{"id":1120,"date":"2017-09-29T14:05:03","date_gmt":"2017-09-29T12:05:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=1120"},"modified":"2018-11-29T12:06:09","modified_gmt":"2018-11-29T11:06:09","slug":"alumni-im-fokus-guenther-groissboeck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2017\/09\/29\/alumni-im-fokus-guenther-groissboeck\/","title":{"rendered":"Alumni im Fokus \u2013 G\u00fcnther Groissb\u00f6ck"},"content":{"rendered":"<strong>G\u00fcnther Groissb\u00f6ck z\u00e4hlt zu den international gefragtesten B\u00e4ssen seiner Generation. Mit dem <em>mdw-Magazin<\/em> sprach der geb\u00fcrtige Nieder\u00f6sterreicher \u00fcber seine Studienzeit an der mdw in Wien, das Grundgeheimnis einer erfolgreichen Karriere und das designierte \u201eWiener Staatsopern Duo\u201c Bogdan Ro\u0161\u010di\u0107 und Philippe Jordan.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_1121\" aria-describedby=\"caption-attachment-1121\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1121\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Groissboeck_c_Barbara-Gindl_APA.jpg\" alt=\"Salzburger Festspiele 2014: Fotoprobe &quot;Der Rosenkavalier&quot; mit Sophie Koch als Octavian und G\u00fcnther Groissb\u00f6ck als Baron Ochs auf Lerchenau \u00a9Barbara Gindl \/ APA \/ picturedesk.com\" width=\"1000\" height=\"662\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Groissboeck_c_Barbara-Gindl_APA.jpg 1000w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Groissboeck_c_Barbara-Gindl_APA-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Groissboeck_c_Barbara-Gindl_APA-768x508.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Groissboeck_c_Barbara-Gindl_APA-850x563.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Groissboeck_c_Barbara-Gindl_APA-742x490.jpg 742w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1121\" class=\"wp-caption-text\">Salzburger Festspiele 2014: Fotoprobe &#8222;Der Rosenkavalier&#8220; mit Sophie Koch als Octavian<br \/>und G\u00fcnther Groissb\u00f6ck als Baron Ochs auf Lerchenau \u00a9Barbara Gindl \/ APA \/ picturedesk.com<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Musik hat G\u00fcnther Groissb\u00f6ck schon von Kindesbeinen an begleitet, aufgrund einer gewissen Klassikaffinit\u00e4t der Eltern. Er erinnert sich an die gut sortierte Plattensammlung mit den Basics eines gutb\u00fcrgerlichen Musikhaushaltes \u2013 Beethoven-Symphonien, <em>Zauberfl\u00f6te, Don Giovanni<\/em>. Mit acht Jahren begann er mit dem Klavierspielen. Es habe damals in Waidhofen an der Ybbs zum guten Ton geh\u00f6rt, ein Musikinstrument zu lernen. Was das Singen betrifft, kann der 41-J\u00e4hrige aber durchaus als Sp\u00e4tberufener bezeichnet<br \/>\nwerden. Erst nach der Matura wurde das Thema interessant. Durch Freunde wurde er ermutigt, doch etwas mit seiner Stimme zu machen. \u201eIch war davor viel zu gehemmt und hatte viel zu wenig Vertrauen, dass das, was da an T\u00f6nen rauskommt, \u00fcberhaupt einen gewissen Wert hat\u201c, erz\u00e4hlt Groissb\u00f6ck. Sein Schwager habe dann schlie\u00dflich an der mdw f\u00fcr ihn beim damaligen Professor Franz Lukasovsky einen Termin\u00a0zum Vorsingen vereinbart, den er ohne eine einzige Gesangsstunde wahrnahm. Lukasovsky habe ihm dann geraten die Aufnahmepr\u00fcfung zu machen, denn das klinge sehr vielversprechend und es k\u00f6nne sogar etwas daraus werden. Und er sollte recht behalten!<\/p>\n<figure id=\"attachment_1122\" aria-describedby=\"caption-attachment-1122\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1122\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Groissboeck_okt17.jpg\" alt=\"G\u00fcnther Groissb\u00f6ck, zur Verf\u00fcgung gestellt\" width=\"300\" height=\"807\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1122\" class=\"wp-caption-text\">G\u00fcnther Groissb\u00f6ck, zur Verf\u00fcgung gestellt<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach einem Jahr Vorbereitungslehrgang hatte Groissb\u00f6ck die Qual der Wahl sich seine\/n WunschlehrerIn aussuchen zu k\u00f6nnen. Von seiner Studienzeit an der mdw ist ihm nicht nur das wundersch\u00f6ne Palais Cumberland in der Penzinger Stra\u00dfe, wo unter anderem das Institut f\u00fcr Gesang und Musiktheater untergebracht ist, in Erinnerung geblieben, sondern vor allem das Gef\u00fchl \u201eweg zu sein von der anderen, \u201anormalen\u2018 Welt\u201c. Die Konkurrenzsituation w\u00e4hrend des Studiums habe ihm nicht unbedingt gefallen \u2013 daher sei er bei den Nebenf\u00e4chern etwas faul gewesen. Die freie Zeit hat er aber sinnvoll genutzt und auf einem Stehplatz in der Wiener Staatsoper verbracht. \u201eIm Nachhinein betrachtet war das bestimmt das beste Nebenfach. Davon profitiere ich noch heute.\u201c<\/p>\n<p>Nach Stationen an der Wiener Staatsoper und am Opernhaus Z\u00fcrich ist der Bass mittlerweile freischaffend t\u00e4tig und auf allen gro\u00dfen Operb\u00fchnen der Welt zu h\u00f6ren und zu sehen. Sein Terminkalender ist bis 2021\/22 voll. Teilweise habe er schon Vertr\u00e4ge bis 2024, zum Beispiel f\u00fcr die <em>Bayreuther Festspiele<\/em>, wo er diesen Sommer als Veit Pogner im Premierenst\u00fcck <em>Die Meistersinger von N\u00fcrnberg<\/em>, 2018\/19 als Gurnemanz in <em>Parsifal<\/em> und ab 2020 als Wotan im <em>Ring des Nibelungen<\/em> zu h\u00f6ren sein wird. Abgesehen von Bayreuth wird Groissb\u00f6ck in den n\u00e4chsten Jahren noch beinahe alle seiner pers\u00f6nlichen Traumrollen singen, unter anderem den K\u00f6nig Philip in <em>Don Carlos<\/em> und den Fiesco in <em>Simon Boccanegra<\/em>. Schleicht sich bei so viel Engagements eine gewisse Routine und ein Automatismus ein? \u201eDas kann nat\u00fcrlich passieren, speziell beim Repertoire, wenn man beispielsweise hintereinander die gleichen Rollen singt\u201c, so Groissb\u00f6ck. Man m\u00fcsse dem sofort gegensteuern. Sein Grundgeheimnis diesbez\u00fcglich ist das gleiche wie bei der Ern\u00e4hrung: \u201eDer Speiseplan muss bunt und abwechslungsreich gestaltet sein. Au\u00dferdem muss man immer hungrig und neugierig bleiben.\u201c Jungen S\u00e4ngerInnen r\u00e4t Groissb\u00f6ck sich neben der Musik einen Plan B zu \u00fcberlegen. Der Markt werde immer h\u00e4rter und\u00a0begrenzter. Und egal wie gut man sei, es k\u00f6nne nie schaden, eine Alternative zu haben. \u201eDie Stimme ist ein extrem fragiles Instrument.\u201c<\/p>\n<p>In Wien wird der Bass wieder im Juni 2018 als Heinrich der Vogler in <em>Lohengrin<\/em> an der Wiener Staatsoper zu h\u00f6ren sein. Der neuen Direktion sieht er mit Zuversicht entgegen. \u201eBogdan Ro\u0161\u010di\u0107 ist hochambitioniert und ich bin ganz begeistert von seinen Pl\u00e4nen. Wenn er nur die H\u00e4lfte davon umsetzt, wird das etwas ganz Tolles\u201c, erz\u00e4hlt der S\u00e4nger, der die Bestellung von Bogdan Ro\u0161\u010di\u0107 als mutige und gute Entscheidung bezeichnet, zumal in Kombination mit dem designierten Generalmusikdirektor Philippe Jordan. Jordan bezeichnet er als \u201eextrem f\u00e4hig\u201c und meint: \u201eEr ist vermutlich sogar derjenige, der mich \u00fcber die Jahre hinweg am meisten gef\u00f6rdert hat.\u201c Gemeinsam versuche man nun noch Termine f\u00fcr Wien ab 2020 zu finden \u2013 das Wiener Publikum darf sich also freuen!","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G\u00fcnther Groissb\u00f6ck z\u00e4hlt zu den international gefragtesten B\u00e4ssen seiner Generation. 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