{"id":10720,"date":"2024-09-27T08:15:11","date_gmt":"2024-09-27T06:15:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=10720"},"modified":"2024-09-27T09:14:50","modified_gmt":"2024-09-27T07:14:50","slug":"inspiration-durch-innovation-ki-in-der-kunst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2024\/09\/27\/inspiration-durch-innovation-ki-in-der-kunst\/","title":{"rendered":"Inspiration durch Innovation \u2013 KI in der Kunst"},"content":{"rendered":"<h1>Eine Diskussionsrunde \u00fcber den Umgang mit Tools der k\u00fcnstlichen Intelligenz an der mdw<\/h1>\n<h5>Im vergangenen Studienjahr entstand die AG K\u00fcnstliche Intelligenz \u2013 die gr\u00f6\u00dfte Arbeitsgruppe des Senats, der Vertreter_innen aus allen Bereichen der Universit\u00e4t angeh\u00f6ren. Welche Themen besch\u00e4ftigen diese AG?<\/h5>\n<p><b>Dagmar Abfalter (DA):<\/b> Der AG ging es zu Beginn darum, eine Position zu KI zu entwickeln \u2013 mit besonderem Fokus auf ChatGPT. Es gab viele Bef\u00fcrchtungen, was die Qualit\u00e4t unseres Arbeitens betrifft, Sorgen bez\u00fcglich der Eigenleistung und der Frage, ob durch KI nicht auch die Kulturtechnik des Schreibens verloren gehen k\u00f6nnte.<\/p>\n<figure id=\"attachment_10824\" aria-describedby=\"caption-attachment-10824\" style=\"width: 200px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-10824 size-medium\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1290-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1290-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1290-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1290-768x1151.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1290-1025x1536.jpg 1025w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1290-1366x2048.jpg 1366w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1290-850x1274.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1290.jpg 1423w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10824\" class=\"wp-caption-text\">Dagmar Abfalter, Professorin f\u00fcr Kulturmanagement und Leiterin des Instituts f\u00fcr Kulturmanagement und Gender Studies \u00a9 Daniel Willinger<\/figcaption><\/figure>\n<p><b>Karl-Gerhard Stra\u00dfl (KGS):<\/b> Im Kompetenzzentrum f\u00fcr Akademische Integrit\u00e4t setzen wir uns bereits l\u00e4nger mit textgenerierenden KI-Tools auseinander, wie damit umzugehen ist, wenn etwa Textstellen maschinell \u00fcbersetzt werden. Ist das auszuweisen? Die Senats-AG schafft Bewusstsein und vereint sehr unterschiedliche Zug\u00e4nge. Inzwischen arbeiten wir an weiteren konkreten \u00dcberlegungen f\u00fcr das Haus \u2013 was sehr wichtig ist f\u00fcr die Themen Abschlussarbeiten, schriftliche Arbeiten, Pr\u00fcfungsmodalit\u00e4ten im Studium etc.<\/p>\n<p><b>Walter Werzowa (WW):<\/b> Viele haben leider irrsinnige Angst vor KI \u2013 und Angst hilft nie. Was uns hilft, ist die Auseinandersetzung mit dem Thema, und zu erkennen, dass die KI keine \u201eSchuld\u201c hat, sondern dass es darum geht, wie die Rechtspersonen handeln \u2013 wie die Firmen damit umgehen. Das sind Microsoft, Google, Apple, die gro\u00dfen Player. Dar\u00fcber m\u00fcssen wir reden und nicht das Feindbild KI propagieren. Dabei k\u00f6nnen wir viel innovativer denken.<\/p>\n<p><b>KGS:<\/b> Ich unterstreiche das sehr. Wir sind ja zum Gl\u00fcck schon einen Schritt weiter. Die Frage, wollen wir das oder wollen wir es nicht, stellt sich l\u00e4ngst nicht mehr. Es geht um das Wie, an dem m\u00fcssen wir arbeiten.<\/p>\n<p><b>WW:<\/b> Es gibt immer noch starke Ber\u00fchrungs\u00e4ngste mit KI. Dabei k\u00f6nnen wir viel innovativer denken.<\/p>\n<p><b>Christoph Stuhlpfarrer (CS): <\/b>In vielerlei Hinsicht. Man darf keine Angst davor haben, dass musikalische Subgenres zu wenig akademisch sein k\u00f6nnten. Gerade an einer Universit\u00e4t m\u00fcssen wir experimentieren und ausprobieren, auch mit neuen Technologien, ohne zwischen gut und schlecht zu unterscheiden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_10823\" aria-describedby=\"caption-attachment-10823\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-10823\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1056-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1056-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1056-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1056-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1056-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1056-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1056-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10823\" class=\"wp-caption-text\">Christoph Stuhlpfarrer, Koordinator f\u00fcr digitale Lehre \u00a9 Daniel Willinger<\/figcaption><\/figure>\n<p><b>DA:<\/b> Da gebe ich Ihnen recht. Aber ich m\u00f6chte gerne die Frage in den Raum stellen, inwiefern diese geforderte Offenheit \u00fcberhaupt zu so viel mehr Innovation f\u00fchrt? An sich sind die Algorithmen ja dazu gedacht, Mainstream, das vielfach Vorhandene zu verst\u00e4rken. Dazu gibt es durchaus kritische Positionen. Wir wissen, dass Algorithmen st\u00e4rker \u201ewhite\u201c und vor allem \u201emale positions\u201c bevorzugen. Sie bauen auf vielen Daten auf, das Innovative hingegen ist das von Menschen Gemachte.<\/p>\n<h5>Mit u.\u2009a. dieser Frage haben wir uns im Vorjahr am Menschenrechtstag besch\u00e4ftigt, wo es um das Spannungsfeld zwischen KI, Kunst und Menschenrechten ging \u2013 und um eine KI-\u00c4sthetik, die vorrangig solche Bilder produziert, die von der alten Patina konservativer Bilderwelten gespeist werden und diese in die Gesellschaft zur\u00fcckspiegelt.<\/h5>\n<p><b>DA: <\/b>Ja, da kommt ein zweiter Themenschwerpunkt ins Spiel, wo es um geistiges Eigentum geht: Dadurch, dass im Mainstream konservatives, bereits in gro\u00dfer Menge vorhandenes Material zur\u00fcckgespiegelt wird, kommt man mit eigenen innovativen Ideen noch schwieriger zu einer Monetarisierung. Das wird zu einem gro\u00dfen Problem f\u00fcr K\u00fcnstler_innen.<\/p>\n<p><b>CS:<\/b> Man muss differenzieren, das eine ist die Innovation der KI per se, dass wir \u00fcberhaupt so ein Tool heute in den H\u00e4nden halten d\u00fcrfen, und das andere ist, wie es gespeist wird. Die Menge und die Art der Daten beeinflussen das Resultat. Es gibt aber viele Arten von KI, die f\u00fcr die mdw interessanter sein k\u00f6nnen, als Textverarbeitungsprogramme: sei es Stimmenisolierung oder Notengenerierung, wo der Alltag einer Lehrperson erleichtert werden kann. Das ist eben die Frage: Wie nutze ich KI?<\/p>\n<figure id=\"attachment_10822\" aria-describedby=\"caption-attachment-10822\" style=\"width: 200px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-10822\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1246-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1246-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1246-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1246-768x1151.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1246-1025x1536.jpg 1025w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1246-1366x2048.jpg 1366w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1246-850x1274.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1246.jpg 1423w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10822\" class=\"wp-caption-text\">Walter Werzowa, Professor f\u00fcr Medienkomposition am Institut f\u00fcr Kompositionsstudien, Ton- und Musikproduktion \u00a9 Daniel Willinger<\/figcaption><\/figure>\n<p><b>WW:<\/b> Das ist der Punkt. KI ist ein Tool. KI ist keine Suchmaschine, wo man eine L\u00f6sung sucht und verkauft, sondern wo man sich inspirieren lassen kann.<\/p>\n<p><b>KGS: <\/b>Inspiration finde ich ein gutes Wort in dem Kontext. Es impliziert aber, dass man mit dieser Inspiration umgehen k\u00f6nnen muss. Die F\u00e4higkeit des Hinterfragens der Ergebnisse aus der Anwendung des KI-Tools muss man lernen und lehren, da hinken wir sicher noch hinterher. Per se ist es ein neues Tool, aufbauend auf dem vorhandenen Mainstream. Es ist immer kritisch zu hinterfragen, was aus dem KI-Tool herauskommt. Und da rede ich noch gar nicht von juristischen Fragestellungen, von Urheberrecht und Verantwortlichkeiten.<\/p>\n<p><b>WW<\/b>: Was verstehen wir unter Mainstream?<\/p>\n<p><b>DA<\/b>: Da geht es jetzt nicht um eine Wertung, sondern um eine gro\u00dfe Verbreitung in der Gesellschaft oder bei bestimmten Gruppen. Ich habe das Wort deshalb verwendet, um zu sagen, diejenigen, die nicht Mainstream sind, in der Mitte, diese Randgruppen werden vor besondere Herausforderungen gestellt. Die Monetarisierung k\u00fcnstlerischen Tuns wird schwieriger. Weil viele menschliche Leistungen dann von der KI \u00fcbernommen werden \u2013 ja, das ist eine Chance, das macht f\u00fcr viele auch den Zugang einfacher, demokratischer, aber gleichzeitig ver\u00e4ndern sich die k\u00fcnstlerischen Arbeitswelten und da sind diejenigen, die am innovativsten Rande dieser Sch\u00f6pfung sind, unter Umst\u00e4nden jene, die \u00f6konomisch benachteiligt werden.<\/p>\n<p><b>WW:<\/b> Ist Mainstream nicht ein Zeitproblem? Van Gogh war zu seiner Zeit sicher nicht Mainstream und heute z\u00e4hlen seine Kunstwerke zu den teuersten und begehrtesten weltweit.<\/p>\n<p><b>DA:<\/b> Das ist aber ein gutes Beispiel, denn Van Gogh hat selbst nichts mehr davon und gleichzeitig, wir nennen das \u201ecrowding out\u201c, nimmt er am Markt eine gro\u00dfe Position ein, was jungen, lebenden K\u00fcnstler_innen Finanzierungsm\u00f6glichkeiten wegnimmt. Ohne in Abrede zu stellen, dass Van Gogh ein gro\u00dfer, inspirierender K\u00fcnstler war und diese Wertsch\u00e4tzung auch posthum verdient.<\/p>\n<p><b>WW:<\/b> Wir alle werden durch gro\u00dfe Kunstwerke aus der Vergangenheit beeinflusst. Ich erz\u00e4hle meinen Studierenden \u00fcber die Bedeutung von David Raksin, Bernard Herrmann. Was ist jetzt der Unterschied, ob ich ihnen das sage, oder die KI es ihnen sagt?<\/p>\n<p><b>DA:<\/b> Kunst und Musikm\u00e4rkte sind ja ohnehin immer beeinflusst worden. Wenn du, Walter, mir eine Empfehlung gibst, kann ich einen Blick auf deinen Lebenslauf werfen um herauszufinden, was dich gepr\u00e4gt hat und die Basis f\u00fcr deine Empfehlung bildet. Die KI ist hingegen eine Blackbox. Es stehen gro\u00dfe Firmen mit \u00f6konomischen Interessen dahinter. Das macht mir die menschliche Einsch\u00e4tzung wesentlich wertvoller und vertrauensw\u00fcrdiger.<\/p>\n<p><b>KGS:<\/b> Das hei\u00dft, wir Menschen stellen uns mit unserem Geist \u00fcber programmierte Maschinen. Da braucht es Standards, auf die wir uns verst\u00e4ndigen k\u00f6nnen, damit auch das Vertrauen in das, was bei KI herauskommt, gegeben ist. Da h\u00e4ngt auch das Vertrauen gegen\u00fcber Universit\u00e4ten und der Wissensproduktion mit dran.<\/p>\n<p><b>CS:<\/b> Ich frage mich: Wenn eine Maschine etwas auf Knopfdruck leisten kann, wie wertvoll ist es dann, dass Absolvent_innen ebendiese T\u00e4tigkeit noch beherrschen? Sollen wir uns dann nicht um andere Dinge k\u00fcmmern?<\/p>\n<h5>Wir werden an den Punkt gelangen, wo wir nicht mehr fragen, wo wir KI einsetzen wollen, sondern \u2013 auch unter wirtschaftlichem Druck \u2013 ob es noch vertretbar ist, dass Menschen Arbeiten verrichten, die KI schneller und besser macht. Was soll aus Ihrer Sicht und in Ihren jeweiligen Fachbereichen die KI nun machen? Wo soll sie auf produktive und sinnvolle Weise eingesetzt werden?<\/h5>\n<p><b>WW:<\/b> Ich hoffe und glaube, dass KI uns hilft, eine Schwellenangst zu \u00fcberwinden, dass wir wieder kreativer werden. Das kann zum Spa\u00df privat sein, aber auch in einer Arbeitssituation. Technologie kann dem kreativen Prozess helfen \u2013 so wie der Federkiel und das Metronom Beethoven beim Komponieren geholfen haben.<\/p>\n<p><b>KGS: <\/b>KI kann kein Urheber sein. Juristisch verantwortlich ist die Person, die die von KI geschaffenen Texte und Bilder verwendet. Dieser Verantwortung muss man sich bewusst werden. Trotzdem ist es eine gro\u00dfe Chance, hier im Hinblick auf schriftliche Arbeiten von Studierenden an Universit\u00e4ten etwas zu ver\u00e4ndern. Wir als Kunstuniversit\u00e4t haben da noch mehr M\u00f6glichkeiten und sollten \u00fcberlegen, wie wir KI sinnvoll und gepr\u00fcft nutzen wollen. Hintergrund daf\u00fcr sind aber die Standards: Nachvollziehbarkeit, Ehrlichkeit usw.<\/p>\n<figure id=\"attachment_10821\" aria-describedby=\"caption-attachment-10821\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-10821\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1162-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1162-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1162-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1162-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1162-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1162-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/c-daniel-willinger-dwp1162-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10821\" class=\"wp-caption-text\">Karl-Gerhard Stra\u00dfl, Jurist u. Leiter der Abteilung Organisationsrecht und Berufungsmanagement inkl. Kompetenzzentrum f\u00fcr Akademische Integrit\u00e4t \u00a9 Daniel Willinger<\/figcaption><\/figure>\n<p><b>DA: <\/b>Auch in einer Verwendung von KI w\u00fcrde ich die Prinzipien von Rigor und Relevance beibehalten wollen. Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass die KI uns mehr Freir\u00e4ume schafft, dass wir H\u00fcrden abbauen k\u00f6nnen. Dass wir uns st\u00e4rker auf das Wichtige konzentrieren k\u00f6nnen, auf das, was uns zu Forscher_innen macht: Dinge zu kombinieren, neu und anders zu denken, gesellschaftliche Themen st\u00e4rker einzubeziehen. Da h\u00e4tte ich gerne, dass mir KI den nervigen Teil der Forschung wegnimmt \u2013 das kann die Interviewtranskription sein, das Suchen von Literatur \u2026 F\u00fcr die Studierenden m\u00f6chte ich, dass KI Druck aus ihrem Alltag nimmt. Dass man ihnen R\u00e4ume gibt, in denen sie die wichtigen Dinge lernen, sich entfalten und ausprobieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<h5>Welche Rolle kann oder soll eine Universit\u00e4t in diesem Spannungsfeld zwischen Innovation, Verwertungsinteressen, Qualit\u00e4tskriterien, sozialer Verantwortung und Verantwortung als Bildungseinrichtung mit Blick auf KI einnehmen?<\/h5>\n<p><b>WW: <\/b>Am MIT gibt es einen Kurs, den man nur mit KI-verfassten Produkten meistern darf. Man sieht dort, wie schwer das dann ist. Ich f\u00e4nde es toll, wenn wir an der mdw \u00c4hnliches ausprobieren \u2013 denn da sieht man schnell die Grenzen und kann am meisten lernen. Da sollte jede_r mitmachen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p><b>KGS: <\/b>Ich sehe unsere Aufgabe als Universit\u00e4t und vor allem von uns als gro\u00dfer Kunstuniversit\u00e4t darin, dass wir die M\u00f6glichkeiten, die uns die KI bietet, in einem gesicherten Raum erlebbar machen. Damit die Studierenden, die Lehrenden, K\u00fcnstler_innen und Forscher_innen etwas f\u00fcr sich mitnehmen k\u00f6nnen und auch au\u00dferhalb der mdw einen Mehrwert haben.<\/p>\n<p><b>CS:<\/b> Ich glaube, dass die Konzerne, das Geld, hier die Richtung vorgeben und Universit\u00e4ten da wenig Einfluss haben. Wir k\u00f6nnen aber Bewusstsein schaffen.<\/p>\n<p><b>DA:<\/b> Ich sehe nicht, dass sich die Rolle der Universit\u00e4ten hier \u00e4ndert, denn es geht ja darum, dass sich Studierende ausprobieren k\u00f6nnen. Unsere Rolle wird weiterhin sein, kreatives und kritisches Denken zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Diskussionsrunde mit Dagmar Abfalter, Karl-Gerhard Stra\u00dfl, Walter Werzowa und Christoph Stuhlpfarrer \u00fcber den Umgang mit Tools der k\u00fcnstlichen Intelligenz an der mdw.<\/p>\n","protected":false},"author":165,"featured_media":10825,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[1501,1480,1506,1479,1505,196,854],"class_list":["post-10720","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-special","tag-2024-3","tag-ai","tag-dikussion","tag-ki","tag-kuenstlicheintelligenz","tag-interview","tag-special"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10720","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/165"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10720"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10720\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11083,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10720\/revisions\/11083"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10825"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10720"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10720"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10720"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}