Dr. Maja Figge

Univ.-Ass. (Post-Doc)

figge(at)mdw.ac.at

https://orcid.org/0000-0003-4751-1011

 

Maja Figge (Dr. phil.) ist Kultur- und Medienwissenschaftlerin und arbeitet seit März 2026 als Universitätsassistentin (Postdoc) am International Research Center Gender and Performativity (ICGP) der mdw. Zuvor war sie (Gast-)Professorin für Theorie und Ästhetik Digitaler Medien an der Universität Wien (2024-26). Darüber hinaus hat sie medienwissenschaftliche Professuren an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (2020/21), der Hochschule für bildende Künste Braunschweig (2020) sowie an der Kunstuniversität Linz (2017-2018) vertreten. Stationen als wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postdoc) waren am Institut für Film, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (2021-2023), am DFG-Graduiertenkolleg „Das Wissen der Künste“ an der Universität der Künste Berlin (2017-2021), am Institut für Theorie und Geschichte der Gestaltung der UdK Berlin (2014-2016) und am Institut für Kunst und visuelle Kultur der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg (2011-2014). 2012 Promotion in Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Ab Juli 2026 leitet sie das durch die VolkswagenStiftung geförderte Forschungsprojekt “Infrastructuring Solidarity: Towards careful abolition – A postdigital media theory of solidarity” („Open up – New Research Spaces for the Humanities and the Cultural Studies“, mit Jun.-Prof. Dr. Jasmin Degeling, Bauhaus-Universität Weimar). 2023-2025 hat sie das DFG-Projekt „Gathering: Towards a Transdisciplinary Approach to Spaces, Traces, and Practices of Memorialisation in Namibia and Germany” (mit Prof. Dr. Henriette Gunkel, Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Sarala Krishnamurthy, Dr. Phillip Lühl, beide Namibia University of Science and Technology, Windhoek) durchgeführt; von Februar bis Juli 2023 war sie Fellow am DFG-Exzellenzcluster „Africa Multiple: Reconfiguring African Studies“ an der Universität Bayreuth, von August bis Oktober 2019 Visiting Scholar am Program in Literature der Duke University (Durham, USA) und im August 2014 Karl-Ferdinand-Theodor-Fellow am Deutschen Historischen Institut Paris (DHIP).

Sie ist Autorin von Deutschsein (wieder-)herstellen. Weißsein und Männlichkeit im bundesdeutschen Kino der fünfziger Jahre (2015) und Mitherausgeberin mehrerer Anthologien, zuletzt Künste dekolonisieren: Ästhetische Praktiken des Lernens und Verlernens (2023; mit Juana Awad, Julian Sverre Bauer, Lisa Großmann, Wilma Lukatsch). Außerdem hat sie zahlreiche Aufsätze veröffentlicht, ihr Beitrag „Verstricken als Methode. Eine Skizze zur komplexen Untersuchung von Differenz/en im Film“ (nach dem film, Nr. 20/2022) wurde mit dem Karsten Witte Preis für den besten filmwissenschaftlichen Aufsatz 2023 ausgezeichnet, ihr Essay „Implikationen weißer Schuld im deutschen Kontext“  wurde mit einer lobenden Erwähnung des Best Publication Award Gender und Medien 2024 bedacht. Derzeit schließt sie ihre zweite Monografie, Black (Post-)Cinemas. Genealogy, Aesthetics, Practices, ab, die im transcript Verlag erscheinen wird. 2017-2021 war sie Beisitzerin im Vorstand der Gesellschaft für Medienwissenschaft e.V., 2019-2024 Mitglied der Redaktion der Zeitschrift für Medienwissenschaft. Seit 2020 ist Mitglied des DFG-Forschungsnetzwerks „Gender Medien Affekt“. Ebenfalls seit 2020 ist sie Vertrauensdozentin und Fachgutachterin für den Bereich Kunst-, Kultur- und Medienwissenschaften der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

 

Forschungsschwerpunkte:

  • (Digitale) Medientheorie und -ästhetik
  • Medienarchäologie
  • Gender Media Studies
  • Post/Dekoloniale Film- und Medienwissenschaft
  • Ästhetik und Politik
  • Transnationale und vernetzte Bewegtbildforschung
  • Post-Cinema, Soziale Medien-Forschung
  • Visuelle Kulturen
  • Queer- und Affekttheorien
  • Erinnerungspolitiken und Gedächtnistheorien
  • Eco Media Studies

 

Publikationen (Auswahl):

 Bücher

  • Black (Post-)Cinema. Genealogies, Practices, Aesthetics, Bielefeld: transcript (in Vorbereitung)
  • Künste dekolonisieren: Ästhetische Praktiken des Lernens und Verlernens, Bielefeld: transcript Verlag 2023, DOI: 10.14361/9783839457726 [Hg. mit Julian Bauer, Lisa Großmann, Wilma Lukatsch]
  • Black Diaspora and Germany. Deutschland und die Schwarze Diaspora, Münster: Edition Assemblage 2018 [Hg. mit BDG Network]
  • Deutschsein (wieder-)herstellen. Weißsein und Männlichkeit im bundesdeutschen Kino der fünfziger Jahre, Bielefeld: transcript 2015
  • Scham und Schuld. Geschlechter(sub)texte der Shoah, Bielefeld: transcript 2010 [Hg. mit Konstanze Hanitzsch & Nadine Teuber]
  • MOV!NG ON. Handlungen an Grenzen – Strategien zum antirassistischen Handeln, zweisprachiger Ausstellungskatalog, Berlin: Neue Gesellschaft für bildende Kunst 2005 [Hg. mit AG MOV!NG ON]

Aufsätze