{"id":13323,"date":"2026-04-28T15:05:16","date_gmt":"2026-04-28T13:05:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=13323"},"modified":"2026-04-28T15:05:16","modified_gmt":"2026-04-28T13:05:16","slug":"lebenslanges-lernen-mit-musik-und-bewegung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2026\/04\/28\/lebenslanges-lernen-mit-musik-und-bewegung\/","title":{"rendered":"Lebenslanges Lernen mit Musik und Bewegung"},"content":{"rendered":"<h5>Veronika Kinsky, verantwortlich f\u00fcr den Fachbereich Elementare Musikp\u00e4dagogik (EMp), und Monika Mayr, Rhythmikerin und Senior Lecturer am Institut f\u00fcr Musik- und Bewegungsp\u00e4dagogik\/Rhythmik sowie Musikphysiologie, sprechen \u00fcber die Relevanz von Musik und Bewegung in jedem Lebensalter und dar\u00fcber, welche Impulse die mdw dabei setzen kann.<\/h5>\n<p>Musik und Bewegung als lebenslanger Begleiter. Welche Bedeutung hat diese Aussage f\u00fcr sie beide?<\/p>\n<figure id=\"attachment_13329\" aria-describedby=\"caption-attachment-13329\" style=\"width: 279px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-13329\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/veronikakinsky-c-privat-rgb-279x300.jpg\" alt=\"\" width=\"279\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/veronikakinsky-c-privat-rgb-279x300.jpg 279w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/veronikakinsky-c-privat-rgb-951x1024.jpg 951w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/veronikakinsky-c-privat-rgb-768x827.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/veronikakinsky-c-privat-rgb-850x915.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/veronikakinsky-c-privat-rgb.jpg 1423w\" sizes=\"auto, (max-width: 279px) 100vw, 279px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-13329\" class=\"wp-caption-text\">Veronika Kinsky zeichnet verantwortlich f\u00fcr den Fachbereich Elementare Musikp\u00e4dagogik (EMp) und ist Senior Lecturer am Institut f\u00fcr musikp\u00e4dagogische Forschung und Praxis. \u00a9 Privat<\/figcaption><\/figure>\n<p><b>Veronika Kinsky (VK):<\/b> Musik und Bewegung in jedem Alter sehe ich in vielerlei Hinsicht als lebensnotwendiges Mittel. Einerseits als das Recht zum k\u00fcnstlerischen Ausdruck und andererseits als eine Lebensbereicherung f\u00fcr K\u00f6rper, Seele und Geist. Lebenslanges Lernen ist mit Musik und Bewegung m\u00f6glich, sinnvoll und bedeutsam.<\/p>\n<p><b>Monika Mayr (MM):<\/b> F\u00fcr mich ist das Recht auf Musik und Bewegung ein ganz wesentlicher Punkt in unserem Leben. Musik unterst\u00fctzt uns in unserem seelischen, physischen und psychischen Dasein und gibt sowohl unserer Ich- als auch Wir-Identit\u00e4t Nahrung.<\/p>\n<p><b>VK: <\/b>Leider verk\u00fcmmern diese Bereiche in der heutigen Wirklichkeit der Digitalisierung. Schon junge Kinder verbringen oft zu viel Zeit am Handy, anstatt sich in der Natur zu bewegen oder gemeinsam mit den Eltern zu singen. Da auch Bildungs- und Bewegungsangebote gek\u00fcrzt werden, ist es unsere Aufgabe darauf zu achten, dass diese Bereiche nicht zu kurz kommen.<\/p>\n<blockquote><p>Musik und Bewegung in jedem Alter sehe ich in vielerlei Hinsicht als lebensnotwendiges Mittel.<\/p>\n<p>Veronika Kinsky<\/p><\/blockquote>\n<p>Wie k\u00f6nnen die Elementare Musikp\u00e4dagogik und die Musik- und Bewegungsp\u00e4dagogik hier gegensteuern?<\/p>\n<p><b>VK:<\/b> Sowohl die Musik- und Bewegungsp\u00e4dagogik\/Rhythmik als auch die Elementare Musikp\u00e4dagogik arbeiten mit der engen Verbindung von Musik und Bewegung und f\u00f6rdern zus\u00e4tzlich die sinnliche Wahrnehmung. Dieser Zugang muss die Basis im Lernen junger Menschen darstellen. Dann sind die idealen Voraussetzungen gegeben, um sp\u00e4ter mit digitalen Medien umgehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>MM: <\/b>Medien sind um uns und wir m\u00fcssen versuchen sie sinnvoll zu nutzen. Als Rhythmikerin kann ich hier Synergien mit Inhalten aus der Medienkompetenz schaffen und dieses Thema mit k\u00f6rperlichen und sinnlichen Eigenerfahrungen verbinden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_13327\" aria-describedby=\"caption-attachment-13327\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-13327\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/intergenrative-rhythmikgruppe-c-c-monikamayr-rgb-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/intergenrative-rhythmikgruppe-c-c-monikamayr-rgb-1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/intergenrative-rhythmikgruppe-c-c-monikamayr-rgb-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/intergenrative-rhythmikgruppe-c-c-monikamayr-rgb-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/intergenrative-rhythmikgruppe-c-c-monikamayr-rgb-1-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/intergenrative-rhythmikgruppe-c-c-monikamayr-rgb-1-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/intergenrative-rhythmikgruppe-c-c-monikamayr-rgb-1-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-13327\" class=\"wp-caption-text\">Studierende der<a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/mrm\/mbp\/\"> Musik- und Bewegungsp\u00e4dagogik\/Rhythmik<\/a> leiten im Rahmen der Lehrpraxis kostenlose Jahreskurse f\u00fcr musik- und bewegungsfreudige Menschen darunter auch intergenerative Gruppen. \u00a9 Monika Mayr<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auf welche Weise lassen sich diese Angebote Kindern n\u00e4herbringen?<\/p>\n<p><b>VK:<\/b> Unter anderem durch Elementare Musikp\u00e4dagog_innen an Musikschulen und durch Elementarp\u00e4dagog_innen. Daher ist es besonders wichtig, dass sie in ihrer Ausbildung ausgiebig in diesen Bereichen geschult werden und Erlerntes in den Berufsalltag integrieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>MM:<\/b> Multiplikator_innen aus unseren Fachbereichen leisten hier wertvolle Arbeit und vermitteln ihre Fachexpertise durch Projekte oder Fortbildungen. Dar\u00fcber hinaus ist die Rhythmik ein Pflichtfach an den Bildungsanstalten f\u00fcr Elementarp\u00e4dagogik \u2013 das ist ein Alleinstellungsmerkmal in \u00d6sterreich.<\/p>\n<figure id=\"attachment_13328\" aria-describedby=\"caption-attachment-13328\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-13328\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/monika-mayr-c-veronika-wormuth-rgb-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/monika-mayr-c-veronika-wormuth-rgb-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/monika-mayr-c-veronika-wormuth-rgb-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/monika-mayr-c-veronika-wormuth-rgb-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/monika-mayr-c-veronika-wormuth-rgb-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/monika-mayr-c-veronika-wormuth-rgb-850x850.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/monika-mayr-c-veronika-wormuth-rgb.jpg 1423w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-13328\" class=\"wp-caption-text\">Monika Mayr ist Rhythmikerin, Musikgeragogin und Senior Lecturer am Institut f\u00fcr Musik- und Bewegungsp\u00e4dagogik \/Rhythmik sowie Musikphysiologie. \u00a9 Veronika Wormuth<\/figcaption><\/figure>\n<p>Welche Ausbildungsangebote bietet die mdw dazu an?<\/p>\n<p><b>VK: <\/b>Studierende k\u00f6nnen Elementare Musikp\u00e4dagogik als Studienschwerpunkt w\u00e4hlen und mittels Lehrpraxis sowie weiteren k\u00fcnstlerisch-p\u00e4dagogischen und wissenschaftlichen Lehrveranstaltungen Erfahrungen sammeln, die sie dann sp\u00e4ter in ihren eigenen Arbeitsfeldern anwenden k\u00f6nnen. Zudem gibt es die M\u00f6glichkeit der beruflichen Weiterbildung f\u00fcr Menschen, die in p\u00e4dagogischen oder sozialen Berufen arbeiten, wie Elementarp\u00e4dagog_innen oder Volksschullehrkr\u00e4fte, sowie Menschen aus der Altenpflege oder Jugendarbeit. Das Masterstudium Contemporary Arts Practice (CAP) bietet das w\u00e4hlbare Profil Interartistic Music Practice \/ Elementares Musizieren an, um die eigene k\u00fcnstlerische, kunstverbindende und vermittelnde Kompetenz zu vertiefen.<\/p>\n<p><b>MM: <\/b>In der Rhythmik hat man nach dem Bachelorstudium die Lehrbef\u00e4higung zur Musik- und Bewegungsp\u00e4dagog_in. Wesentlich f\u00fcr die breite Ausrichtung im Berufsfeld ist das Angebot von vielf\u00e4ltigen praxisorientierten Lehrveranstaltungen f\u00fcr alle Altersstufen, damit sie in diesen Handlungsfeldern sp\u00e4ter qualitativ hochwertige Arbeit leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n<blockquote><p>Die Kreativit\u00e4t wird nicht alt und die Emotion wird nicht dement.<\/p>\n<p>Monika Mayr<\/p><\/blockquote>\n<p>Sie haben vorhin von der Lehrpraxis gesprochen. In welchen Bereichen k\u00f6nnen Studierende hier Erfahrungen sammeln?<\/p>\n<p><b>MM: <\/b>Mit der Lehrpraxis haben wir ein Lernfeld eingerichtet, bei dem die Studierenden die Hochkultur der Universit\u00e4t verlassen und mit anderen gesellschaftlichen Gruppierungen konfrontiert werden, die wir an der mdw nicht integrieren k\u00f6nnen. Daher sind Praktika w\u00e4hrend der Studienzeit sehr wichtig. Wir gehen in Senioren-, Jugend oder Tageszentren, aber auch in Frauengemeinschaften oder haben Einheiten in Wohnh\u00e4usern mit Menschen mit Migrationshintergrund. Wichtig sind hier die ad\u00e4quate Unterst\u00fctzung und Begleitung der Studierenden durch uns Lehrende.<\/p>\n<p><b>VK: <\/b>Wir sehen unsere Verantwortung darin, in gesellschaftlich relevante Bereiche hinauszugehen. Wir suchen bewusst nach entsprechenden Kooperationspartner_innen, nehmen aber auch Vorschl\u00e4ge von Studierenden auf.<\/p>\n<p>Das Alter der Gesellschaft steigt stetig an, neue Berufsfelder erschlie\u00dfen sich in diesem Zusammenhang. Wie kann die mdw auf diese demografischen Ver\u00e4nderungen reagieren?<\/p>\n<p><b>MM: <\/b>Kaum jemand denkt daran, dass auch Menschen im sp\u00e4ten Lebensalter das Recht auf Musik und Bewegung als soziokulturelle Teilhabe haben. Ich w\u00fcnsche mir daher noch verst\u00e4rkt Angebote an der mdw zu diesem Thema, vor allem weil sich in diesem Bereich wunderbare Berufsfelder f\u00fcr unsere Absolvent_innen erschlie\u00dfen. Wir bieten bereits verpflichtende Lehrveranstaltungen zu diesem Thema an, etwa eine <i>Einf\u00fchrung zur Rhythmik in der Geragogik <\/i>oder das freie Wahlfach <i>Musikgeragogik. <\/i>F\u00fcr ehemalige Mitarbeiter_innen der mdw haben wir das Format mdwPlus entwickelt. W\u00fcnschenswert w\u00e4ren zudem Weiterbildungsangebote, die auch Menschen aus unterschiedlichen Disziplinen wahrnehmen k\u00f6nnen, wie etwa der Altenarbeit.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen Musik und Bewegung die verschiedenen Altersgruppen bereichern?<\/p>\n<p><b>VK:<\/b><i> <\/i>Kunst, um der Kunst willen, ist in jedem Alter ein Menschenrecht. Unser k\u00fcnstlerisches Ausdrucksbed\u00fcrfnis hat schon f\u00fcr sich einen eigenen Wert. Zudem helfen uns Musik und Bewegung k\u00f6rperlich fit zu bleiben, sie schulen das Ged\u00e4chtnis. Allein wenn ich an die Sturz-Prophylaxe denke, ist das ein wertvoller Beitrag. Da \u00e4ltere Menschen immer wieder unter Einsamkeit leiden, wirkt auch die Gemeinschaft ungemein begl\u00fcckend. Gemeinsam zu singen und tanzen sch\u00fcttet Endorphine aus, das wirkt sich positiv auf die Stimmung aus und tr\u00e4gt zur Entspannung und Schmerzlinderung bei.<\/p>\n<p><b>MM: <\/b>Es ist eine Sinnstiftung im Leben, etwas, das wir uns ein Leben lang w\u00fcnschen. Die Kreativit\u00e4t wird nicht alt und die Emotion wird nicht dement. Das Alter, ob mit zwei oder 102 Jahren, stellt keine Differenzierung dar. Es ist die Ressourcenkraft, die Menschen mitbringen \u2013 in dem Moment, in dem sie heute, hier und jetzt da sind und durch Musik und Bewegung ihre Ausdrucksf\u00e4higkeiten entdecken und dabei Freude empfinden.<\/p>\n<blockquote><p>Wir sehen unsere Verantwortung darin, in gesellschaftlich relevante Bereiche hinauszugehen.<\/p>\n<p>Veronika Kinsky<\/p><\/blockquote>\n<p>Welche Eigenschaften sollte man idealerweise mitbringen, wenn man sich f\u00fcr diese Studienangebote interessiert?<\/p>\n<p><b>VK:<\/b> Eine Bereitschaft k\u00fcnstlerisch-p\u00e4dagogisch zu wachsen, die Freude mit Menschen zu arbeiten und vor allem Offenheit \u2013 nicht zuletzt f\u00fcr eine beziehungsorientierte Begegnung auf Augenh\u00f6he sowie Spontanit\u00e4t und Flexibilit\u00e4t.<\/p>\n<p><b>MM:<\/b> Und Belastbarkeit, denn die Studierenden werden mit Menschen mit besonderen Bed\u00fcrfnissen konfrontiert. Wichtig ist auch eine musikalische und bewegungsorientierte k\u00fcnstlerische Exzellenz, denn das bedingt unseren Fachbereich an der Universit\u00e4t. Wir schicken unsere Absolvent_innen als Fachkr\u00e4fte in die Arbeitswelt. Deshalb m\u00fcssen wir auch immer weiter daran arbeiten, die entsprechenden Berufsbilder zu etablieren, denn aktuell wird zum Beispiel besonders im Bereich der Musik- und Rhythmikgeragogik (Musik und Bewegung mit \u00e4lteren Menschen) sehr viel Freiwilligenarbeit geleistet.<\/p>\n<p>In welchen Berufsfeldern kann man als Absolvent_in arbeiten?<\/p>\n<p><b>VK:<\/b> F\u00fcr die EMp ist der Hauptberufsort noch immer die Musikschule, der zweitwichtigste Arbeitsbereich stellt die Kooperation mit Volksschulen dar. Zudem arbeiten unsere Absolvent_innen in Pflege- und Altersheimen, dem sozialen Bereich, wie der Jugendarbeit und der Freizeitp\u00e4dagogik, im Inklusionsbereich, aber auch in der Erwachsenenbildung beispielsweise an Volkshochschulen.<\/p>\n<p><b>MM:<\/b> Ich unterscheide gerne institutionelle Arbeitsfelder und die freiberufliche T\u00e4tigkeit in der freien Szene. Von unseren Absolvent_innen h\u00f6ren wir, dass sich zudem immer weitere Berufsfelder erschlie\u00dfen, wie etwa T\u00e4tigkeiten an Rehazentren oder Fr\u00fchf\u00f6rderstellen. Auch Inklusion ist ein wichtiges Thema f\u00fcr uns. Auf diese Entwicklungen m\u00fcssen wir in der Ausbildung eingehen und sie noch st\u00e4rker behandeln. Aktuell erleben wir oft, dass sich Absolvent_innen nach relativ kurzer Zeit aus \u00dcberforderung ein neues Berufsfeld suchen. Wir m\u00fcssen uns daher \u00fcberlegen, wie wir Studierende noch besser im Studium vorbereiten k\u00f6nnen. Das Berufsfeld wird nur dann breit, wenn man mit Zusatzqualifikationen neue Bereiche aufbaut. Ich habe etwa den Hochschulzertifikatskurs in Musikgeragogik gemacht und arbeite heute erweiternd auch als Musikgeragogin \u2013 so erschlie\u00dfen sich neue Berufsfelder.<\/p>\n<p>Wir haben bereits \u00fcber die Arbeit mit Kindern (P\u00e4dagogik) und Senior_innen (Geragogik) gesprochen. Was ist mit dem Bereich der Erwachsenenbildung?<\/p>\n<p><b>MM: <\/b>Erwachsene Menschen befinden sich oft in einem gestressten Arbeitsalltag, hier k\u00f6nnen wir Angebote schaffen, die f\u00fcr Ausgleich sorgen. Etwa durch k\u00fcnstlerische Gestaltungsr\u00e4ume, in denen sich jeder und jede individuell ausdr\u00fccken kann. Die Begegnung mit Menschen aus ganz unterschiedlichen Orten, Kulturen oder Berufsfeldern \u2013 die in diesem Moment jedoch in den Hintergrund treten \u2013 stellt einen besonderen Mehrwert unseres Bereiches Rhythmik dar.<\/p>\n<blockquote><p>Das Berufsfeld wird nur dann breit, wenn man mit Zusatzqualifikationen neue Bereiche aufbaut.<\/p>\n<p>Monika Mayr<\/p><\/blockquote>\n<figure id=\"attachment_13326\" aria-describedby=\"caption-attachment-13326\" style=\"width: 683px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-13326\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/klangwelt-ab-65-3-c-werner-rohrer-rgb-683x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"683\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/klangwelt-ab-65-3-c-werner-rohrer-rgb-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/klangwelt-ab-65-3-c-werner-rohrer-rgb-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/klangwelt-ab-65-3-c-werner-rohrer-rgb-768x1151.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/klangwelt-ab-65-3-c-werner-rohrer-rgb-1025x1536.jpg 1025w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/klangwelt-ab-65-3-c-werner-rohrer-rgb-1366x2048.jpg 1366w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/klangwelt-ab-65-3-c-werner-rohrer-rgb-850x1274.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/klangwelt-ab-65-3-c-werner-rohrer-rgb.jpg 1423w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-13326\" class=\"wp-caption-text\">Das Zentrum<a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/imp\/emp\/\"> Elementares Musizieren<\/a> stellt mit seinem Kursangebot f\u00fcr alle Altersbereiche das intensive Wahrnehmen, Erleben und Begreifen der Musik in ihrer Vielfalt in den Vordergrund. \u00a9 Werner Rohrer<\/figcaption><\/figure>\n<p>In welchen Einrichtungen werde ich in puncto Erwachsenenbildung f\u00fcndig?<\/p>\n<p><b>VK:<\/b> Die Bildungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr Erwachsene findet tendenziell an Volkshochschulen, Konzerth\u00e4usern und weiteren Kultur- und Bildungseinrichtungen statt. Die Musikschulen in Wien richten ihr Angebot an Kinder und Jugendliche \u2013 nat\u00fcrlich w\u00fcnschen wir uns, dass Musikschulen, wie in den Bundesl\u00e4ndern, f\u00fcr alle Altersgruppen offen sind und gef\u00f6rdert werden. Gleichzeitig will eine erwachsene Person vielleicht nicht unbedingt in eine Schule gehen, sondern eher in ein offenes Musizier- oder Tanzhaus. Ich denke hier auch an gemeinschaftlich verwaltete Kulturzentren. Das sind wunderbare Orte f\u00fcr alle Altersgruppen \u2013 mit der M\u00f6glichkeit zu generations\u00fcbergreifenden Angeboten.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle, die jetzt neugierig geworden sind \u2013 gibt es Beispiele f\u00fcr solche Angebote? Wo kann ich mich informieren?<\/p>\n<p><b>MM:<\/b> Das Kompetenzzentrum f\u00fcr kulturelle Bildung im Alter und inklusive Kultur ist ein weit gespanntes Informationsportal mit Kursangeboten, Materialien und Fachartikeln. Ebenso die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Musikgeragogik, die zudem \u00fcber neue Projekte aus diesem Bereich berichtet.<\/p>\n<p><b>VK:<\/b> Ich m\u00f6chte zus\u00e4tzlich zum berufsbegleitenden Universit\u00e4tslehrgang f\u00fcr Elementare Musikp\u00e4dagogik zwei Kurse erw\u00e4hnen, die bei uns an der mdw am Zentrum Elementares Musizieren stattfinden. <i>Klangwelt ab 65<\/i> ist ein Kurs f\u00fcr Menschen ab 65, wo das Gestalten und Erleben von Musik und die Freude am gemeinsamen musikalischen Spiel im Mittelpunkt stehen. <i>Musik neu erleben \u2013 f\u00fcr Erwachsene<\/i> bringt alle ab 18 spielerisch in Kontakt mit musikalischen Abenteuern \u2013 ganz ohne Leistungsdruck. Auch unsere Familienkurse sind Angebote f\u00fcr gemeinsames Musizieren von Kinder mit Erwachsenen.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Veronika Kinsky, verantwortlich f\u00fcr den Fachbereich Elementare Musikp\u00e4dagogik (EMp), und Monika Mayr, Rhythmikerin und Senior Lecturer am Institut f\u00fcr Musik- und Bewegungsp\u00e4dagogik\/Rhythmik sowie Musikphysiologie, sprechen \u00fcber die Relevanz von Musik und Bewegung in jedem Lebensalter und dar\u00fcber, welche Impulse die mdw dabei setzen kann.<\/p>\n","protected":false},"author":86,"featured_media":13325,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[1659,1671,854],"class_list":["post-13323","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-special","tag-2026-2","tag-musikundbewegung","tag-special"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13323","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/86"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13323"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13323\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13458,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13323\/revisions\/13458"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13325"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13323"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13323"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13323"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}