{"id":119,"date":"2016-12-01T10:28:24","date_gmt":"2016-12-01T09:28:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=119"},"modified":"2017-01-05T09:43:37","modified_gmt":"2017-01-05T08:43:37","slug":"projekt-elie-mdw-bildungsexport-nach-china","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2016\/12\/01\/projekt-elie-mdw-bildungsexport-nach-china\/","title":{"rendered":"Projekt Elie: mdw-Bildungsexport nach China"},"content":{"rendered":"<strong>China investiert in die F\u00f6rderung von Kreativit\u00e4t und vertraut auf die fachbezogene Expertise der mdw.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_614\" aria-describedby=\"caption-attachment-614\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-614\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/projekt_elie_ulrike_sych.jpg\" alt=\"Vertragsunterzeichnung\" width=\"800\" height=\"534\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/projekt_elie_ulrike_sych.jpg 1000w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/projekt_elie_ulrike_sych-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/projekt_elie_ulrike_sych-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/projekt_elie_ulrike_sych-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-614\" class=\"wp-caption-text\">Vertragsunterzeichnung mit Gu Qing und Rektorin Ulrike Sych &copy;Doris Piller<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Volksrepublik China ist mit einem Anteil von 18,7 Prozent an der Weltbev\u00f6lkerung einer der bev\u00f6lkerungsreichsten Staaten der Welt. Mit dem Ende der \u201eEin-Kind-Politik\u201c im J\u00e4nner 2016 er\u00f6ffnete sich im Bildungssektor ein Markt, der weltweit InvestorInnen anzieht. Unz\u00e4hlige Lehrinstitutionen besch\u00e4ftigen sich inzwischen mit der fr\u00fchkindlichen Erziehung. Im Bereich der Musik zielt das Bildungsangebot aber nach wie vor prim\u00e4r auf Leistung\u00a0und technische Fertigkeiten ab, w\u00e4hrend kreatives Tun im Hintergrund steht. Viele Eltern m\u00f6chten stattdessen, dass ihre Kinder mit Freude lernen und \u00f6ffnen sich deshalb neuen Unterrichtskonzepten. Die Wiener Methodik des Elementaren Musizierens, in der Kreativit\u00e4t auf spielerische Weise gef\u00f6rdert wird, soll nun das Bildungsangebot f\u00fcr Kinder in China qualitativ erweitern. Die Firma Hailun Art Education Investment, eine Tochtergesellschaft des Klavierherstellers Hailun Piano mit Sitz in Ningbo, investiert in eine mehrj\u00e4hrige Kooperation mit dem Fachbereich Elementare Musikp\u00e4dagogik der mdw.<\/p>\n<p><strong>Ein Elefant, der Kindern in China Freude an der Musik vermittelt<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_121\" aria-describedby=\"caption-attachment-121\" style=\"width: 200px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-121\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_elefant.png\" alt=\"Projekt Elie\" width=\"200\" height=\"217\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_elefant.png 393w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_elefant-277x300.png 277w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-121\" class=\"wp-caption-text\">Projekt Elie<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Initialz\u00fcndung zu der \u00f6sterreichisch-chinesischen Kooperation ging von einer chinesischen Mutter in Wien aus, deren Kind erfolgreich an den Kursen f\u00fcr Elementares Musizieren teilgenommen hatte und die Begeisterung am neuen Lernen auch auf die Mutter \u00fcbertrug. Dank des pers\u00f6nlichen Engagements der Mutter konnte der Kontakt zu chinesischen Stellen hergestellt und eine Vertrauensbasis gelegt werden. Dass die Kooperation Elie schlie\u00dflich zustande kam, ist ma\u00dfgeblich Gregor Widholm, dem ehemaligen Vizerektor f\u00fcr Au\u00dfenbeziehungen der mdw, zu verdanken, der mit \u00dcberzeugung und Einsatz die Projektidee vorantrieb und die Beziehungen zwischen den Fachkr\u00e4ften der mdw und den chinesischen Partnern intensivierte.<\/p>\n<p>Im April 2016 wurde eine Testphase in Kunming (Provinz Yunnan) gestartet und evaluiert. \u00dcber einen Zeitraum von jeweils zwei Jahren werden nun regelm\u00e4\u00dfig Unterrichtseinheiten f\u00fcr chinesische P\u00e4dagoginnen angeboten, die auf dem Gebiet der Fr\u00fcherziehung t\u00e4tig sind. Das inhaltliche Konzept orientiert sich an keinem vorgefertigten Curriculum und ist bewusst langfristig angelegt. Eigenerfahrung ist ein wesentlicher Bestandteil des Lehrens und Lernens. Die chinesische Sprache und Kultur spielen dabei eine wichtige Rolle, weshalb bereits ein chinesisches W\u00f6rterbuch der Fachterminologie in Arbeit ist. Die Projektleiterin, Eva K\u00f6niger, Elementare Musik- und Tanzp\u00e4dagogin, Musikerin, Komponistin und Leiterin der Vokalwerkstatt, war in die Konzeptentwicklung von Elie direkt eingebunden: \u201eChina hat einen aggressiven und leistungsorientierten Markt, der zeitnahe Ergebnisse erwartet. Wenn es uns da gelingt, ein Fenster f\u00fcr eine andere Art des Musizierens und des Miteinander-Tuns aufzumachen, ist uns viel gelungen.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_120\" aria-describedby=\"caption-attachment-120\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-120\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_projekt_elie.jpg\" alt=\"Projekt Elie\" width=\"800\" height=\"441\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_projekt_elie.jpg 1000w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_projekt_elie-300x165.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_projekt_elie-768x423.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_projekt_elie-850x468.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-120\" class=\"wp-caption-text\">Projekt Elie \u00a9thinkstock<\/figcaption><\/figure>\n<p>Elementare Musikp\u00e4dagogik hat sich als junge Wissenschaftsdiziplin etabliert, in der Forschung, Lehre und Praxis eng miteinander verkn\u00fcpft sind. An der mdw ist der Fachbereich am Institut f\u00fcr musikp\u00e4dagogische Forschung, Musikdidaktik und Elementares Musizieren angesiedelt. Elementares Musizieren hat sich im Wiener Zugang als zentrale k\u00fcnstlerische Praxis bew\u00e4hrt und behauptet sich als eigene Musizierform, in der das kreative Schaffen im Mittelpunkt steht.<\/p>\n<p>Die P\u00e4dagogin und Liedermacherin Ruth Schneidewind ist Fachbereichsleiterin f\u00fcr Elementare Musikp\u00e4dagogik an der mdw und seit der Gr\u00fcndung im Team: \u201eAngefangen hat alles 1983 mit dem Lehrgang f\u00fcr Elementare musikalische Erziehung, in dem neue Konzepte zum Anfangsunterricht mit Kindern, die sich von der damals g\u00e4ngigen musikalischen Fr\u00fcherziehung abheben, entstehen sollten. Heute praktizieren zw\u00f6lf Lehrende Elementares Musizieren, das f\u00fcr jedes Alter bedingungslos m\u00f6glich und f\u00fcr Laien und Profis gleicherma\u00dfen bereichernd ist. Das k\u00fcnstlerische Konzept l\u00e4sst sich durch f\u00fcnf Wirkungsfaktoren charakterisieren: eigenst\u00e4ndig, gemeinsam, empf\u00e4nglich, bedingungslos und stimmig. Eigenst\u00e4ndiges Musizieren aus sich heraus ist eine Grundvoraussetzung, um sich k\u00fcnstlerisch auszudr\u00fccken. Gemeinsames Musizieren erfordert gegenseitige Anregung und Achtsamkeit. Der eigenst\u00e4ndige und gemeinsame Zugang zum Musizieren wird gef\u00f6rdert und durch Empf\u00e4nglichkeit f\u00fcr alle Ph\u00e4nomene der Musik erweitert. Die Ressourcen der Teilnehmenden zu wecken und ihre Sinne zu \u00f6ffnen, liegt schlie\u00dflich im Geschick der Leiterin von Musizierprozessen. Das erfordert unterschiedliche Zug\u00e4nge \u2212 \u00fcber den K\u00f6rper, die Stimme, die Sprache, jegliches Musizierzeug \u00fcber darstellendes Spiel sowie visuelle Assoziationen.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_122\" aria-describedby=\"caption-attachment-122\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-122\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_projekt_elie2.jpg\" alt=\"P\u00e4dagoginnen in China\" width=\"800\" height=\"543\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_projekt_elie2.jpg 1000w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_projekt_elie2-300x204.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_projekt_elie2-768x521.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_projekt_elie2-850x577.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-122\" class=\"wp-caption-text\">P\u00e4dagoginnen in China wenden die neu gelernten Methoden gleich an \u00a9Michaela Ulm-Aram<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Methoden und Prinzipien der Elementaren Musikp\u00e4dagogik finden sich heute auch in vielen anderen k\u00fcnstlerischen und p\u00e4dagogischen Zusammenh\u00e4ngen. \u201eDie Elementare Musikp\u00e4dagogik ist zu einem wirkungsvollen Rhizom, einem Wurzelstock, geworden, der vielfach Fr\u00fcchte tr\u00e4gt\u201c, so Schneidewind.<br \/>\nDer spielerische Weg, kreative Ressourcen freizulegen, bringt neben pers\u00f6nlichen und beruflichen Entwicklungsperspektiven auch viel Freude und ist gerade deshalb im Hinblick auf das Kreativit\u00e4tspotenzial einer Gesellschaft zukunftsweisend. Elie, eine Kooperation, die vielversprechend klingt.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>China investiert in die F\u00f6rderung von Kreativit\u00e4t und vertraut auf die fachbezogene Expertise der mdw. Die Volksrepublik China ist mit einem Anteil von 18,7 Prozent an der Weltbev\u00f6lkerung einer der bev\u00f6lkerungsreichsten Staaten der Welt. Mit dem Ende der \u201eEin-Kind-Politik\u201c im J\u00e4nner 2016 er\u00f6ffnete sich im Bildungssektor ein Markt, der weltweit InvestorInnen anzieht. 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