{"id":13550,"date":"2026-06-25T14:48:59","date_gmt":"2026-06-25T12:48:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=13550"},"modified":"2026-06-26T08:58:37","modified_gmt":"2026-06-26T06:58:37","slug":"popvoxcon-the-popular-voice-conference","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2026\/06\/25\/popvoxcon-the-popular-voice-conference\/","title":{"rendered":"PopVoxCon \u2013 The Popular Voice Conference"},"content":{"rendered":"<h3>Chanda Rule Bernroider im Gespr\u00e4ch mit dem mdw-Magazin<\/h3>\n<strong>Was ist die PopVoxCon und an wen richtet sie sich?<br \/>\n<\/strong>PopVoxCon ist eine internationale Konferenz zum Thema Populargesang \u2013 wie wir ihn im Unterricht, in der Forschung und in der Praxis verstehen und erleben. Diese Konferenz richtet sich an Gesangslehrende, S\u00e4nger_innen, K\u00fcnstler_innen, Forschende, Studierende, Musikp\u00e4dagog_innen, Sprach- und Stimmfachleute sowie an alle, die sich f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Gesangspraxis interessieren.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich geht es bei der PopVoxCon auch darum, einen Raum f\u00fcr dieses Thema zu schaffen, damit Populargesang ernst genommen wird. Nicht blo\u00df als Randerscheinung oder etwas, das dem klassischen Gesang untergeordnet ist oder eine Materie, die durch die Linse bestimmter markenspezifischer Techniken wahrgenommen wird, sondern als ein reichhaltiges und wachsendes selbstst\u00e4ndiges Feld mit eigener Forschung, k\u00fcnstlerischen Fragestellungen, p\u00e4dagogischen Praktiken und kultureller Bedeutung.<\/p>\n<p><strong>Es wird zwei Keynote-Vortr\u00e4ge geben \u2013 was k\u00f6nnen Besucher_innen diesbez\u00fcglich erwarten?<br \/>\n<\/strong>Wir f\u00fchlen uns sehr geehrt, zwei gro\u00dfartige Hauptredner_innen begr\u00fc\u00dfen zu d\u00fcrfen, die dank ihrer Expertise zwei v\u00f6llig unterschiedliche, aber gleicherma\u00dfen wichtige Perspektiven einbringen werden. Dr. Trineice Robinson-Martin, Leiterin der Ensemble-Abteilung am Berklee College of Music und Gr\u00fcnderin von Soul Ingredients\u00ae, h\u00e4lt ihren Vortrag zum Thema Rhythmus, Intention und \u00dcberzeugung: <em>Rhythm, Intention &amp; Conviction: The Understanding and Application of Vocal Parameters for Soul Expression in Black American Music<\/em>. Ihre Arbeit ist tief in den Traditionen der Black American Music verwurzelt. Dabei erforscht sie, wie Rhythmus, Storytelling, Improvisation, stimmliche Nuancen und pers\u00f6nliche \u00dcberzeugung das formen, was sie als \u201eSoul Expression\u201c bezeichnet. Besonders freue ich mich auf ihre Keynote, die k\u00fcnstlerische Praxis, kulturelle Perspektiven und p\u00e4dagogische Ans\u00e4tze mit konkreten Impulsen f\u00fcr S\u00e4nger_innen, Gesangsp\u00e4dagog_innen und Ensembleleiter_innen verbindet.<\/p>\n<p>Dr. Louisa Traser, Ober\u00e4rztin am Freiburger Institut f\u00fcr Musikermedizin, bereichert die Konferenz mit ihrem wissenschaftlichen Ansatz. Ihr Vortrag Der Blick ins Innere<em>: Neue Perspektiven auf moderne Stimmproduktion von Belting bis Growl mittels 3D-MRT<\/em> gew\u00e4hrt uns einen Einblick in die Singstimme und beleuchtet die moderne Stimmbildung anhand modernster medizinischer Bildgebung und Stimmwissenschaft. Sie wird bahnbrechende neue Forschungsprojekte vorstellen, bei denen fortschrittliche 3D-MRT-Bildgebung eingesetzt wird, um Aspekte der modernen Stimmbildung aufzudecken, die noch nie zuvor auf diese Weise sichtbar gemacht wurden. F\u00fcr die erste Ausgabe der PopVoxCon ist dies tats\u00e4chlich etwas ganz Besonderes.<\/p>\n<p><strong>Die Konferenz bringt Gesangslehrende, S\u00e4nger_innen, K\u00fcnstler_innen, P\u00e4dagog_innen und Forschende zusammen \u2013 warum ist es Ihnen wichtig, so unterschiedliche Bereiche aus der akademischen Welt und dar\u00fcber hinaus hier zu vernetzen und in Dialog miteinander zu bringen?<br \/>\n<\/strong>Seit Jahren wird der klassischen Gesangsausbildung viel institutionelle Aufmerksamkeit geschenkt. Nat\u00fcrlich ist diese Tradition wichtig. Aber viele S\u00e4nger_innen nutzen ihre Stimme heute nicht in erster Linie auf diese Weise. Sie singen Pop, Soul, Gospel, Jazz, Rock, R&amp;B, Musical, experimentelle Musik und viele andere Stile, die sich nicht immer nahtlos in \u00e4ltere akademische Strukturen einf\u00fcgen. Es herrscht manchmal immer noch die Vorstellung, dass die klassische Technik die einzig wahre Grundlage sei und alles andere nur eine Erg\u00e4nzung. Ich glaube, wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir die Forschung, die Sprache und die P\u00e4dagogik rund um den Populargesang systematischer zusammenf\u00fchren, teilen und weiterentwickeln m\u00fcssen. Populargesang ist nicht nur ein Stil oder eine Nische: Er kann uns so viel \u00fcber Stimme, K\u00f6rper, Identit\u00e4t, Kreativit\u00e4t, Kommunikation er\u00f6ffnen und uns tiefe Einblicke darin gew\u00e4hren, wie Menschen ihre Stimmen in unserer modernen Welt tats\u00e4chlich einsetzen. Deshalb halte ich es f\u00fcr so wichtig, unterschiedliche Menschen an einen Tisch zu bringen. S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger haben dank ihrer eigenen Praxis einen unsch\u00e4tzbaren Wissensschatz. Lehrkr\u00e4fte wissen, was im Studio passiert. Forschende helfen uns, bessere Fragen zu stellen. Fachleute f\u00fcr Sprache und Stimme bringen ihr Fachwissen \u00fcber Gesundheit und Funktion ein. K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler erinnern uns daran, warum die Stimme \u00fcberhaupt wichtig ist.<\/p>\n<p><strong>Was sind f\u00fcr Sie die besonderen H\u00f6hepunkte der Konferenz, bzw. worauf freuen Sie sich am meisten?<br \/>\n<\/strong>Ehrlich gesagt freue ich mich auf alles. Ich organisiere zum ersten Mal eine wissenschaftliche Konferenz, was aufregend und ein bisschen verr\u00fcckt ist, aber ich liebe Konferenzen wirklich sehr. Im besten Fall sind sie inspirierend. Sie bringen Menschen zusammen, die sich sonst vielleicht nie begegnet w\u00e4ren, dadurch entstehen neue Gespr\u00e4che, Kooperationen und Gemeinschaften. Das \u201eOpen Classroom\u201c bzw. die \u201eLearning Zone\u201c liegen mir sehr am Herzen, da wir dort lernen k\u00f6nnen, indem wir beobachten, wie Unterricht tats\u00e4chlich stattfindet. Ich freue mich auch sehr auf die Community-Sessions, denn ich hoffe, dass die PopVoxCon ein Ort ist, an dem Menschen sich vernetzen, wo neue Beziehungen entstehen und an dem wir uns gemeinsam damit befassen, wie die P\u00e4dagogik zu Populargesang im Hochschulbereich aussehen k\u00f6nnte. Und nat\u00fcrlich f\u00fchle ich mich zutiefst geehrt und freue mich sehr, unsere Hauptredner_innen und alle Referent_innen an der PopVoxCon begr\u00fc\u00dfen zu d\u00fcrfen. F\u00fcr mich ist es etwas ganz Besonderes, dass ich dazu beitragen darf, einen Raum zu schaffen, in dem diese Arbeit geteilt und gemeinsam erlebt werden kann.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/veranstaltung\/?v=71765&amp;g=52772\">PopVoxCon \u2013 The Popular Voice Conference<\/a><br \/>\n<\/strong><strong>A meeting point for research, teaching, and the art of the popular voice<br \/>\n8.\u201310. Sept. 2026, mdw-Campus <\/strong>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PopVoxCon ist eine internationale Konferenz zum Thema Populargesang \u2013 wie wir ihn im Unterricht, in der Forschung und in der Praxis verstehen und erleben. 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