{"id":11542,"date":"2025-02-27T10:25:30","date_gmt":"2025-02-27T09:25:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=11542"},"modified":"2025-02-27T10:25:30","modified_gmt":"2025-02-27T09:25:30","slug":"jennifer-batten-an-der-mdw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2025\/02\/27\/jennifer-batten-an-der-mdw\/","title":{"rendered":"Jennifer Batten an der mdw"},"content":{"rendered":"Am 29. Oktober 2024 fand am ipop ein Workshop mit der amerikanischen Rock-Giarristin Jennifer Batten statt. In einem ansonsten stark m\u00e4nnlich dominierten Bereich stellt Batten wohl eine der bekanntesten und erfolgreichsten Proponentinnen dar, deren Renommee auch \u00fcber die Gitarrencommunity hinausreicht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_11545\" aria-describedby=\"caption-attachment-11545\" style=\"width: 683px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-11545\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/20241029-132535-rgb-1-683x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"683\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/20241029-132535-rgb-1-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/20241029-132535-rgb-1-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/20241029-132535-rgb-1-768x1151.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/20241029-132535-rgb-1-1025x1536.jpg 1025w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/20241029-132535-rgb-1-1366x2048.jpg 1366w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/20241029-132535-rgb-1-850x1274.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/20241029-132535-rgb-1.jpg 1423w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-11545\" class=\"wp-caption-text\">Jennifer Batten &amp; Josef Doblhofer \u00a9 privat<\/figcaption><\/figure>\n<p>Internationale Anerkennung erlangte Batten, die ihre Ausbildung unter anderem am kalifornischen GIT (Guitar Institute of Technology \u2013 heute Musicians Institute) absolvierte und dort auch als erste Frau unterrichtete, als langj\u00e4hrige Live-Gitarristin von Michael Jackson, in dessen Band sie von 1987 bis 1997 auf den Welttourneen zu den Alben <i>Bad<\/i>, <i>Dangerous<\/i> und <i>HIStory<\/i> die Leadgitarre spielte.<\/p>\n<p>Im Anschluss an ihr Engagement bei Michael Jackson arbeitete sie von 1998 bis 2001 f\u00fcr die zwei Alben <i>Who Else!<\/i> und <i>You Had It Coming<\/i> mit dem britischen Gitarristen Jeff Beck zusammen, mit dem sie ebenfalls mehrfach auf Welttournee ging. Neben den beiden Studioalben ist ihre gemeinsame Arbeit unter anderem auch auf der DVD <i>Jeff Beck Live in Tokyo 1999<\/i> dokumentiert. Sie nennt Jeff Beck in zahlreichen Gespr\u00e4chen und Interviews als einen ihrer wichtigsten und fr\u00fchesten musikalischen Einfl\u00fcsse, sodass sie sich mit der Kooperation neben der k\u00fcnstlerischen Erfahrung auch einen lang gehegten Herzenswunsch erf\u00fcllte.<\/p>\n<p>Neben den Engagements bei Jackson und Beck nahm sie auch die drei Alben <i>Above, Below and Beyond <\/i>(1992), <i>Jennifer Batten\u2019s Tribal Rage: Momentum<\/i> (1997), <i>Whatever<\/i> (2007) unter eigenem Namen auf, sowie mit ihrer Band The Immigrants das Album <i>One Planet Under One Groove<\/i> (1995).<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus ist sie als Gastmusikerin auf zahlreichen Ver\u00f6ffentlichungen anderer Musiker_innen zu h\u00f6ren, (darunter Carmine Appices <i>Guitar Zeus<\/i> 1995) und Autorin der Gitarrenlehrb\u00fccher <i>The Transcribed Guitar Solos Of Peter Sprague<\/i> (1991, Woodshed Books) und<i> Two Hand Rock for Guitar \u2013 Music, Tablature and Analysis<\/i> (1995, Hal Leonhard).<\/p>\n<p>Im Januar 2016 wurde sie mit dem She Rocks \u201eIcon\u201c Award ausgezeichnet und in die Gallery of the Greats des Magazins<i> Guitar Player <\/i>aufgenommen.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Gitarristen und Gitarristinnen, die in erster Linie live mit Band touren, bietet Jennifer Batten auch ein Soloprogramm an, das inhaltlich zwischen Workshop und Multimedia-Show verortet ist. Das knapp zweist\u00fcndige Programm, das sie am ipop pr\u00e4sentierte, bestand aus durch Visuals unterst\u00fctzte Performances von St\u00fccken aus ihrem musikalischen Lebenslauf, gro\u00dfteils Kompositionen aus ihren Soloalben sowie einigen St\u00fccken aus ihrer Zeit mit Jeff Beck und einem instrumentalen Cover eines Taylor-Swift-Songs. Auf St\u00fccke aus ihrer Zeit mit Michael Jackson verzichtete sie in diesem Rahmen, so etwa auch auf das Gitarrensolo des St\u00fccks <i>Beat It<\/i>. Ihre Interpretation des im Studio urspr\u00fcnglich von Eddie van Halen eingespielten und aus zwei Takes zusammengeschnittenen, technisch sehr anspruchsvollen Parts erregte seinerzeit gro\u00dfe Aufmerksamkeit und avancierte zu einem der musikalischen Highlights der Live-Performances mit Jackson.<\/p>\n<p>Zwischen den St\u00fccken adressierte sie verschiedene Themenschwerpunkte, darunter gitarrentechnische Aspekte der zuvor gespielten St\u00fccke wie den Einsatz von Tapping oder die Verwendung des Vibratohebels, aber auch \u00fcber den rein musikalischen Bereich hinausgehende Fragen wurden besprochen, etwa zu ihrem technischen Equipment oder Tipps im Umgang mit In-Ear-Monitoring-Systemen, die \u2013 wiewohl im Live-Betrieb mittlerweile gang und g\u00e4be \u2013 bei Gitarrist_innen aufgrund des gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftigen Klanges oft auf wenig Gegenliebe sto\u00dfen. Ebenso beantwortete sie Fragen aus dem Publikum, die biografische, musikalische und Aspekte der Selbstvermarktung und des Selbstmanagements umfassten. Ganz allgemein war die recht \u201eamerikanische\u201c Ausrichtung des Workshops anzumerken, in dem Sinne, dass neben dem edukativen auch der performative Aspekt eine gro\u00dfe Rolle spielte. Letzterer wurde vor allem auch durch die musikalische Performance begleitenden Visuals betont, sodass sich der Charakter des Workshops durchaus mit den mit Jennifer Batten assoziierten Genres (Pop, Rock, virtuose Instrumentalmusik etc.) deckte.<\/p>\n<p>\u00dcber die konkret behandelten und teils nat\u00fcrlich recht instrumentenspezifischen Themen hinaus liegt der Mehrwert von Workshops international t\u00e4tiger K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler f\u00fcr Studierende der mdw meines Erachtens vor allem in zwei Aspekten: Zum einen ist es wichtig, mit m\u00f6glichst vielen unterschiedlichen, gelingenden Wegen im Musikbusiness in Ber\u00fchrung zu kommen. Uns Lehrende eint bei aller Unterschiedlichkeit und stilistischen Vielfalt doch die Tatsache, dass wir unser materielles Auskommen zu einem nicht unwesentlichen Teil mit unserer Lehrt\u00e4tigkeit decken, was bedeutet, dass Studierende von dieser Seite her ein vergleichsweise enges Spektrum an Lebensentw\u00fcrfen mitbekommen. Vor diesem Hintergrund mit den Arbeitsweisen und Einstellungen erfolgreicher Freelancer_innen konfrontiert zu werden, ist mit Sicherheit eine gro\u00dfe Bereicherung.<\/p>\n<p>Zum anderen bietet ein reiches Angebot an Workshops und Masterclasses unterschiedlichster Ausrichtungen den Studierenden vor allem auch die M\u00f6glichkeit, in der Vielfalt der Herangehensweisen an ein Leben mit Musik auch die Gemeinsamkeiten zu erkennen, die viele Vortragende genre\u00fcbergreifend zu verbinden scheinen. So kommen etwa Themen wie die Bedeutung funktionierender musikalischer Communitys f\u00fcr individuelle k\u00fcnstlerische Entwicklung, das Bewusstsein f\u00fcr die Kraft von Rhythmus und Groove oder die ambivalente Rolle von Musik im Leben professioneller Musiker_innen zwischen h\u00f6chstem Ideal einerseits und profanem Mittel der Lebensbestreitung andererseits bei Workshops regelm\u00e4\u00dfig zur Sprache. In ebendieser Kombination aus universell relevanten Fragen und individuellen Antwortversuchen professioneller Musiker_innen liegt das gro\u00dfe Potenzial von Workshops und Masteclasses in Erg\u00e4nzung zum Hauptfachunterricht.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 29. Oktober 2024 fand am ipop ein Workshop mit der amerikanischen Rock-Giarristin Jennifer Batten statt. 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