{"id":11621,"date":"2025-02-26T09:34:21","date_gmt":"2025-02-26T08:34:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=11621"},"modified":"2025-02-26T09:34:21","modified_gmt":"2025-02-26T08:34:21","slug":"die-werkschau-der-filmakademie-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2025\/02\/26\/die-werkschau-der-filmakademie-wien\/","title":{"rendered":"Die Werkschau der Filmakademie Wien"},"content":{"rendered":"<h5>Die Werkschau der Filmakademie Wien findet j\u00e4hrlich statt und ist f\u00fcr Studierende eine M\u00f6glichkeit, ihre Projekte auf der gro\u00dfen Leinwand einem breiten Publikum zu pr\u00e4sentieren. Im Gartenbaukino, dem Stadtkino Wien und dem Arthouse-Kino der mdw kann das Publikum das facettenreiche Programm von Lang- und Kurzfilmen der Studierenden aus verschiedenen Studienrichtungen und Semestern der Filmakademie Wien innerhalb von drei Tagen erleben. 2024 hat die Werkschau \u00fcber 2.500 Zuseher_innen ins Kino gelockt und mit insgesamt 31\u00a0Filmen begeistert. 2025 wird das 10-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um der Werkschau gefeiert.<\/h5>\n<figure id=\"attachment_11628\" aria-describedby=\"caption-attachment-11628\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-11628\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/resolve-02.10.2024-22-02-23-rgb-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/resolve-02.10.2024-22-02-23-rgb-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/resolve-02.10.2024-22-02-23-rgb-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/resolve-02.10.2024-22-02-23-rgb-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/resolve-02.10.2024-22-02-23-rgb-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/resolve-02.10.2024-22-02-23-rgb-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/resolve-02.10.2024-22-02-23-rgb-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-11628\" class=\"wp-caption-text\">Filmstill Nebenan \u00a9 Cordul Rieger, Anna Viola Haderer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Cordula Rieger ist im achten Semester ihres Bachelorstudiums Regie und hat bei der Werkschau 2024 ihren ersten Dokumentarfilm uraufgef\u00fchrt. <i>Nebenan<\/i> handelt von ganz gew\u00f6hnlichen Menschen in Wien, die der Filmcrew Zutritt zu ihrem Privatleben gegeben haben, und zeigt, wie die Protagonist_innen Christine, Johanna, Nico und Hans mit ihrer Einsamkeit und dem Alleinsein umgehen. Die urspr\u00fcngliche Idee zum Film entstand, als die Filmemacherin in ihrem Stiegenhaus zuf\u00e4llig auf Christine traf, w\u00e4hrend diese gerade einen Tisch am Gang des Hauses f\u00fcr ein Nachbarschaftstreffen aufstellte. Protagonistin Johanna hat die Regisseurin hingegen bei einem anderen Projekt kennengelernt: Cordula bat Menschen aus einem Haus in Wien, einen Gegenstand aus ihren eigenen vier W\u00e4nden zu zeichnen, der f\u00fcr sie das Wort \u201eZuhause\u201c am treffendsten beschreibt. Die Zeichnungen wurden in einem Buch zusammengefasst. Mit Nico ist die Regisseurin schon lange befreundet und der Protagonist Hans aus <i>Nebenan<\/i> ist Cordulas Vater. W\u00e4hrend des ersten Corona-Lockdowns hat sich Cordula zum ersten Mal die Frage gestellt, wer eigentlich die Leute sind, die neben ihr wohnen und die sie meistens nur h\u00f6rt: \u201eIch hab durch das H\u00f6ren gemerkt, dass wir alle sehr unterschiedliche Alltage haben m\u00fcssen. Auf der einen Seite h\u00f6rt man Kinder, dann riecht man ein gekochtes Essen und dann h\u00f6rt man wiederum auf der anderen Seite, wie jemand Sex hat.\u201c Obwohl Cordula schon an einigen Kurzfilmen gearbeitet hat, ist dies ihr erster Film in Spielfilml\u00e4nge. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung sieht sie bei einem Langfilm im zeitlichen Aspekt: \u201eAlles dauert viel l\u00e4nger. Ich glaube, die gro\u00dfe Herausforderung hier ist, dass wir alle nebenbei auch arbeiten m\u00fcssen. Dadurch ist manchmal der Fokus schwer zu halten und man muss daher immer wieder reinkommen.\u201c Spannend war auch herauszufinden, wie die Dramaturgie im Gegensatz zu einem Kurzfilm funktioniert: Wie komplex kann man eine Person erz\u00e4hlen, wie viel Zeit kann man sich daf\u00fcr nehmen, sind nur einige der Fragen, die Cordula dabei besch\u00e4ftigt haben. <i>Nebenan<\/i> wird momentan f\u00fcr weitere Festivals verwertet.<\/p>\n<figure id=\"attachment_11626\" aria-describedby=\"caption-attachment-11626\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-11626\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/filmstills-strangers.00-08-57-01.standbild014-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/filmstills-strangers.00-08-57-01.standbild014-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/filmstills-strangers.00-08-57-01.standbild014-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/filmstills-strangers.00-08-57-01.standbild014-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/filmstills-strangers.00-08-57-01.standbild014-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/filmstills-strangers.00-08-57-01.standbild014-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/filmstills-strangers.00-08-57-01.standbild014-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-11626\" class=\"wp-caption-text\">Filmstill Strangers Like Us \u00a9 Felix Krisai, Pipi Fr\u00f6stl, Maximilian Smoliner<\/figcaption><\/figure>\n<p>Pipi Fr\u00f6stl und Felix Krisai waren eines der wenigen Regie-Duos bei der Werkschau 2024. Pipi macht den Master in Buch und Dramaturgie, Felix absolviert gerade seinen Master in Regie. <i>Strangers Like Us<\/i> zeigt Laura und ihren Partner, die in ihr neues Haus das befreundete P\u00e4rchen Nina und Patrick einladen. Im Laufe des Abends ger\u00e4t die Hauptfigur in einige zunehmend absurde Situationen und fragt sich: Ist das wirklich noch mein Zuhause oder das von Nina und Patrick? Die Idee zu dem Film kam Felix auf dem Nachhauseweg: Was ist, wenn ich meine Wohnung nicht mehr aufsperren kann und jemand anderer \u00f6ffnet mir die T\u00fcr? Pipi und Felix haben bei ihren bisherigen Arbeiten immer schon in unterschiedlicher Weise zusammengearbeitet, die Co-Regie bei <i>Strangers Like Us<\/i> ist jedoch eine Premiere. F\u00fcr beide war es bereichernd, jederzeit im Prozess des Films eine zweite Meinung zu haben und \u00fcber alles diskutieren zu k\u00f6nnen. Pipi arbeitet schon l\u00e4nger bei Projekten gern mit mehreren Personen zusammen: \u201eIch finde kollaboratives Arbeiten und die Aufteilung von k\u00fcnstlerischer Verantwortung extrem spannend. Es ist automatisch auch eine Form von Entlastung, dass man nicht alles alleine tragen muss.\u201c Mit ihrem Kurzfilm waren Pipi und Felix schon bei den <i>Vienna Shorts<\/i>, der <i>Shortynale<\/i> in Klosterneuburg und der <i>Diagonale <\/i>in Graz, wo sie auch mit dem Thomas-Pluch-Drehbuchpreis f\u00fcr das beste Kurzfilm-Drehbuch ausgezeichnet wurden. W\u00e4hrend sich die beiden \u00fcber die gewonnene Aufmerksamkeit rund um ihren Film freuen, wollen sie sich doch von dem gro\u00dfen Konkurrenzdenken bei Festivals distanzieren. \u201eEinen Erfolg zu antizipieren f\u00fchrt nur zu Entt\u00e4uschung und lenkt vom eigentlichen Erz\u00e4hlen und Forschen ab\u201c, so Felix.<\/p>\n<figure id=\"attachment_11629\" aria-describedby=\"caption-attachment-11629\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-11629\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/sew-stills-01-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/sew-stills-01-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/sew-stills-01-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/sew-stills-01-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/sew-stills-01-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/sew-stills-01-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/sew-stills-01-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-11629\" class=\"wp-caption-text\">Filmstill Stillstand einer Welle \u00a9 Martin Weiss, Xavier Pawlowski<\/figcaption><\/figure>\n<p>Martin Weiss\u2019 Kurzfilm <i>Stillstand einer Welle<\/i> war Teil der Er\u00f6ffnung der Werkschau 2024, die im Gartenbaukino stattfand. Der Film handelt von Georg, dessen Frau Sieglinde sich k\u00fcrzlich von ihm getrennt hat. Nun lebt er alleine in dem gro\u00dfen Haus mit Garten, um den sich eigentlich immer seine Ehefrau gek\u00fcmmert hat. Mit seiner Hingabe zu dem St\u00fcckchen Gr\u00fcn versucht der Protagonist, Sieglinde wieder zur\u00fcckzugewinnen. Welche Filme bei der Er\u00f6ffnung gezeigt werden, wird im Rahmen eines Auswahlverfahrens der Institutsleitung der Filmakademie Wien festgelegt. Das Drehbuch f\u00fcr <i>Stillstand einer Welle<\/i> hat Martin schon im ersten Semester seines Montage-Studiums im Zuge einer Studienaufgabe geschrieben. W\u00e4hrend der Scheidung seiner Eltern hat sein Vater ein B\u00fcgelbrett transportiert, das ein Portier mit einem Surfbrett verwechselte und damit die Grundlage f\u00fcr Martins Filmprojekt schuf. F\u00fcr <i>Stillstand einer Welle<\/i> war er nicht nur f\u00fcr das Drehbuch zust\u00e4ndig, sondern \u00fcbernahm auch Regie und Montage. Die Vorteile sah er darin, dass er jederzeit an dem Film arbeiten und sich au\u00dferdem in verschiedenen Bereichen ausprobieren konnte. Der gro\u00dfe Nachteil f\u00fcr Martin ist jedoch der fehlende Austausch mit Kolleg_innen w\u00e4hrend des Arbeitens und die Einsamkeit in der Mittagspause. Bei der Werkschau sch\u00e4tzt Martin das Famili\u00e4re des Festivals und das sichere Umfeld durch Studierende: \u201eBei der Werkschau ist es so, dass wir unsere Filme anschauen und uns gegenseitig auch kennenlernen.\u201c Bei der Werkschau 2024 haben die Studierenden der Filmakademie selbst die Moderation der Gespr\u00e4che, die unmittelbar nach den Vorstellungen im Stadtkino und Arthouse-Kino stattfanden, \u00fcbernommen. \u201eIndem Filmemacher_innen die Interviews f\u00fchren, war es eher so ein Austausch von Expertise zu Expertise. Das macht schon einen Unterschied, wie die Filmgespr\u00e4che ablaufen. Das fand ich sehr sch\u00f6n\u201c, so Martin. Weitere Regiearbeiten oder ein m\u00f6gliches weiterf\u00fchrendes Studium in diesem Bereich will Martin in Zukunft nicht ausschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>2025 feiert die Werkschau im November 10-j\u00e4hriges Bestehen. Besucher_innen k\u00f6nnen sich neben dem Filmprogramm auch \u00fcber Spezialveranstaltungen freuen. Mehr Infos dazu werden im Laufe der n\u00e4chsten Monate auf der <a href=\"https:\/\/www.filmakademie.wien\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Website der Filmakademie Wien<\/a> ver\u00f6ffentlicht.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Werkschau der Filmakademie Wien findet j\u00e4hrlich statt und ist f\u00fcr Studierende eine M\u00f6glichkeit, ihre Projekte auf der gro\u00dfen Leinwand \ufeffeinem breiten Publikum zu pr\u00e4sentieren. 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