{"id":1135,"date":"2017-09-29T14:06:28","date_gmt":"2017-09-29T12:06:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=1135"},"modified":"2017-09-29T14:06:28","modified_gmt":"2017-09-29T12:06:28","slug":"mdw-200-schwerpunkt-gesang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2017\/09\/29\/mdw-200-schwerpunkt-gesang\/","title":{"rendered":"mdw 200 \u2013 Schwerpunkt Gesang"},"content":{"rendered":"<strong>Gender Screening_mdw: Gesang &amp; Meisterinnenkurs mit Th\u00e9r\u00e8se Lindquist<\/strong><\/p>\n<p>Die mdw ist vor 200 Jahren als Singschule mit 12 Buben und 12 M\u00e4dchen gegr\u00fcndet worden, was im Vergleich zu anderen prestigetr\u00e4chtigen Kunstausbildungsinstitutionen des 19. Jahrhunderts bemerkenswert geschlechtergerecht war. Anders als in der bildenden Kunst wurde also M\u00e4dchen beziehungsweise jungen Frauen die Aufnahme in die Singschule nicht verwehrt, war doch die Musik(aus)bildung und hier insbesondere der Gesang ein wesentlicher Teil der h\u00f6heren b\u00fcrgerlichen M\u00e4dchenbildung. Grund genug, um im Jubil\u00e4umsjahr mit verschiedenen Gender-Projekten dem Thema Gesang einen Schwerpunkt zu widmen.<\/p>\n<p><strong>Gender Screening_mdw: Gesang<\/strong><br \/>\nBis heute ist das Fach Gesang einer Musikhochschule\/Musikuniversit\u00e4t eines, in dem deutlich mehr weibliche als m\u00e4nnliche Studierende ausgebildet werden. In der Podiumsdiskussion <em>Gender Screening_mdw: Gesang<\/em> wird die aktuelle Gender-Situation der Gesangs(aus)bildung der mdw ausgehend von der Situation einer Alumna (es wurde Daniela Fally angefragt) und eines Alumnus (Adrian Er\u00f6d) diskutiert. An der Veranstaltung am 14. November nehmen u. a. auch die Gesang-Lehrenden Margit Klaushofer und Patricia Simpson teil, es moderiert Andreas Holzer.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1137\" aria-describedby=\"caption-attachment-1137\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1137\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Exklusive_Gesellschaft.jpg\" alt=\"Pauline Viardot Garcia\" width=\"400\" height=\"805\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1137\" class=\"wp-caption-text\">Pauline Viardot Garcia \u00a9Wikimedia commons<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>exklusive|gesellschaft<\/strong><br \/>\nDie Repertoires von klassischen Liederabenden enthalten nur selten Lieder von Komponistinnen \u2013 und das, obwohl gerade das Lied eine von Komponistinnen h\u00e4ufig gew\u00e4hlte, weil gesellschaftlich tolerierte, Gattung war. Das von Rannveig Braga-Postl initiierte Gender|Queer-Call-Projekt <em>exklusive|gesellschaft<\/em> verbindet instituts\u00fcbergreifend Lehre, Kunst und Wissenschaft: Studierende der F\u00e4cher Gesang und Liedbegleitung lernen Lieder von hervorragenden Komponistinnen kennen und sch\u00e4tzen, erhalten im Rahmen der Lehrveranstaltung <em>Die Pianistin spricht. Gedichtvertonung als dialogische Kompositionsform<\/em> von Annegret Huber (Institut f\u00fcr Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der mdw) gendersensible musikanalytische und historische Einblicke in ausgew\u00e4hlte Werke und k\u00f6nnen diese in einem Meisterinnenkurs erarbeiten und am 25. November zur Auff\u00fchrung bringen. Titel und Untertitel des Projekts verweisen darauf, dass das Komponieren von Liedern in die soziale Praxis bestimmter Schichten respektive Klassen (des Adels, des Klerus und des h\u00f6heren B\u00fcrgertums) eingebettet war. Die f\u00fcr den Meisterinnenkurs geladene Pianistin und Liedbegleiterin Th\u00e9r\u00e8se Lindquist (Abteilung f\u00fcr Gesang, Universit\u00e4t Mozarteum Salzburg) besch\u00e4ftigt sich seit vielen Jahren sowohl als K\u00fcnstlerin wie auch als Lehrende mit Gesangsliteratur\u00a0von Komponistinnen und betont die Wichtigkeit, diese in das Unterrichtsrepertoire von Musikuniversit\u00e4ten aufzunehmen, damit S\u00e4ngerInnen sp\u00e4ter \u201ewie selbstverst\u00e4ndlich\u201c ein geschlechtergerechtes Repertoire f\u00fcr ihren eigenen Liederabend zusammenstellen k\u00f6nnen. In einem Einf\u00fchrungsvortrag zur Veranstaltungsreihe spricht die Musikwissenschaftlerin Annegret Huber <em>Vom Vertonen eines Gedichts als soziale Praxis<\/em> und geht dabei auf Aspekte von Exklusion und Inklusion ein. Das Abschlusskonzert des Meisterinnenkurses bildet schlie\u00dflich den musikalischen Rahmen f\u00fcr die Pr\u00e4sentation der Biographie \u00fcber die S\u00e4ngerin und Komponistin Pauline Viardot-Garc\u00eda, die von der renommierten und bei der Veranstaltung anwesenden Musik- und Genderforscherin Beatrix Borchard (Hochschule f\u00fcr Musik und Theater Hamburg) verfasst wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>exklusive|gesellschaft<\/strong><br \/>\n<strong>Meisterinnenkurs \u2013 Vortrag \u2013 Konzert \u2013 Buchpr\u00e4sentation zu Gedichtvertonungen von Komponistinnen<\/strong><br \/>\nDo, 23. bis Sa, 25. November 2017<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.mdw.ac.at\/exklusivegesellschaft\" target=\"_blank\">www.mdw.ac.at\/exklusivegesellschaft<\/a>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gender Screening_mdw: Gesang &amp; Meisterinnenkurs mit Th\u00e9r\u00e8se Lindquist Die mdw ist vor 200 Jahren als Singschule mit 12 Buben und 12 M\u00e4dchen gegr\u00fcndet worden, was im Vergleich zu anderen prestigetr\u00e4chtigen Kunstausbildungsinstitutionen des 19. Jahrhunderts bemerkenswert geschlechtergerecht war. 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