{"id":12251,"date":"2025-09-26T11:23:12","date_gmt":"2025-09-26T09:23:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=12251"},"modified":"2025-09-26T11:23:12","modified_gmt":"2025-09-26T09:23:12","slug":"rezension-yugoslav-disco-digging-into-an-excluded-musical-culture-of-late-socialism","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2025\/09\/26\/rezension-yugoslav-disco-digging-into-an-excluded-musical-culture-of-late-socialism\/","title":{"rendered":"Rezension\ufeff: Yugoslav Disco. Digging into an \u201cExcluded\u201d Musical Culture of Late Socialism"},"content":{"rendered":"<h5>Magdalena F\u00fcrnkranz, Juri Giannini (Hrsg.),<i> Yugoslav Disco. Digging into an \u201cExcluded\u201d Musical Culture of Late Socialism<\/i>, Vol. X No. 1\u20132 (2024), TheMA \u2013 Open Access Research Journal for Theatre, Music, Arts, 2024.<\/h5>\n<p>Wenn man an die Popularmusik Jugoslawiens denkt, so werden oft Assoziationen zur viel erforschten und analysierten Rock- und Punkmusik Jugoslawiens gemacht. Diesen Genres wird ein politischer und subversiver Charakter zugeschrieben, im Gegensatz dazu wurde Discomusik als nicht-politisch und kommerziell eingestuft, weshalb ihr dementsprechend weniger Aufmerksamkeit zuteil wurde. Die Spezialausgabe des Open-Access-Journals TheMA befasst sich mit diesem verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wenig untersuchten Gebiet der jugoslawischen Discomusik. Die Ausgabe, herausgegeben von Magdalena F\u00fcrnkranz und Juri Giannini, umfasst drei Artikel, die sich transdisziplin\u00e4r mit unterschiedlichen Facetten der jugoslawischen Discomusik und -kultur auseinandersetzen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_12253\" aria-describedby=\"caption-attachment-12253\" style=\"width: 213px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.thema-journal.eu\/index.php\/thema\/issue\/view\/10\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-12253\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/cover-thema-no10-web-213x300.jpg\" alt=\"\" width=\"213\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/cover-thema-no10-web-213x300.jpg 213w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/cover-thema-no10-web-726x1024.jpg 726w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/cover-thema-no10-web-768x1083.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/cover-thema-no10-web-1090x1536.jpg 1090w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/cover-thema-no10-web-850x1198.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/cover-thema-no10-web.jpg 1135w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-12253\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 TheMA, Hollitzer Wissenschaftsverlag<\/figcaption><\/figure>\n<p>F\u00fcrnkranz und Giannini behandeln in ihrem Beitrag Fragen von Transfer und Transformation von Discomusik zwischen West und Ost. Anhand drei verschiedener Songs untersuchen sie, wie Discomusik von Vorbildern wie Boney\u00a0M. oder Donna Summer, oder aber auch dem Musical <i>Hair<\/i>, von jugoslawischen Gruppen verarbeitet und verwandelt wird. Der zweite Artikel, von Adriana Sabo, umfasst eine spannende Auseinandersetzung mit der Produktion von Sexualit\u00e4t und Femininit\u00e4t in der jugoslawischen Discoszene, anhand des Beispiels der Band Lokice. Die Art der Produktion und Darstellung von femininer K\u00f6rperlichkeit und Heterosexualit\u00e4t oder \u201eHeterosexiness\u201c durch Lokice folgt einer Norm des damals akzeptierten K\u00f6rperbildes im Musikmarkt und perpetuiert diese. Sabo zeigt in ihrem Artikel auf, wie der weibliche K\u00f6rper in der jugoslawischen Discokultur wahrgenommen wird. Im dritten Beitrag befasst sich Tanja Petrovi\u0107 kritisch mit dem Konzept von Nostalgie f\u00fcr den Sozialismus in Jugoslawien, der \u201eYugonostalgia\u201c. Petrovi\u0107 untersucht, wie Yugonostalgia-Fragmente der sozialistischen Vergangenheit selektiert werden und appeliert an eine reflektiertere Auseinandersetzung mit dieser Form der Nostalgie. Neben den drei Aufs\u00e4tzen enth\u00e4lt diese Spezialausgabe au\u00dferdem zwei Interviews mit wichtigen Personen der Discoszene, gef\u00fchrt von Marko Zubak.<\/p>\n<p>Diese Aufsatzsammlung bietet einen spannenden Einblick in unterschiedlichste Facetten zur jugoslawischen Discomusik. Durch die unterschiedlichen theoretischen Ans\u00e4tze der Artikel sowie die Interviews, erh\u00e4lt man ein breitgef\u00e4chertes Bild und Verst\u00e4ndnis f\u00fcr eine in der Forschung wenig pr\u00e4sente Thematik. Als besonders positiv sind au\u00dferdem die Playlists anzumerken, die mittels QR-Codes in einigen Artikeln hinzugef\u00fcgt wurden. So wird Leser_innen das auditive Eintauchen in die jugoslawische Discomusik gew\u00e4hrt. Ein absolut empfehlenswertes Lese- und H\u00f6rerlebnis.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man an die Popularmusik Jugoslawiens denkt, so werden oft Assoziationen zur viel erforschten und analysierten Rock- und Punkmusik Jugoslawiens gemacht. Diesen Genres wird ein politischer und subversiver Charakter zugeschrieben, im Gegensatz dazu wurde Discomusik als nicht-politisch und kommerziell eingestuft, weshalb ihr dementsprechend weniger Aufmerksamkeit zuteil wurde. 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