{"id":12113,"date":"2025-08-05T09:32:53","date_gmt":"2025-08-05T07:32:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=12113"},"modified":"2025-08-05T09:32:53","modified_gmt":"2025-08-05T07:32:53","slug":"kooperieren-amateurmusiker_innen-musizieren-mit-studierenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2025\/08\/05\/kooperieren-amateurmusiker_innen-musizieren-mit-studierenden\/","title":{"rendered":"Kooperieren \u2013 Amateurmusiker_innen musizieren mit Studierenden"},"content":{"rendered":"<strong>Ein musikalischer Begegnungsraum anl\u00e4sslich der <em>F\u00eate de la Musique<\/em> 2025<\/strong><\/p>\n<p>Bereits zum dritten Mal fand am 23. Juni 2025 im Bankettsaal der mdw die Veranstaltung <em>Kooperieren \u2013 Amateurmusiker_innen spielen mit Studierenden<\/em> statt. Im Rahmen der internationalen <em>F\u00eate de la Musique<\/em> r\u00fcckte dieser Abend erneut die Amateurmusik und den musikalischen Austausch zwischen Studierenden, Lehrenden und Laienmusiker_innen in den Mittelpunkt.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung verfolgt ein klares Anliegen: Sie m\u00f6chte einen k\u00fcnstlerischen Raum schaffen, in dem sich unterschiedliche musikalische Erfahrungswelten begegnen \u2013 ein Raum, der gleicherma\u00dfen zwischen didaktischem und nicht-didaktischem Handeln angesiedelt ist. Dabei sind insbesondere die Lehrveranstaltungen <em>Didaktik Violine<\/em> (Isabel Schneider) sowie <em>Lehrpraxis Klarinette<\/em> (Barbara Haslinger) konzeptionell mit dem Projekt verbunden. Die Studierenden haben hier die Gelegenheit, gemeinsam mit Amateurmusiker_innen eine musikalische Praxis zu erproben und den kreativen Austausch zu pflegen. Ziel ist es, musikalische Kommunikation jenseits traditioneller Unterrichtssettings erfahrbar zu machen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_12114\" aria-describedby=\"caption-attachment-12114\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-12114\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250623_181102-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"638\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250623_181102-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250623_181102-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250623_181102-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250623_181102-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250623_181102-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20250623_181102-850x638.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-12114\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Judith McGregor<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auch die Klavierp\u00e4dagoginnen Sigrid Strau\u00df und Magdalena Fuchs von der Musikschule Perchtoldsdorf waren mit Sch\u00fcler_innen in das Projekt eingebunden. Beide sind dar\u00fcber hinaus als Mentorinnen f\u00fcr IGP-Studierende t\u00e4tig und verk\u00f6rpern in ihrer Doppelrolle die enge Verzahnung von universit\u00e4rer Ausbildung und musikp\u00e4dagogischer Praxis im Amateurbereich.<\/p>\n<p>Das Datum der Veranstaltung \u2013 rund um den 21. Juni \u2013 ist bewusst gew\u00e4hlt: An diesem Tag wird weltweit der Sommerbeginn mit der <em>F\u00eate de la Musique<\/em> gefeiert, einem Fest, das 1982 auf Initiative des damaligen franz\u00f6sischen Kulturministers Jack Lang erstmals in Paris stattfand und seither weltweit Verbreitung gefunden hat. Die Grundidee dieses Festes \u2013 Musik in ihrer Vielfalt und Offenheit \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich zu machen und Menschen niederschwellig zum Musizieren einzuladen \u2013 spiegelt sich auch im Konzept dieser Veranstaltung wider.<\/p>\n<p>Er\u00f6ffnet wurde die Veranstaltung mit einem offenen Musizieren, das von Selina Pilz und Angelo Beltrame, Studierende des Masterstudiengangs\u00a0Contemporary Arts Practice (CAP) angeleitet wurde. Beide leiten gemeinsam ein Community-Orchester und brachten ihre Erfahrungen aus dieser Arbeit in die Veranstaltung ein. Mit gro\u00dfer Sensibilit\u00e4t f\u00fchrten sie die rund 30 Teilnehmenden \u2013 eine heterogene Gruppe aus Streicher_innen, Bl\u00e4ser_innen, Pianist_innen, S\u00e4nger_innen sowie Akkordeonspieler_innen \u2013 schrittweise an das gemeinsame Improvisieren und Experimentieren heran, sowohl mit ihren akustischen als auch mit elektronischen Instrumenten und unkonventionellen Klangquellen. Besonders bemerkenswert war die Vielfalt der Teilnehmenden: Unterschiedliche Altersgruppen, Erfahrungsst\u00e4nde und musikalische Hintergr\u00fcnde kamen hier zusammen. Die Freude am gemeinsamen Musizieren war sp\u00fcrbar; es entstanden musikalische \u201eGespr\u00e4che\u201c, mal im kleineren Kreis, mal im Austausch mit der gesamten Gruppe. Neben dem musikalischen Dialog bot die Veranstaltung auch Raum f\u00fcr pers\u00f6nliche Begegnungen. In den Gespr\u00e4chen im Anschluss wurden Kontakte gekn\u00fcpft und Erfahrungen ausgetauscht \u2013 ein weiterer Beleg f\u00fcr das verbindende Potenzial der Musik. Den Abschluss bildete ein Konzert, in dem zuvor erarbeitete Werke von Studierenden gemeinsam mit Amateurmusiker_innen zur Auff\u00fchrung gelangten.<\/p>\n<p>Die Initiatorinnen Judith McGregor und Isabel Schneider verfolgen mit diesem Format das Ziel, die hohe Relevanz des Amateurmusizierens im musikalischen und gesellschaftlichen Kontext sichtbar zu machen. Zugleich er\u00f6ffnet die Veranstaltung neue Perspektiven f\u00fcr das instrumentalp\u00e4dagogische Arbeitsfeld, das \u00fcber den Rahmen des formalen Unterrichts hinausreicht. Die Instrumentalp\u00e4dagog_innen von morgen sind mehr denn je gefragt, solche Gelegenheiten des Austauschs und der Begegnung zu schaffen. Orte des gemeinsamen Musizierens \u2013 ob institutionell oder informell \u2013 tragen nicht nur zur musikalischen Bildung, sondern auch zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung macht deutlich, dass musikalisches Lernen weit \u00fcber formale Bildungskontexte hinauswirkt \u2013 in lebendigen \u201ecommunities of practice\u201c, in offenen R\u00e4umen des Experimentierens, Zuh\u00f6rens und kreativen Miteinanders. Solche Initiativen kn\u00fcpfen an internationale Entwicklungen an, wie etwa die Anerkennung des instrumentalen Laien- und Amateurmusizierens als immaterielles Kulturerbe der UNESCO in Deutschland (2016), die die gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung dieser Praxis unterstreicht. Amateurmusik leistet einen wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt und zur kulturellen Teilhabe und er\u00f6ffnet zugleich neue Perspektiven f\u00fcr die musikp\u00e4dagogische Praxis.<\/p>\n<p>Das positive Echo der Teilnehmenden zeigt: Solche Formate schaffen wertvolle Impulse f\u00fcr eine zukunftsorientierte Instrumentalp\u00e4dagogik, die Br\u00fccken baut zwischen Generationen, Erfahrungswelten und musikalischen Ausdrucksformen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits zum dritten Mal fand am 23. Juni 2025 im Bankettsaal der mdw die Veranstaltung Kooperieren \u2013 Amateurmusiker_innen spielen mit Studierenden statt. 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