Aus der musiksoziologischen Bibliothek von Heinz Steinert

Wir danken der Familie Heinz Steinerts für die Überlassung seines musikbezogenen Nachlasses an Büchern, Ton- und Bildträgern, der eine wesentliche Bereicherung unserer Bibliothek darstellt, aber auch das Andenken an ihn, der mit unserem Institut in regem Kontakt gestanden hat, bewahren hilft.
 
Heinz Steinert (1942–2011) studierte Philosophie, Psychologie, Germanistik und Anglistik in Wien, absolvierte eine psychoanalytische Ausbildung, wurde in Psychologie promoviert und hat sich in Soziologie habilitiert.
Er war Mitbegründer und bis 2000 wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Rechts- und Kriminalsoziologie in Wien. Von 1978 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2007 war Heinz Steinert Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt „Devianz und soziale Ausschließung” am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität in Frankfurt.
Neben zahlreichen Publikationen zur Sozialtheorie und Gesellschaftskritik beschäftigte er sich auch intensiv mit kunst- und musiksoziologischen Fragestellungen. Insbesondere den Jazz als gleichermaßen kulturindustrielle wie auch widerständige künstlerische Ausdrucksform zu analysieren war ihm – der in späten Jahren noch Saxophonspielen zu lernen begonnen hatte – ein wesentliches Anliegen.