{"id":13372,"date":"2026-04-24T10:32:22","date_gmt":"2026-04-24T08:32:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=13372"},"modified":"2026-04-24T10:32:22","modified_gmt":"2026-04-24T08:32:22","slug":"die-filmakademie-wien-bei-der-berlinale-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2026\/04\/24\/die-filmakademie-wien-bei-der-berlinale-2026\/","title":{"rendered":"Die Filmakademie Wien \ufeff\ufeff\ufeffbei der  Berlinale  2026"},"content":{"rendered":"<h1>Begegnungsort f\u00fcr den Filmnachwuchs<\/h1>\n<p>Berlin wird jedes Jahr im Februar zum Zentrum der Filmwelt. Die <i>Berlinale<\/i> ist eines der gr\u00f6\u00dften Filmfestivals weltweit, bei dem im Wettbewerb die ber\u00fchmten Goldenen und Silbernen B\u00e4ren verliehen werden. Das Festival bietet verschiedene Programmschienen, darunter den Kurzfilmwettbewerb <i>Berlinale Shorts<\/i>, bei dem 2026 erstmals ein Film der Filmakademie Wien gezeigt wurde: <i>Ein Unfall<\/i> von der Filmakademie-Studierenden Angelika Spangel. Dar\u00fcber hinaus ist die <i>Berlinale<\/i> ein wichtiger Branchentreff und Ort f\u00fcr die Nachwuchsf\u00f6rderung. Davon konnten sich Filmakademie-Studierende bei einer Exkursion zum dortigen Film School Summit \u00fcberzeugen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_13376\" aria-describedby=\"caption-attachment-13376\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-13376\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/still4-einunfall-transparenteseiten-rgb-1024x684.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"568\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/still4-einunfall-transparenteseiten-rgb-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/still4-einunfall-transparenteseiten-rgb-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/still4-einunfall-transparenteseiten-rgb-768x513.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/still4-einunfall-transparenteseiten-rgb-1536x1026.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/still4-einunfall-transparenteseiten-rgb-850x568.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/still4-einunfall-transparenteseiten-rgb.jpg 1890w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-13376\" class=\"wp-caption-text\">Filmstill Ein Unfall \u00a9 Sophia Wiegele<\/figcaption><\/figure>\n<h5>Berlinale Shorts<\/h5>\n<p><i>Ein Unfall<\/i> ist die erste Regiearbeit von Angelika Spangel, die Bildtechnik und Kamera an der Filmakademie Wien studiert. Das Drehbuch schrieb sie mit Studienkollegin Sophia Wiegele, die auch die Kameraarbeit bei <i>Ein Unfall <\/i>\u00fcbernahm (Produktion: Shirin Hooshmandi, Montage: Daniel Rutz). Der Tod dutzender Schweine auf einem Bauernhof, ein von Jugendlichen fingierter Autounfall und ein Spiel von Schulkindern mit einem Mann mit Behinderung: Drei Geschichten drehen sich um ungew\u00f6hnliche Unf\u00e4lle in einem Dorf. \u201eSchuld, Scham und Verantwortung sind f\u00fcr mich die zentralen Themen. Mir ging es nicht um eine moralische Note, sondern um die Fragen: Wann erkennt man etwas als Unfall oder Notfall und wann nicht \u2013 vor allem wenn Situationen von au\u00dfen betrachtet anders wirken als sie sind \u2013 und wann f\u00fchlt sich wer wof\u00fcr verantwortlich oder nicht\u201c, sagt Spangel. \u201eIch wollte aufrichtige Gef\u00fchle von Schuld und Scham zeigen.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_13377\" aria-describedby=\"caption-attachment-13377\" style=\"width: 682px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-13377\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/portrait-angelika-spangel-sw-682x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"682\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/portrait-angelika-spangel-sw-682x1024.jpg 682w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/portrait-angelika-spangel-sw-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/portrait-angelika-spangel-sw.jpg 711w\" sizes=\"auto, (max-width: 682px) 100vw, 682px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-13377\" class=\"wp-caption-text\">Angelika Spangel \u00a9 Hidir Demirbileck<\/figcaption><\/figure>\n<p>Als Kamerafrau nahm die Idee zum Film f\u00fcr sie einen visuellen Ausgangspunkt \u2013 ein Bild von drei Frauen am Acker. \u201eDer Erstentwurf des Films war kein Drehbuch, sondern Geschichten strukturiert in Bildern. Wie ein Puzzle haben wir die Bilder zusammengebaut\u201c, so Spangel. Mit Kamerafrau Wiegele konzipierte sie sehr flache, schablonenhafte Bilder. \u201eAbsichtlich Tiefe auszusparen und wenig Dreidimensionalit\u00e4t der Bilder zuzulassen sollte dem Film etwas Unwirkliches verleihen und Abstraktion erm\u00f6glichen, sodass die Szenen des Films einen universellen Charakter haben. Denn ich wollte nicht ausschlie\u00dflich eine Dorfgeschichte erz\u00e4hlen\u201c, erkl\u00e4rt Spangel.<\/p>\n<p>Mit den Kindern im Film zu arbeiten hat die Regisseurin besonders gefreut: \u201eSie haben es trotz der vielen Wiederholungen geschafft, jedem Take eine gro\u00dfe Ehrlichkeit zu verleihen und mit ihrer starken Pr\u00e4senz unmittelbar zu wirken.\u201c Auch die anderen Darsteller_innen waren mehrheitlich Laien. So \u00fcbernahm etwa Spangels Vater eine Rolle. Als Drehort diente das Dorf in Nieder\u00f6sterreich, in dem Spangel aufwuchs: \u201eEs war herausfordernd f\u00fcr mich, die filmische Arbeit so nah in mein pers\u00f6nliches Umfeld hereinzuholen. Aber ich habe rasch gemerkt, wenn ich diese spezifischen Geschichten pr\u00e4zise und authentisch erz\u00e4hlen will, muss ich mich dazu entschlie\u00dfen.\u201c Der Mut und die langwierige Arbeit am Film wurden zwar nicht mit einem Berlinale-B\u00e4ren ausgezeichnet, aber f\u00fcr Spangel und ihr Team \u00fcberwog die positive Erfahrung der Festivaleinladung. Bei den Filmvorf\u00fchrungen waren einige Teammitglieder und Darsteller_innen vor Ort dabei und stellten sich den interessierten Publikumsfragen. F\u00fcr ihre k\u00fcnftigen Filmvorhaben erhofft sich Spangel durch die Nominierung bei den<i> Berlinale Shorts<\/i> bessere Chancen bei der Einreichung f\u00fcr die Finanzierung.<\/p>\n<figure id=\"attachment_13374\" aria-describedby=\"caption-attachment-13374\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-13374\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/still2-einunfall-transparenteseiten-rgb-1024x684.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"568\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/still2-einunfall-transparenteseiten-rgb-1024x684.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/still2-einunfall-transparenteseiten-rgb-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/still2-einunfall-transparenteseiten-rgb-768x513.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/still2-einunfall-transparenteseiten-rgb-1536x1026.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/still2-einunfall-transparenteseiten-rgb-850x568.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/still2-einunfall-transparenteseiten-rgb.jpg 1890w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-13374\" class=\"wp-caption-text\">Filmstill Ein Unfall \u00a9 Sophia Wiegele<\/figcaption><\/figure>\n<h5>Film School Summit<\/h5>\n<p>Bei der Branchenmesse European Film Market (EFM), die j\u00e4hrlich zur Zeit der<i> Berlinale <\/i>stattfindet, wurde dieses Jahr erstmals der Film School Summit veranstaltet. Den Studierenden der teilnehmenden 18 Filmausbildungsst\u00e4tten aus 13 L\u00e4ndern wurde ein vielseitiges Programm aus Vortr\u00e4gen und Formaten zum Austausch mit Vertreter_innen der Filmindustrie geboten. Von der Filmakademie Wien nahmen vier Produktions- und zwei Regiestudierende teil. Michael Kitzberger, Professor f\u00fcr Produktion an der Filmakademie Wien, begleitete die Delegation. \u201eDie Studierenden haben gro\u00dfes Interesse an internationaler Zusammenarbeit. Sich gegenseitig kennenlernen, inspirieren und hinterfragen ist wichtig. Ein Perspektivenwechsel ist immer gut f\u00fcr ein konstruktives Miteinander\u201c, so Kitzberger dazu, warum Initiativen wie der Film School Summit und andere Formate f\u00fcr den Filmnachwuchs bei der <i>Berlinale <\/i>wertvoll sind. \u201eEs ist auch wichtig, sich international zu vernetzen und gemeinsam zu schauen, wie man Projekte realisieren kann\u201c, sagt der Produktionsprofessor in Hinblick auf die Finanzierungsm\u00f6glichkeiten von Filmen in verschiedenen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Zudem war die Filmakademie Wien wieder Kooperationspartnerin der Vernetzungsinitiative <i>Encourage Film Talents <\/i>im Rahmen der <i>Berlinale<\/i>, die den Austausch von Nachwuchsfilmemacher_innen in Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz f\u00f6rdert. Teil der Veranstaltung waren Vorf\u00fchrungen ausgew\u00e4hlter Filme der teilnehmenden Filmhochschulen, darunter der diesj\u00e4hrige Beitrag der Filmakademie Wien <i>Dead Air<\/i> (Regie: Andrej Haring, Drehbuch: Andrej Haring &amp; Joseph Cyril Stoisits, Produktion: Skander Kourgli, Cinematography: Florian Noever, Montage: Daniel Morawitz, VFX: Lukas Kampichler). Eine Exkursion zur <i>Berlinale<\/i> ist auch n\u00e4chstes Jahr geplant, wenn Berlin wieder zum zentralen Ort der Filmkunst wird.<\/p>\n<h1><\/h1>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin wird jedes Jahr im Februar zum Zentrum der Filmwelt. Die Berlinale ist eines der gr\u00f6\u00dften Filmfestivals weltweit, bei dem im Wettbewerb die ber\u00fchmten Goldenen und Silbernen B\u00e4ren verliehen werden. 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