BACHELORPRÜFUNG

 

1. Teil Vortrag eines künstlerischen Programms
 
Prüfungsprogramm:

1. Ein größeres Werk der Barockzeit im Schwierigkeitsgrad von z. B.:
BACH: 1 Präludium und Fuge aus dem Wohltemperierten Klavier; eine Englische oder Französische Suite; Italienisches Konzert
HÄNDEL: Eine der 8 großen Suiten
SCARLATTI: mindestens 3 Sonaten
Werke von COUPERIN, RAMEAU 
 

2. Ein klassisches Variationswerk oder eine Sonate von
HAYDN (ausgenommen Hob. XVI/1-14)
MOZART (ausgenommen KV 545)
BEETHOVEN (ausgenommen op. 49)

 

3. Ein größeres Werk der Romantik im Schwierigkeitsgrad von z. B.:
SCHUBERT: Sonaten; Impromptus; 3 Klavierstücke D 946
MENDELSSOHN BARTHOLDY: Variations sérieuses op. 54
CHOPIN: Scherzi; Balladen; Polonaisen etc.
SCHUMANN: Abegg-Variationen op. 1; Papillons op. 2; Phantasiestücke op. 12; Faschingsschwank aus Wien op. 26; Sonaten, etc.
LISZT: Années de pèlerinage; Polonaisen; Balladen; Harmonies poétiques et religieuses
BRAHMS: Scherzo op. 4; Fantasien op. 116; 6 Klavierstücke op. 118; Variationen, etc.
GRIEG: Sonate op. 7
 

4. Ein größeres Werk der Spätromantik oder des Impressionismus von z. B.:
DEBUSSY (wenn Préludes, dann mindestens 3), RAVEL, FAURÉ, ALBÉNIZ, JANÁČEK, SKRJABIN, RACHMANINOW, MOMPOU, u. a.
 

5. Ein größeres Werk eines/r das 20. oder 21. Jahrhundert wesentlich repräsentierenden Komponisten/in wie z. B.:
SCHÖNBERG, BERG, WEBERN, HINDEMITH, BARTÓK, PROKOFJEW, STRAWINSKY, GINASTERA, MESSIAEN, BOULEZ, STOCKHAUSEN, CAGE, LIGETI, u. a.
 

6. Eine Etüde von z. B.:
CHOPIN, SCHUMANN, LISZT, DEBUSSY, SKRJABIN, RACHMANINOW, BARTÓK, STRAWINSKY, PROKOFJEW, LIGETI, etc.
 

Bei umfangreichen zyklischen Werken unter Pkt. 1), 3), 4) und 5) kann eine repräsentative Auswahl von mindestens 10 Minuten Dauer gespielt werden.

Zusätzlich kann als 7. Stück ein Werk der Klavierkammermusik (kein Klavierkonzert, kein Werk für Klavier zu 4 Händen oder für 2 Klaviere) in das Programm aufgenommen werden.

Es ist ein Wahlprogramm im Umfang von 15 - 20 Minuten zusammenzustellen, das mindestens 2 Werke unterschiedlicher Stilepochen enthält.

Mindestens ein Stück des Programms muss auswendig vorgetragen werden können.

Im Programm muss mindestens eine vollständige, mehrsätzige Sonate enthalten sein, d.h. ein Variationswerk der Klassik wird nur dann zugelassen, wenn die Sonate in einer anderen Stilepoche abgedeckt wird.

 

Prüfungskriterien:
 

Gesamteindruck in Bezug auf das Erreichen des Ausbildungszieles

 

  • Künstlerische Authentizität
  • Musikalische Gestaltungsfähigkeit
  • Pianistische Kompetenz
  • Werk- und Strukturverständnis
  • Stilistische Differenzierung
  • Podiumspräsenz
  • Programmzusammenstellung

 

 

2. Teil Prüfung unter instrumentaldidaktischem Aspekt


Prüfungsinhalte:
 

Werkliste

Als Beitrag zur Literaturkenntnis sind insgesamt 30 Stücke des Unterrichtsrepertoires vorzubereiten, d. h. didaktisch zu analysieren, pädagogisch aufzubereiten und gegebenenfalls zur Gänze vorzuspielen.


15 Stücke der Liste sind dahingehend zusammenzustellen, dass die Stilperioden Barock, Klassik und Romantik durch mindestens je 3 Werke repräsentiert sind.

Für die restlichen 15 Stücke soll eine repräsentative und stilistisch möglichst vielfältige Auswahl aus dem 20. und 21. Jahrhundert (E- und U-Musik) getroffen werden.

Mindestens eines der 30 Stücke muss aus der vierhändigen Klavierliteratur stammen.

 

Didaktische Analyse

Ein Stück aus der Werkliste ist als Schwerpunkt auszuwählen, wobei möglichst viele Aspekte methodisch-didaktischen Reflektierens einzubeziehen sind. Das Werk ist vorzuspielen, und es sollen Fragen zu musikalischen und technischen Herausforderungen formuliert und Lösungsansätze dargestellt werden.

 

Klavierdidaktisches Thema

Zu einem selbst gewählten klavierdidaktischen Thema soll unter Einbeziehung der Werkliste Stellung bezogen werden. Dazu sind z. B. methodische Ansätze, adäquate Übungen, Übestrategien, Literaturvorschläge oder persönliche Ideen und Erfahrungen einzubringen und gegebenenfalls auch am Klavier zu demonstrieren.

Mindestens drei Werke klavierpädagogischer Sekundärliteratur sind inhaltlich einzubeziehen und anzugeben.

 

Prüfungsverlauf

Für die Präsentation der beiden Referate stehen je maximal 10 Minuten zur Verfügung. Zu gegebenem Zeitpunkt werden die Mitglieder der Kommission mit dem Kandidaten/der Kandidatin in ein Prüfungsgespräch eintreten.

Im Laufe der Prüfung wird auch ein zweites Stück aus der Werkliste ausgewählt, das vorgespielt und didaktisch kurz erörtert werden soll. Die Qualität des Spiels wird ebenfalls in die Bewertung mit einbezogen.

Die Referate müssen frei gesprochen werden (Notizen sind gestattet).

Der Kommission sind sowohl von der Didaktischen Analyse des Schwerpunkt-Werks als auch vom Klavierdidaktischen Thema schriftliche Konzepte vorzulegen, aus denen hervorgeht, welche Aspekte behandelt werden.

 

Über Antrag (bei der Prüfungsanmeldung) kann diese Prüfung auch einen Lehrauftritt einschließen.

 

Prüfungskriterien:

 

  • Didaktische Kompetenz
  • Relevanz der gewählten Themen
  • Verständlichkeit
  • Qualität des Vortrags der Unterrichtsstücke
  • Vorgelegte Konzepte