{"id":13135,"date":"2026-02-25T14:25:53","date_gmt":"2026-02-25T13:25:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=13135"},"modified":"2026-02-25T14:25:53","modified_gmt":"2026-02-25T13:25:53","slug":"der-neue-heinrich-schiff-wettbewerb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2026\/02\/25\/der-neue-heinrich-schiff-wettbewerb\/","title":{"rendered":"Der neue Heinrich-Schiff-Wettbewerb"},"content":{"rendered":"<h1>Ein Impuls f\u00fcr die Cello-Studierenden der mdw<\/h1>\n<p>Als Ende J\u00e4nner 2026 erstmals der Heinrich-Schiff-Wettbewerb an der mdw stattfand, markierte dies einen wichtigen Schritt f\u00fcr die F\u00f6rderung des cellistischen Nachwuchses der Universit\u00e4t. Benannt nach dem herausragenden Cello-Solisten, Dirigenten und langj\u00e4hrigen mdw-Professor Heinrich Schiff, setzte der Wettbewerb ein Zeichen f\u00fcr k\u00fcnstlerische Exzellenz und institutionelle Unterst\u00fctzung \u2013 und schloss zugleich eine L\u00fccke im internen Wettbewerbsangebot der mdw, in dem f\u00fcr die Violoncello-Studierenden bisher kein eigenes Format existierte.<\/p>\n<p>F\u00fcr Institutsleiter Anton Sorokow, der Schiff sowohl als Konzertmeister der Wiener Symphoniker als auch als Kollegen erlebt hat, war die Wahl des Namensgebers naheliegend: \u201eHeinrich Schiff war ein au\u00dfergew\u00f6hnlicher Musiker mit internationaler Strahlkraft. Er war gro\u00dfz\u00fcgig, unterst\u00fctzend und seinen Studierenden stets mit gro\u00dfem Herzen zugewandt.\u201c Sein Name stehe weltweit f\u00fcr Qualit\u00e4t, Integrit\u00e4t und musikalische Tiefe \u2013 und genau diese Haltung solle auch der Wettbewerb verk\u00f6rpern. Die Idee zu einem eigenen Cello-Wettbewerb entstand aus mehreren Impulsen. Innerhalb der mdw gibt es f\u00fcr Geigenstudierende mit dem Stefanie-Hohl-Wettbewerb seit Jahrzehnten ein etabliertes Format, das nicht nur hohe k\u00fcnstlerische Standards setzt, sondern auch ein wichtiges Motivationsinstrument im Studienalltag ist. Dieses erfolgreiche Modell diente nun als Inspiration. Gleichzeitig er\u00f6ffnete die Kooperation mit dem Verein f\u00fcr Internationale Musik- und Kulturf\u00f6rderung unter Direktor Soondeog Kwon die M\u00f6glichkeit, den Gewinner_innen k\u00fcnftig einen Soloauftritt mit einem renommierten Orchester zu erm\u00f6glichen. Zus\u00e4tzlich unterst\u00fctzt der Komponist und Musikm\u00e4zen Alfred Huber das Projekt durch die Finanzierung der Preisgelder sowie durch seine k\u00fcnstlerische Beteiligung in Form eines Pflichtwerks. Die Zusammenf\u00fchrung institutioneller, k\u00fcnstlerischer und organisatorischer Kr\u00e4fte gab letztlich den Ansto\u00df zur Gr\u00fcndung dieses neuen, langfristig angelegten Wettbewerbsformats.<\/p>\n<p>Die Zielsetzung des Wettbewerbs ist breit gef\u00e4chert und klar definiert. Er soll die Studierenden k\u00fcnstlerisch fordern und f\u00f6rdern, ihnen zus\u00e4tzliche Motivation bieten, neue Werke zu erarbeiten, und ihnen einen professionellen Rahmen er\u00f6ffnen, in dem sie sich pr\u00e4sentieren k\u00f6nnen. Ein wesentliches Anliegen ist dabei der p\u00e4dagogische Mehrwert: Wettbewerbserfahrung, ein konkretes Ziel im Semesterverlauf und die Chance, die eigene k\u00fcnstlerische Entwicklung sichtbar zu machen. \u201eEin Wettbewerb kann Herausforderung und Best\u00e4tigung zugleich sein\u201c, betont Sorokow. \u201eEr soll unsere Studierenden ermutigen, ihr Potenzial sichtbar zu machen.\u201c<\/p>\n<p>Ein Blick auf das Wettbewerbsformat zeigt diese Ausrichtung deutlich: Die erste Runde fand am 22. J\u00e4nner 2026, das Finale am 23. J\u00e4nner 2026 \u2013 jeweils im Franz Liszt-Saal \u2013 statt. Das Programm der Vorrunde verband ein Pflichtst\u00fcck von Alfred Huber mit klassischen und virtuosen Werken; das Finale widmete sich Robert Schumanns <i>Cellokonzert in a-Moll op. 129<\/i> \u2013 einem emotional wie technisch anspruchsvollen Eckpfeiler des Repertoires. Die Teilnahme steht allen Studierenden der Studienrichtung Violoncello (Vorbereitungslehrgang, Bachelor und Master) offen \u2013 sowohl im Konzertfach als auch im Bereich Instrumental(Gesangs)p\u00e4dagogik. Damit richtet sich der Wettbewerb an Studierende aus zwei Instituten: dem Fritz Kreisler Institut f\u00fcr Konzertfach Streichinstrumente, Gitarre und Harfe sowie dem Alma Ros\u00e9 Institut f\u00fcr Streichinstrumente, Gitarre und Harfe in der Musikp\u00e4dagogik. Auch die Vorbereitungslehrg\u00e4nge sind ausdr\u00fccklich inkludiert. Diese breite Zielgruppe unterstreicht den integrativen Anspruch des Wettbewerbs, der das gesamte cellistische Spektrum der mdw einbeziehen m\u00f6chte und als verbindendes Format zwischen den Instituten fungieren soll.<\/p>\n<p>Da der Wettbewerb erstmals stattfand, bewegten sich Organisator_innen und Fachgruppen naturgem\u00e4\u00df auf einem neuen Terrain. Von \u201eHerausforderungen\u201c will Sorokow dennoch nicht im klassischen Sinne sprechen \u2013 vielmehr handle es sich um typische \u00dcberlegungen, die mit der Einf\u00fchrung eines neuen Formats einhergehen: effiziente Abstimmung zwischen den Instituten, pr\u00e4zise Zeitplanung, klare Kommunikation und eine Juryzusammensetzung, die fachlich wie menschlich \u00fcberzeugt. Besonders wertvoll war dabei die Orientierung an jahrzehntelangen Best Practices des Stefanie-Hohl-Wettbewerbs, dessen Struktur und Erfahrungsschatz eine nat\u00fcrliche Referenz darstellen. Als Jury wirkten Mitglieder der Cello-Fachgruppe sowie externe Expert_innen mit, darunter eine international t\u00e4tige Cellistin. Sorokow \u00fcbernahm als Institutsleiter die organisatorische Gesamtleitung. Die operative Koordination lag bei Julia Ostroverkhova vom k\u00fcnstlerischen Betriebsb\u00fcro des Fritz Kreisler Instituts, die Abl\u00e4ufe verantwortete und zusammenf\u00fchrte. Ziel war es, ein Umfeld zu schaffen, das gleicherma\u00dfen professionell, fair und inspirierend ist.<\/p>\n<p>Attraktive Preise sollten zus\u00e4tzlich motivieren: Die Preisgelder von insgesamt 3.500\u00a0\u20ac wurden von Alfred Huber gestiftet. Der 1.\u00a0Preis umfasste 1.500\u00a0\u20ac sowie einen Konzertauftritt mit dem North Czech Philharmonic Orchestra im Juni 2026. Der 2.\u00a0und 3.\u00a0Preis waren mit 1.000\u00a0\u20ac bzw. 500\u00a0\u20ac dotiert; ein weiterer Sonderpreis pr\u00e4mierte die beste Interpretation von Hubers Sonate.<\/p>\n<p>F\u00fcr die erste Ausgabe w\u00fcnschte sich Sorokow ein m\u00f6glichst hohes k\u00fcnstlerisches Niveau und zahlreiches Publikum, insbesondere f\u00fcr das Finale. Obwohl es keine famili\u00e4re Stiftung oder offiziellen Nachlass zum Wettbewerb gibt, soll Heinrich Schiffs Name lebendig bleiben: als Orientierung, Inspiration und k\u00fcnstlerischer Anspruch. \u201eSo wie der Stefanie-Hohl-Wettbewerb \u00fcber Jahrzehnte ein Fixpunkt f\u00fcr die Geigenstudierenden geworden ist\u201c, sagt Sorokow, \u201esoll der Heinrich-Schiff-Wettbewerb zuk\u00fcnftig eine ebenso bedeutende Rolle f\u00fcr unsere Cellistinnen und Cellisten einnehmen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/str\/?PageId=3689\"><b>Zu den Preistr\u00e4ger_innen.<\/b><\/a>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Ende J\u00e4nner 2026 erstmals der Heinrich-Schiff-Wettbewerb an der mdw stattfand, markierte\ufeff\ufeff\ufeff\ufeff dies einen wichtigen Schritt f\u00fcr die F\u00f6rderung des cellistischen Nachwuchses der Universit\u00e4t. 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