Péter Nagy, geb. 1960, ist einer der jüngsten Vertreter einer international bekannten neuen Generation von ungarischen Pianisten.
Seine herausragende musikalische Begabung zeigte sich bereits in frühester Kindheit. Im Alter von acht Jahren wurde er an der Spezialschule für junge Talente der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest aufgenommen. Seine Lehrer waren dort Ferenc Rados und Klára Máthé. 1971 gewann er den 2. Preis des Internationalen Wettbewerbs in Usti nad Labem.
Im Jahr 1975 wurde er ordentlicher Student der Hochschule für Musik Franz-Liszt in Budapest und nahm in dieser Zeit an Meisterkursen von Amadeus Webersinke und Malcolm Bilson teil. 1979 war er erster Preisträger des ungarischen Radiowettbewerbs. 1981 schloss er sein Studium mit Auszeichnung in der Klasse von Kornél Zempléni ab. 2001 erhielt er den renomierten Franz Liszt Preis (Ungarisches Kultusministerium)
Seine internationale Karriere begann 1977 mit erfolgreichen Auftritten in Finnland, Jugoslawien und Salzburg (1979). Er debütierte in Frankreich 1979 beim Festival in Menton und wurde 1980 beim Bordeaux Festival als junger Solist gefeiert.
1984 begann er bei Prof. György Sebök in den USA sein Aufbaustudium.
Konzerte auf der ganzen Welt führten Péter Nagy unter anderem nach Australien ins Opernhaus in Sydney, in das Auditorium des Louvre in Paris, nach Tokio, Yokohama, Sapporo und andere Städte in Japan.
Er wirkte als Solist mit Ensembles wie dem Tokyo Symphonieorchester, dem Yomiuri Symphonieorchester, dem Staatsorchester Thessaloniki, dem Finnischen Radioorchester, den Helsinki Philharmonikern, dem ungarischen Staatsorchester und dem Symphonieorchester des ungarischen Rundfunks.
Als Kammermusiker trat er bei großen Festivals in Athen, Bastad, Blonay, Davos, Edinburgh, Turku, Moritzburg, Stockholm und Helsinki auf, sowie beim Festival Aix-en-Provence und beim Marlboro Music Festival. Péter Nagy musiziert regelmäßig mit dem Geiger Leonidas Kavakos und hat in den letzten Jahren zusammen mit der Bratschistin Kim Kashkashian Duo-Recitals in Europa und den USA gegeben.
Er hat zahlreiche Solo-und Kammermusikwerke für Hungaroton, Delos, Naxos, BIS und ECM eingespielt.