\u00f6sen. \u201eEine Studentin hat die Besucher_innen eines Programmkinos mit Forschungstageb\u00fcchern ausgestattet. Aus den Ergebnissen konnte sie dann Handlungsempfehlungen f\u00fcr das Kino ableiten\u201c, erz\u00e4hlt die Lehrende begeistert von einem der vielen spannenden Projektideen. \u201eMir ist es wichtig, Studierende dabei zu begleiten, eigene Ideen und Projekte zu entwickeln, ohne dabei herumzudirigieren. Wenn ich gebraucht werde, bin ich da, aber sie m\u00fcssen ihre eigenen Erfahrungen machen d\u00fcrfen.\u201c","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWenn ich heute zur\u00fcckblicke, frage ich mich manchmal, woher ich die Sicherheit hatte, in die gro\u00dfe Welt zu gehen\u201c, lacht Anke Schad-Spindler, heute Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin und wissenschaftliche Leiterin bei EDUCULT sowie selbstst\u00e4ndige Unternehmerin. 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