{"id":11595,"date":"2025-02-27T10:51:55","date_gmt":"2025-02-27T09:51:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=11595"},"modified":"2025-02-27T10:51:55","modified_gmt":"2025-02-27T09:51:55","slug":"neue-perspektiven-auf-salieri","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2025\/02\/27\/neue-perspektiven-auf-salieri\/","title":{"rendered":"Neue Perspektiven auf Salieri"},"content":{"rendered":"Wien 1825: Kurz vor seinem Tod weist Salieri das damals aufkommende Ger\u00fccht, er habe Mozart ermordet, entschieden zur\u00fcck. Er bittet seinen ehemaligen Sch\u00fcler, den Komponisten Ignaz Moscheles inst\u00e4ndig darum, die Welt dar\u00fcber zu unterrichten, dass das Gerede vom Giftmord nichts als Bosheit ist. Doch direkt nach Salieris Tod beginnt die Legendenbildung. Alexander Puschkin schreibt das Drama <i>Mozart i Salieri<\/i>, sp\u00e4ter vertont von Nikolai Rimski-Korsakow, und der britische Dramatiker Peter Shaffer treibt die Tradition schlie\u00dflich auf die Spitze: Salieri als talentlosen, neidzerfressenen Widersacher des Genies Mozarts. Milo\u0161 Formans Film <i>Amadeus<\/i> nach Shaffers gleichnamigen Theaterst\u00fcck beginnt mit den Worten Salieris: \u201eMozart, vergib deinem M\u00f6rder. Ich gestehe, ich habe dich get\u00f6tet.\u201c Diese Werke sind Fiktion, dennoch pr\u00e4gen sie bis heute nachhaltig den Blick auf Antonio Salieri. Salieris Lebenslauf ist gepr\u00e4gt vom fr\u00fchen Tod seiner Eltern. Aufgewachsen in Legnago kommt er bereits mit 16\u00a0Jahren an den kaiserlichen Hof nach Wien und begr\u00fcndet dort seinen Erfolg. Er wird zum Hofkapellmeister und schlie\u00dflich zum Leiter der Hofmusikkapelle ernannt. Der aufkommende Nationalismus ist der Hintergrund der Anti-Salieri-Stimmung der 1820er-Jahre. Der Mythos vom \u201eb\u00f6sen Italiener\u201c, der gegen das \u201edeutsche Genie\u201c Mozart intrigierte, wird begr\u00fcndet, Salieris hervorragender Ruf gesch\u00e4digt und sein Repertoire in den Hintergrund gedr\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Es konnten die Dramatiker_innen Thomas Perle, Lisa Wentz, und Miriam Unterthiner gewonnen werden und in Zusammenarbeit mit dem Intendanten des Festivals <i>SALIERI 2025<\/i> J\u00fcrgen Partaj, dem Direktor der Wiener Hofmusikkapelle, wurden drei Kurzdramen in Auftrag gegeben. Zum Jubil\u00e4umsjahr werden so neue Perspektiven zu Antonio Salieri aufzeigt. Die Auff\u00fchrungen werden mit Studierenden des Max Reinhardt Seminars am 21. Mai, 4. Juni und 11. Juni in der Wiener Hofburgkapelle und am 28. Juni im Schlosstheater Sch\u00f6nbrunn pr\u00e4sentiert.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wien 1825: Kurz vor seinem Tod weist Salieri das damals aufkommende Ger\u00fccht, er habe Mozart ermordet, entschieden zur\u00fcck. Er bittet seinen ehemaligen Sch\u00fcler, den Komponisten Ignaz Moscheles inst\u00e4ndig darum, die Welt dar\u00fcber zu unterrichten, dass das Gerede vom Giftmord nichts als Bosheit ist. Doch direkt nach Salieris Tod beginnt die Legendenbildung.<\/p>\n","protected":false},"author":397,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[1543,1564,810,854],"class_list":["post-11595","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-special","tag-2025-1","tag-antoniosalieri","tag-maxreinhardtseminar","tag-special"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11595","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/397"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11595"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11595\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11781,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11595\/revisions\/11781"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11595"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11595"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11595"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}