{"id":13152,"date":"2026-02-25T13:11:13","date_gmt":"2026-02-25T12:11:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=13152"},"modified":"2026-02-25T13:12:35","modified_gmt":"2026-02-25T12:12:35","slug":"future-making-internationale-strahlkraft-der-forschung-am-imp-im-lehramt-musik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2026\/02\/25\/future-making-internationale-strahlkraft-der-forschung-am-imp-im-lehramt-musik\/","title":{"rendered":"Future-Making: Internationale Strahlkraft der Forschung am IMP im Lehramt Musik"},"content":{"rendered":"Im letzten <a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2025\/11\/28\/musikpaedagogik-weiterdenken-musikpaedagogische-forschung-an-der-mdw\/\"><i>mdw-Magazin<\/i><\/a> konnten Sie bereits viel \u00fcber neue Str\u00f6mungen in der musikp\u00e4dagogischen Forschung erfahren und dar\u00fcber, wie sich das Institut f\u00fcr musikp\u00e4dagogische Forschung und Praxis (IMP) darin positioniert. Im aktuellen Heft treiben wir unsere Reihe zur musikp\u00e4dagogischen Forschung weiter voran: Wir blicken diesmal tiefer in Forschung rund um schulischen Musikunterricht und zeigen, wie das IMP hier international vorangeht. Das IMP leitet aktuell das gro\u00dfangelegte Erasmus+-Projekt <i>TEAM \u2013 Teacher Education Academy for Music<\/i> und ist au\u00dferdem von 8. bis 11. April Gastgeber der internationalen Konferenz der EAS (European Association for Music in Schools) am mdw-Campus.<\/p>\n<h5>Im Umbruch: Forschung zum Musikunterricht<\/h5>\n<p>Forschung zum Lehramtsfach Musik arbeitet eng entlang aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen von Bildung und Musikunterricht \u2013 und diese sind deutlich sp\u00fcrbar. W\u00e4hrend es in der j\u00fcngeren Vergangenheit vor allem um eine klarere Positionierung musikp\u00e4dagogischer Forschung sowie um ihre Ausdifferenzierung in verschiedene Themenfelder und Methodenans\u00e4tze ging oder etwa darum, Kernbereiche wie das Musizieren in Schulklassen fachdidaktisch zu beforschen und weiterzuentwickeln, stellen sich in den letzten Jahren g\u00e4nzlich neue Anforderungen \u2013 inhaltlich wie auch strukturell: Der Lehrkr\u00e4ftemangel (\u00fcbrigens l\u00e4ngst nicht mehr nur im Fach Musik, sondern in nahezu allen F\u00e4chern, und nicht nur in \u00d6sterreich, sondern weltweit) verlangt nach konzisen Beitr\u00e4gen aus der Professionalisierungsforschung. Die stark steigende Diversit\u00e4t der Sch\u00fcler_innenschaft (und das wachsende Bewusstsein daf\u00fcr) bringt Bewegung in die fachdidaktischen Konzepte und fordert Forschung zu professionellen Teams, zu Gruppendynamiken beim Musikmachen, zu Wellbeing, zu Governance sowie zu heterogenit\u00e4tssensiblem Unterricht. Migration fordert Arbeiten zu einem breiten Musikrepertoire sowie zu sprachsensiblem oder nonverbalem Musizierunterricht. Die Forderung nach Zukunftsf\u00e4higkeit, Digitalit\u00e4t und M\u00fcndigkeit junger Menschen in der Welt von morgen treibt die Entwicklung und Diskussion von Lehramtsaus- und -weiterbildung voran in Richtung von Unterrichtskonzepten zu nachhaltigem und demokratief\u00f6rderndem Musikunterricht und stellt laufend Fragen zum sinnvollen Einsatz von digitalen Medien und KI. All dies passiert mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit \u2013 einer Geschwindigkeit, die Unterrichtsmaterialien, Schulb\u00fccher und Lehrpl\u00e4ne (und auch Konzepte in der Lehramtsausbildung!) mit der zugeh\u00f6rigen Forschung rascher als fr\u00fcher nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df erscheinen lassen. Und noch etwas hat sich ver\u00e4ndert: Schule und Lehramtsausbildung waren immer stark national gedacht, in den letzten Jahren wird Bildungsforschung und fachdidaktische Forschung sp\u00fcrbar internationaler: Wir finden mehr l\u00e4nder\u00fcbergreifende Forschung, eine bessere Auffindbarkeit von Forschungsergebnissen \u00fcber Sprach- und L\u00e4ndergrenzen hinweg, mehr Forschungskooperationen und internationale Metastudien zu Schule und Musikunterricht.<\/p>\n<h5>TEAM \u2013 Future-Making, Networking and Mobility in Europe<\/h5>\n<p>Das IMP wirkt hierin federf\u00fchrend mit. Seit Oktober 2024 wird das <i>TEAM<\/i>-Projekt vom IMP geleitet. <a href=\"https:\/\/teacher-academy-music.eu\/contact\"><i>TEAM \u2013 Teacher Education Academy Music. Future-Making, Mobility and Networking in Europe <\/i><\/a>ist ein europaweites Forschungs- und Entwicklungsprojekt, das eng mit der <i>European Association for Music in School (EAS)<\/i> zusammenarbeitet.<\/p>\n<p>Es zielt darauf ab, die Musiklehrer_innenbildung in Europa und das Fach Musik in der allgemeinbildenden Schule neu zu gestalten. Dabei werden aktuelle Herausforderungen der Professionalisierung von Musik- lehrer_innen wie Digitalisierung, interkulturelles Lernen, gesellschaftliche Transformation, Nachhaltigkeit und soziale Koh\u00e4renz adressiert. TEAM entwickelt und verbreitet hierf\u00fcr Open Educational Ressources und forscht zu deren Anwendungen. Zudem werden Programme zur St\u00e4rkung der Mobilit\u00e4t im Studium entwickelt, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf qualitativ hochwertigen Schulpraktika im Ausland mit Mentoring aus l\u00e4nder\u00fcbergreifender Perspektive liegt. Eine vergleichende Darstellung der Bildungssysteme (Musik an Schulen sowie Musiklehrer_innenbildung) in 30 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern soll die internationale Zusammenarbeit zuk\u00fcnftig erleichtern. Basierend auf Erhebungen zu Standards der Musiklehrer_innenbildung in den L\u00e4ndern entwickelt <i>TEAM<\/i> ein Set von europaweiten <i>TEAM<\/i>-Lernergebnissen f\u00fcr die Musiklehrer_innenbildung, das dabei helfen soll, Inhalte und Niveau der Musiklehrer_innenbildung zukunftsf\u00e4hig zu gestalten. 15 Partnerinstitutionen (Schulen, Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen) aus elf europ\u00e4ischen L\u00e4ndern mit hoher Expertise in den erforderlichen Bereichen arbeiten zusammen, assoziierte Partner aus insgesamt 23 L\u00e4ndern sowie gro\u00dfe internationale Netzwerke wie die AEC, EMU, EAS und der Europ\u00e4ischen Musikrat sind eingebunden. Das Projekt endet im September, aktuell arbeiten wir auf Hochtouren an Ergebnissen und der Nachhaltigkeit der etablierten Strukturen.<\/p>\n<h5>\u201eAdvance Democracy. Participation, Diversity, and Social Cohesion in Music Education\u201c<\/h5>\n<p>Von 8. bis 11. April findet im Rahmen der 33. <a href=\"http:\/\/eas-music.org\/ 2026-vienna\">EAS-Konferenz<\/a> die gro\u00dfe <i>TEAM<\/i>-Outreach-Konferenz am Campus der mdw statt. Wir haben uns ein wichtiges Themenfeld vorgenommen: die Demokratiebildung. Der Titel \u201eAdvance Democracy\u201c hat historische Bedeutung: <i>Advance Democracy<\/i> ist ein A-capella-Chorst\u00fcck von Benjamin Britten, das dieser 1938 angesichts der Entwicklungen in Nazi-Deutschland schrieb. \u2013 Das St\u00fcck wird auf der Konferenz auch aufgef\u00fchrt. Wachsender Populismus, digitale Desinformation, politische Apathie junger Menschen und die zunehmende Komplexit\u00e4t globaler Herausforderungen unterstreichen die Notwendigkeit einer Bildung, die demokratische Werte und partizipative Kompetenzen st\u00e4rkt. Angesichts dieser Entwicklungen ist die Demokratiebildung zu einem zentralen Thema im Bildungsdiskurs geworden, insbesondere im europ\u00e4ischen Kontext. An dem Kongress werden etwa 400 Delegierte aus der ganzen Welt ihre Forschung und Praxis an der mdw zur Diskussion stellen. Dar\u00fcber hinaus sollen aber auch die \u00fcblichen Konferenzformate entlang des Themas Partizipation gesprengt werden: Offene Musizierlabors f\u00fcr alle Delegierten, partizipative Konzertsettings, Meinungsw\u00e4nde und stumme Diskussionen, Impulse zur Nachhaltigkeit, Bar-Camp-Formate und das Aufbrechen der starren Keynote-Settings, finanzielle Zusch\u00fcsse f\u00fcr Kolleg_innen, die Konferenzbesuche schwer finanzieren k\u00f6nnen, sowie F\u00f6rderung von Teilnahmen von Studierenden und Sch\u00fcler_innen sind nur einige der Formate, die wir erproben werden. Kommen Sie, h\u00f6ren Sie, diskutieren Sie und entwickeln Sie eine zukunftsf\u00e4hige musikp\u00e4dagogische Welt mit.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im letzten mdw-Magazin konnten Sie bereits viel \u00fcber neue Str\u00f6mungen in der musikp\u00e4dagogischen Forschung erfahren und dar\u00fcber, wie sich das Institut f\u00fcr musikp\u00e4dagogische Forschung und Praxis (IMP) darin positioniert. 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