{"id":10854,"date":"2024-09-25T16:23:51","date_gmt":"2024-09-25T14:23:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=10854"},"modified":"2024-11-14T13:28:34","modified_gmt":"2024-11-14T12:28:34","slug":"the-wonderful-story-of-special-effects","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2024\/09\/25\/the-wonderful-story-of-special-effects\/","title":{"rendered":"The Wonderful Story of Special Effects"},"content":{"rendered":"Filme von Wes Anderson gelten als Klassiker. Jedes neue Werk wird nicht nur von eingefleischten Fans sehns\u00fcchtig erwartet, sondern auch von Filmenthusiast_innen aufgrund der besonderen Erz\u00e4hlweise und \u00c4sthetik herbeigesehnt. Die Filme bestechen durch ihre einzigartigen Geschichten, eine unverwechselbare Liebe zum Detail, schnelle Dialoge und eine Farbwelt, die auf jeden Film perfekt abgestimmt ist. Gro\u00df war daher die Aufregung, als 2022 bekannt wurde, dass Wes Anderson in Zusammenarbeit mit Netflix Roald Dahls <i>The Wonderful Story of Henry Sugar<\/i> sowie weitere Werke des Autors verfilmen w\u00fcrde.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"The Wonderful Story of Henry Sugar | Official Trailer | Netflix\" width=\"850\" height=\"478\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/4RdncisZ_QA?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Die filmgewordene Kurzgeschichte besticht durch aufwendige Special Effects. Besonders deutlich ist dies bereits in den ersten Szenen, wo wie bei einem Theaterst\u00fcck Kulissen und Szenenbilder sich beinahe in jeder Sekunde flie\u00dfend ver\u00e4ndern. F\u00fcr Zuschauer_innen ist kein Schnitt erkennbar. Zu verdanken ist das der aufwendigen und detailverliebten Arbeit von Valentin Struklec und Franz Brandst\u00e4tter, beide Lehrende f\u00fcr Digital Art \u2013 Compositing an der Filmakademie Wien, die gemeinsam mit ihrem Team von VAST (Visual Effects for Film, Commercials and Television) f\u00fcr die Spezialeffekte f\u00fcr <i>The Wonderful Story of Henry Sugar<\/i> (2023) verantwortlich zeichneten. Dem Team geh\u00f6rten auch die Filmakademie-Wien-Studierenden Andrea Singh, Manuel Plach, Matthias Boca und Robin Leeb an. Gemeinsam wurde in monatelanger Detailarbeit an dem Kurzfilm gearbeitet.<\/p>\n<p>Die Zusammenarbeit mit dem Hollywood-Regisseur entstand beinahe zuf\u00e4llig bei einem Besuch in London. \u201eEs hat sich bei einem Termin ein Gespr\u00e4ch mit einem kreativen Leiter ergeben, der uns erz\u00e4hlt hat, dass noch dringend zus\u00e4tzliche Hilfe f\u00fcr <i>Asteroid City<\/i> gesucht wird, da andere Studios mit der Genauigkeit des Films \u00fcberfordert waren\u201c, erkl\u00e4rt Valentin Struklec, der auch CEO und VFX-Producer bei VAST ist. Das Team erstellte anschlie\u00dfend ein kleines Paket f\u00fcr zehn Szenen und wurde rasch gefragt, ob sie noch mehr Sequenzen des Films \u00fcbernehmen und bearbeiten wollen. \u201eAndere konnten scheinbar nicht die gew\u00fcnschte Qualit\u00e4t liefern. Wir haben in unserer Karriere aber zum Gl\u00fcck genug Erfahrungen gesammelt, um auch alte Tricks anwenden zu k\u00f6nnen\u201c, fasst Struklec zusammen. Aufgrund der guten Zusammenarbeit bei <i>Asteroid City<\/i> (2023) wurde das VAST-Team auch f\u00fcr die Umsetzung von <i>The Wonderful Story of Henry Sugar<\/i> engagiert.<\/p>\n<p>Eine Herausforderung bei der Arbeit an dem Kurzfilm war es, die besondere Wes-Anderson-\u00c4sthetik auf dem auf 16-mm-Film gedrehten Material beizubehalten, aber gleichzeitig den Bildinhalt zu ver\u00e4ndern. \u201eEin Wes Anderson arbeitet unglaublich akribisch. Jedes Detail ist genau geplant, daher gab es auch f\u00fcr die VFX-Arbeit sehr genaue Vorgaben. Diese wurden auch auf den Pixel genau kontrolliert, was die Arbeit deutlich erschwert hat. Kreative Freiheit bestand nur darin, wie wir die gew\u00fcnschten Effekte, in der Perfektion, die dem Anspruch von Anderson gerecht wurden, erreichen konnten\u201c, erkl\u00e4rt Franz Brandst\u00e4tter den Arbeitsprozess. \u201eDie teilweise drei bis vier Minuten langen Einstellungen in einer durchgehenden Perfektion zu bearbeiten, war wohl das Schwierigste an dem Projekt.\u201c<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Valentin Struklec als Executive Producer fungierte und die Zusammenarbeit mit Wes Anderson erst erm\u00f6glichte, \u00fcbernahm Franz Brandst\u00e4tter die kreative Verantwortung als VFX-Supervisor und die weitere laufende Kommunikation mit den Projektverantwortlichen. Die Studierenden, die bereits alle vor dem Projekt bei VAST waren, wurden von den beiden auch in dieses Projekt aktiv miteinbezogen und waren Teil des Compositing-Teams, wo sie selbstst\u00e4ndig Shots nach Anweisungen bearbeiteten. Fast alle waren bereits zuvor an der Bearbeitung von <i>Asteroid City<\/i> beteiligt. \u201eDa die Aufgaben sehr \u00e4hnlich waren, wollten wir die Leute bei den Anderson-Projekten behalten\u201c, so Brandst\u00e4tter. \u201eFranz hat darauf geachtet, dass sie an der Hand gef\u00fchrt wurden, w\u00e4hrend sie ihre Erfahrungen sammeln konnten. Im Endeffekt war er eine Art Sicherheitsnetz f\u00fcr unsere jungen Artists\u201c, betont Struklec und erg\u00e4nzt: \u201eEs ist ein tolles Erlebnis nach dem Projekt den Stolz der jungen K\u00fcnstler_innen zu sp\u00fcren und das Gef\u00fchl zu haben, ihnen M\u00f6glichkeiten bieten zu k\u00f6nnen, die es sonst in \u00d6sterreich so nicht gibt.\u201c Beide sind froh, dass die Studierenden diese Erfahrungen sammeln und zeigen konnten, dass sie das n\u00f6tige Handwerk bereits jetzt gelernt haben, um auch solch gro\u00dfen Projekten gerecht zu werden.<\/p>\n<p>\u00dcber die Oscar-Auszeichnung f\u00fcr den Kurzfilm freuen sie sich sehr, wurde doch jede einzelne Einstellung der ersten 25 Minuten des Films vom VAST-Team bearbeitet. Der Erfolg bescherte ihnen auch bereits weitere neue Projektanfragen. Franz Brandst\u00e4tter bringt den Erfolg dennoch bescheiden auf den Punkt: \u201eDie VFX-Arbeit selbst ist gerade bei Wes-Anderson-Projekten immer eine sehr unsichtbare Angelegenheit, was wiederum eine Auszeichnung ist, denn dann haben wir unsere Arbeit gut gemacht.\u201c","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Filme von Wes Anderson gelten als Klassiker. Jedes neue Werk wird nicht nur von eingefleischten Fans sehns\u00fcchtig erwartet, sondern auch von Filmenthusiast_innen aufgrund der besonderen Erz\u00e4hlweise und \u00c4sthetik herbeigesehnt. 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