Facing Drag. Gender Bending and Racialized Masking in Performing Arts and Popular Culture
Evelyn Annuß & Raz Weiner (Hg.)
Facing Drag vereint internationale Expert*innen aus Bereichen wie Geschichte, Medien-, Theater- und Performance-Wissenschaften, um zu untersuchen, wie Gender, Race und ethnische Zugehörigkeit im Laufe der Zeit und in verschiedenen Kulturen dargestellt werden. Anhand verschiedener Fallstudien untersucht der Band Akte der Überschreitung, Aneignung und Umdeutung in der Performance und beleuchtet dabei deren politische, ethische und ästhetische Dimensionen. Er erweitert das Konzept des Drag über Gender Bending hinaus und untersucht dessen Schnittstellen mit Rassifizierung und Kolonialgeschichte. Die Essays bieten kritische Einblicke sowohl in das subversive Potenzial von Drag als auch in dessen Verflechtung mit gewalttätigen Formen der Ausgrenzung und des Othering.
Mit Beiträgen von Evelyn Annuß, nora chipaumire, Sam Ehrentraut, Zimitri Erasmus, Elaine S. Frantz, Aurélie Godet, Karin Harrasser, Nanna Heidenreich, Katrin Köppert, Eric Lott, Julia Ostwald, Jay Pather und Raz Weiner.
Das Buch erscheint auf Englisch.
Evelyn Annuß, Professorin für Gender Studies, leitet das International Research Center Gender and Performativity (ICGP) an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Ästhetik, Performativitätstheorien und der Kritik der Politik. Als Theater- und Literaturwissenschaftlerin beschäftigt sie sich u. a. mit politischen Spektakeln, ihrer Historizität und Medialität im Kontext von NS, Kolonialrassismen und (Re-)Faschisierung. Dirty Dragging geht aus Recherchen im südlichen Afrika, den USA und den Alpen hervor und ist im Rahmen ihres DFG-Heisenberg-Projekts Grenzziehungen und performative Transpositionen (FU Berlin) entstanden.
Raz Weiner (Dr.) forscht in den Bereichen Performance Studies, Politik und Verkörperung. In seiner Arbeit befasst er sich mit Traditionen, Archiven und zeitgenössischen Formen von Kolonialismus, Rassifizierung und Queerness, der Produktion von Körpern und Wissen sowie der Ko-Konstitution von menschlichen Gesellschaften und digitalen Welten. Als ausgebildeter Schauspieler und Regisseur verfügt Raz über umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen Performance und Kunst sowie in der Bildung und Moderation von multikulturellen Gruppen. Bevor er Forschungsstipendiat (2023) und Gastdozent (2024) an der mdw wurde, war er an der School of Politics and IR an der Queen Mary University in London (2020-2022) und an der Fakultät für Architektur und Stadtplanung am Technion in Haifa (2021-2023) tätig.