{"id":13645,"date":"2026-09-28T08:54:15","date_gmt":"2026-09-28T06:54:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=13645"},"modified":"2026-09-28T08:54:15","modified_gmt":"2026-09-28T06:54:15","slug":"herta-und-kurt-blaukopf-award-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2026\/09\/28\/herta-und-kurt-blaukopf-award-2026\/","title":{"rendered":"Herta und Kurt Blaukopf Award 2026"},"content":{"rendered":"<h1>Auszeichnung f\u00fcr innovative Forschung mit gesellschaftlicher Relevanz im wissenschaftlichen Doktorat<\/h1>\n<p>Mit der Verleihung des Herta und Kurt Blaukopf Awards 2026 w\u00fcrdigte die mdw erneut herausragende Dissertationsprojekte, die sich durch innovative Methoden, interdisziplin\u00e4re Zug\u00e4nge und gesellschaftspolitische Relevanz auszeichnen. In Erinnerung an Herta Singer-Blaukopf (1924\u20132005) und Kurt Blaukopf (1914\u20131999), die mit ihren Arbeiten die Musikwissenschaft und Musiksoziologie nachhaltig gepr\u00e4gt haben und beide durch den Nationalsozialismus verfolgt wurden, f\u00fchrt der Award ihr Verm\u00e4chtnis fort und positioniert die mdw als internationalen Wissenschaftsstandort.<\/p>\n<figure id=\"attachment_13908\" aria-describedby=\"caption-attachment-13908\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-13908\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Blaukopf-Award-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Blaukopf-Award-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Blaukopf-Award-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Blaukopf-Award-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Blaukopf-Award-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Blaukopf-Award-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Blaukopf-Award-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-13908\" class=\"wp-caption-text\">Bianca Jasmina Rauch, Isabel Frey, Ioannis Christidis, Tianyu Jiang &amp; Alexander Flor (v. l. n. r.) \u00a9 Stephan Polzer\u00a0<\/figcaption><\/figure>\n<p>Im Rahmen der Er\u00f6ffnungsworte betonte Rektorin Ulrike Sych die Bedeutung wissenschaftlicher Vielfalt \u2013 gerade angesichts aktueller Entwicklungen an Universit\u00e4ten. Die mdw m\u00fcsse ein Ort bleiben, an dem Forschung zu gesellschaftlich relevanten Themen gesch\u00fctzt und gef\u00f6rdert werde, auch wenn diese vermeintliche \u201eNischenthemen\u201c behandeln. Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr f\u00fcnf Dissertationsprojekte, die eindrucksvoll die thematische Bandbreite der Forschung an der mdw widerspiegeln: Isabel Frey untersucht in <i>Vocal Yiddishkeit. Postvernacular Transmission and Performance of Yiddish Folksong<\/i> die Weitergabe und Auff\u00fchrung jiddischer Volksmusik. Bianca Jasmina Rauch widmet sich in <i>Widerst\u00e4ndige Blicke: Weibliche Identit\u00e4tssuche im Coming-of-Age-Film<\/i> weiblichen Perspektiven im Film. Ioannis Christidis erforscht in <i>Music in the Experience of Forced Migration from Syria to the European Borderland<\/i> die Rolle von Musik in Erfahrungen erzwungener Migration. Alexander Flor analysiert mit <i>Das Dramma per Musica im Konzeptalbum<\/i> die Interpretation und Inszenierung Alter Musik auf dem Tontr\u00e4germarkt. Tianyu Jiang schlie\u00dflich besch\u00e4ftigt sich in <i>The Elusive Dancefloor<\/i> mit Musik, Clubr\u00e4umen und sozialen Beziehungen in der queeren und frauenzentrierten Underground-Musikszene Shanghais. Die Jurymitglieder stellten die ausgezeichneten Projekte in Kurzstatements vor, bevor die Awardees selbst Einblicke in ihre Forschung gaben. Bemerkenswert war dabei die selbstverst\u00e4ndliche Koexistenz sehr unterschiedlicher Forschungsfelder \u2013 von jiddischer Musikkultur \u00fcber Flucht und Migration bis hin zu queeren Clubkulturen oder historischer Auff\u00fchrungspraxis. Gerade diese Vielfalt, die gesellschaftlich und politisch hochaktuelle Themen ebenso umfasst wie spezialisierte k\u00fcnstlerische Fragestellungen, wurde im Einklang mit dem h\u00f6chsten wissenschaftlichen Anspruch als besondere St\u00e4rke der mdw sichtbar. Auch das k\u00fcnstlerische Programm griff die Themen der ausgezeichneten Arbeiten auf. Der syrische Musiker Salah Ammo gestaltete musikalische Beitr\u00e4ge, die an die Forschung von Ioannis Christidis ankn\u00fcpften, w\u00e4hrend ein Ausschnitt aus Jessica Hausners Film <i>Flora<\/i> die filmwissenschaftliche Perspektive von Bianca Jasmina Rauch aufgriff. Einen historischen Blick auf das wissenschaftliche Erbe der Namensgeber_innen er\u00f6ffnete Rosa Reitsamer mit ihrem Vortrag <i>The Archival Turn in Music Sociology<\/i>. Sie hob die Bedeutung des Kurt-Blaukopf-Archivs f\u00fcr die Geschichte der Musiksoziologie in \u00d6sterreich hervor und erinnerte zugleich an die oft \u00fcbersehenen Beitr\u00e4ge von Herta Blaukopf, Elena Ostleitner, Irmgard Bontinck und Dora Schimanko zur \u201eWiener Schule der Musiksoziologie\u201c. Die Preisverleihung machte einmal mehr deutlich, dass die mdw ein Ort ist, an dem sich Wissenschaft, k\u00fcnstlerische Praxis und gesellschaftliche Verantwortung produktiv begegnen \u2013 ganz im Sinne des Wirkens von Herta und Kurt Blaukopf.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Verleihung des Herta und Kurt Blaukopf Awards 2026 w\u00fcrdigte die mdw erneut herausragende Dissertationsprojekte, die sich durch innovative Methoden, interdisziplin\u00e4re Zug\u00e4nge und gesellschaftspolitische Relevanz auszeichnen. 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