{"id":10794,"date":"2024-09-24T16:30:22","date_gmt":"2024-09-24T14:30:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=10794"},"modified":"2024-09-25T10:01:03","modified_gmt":"2024-09-25T08:01:03","slug":"herta-kurt-blaukopf-award-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2024\/09\/24\/herta-kurt-blaukopf-award-2024\/","title":{"rendered":"Herta &#038; Kurt Blaukopf Award 2024"},"content":{"rendered":"Was haben \u201emusique mixte\u201c, Geschlechterrollen im \u00f6sterreichischen Film und Musikvermittlung gemeinsam? Es sind die Themen der mit dem Herta &amp; Kurt Blaukopf Award 2024 ausgezeichneten Dissertationen an der mdw. Ziel der F\u00f6rderung, die zum dritten Mal verliehen wurde, ist, Early Stage Researcher zu f\u00f6rdern und Leistungen im wissenschaftlichen Doktoratsstudium an der mdw zu w\u00fcrdigen. Bei der feierlichen Preisverleihung durch Rektorin Ulrike Sych am 19. Juni haben wir mit den Preistr\u00e4gerinnen Elena Minetti, Irena M\u00fcller-Brozovi\u0107 und Barbara Wolfram gesprochen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_10797\" aria-describedby=\"caption-attachment-10797\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-10797\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-danielwillinger-dwp4065-1-1024x681.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"565\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-danielwillinger-dwp4065-1-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-danielwillinger-dwp4065-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-danielwillinger-dwp4065-1-768x511.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-danielwillinger-dwp4065-1-1536x1022.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-danielwillinger-dwp4065-1-850x566.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-danielwillinger-dwp4065-1.jpg 1904w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10797\" class=\"wp-caption-text\">Rektorin Ulrike Sych mit Elena Minetti, Barbara Wolfram &amp; Irena M\u00fcller-Brozovi\u0107 (v. l. n. r.) \u00a9 Daniel Willinger<\/figcaption><\/figure>\n<h5>Was ist das Thema eurer Dissertation? Welche Aspekte eurer Forschung begeistern euch am meisten?<\/h5>\n<p><b>Barbara Wolfram (BW):<\/b> Ich habe mich quantitativ mit dem Zusammenhang von Off-Screen- und On-Screen-Daten im \u00f6sterreichischen Spielfilm zwischen 1997 und 2017 besch\u00e4ftigt. Konkret bedeutet das: Ich habe mir angeschaut, ob es f\u00fcr das, was wir auf der Leinwand sehen, einen Unterschied macht, welches Geschlecht Regisseur_innen und Drehbuchautor_innen haben. Mich begeistert in all meinen Projekten, wie \u201eRealit\u00e4t\u201c abgebildet und erz\u00e4hlt wird.<\/p>\n<p><b>Irena M\u00fcller-Brozovi\u0107 (IMB):<\/b> In meiner Dissertation bin ich der Frage nachgegangen, wie Musiker_innen und Musikvermittelnde ein musikalisches Involviertsein \u2013 im Sinne von starken musikalischen Erlebnissen \u2013 in Konzertsituationen beg\u00fcnstigen k\u00f6nnen. Es fasziniert mich, dass die von mir entwickelte Resonanzaffine Musikvermittlung, die sich an der Theorie des Soziologen Hartmut Rosa orientiert, auch auf andere Vermittlungssituationen \u00fcbertragbar ist und so viele M\u00f6glichkeiten der Anwendung und Weiterentwicklung bietet.<\/p>\n<p><b>Elena Minetti (EM):<\/b> Im Mittelpunkt meiner Forschung stehen Kompositionsprozesse fr\u00fcher Werke der sogenannten \u201emusique mixte\u201c, d.\u2009h. Musik, die einen elektroakustischen Teil mit einem live gespielten Instrumentalteil kombiniert. Ich habe untersucht, wie Komponist_innen Schrift verwendeten, um ein neues Genre zu entwickeln. Die Suche der Komponist_innen nach neuen M\u00f6glichkeiten des musikalischen Schaffens hat mich bei der Untersuchung kreativer Prozesse besonders fasziniert.<\/p>\n<h5>Welche Bedeutung hat der Herta &amp; Kurt Blaukopf Award f\u00fcr euch und welche Rolle spielt eine Auszeichnung wie diese in der oft als schwierig beschriebenen Phase nach dem Doktorat?<\/h5>\n<p><b>IMB:<\/b> Der Herta &amp; Kurt Blaukopf Award bedeutet mir sehr viel, denn ich bin aufgrund meiner Biografie (in der Schweiz ist es nicht m\u00f6glich, in Musikp\u00e4dagogik zu promovieren) nach langj\u00e4hriger Praxis erst sp\u00e4t in die Forschung eingestiegen und h\u00e4tte mir nie ertr\u00e4umt, als Forscherin ausgezeichnet zu werden. Die Auszeichnung verleiht meiner Forschung eine besondere Relevanz und Sichtbarkeit und er\u00f6ffnet mir neue M\u00f6glichkeiten, sei dies in der Wissenschaftskommunikation oder beim Entwickeln von Anschlussprojekten.<\/p>\n<p><b>EM:<\/b> Das PhD-Studium erm\u00f6glichte mir, neue akademische Kontexte kennenzulernen und wissenschaftliche Diskurse zu vertiefen. Es gab Momente des Zweifels und der Unsicherheit, wie so oft auf langen Wegen, doch die Leidenschaft f\u00fcr die Forschung blieb stets bestehen. Der Herta &amp; Kurt Blaukopf Award ist f\u00fcr mich eine Anerkennung f\u00fcr diesen Weg, den ich zur\u00fcckgelegt habe, f\u00fcr die Qualit\u00e4t der Arbeit sowie eine starke Ermutigung f\u00fcr die PostDoc-Phase.<\/p>\n<p><b>BW:<\/b> Das Doktoratsstudium ist streckenweise eine sehr einsame Angelegenheit, wo oft Resonanz fehlt. Ein solcher Preis vermittelt gro\u00dfe Wertsch\u00e4tzung und Anerkennung daf\u00fcr, durch diese Phasen gegangen zu sein und etwas von Wert geschaffen zu haben. Es ist auch ein wichtiger Schritt, um Sichtbarkeit zu erlangen. Ich w\u00fcnsche mir, dass meine Forschung und meine Kunst Anwendung finden und unsere Gesellschaft diverser und fairer machen.<\/p>\n<h5>Was ist der n\u00e4chste Schritt in eurer akademischen Laufbahn?<\/h5>\n<p><b>EM:<\/b> Im Moment schlie\u00dfe ich laufende Forschungsprojekte \u2013 eine digitale Briefedition an der Universit\u00e4t Paderborn \u2013 und eine befristete Assistenzstelle an der Universit\u00e4t Hamburg ab und werde mich dann meiner Habilitation und der Arbeit an F\u00f6rderantr\u00e4gen widmen.<\/p>\n<p><b>BW: <\/b>Gemeinsam mit Paulus Wagner leite ich das k\u00fcnstlerisch-wissenschaftliche Projekt <i>Building Bridges in Polarized Societies by Means of Art and Research <\/i>und forsche parallel im FWF\/PEEK-Projekt <i>Confronting Realities. Working on Cinematic Autosociobiographies<\/i>. Die in den Projekten entwickelten Kurzfilme werden im kommenden Jahr auf Festivals laufen, worauf ich mich sehr freue. Im Rahmen des mdw PostDoc Fellowships plane ich in den kommenden Monaten ein weiteres Drittmittelprojekt.<\/p>\n<p><b>IMB:<\/b> Ich bin seit 2022 Professorin f\u00fcr Musikvermittlung an der Anton Bruckner Privatuniversit\u00e4t in Linz. Gemeinsam mit Kolleg_innen wie Axel Petri-Preis (mdw) entwickeln wir das Feld der Musikvermittlung an Universit\u00e4ten und Hochschulen weiter, z.\u2009B. mit der von der mdw gef\u00f6rderten Herausgabe des <i>International Journal of Music Mediation <\/i>(<a href=\"http:\/\/ijmm.world\">ijmm.world<\/a>).","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was haben \u201emusique mixte\u201c, Geschlechterrollen im \u00f6sterreichischen Film und Musikvermittlung gemeinsam? Es sind die Themen der mit dem Herta &#038; Kurt Blaukopf Award 2024 ausgezeichneten Dissertationen an der mdw.<\/p>\n","protected":false},"author":373,"featured_media":10796,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[13],"tags":[1501,1306,33],"class_list":["post-10794","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-report","tag-2024-3","tag-hertaundkurtblaukopf","tag-research"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10794","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/373"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10794"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10794\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10973,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10794\/revisions\/10973"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10796"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10794"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10794"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10794"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}