Laura Katharina Mücke (Dr. phil.)
Lehrauftrag Sommersemester 2026
muecke(at)mdw.ac.at
Biografie
Laura Katharina Mücke (Dr. phil.) ist Wissenschaftliche Mitarbeiter:in im Arbeitsbereich „Alltagsmedien und Digitale Kulturen“ am Institut für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft der Universität Mainz. Im aktuellen Semester ist Mücke mit einen Lehrauftrag am International Research Center for Gender and Performativity (ICGP) beschäftigt.
Neben der Arbeit an der Publikation Ihrer Dissertation, die im Sommer 2026 im Büchner Verlag erscheint, entwickelt Mücke aktuell ein neues Forschungsprojekt mit dem Arbeitstitel “Post/Digital Citizenship”. Dieses beschäftigt sich unter besonderem Fokus auf Gender und Postcolonial Studies mit Nationalitäts-Diskursen und komplexen Performanzen von Un/Zugehörigkeit. Fokusse der Arbeit liegen dabei bspw. auf der Evidenzproduktion digitaler Körper(scan)technologien in nationalitätsaffiner Polizeiarbeit, auf Verhältnissen von (Selbst)Bildlichkeit und Menschenrecht von Social-Media-Aktivismus für Gaza und auf “verräterischen Figuren” im Kontext osteuropäisch-deutscher Aussiedler-Migration.
Im Juni 2025 wurde Mücke mit einer medien- und filmwissenschaftlichen Arbeit mit dem Titel „Medien-Immersionen und die Anderen. Feministische, kritisch-phänomenologische Perspektiven“ an der Universität Wien promoviert. 2019–2022 war sie dafür als Universitätsassistenz PraeDoc der Professur „Theorie des Films“ an der Universität Wien beschäftigt und als Visiting PhD im Jahr 2022 an der Rijksuniversiteit Groningen. Die Dissertation behandelt strukturelle Implikationen von Diskriminierung und Othering gegenüber als ‘schwächer’ erachteten Subjekten (wie Frauen, Queers, Arbeitslosen aber auch Tieren) in führenden Film-, Medien- und Kunst(rezeptions)theorien Ästhetischer Erfahrung. Davor hat Mücke Filmwissenschaft, Theaterwissenschaft, Kulturanthropologie, Mediendramaturgie und Publizistik an der Universität Mainz studiert und war auf Stellen wissenschaftlicher und studentischer Mitarbeit am Fach Filmwissenschaft der Universität Mainz beschäftigt.
Mücke ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift Montage AV und hat die Initiative (FTMK) Mainz Unbefristet sowie die autonome Gruppe Inititative Doktorand:innen-Austausch (ID*A) mitgegründet. Weitere Mitgliedschaften bestehen in der Allianz für Kritische und Solidarische Wissenschaft (KriSol) und in der Gesellschaft für Medienwissenschaft sowie dort in der AG Gender/Queer Studies sowie der AG Migration, Rassismus und Postkolonialität.
Forschungsschwerpunkte
- Kritische Phänomenologie und Politiken marginalisierter Körper
- Theorien sozialer Medien, insb. TikTok
- Subjekttheorien der Gender und Queer Studies
- Digital Citizenship, Migration und Postkoloniale Theorie
- Digitaler Alltag und Ästhetische Theorie (19., 20. und 21. Jh.)
Publikationen (Auswahl)
Monografie
- (in Vorbereitung) Die Medien-Immersionen der Anderen. Feministische, Kritisch-phänomenologische Perspektiven. Marburg: Büchner, Dissertation.
Herausgeber:innenschaften
- (2025): Silence, Sounds, Music. Acoustic Dimensions of Immersion. Hg. gemeinsam mit Florian Freitag und Peter Niedermüller, London: Routledge.
- (2024) Bild | Kanäle. Zur Theorie und Ästhetik vernetzter Medienkultur. Hg. gemeinsam mit Olga Moskatova, Würzburg: Königshausen & Neumann.
Artikel
- (im Erscheinen) “Medienwissenschaftliche TikTok-Forschung: Eine kritische Bestandsaufnahme” In: Dörre, Robert / Tuschling, Anna (Hg.): Handbuch Social Media. Wiesbaden: Springer.
- (2025): „Immersive Situativity. (Anthropological) Perspectives on Being in/out of Sync“, gemeinsam mit Tom Poljanšek. In: Philippe Bédard, Philippe / Thain, Alanna, Therrien, Carl (Hg.): States of Immersion: Bodies, Media Technologies. Amsterdam: Amsterdam University Press, 33–54.
- (2024): „#belarus2020. Kollaborative Bilder und weibliche* Verteilungsstrategien auf TikTok“. In: Moskatova, Olga / Mücke, Laura Katharina. (Hg.): Bild | Kanäle. Zur Theorie und Ästhetik vernetzter Medienkultur. Würzburg: Königshausen & Neumann, S. 215–246.
- (2023): „Agency in Fixation. In | Visibility and Personal as Public Space in Videoconferencing Arrangements“. In: Volmar, Axel / Moskatova, Olga / Distelmeyer, Jan (Hg.): Video Conferencing. Practices, Politics, Aesthetics. Bielefeld: Transcript, S. 189–208.
- (2022): „Spurious Correlations. [Ein sinngenerierender Selbstversuch]“. In: Moskatova, Olga / Dies. / Tedjasukmana, Chris (Hg.): Messy Images. Unordnungen vernetzter Bilder. In: Montage AV, Zeitschrift für Theorie und Geschichte audiovisueller Kommunikation, 31/1.
- (2022): „Sur | Face of An Other. Filmische Leinwände zwischen semipermeabler Projektionsfläche und ephemerer Dinglichkeit“. In: Bulgakowa, Oksana / Mauer, Roman (Hg.): Dinge im Film. Wiesbaden: Springer, S. 197–222.
- (2021): „‘Müssen wir noch kopräsent sein, um uns zu versammeln?‘ Von Streaming-Plattformen und dem Filmschauen als Versammlung“. In: Stenzel, Julia / Lamb, Jochen (Hg.): Praktiken der Versammlung. Berlin: Neofelis, S. 243–272.
- (2021): „Politik(en) der Immersion. Machtdiskurse über immersierte Nutzer_innen und Film als Kontingenz in potentialis“. In: ffk Journal Nr. 6, Verfügbar: http://ffk-journal.de/?journal=ffk-journal&page=article&op=view&path%5B%5D=139
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